Probleme mit berufsbildenden Maßnahmen und nicht fördergerechter Eingliederungsvereinbarung. Wie sollte ich vorgehen?

Bumpy

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In wenigen Wochen beende ich eine Maßnahme vom Jobcenter. Danach werde ich eine weitere Maßnahme beginnen, die ich selber bezahle. Ich bin bereits angemeldet und angenommen. Der Kurs dauert circa 12 Wochen. Mein Sachbearbeiter weiß davon und hat kein Problem damit. Nach dieser zweiten Maßnahme habe ich zwar keine neue, vollwertige Ausbildung, darf aber als Rettungssanitäter arbeiten.

Aktuell werde ich vom Integration-Plus-Team betreut. Der Sachbearbeiter der für mich zuständig ist, hat auch kein Problem mit meinen Plänen und scheint mich sogar unterstützen zu wollen.
Dennoch soll ich eine Eingliedereungsvereinbarung unterschreiben und mich während dieses Kurses auf zugesandte Stellenangebote bewerben (5 pro Woche, während eines medizinischen Kurses der 160 Stunden dauert und mit einer offiziellen Prüfung abgeschlossen wird, danach 320 Stunden Praktikum mit erneuter Prüfung). Die Stellen die mir angeboten werden sollen, haben nichts mit dem Rettungsdienst zu tun. Es kann aber auch sein, dass mir Stellen für den Rettungsdienst zugesandt werden. Das ist natürlich blöd, wenn ich noch nicht die Befugnis habe, in der Branche zu arbeiten.

Laut FW § 159 SGB III, Punkt 159.1.2.1 Unterpunkt h ist es ein wichtiger Grund Angebote abzulehnen, wenn eine aktuell ausgeführte berufsbezogene Maßnahme auf dem Spiel steht. Ist das richtig so?
 

abcabc

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Hallo und willkommen im Forum.

Warum machst du freiwillig irgendeine sinnlose Maßnahme mit, wenn du eigentlich eine sinnvolle Maßnahme machen willst mit der du wirklich deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbesserst?


Dennoch soll ich eine Eingliedereungsvereinbarung unterschreiben und mich während dieses Kurses auf zugesandte Stellenangebote bewerben (5 pro Woche, während eines medizinischen Kurses der 160 Stunden dauert und mit einer offiziellen Prüfung abgeschlossen wird).
Lad die EGV doch mal bitte anonymisiert hoch. 20 Bewerbungen pro Monat ist äußerst fragwürdig - da wird sicher noch mehr Mist drinstehen...
Es ist immer zu 100% freiwillig eine EGV zu unterschreiben. Da es sich um einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen zwei gleichberechtigten(!) Vertragspartnern handelt, kann man über den Inhalt verhandeln....
 

Bumpy

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Danke für das willkommen heißen.
Die erste Maßnahme wurde von mir ins Leben gerufen und vom Amt finanziell unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin. Die zweite Maßnahme benötigt die Qualifikation der ersten.
Das Verbessern der Chancen auf dem Arbeitsmarkt ist mein Ziel. Die Hälfte ist bereits geschafft.

Noch habe ich keine EGV erhalten. Die kommt demnächst per Post.
Der Sachgearbeiter sagte mir am Telefon, dass er mir Stellenangebote unterbreiten muss, da er sonst Ärger mit seinem Chef bekommt.
 

Birgit63

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Das kenne ich. Mein Mann hat damals auch einen Kurs zum Pflegehelfer gemacht. Freiwillig und auf eigene Kosten. Er durfte das nur in Abendschule, weil er sich weiter um Stellen bemühen sollte, die es damals nicht gab. Einzig das 14-tägige Praktikum durfte er tagsüber machen. Danach wurde er sofort vom Praktikumsbetrieb eingestellt und war nie wieder arbeitslos (2004 bis heute).
 

Zermürbt38

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Warum machst du freiwillig irgendeine sinnlose Maßnahme mit, wenn du eigentlich eine sinnvolle Maßnahme machen willst mit der du wirklich deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbesserst?
Hatte ich auch freiwillig (6Monate) so gemacht, da mir versprochen wurde die Maßnahme (medizinisch) die ich machen wollte, welche mir auch was gebracht hätte, zu bezahlen. Daraus wurde dann aber nichts.
 

Bumpy

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Die Schule die ich besuchen werde, gibt es wegen Corona nur Online und in Vollzeit von morgens bis nachmittags.
Ich bezahle alles selber. Dafür habe ich gespart. Ich hoffe und bete nur, dass mir das Jobcenter keinen Strich durch die Rechnung macht. Pflegeberufe- und Kurse sind hochkomplex. auf die muss man sich vollends konzentrieren können. Das sind nur 12 Wochen und danach werde ich, wie auch @Birgit63 aus eigener Erfahrung kennt, vermutlich nicht mehr arbeitslos sein.
 

Birgit63

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Dann drücke ich dir die Daumen. Ich finde es nur schaden, dass das JC und auch die AfA einem immer wieder Steine in den Weg legen. Lieber soll man Unsinnmaßnahmen machen, anstatt dass die einen in so einem Fall unterstützen.
 

Bumpy

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Vielen Dank. Wichtig für mich wäre noch zu wissen, ob meine Vermutung mit den Fachlichen Weisungen (s.o.) richtig ist. Falls dem so ist, bin ich ja eigentlich raus aus der Sache.
Wenn die EGV da ist, lade ich die hier hoch.

Dieser Kurs und die anschließende Tätigkeit sind mein Traum. Ich muss mich vollkommen auf diesen Kurs konzentrieren können ohne Angst zu haben zum Briefkasten zu gehen. Diese Angst habe ich seit Jahren.
 

abcabc

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Noch habe ich keine EGV erhalten. Die kommt demnächst per Post.
Der Sachgearbeiter sagte mir am Telefon, dass er mir Stellenangebote unterbreiten muss, da er sonst Ärger mit seinem Chef bekommt.
Dann abwarten, was da so per Post kommt. NICHT unterschreiben! Erstmal hier im Forum hochladen und abwarten, wie andere die einschätzen.
Mag sein, dass der SB mal ein paar VVs rausschicken muss, aber 20 Bewerbungen pro Monat ist vollkommen übertrieben. Es sind maximal 10 pro Monat akzeptabel - aber auch das ist schon viel, erst recht in Corona Zeiten.
Wobei man auch einfach husch-husch Anti-ZAF Bewerbungen verschicken kann mit 0815 Anschreiben (an nichts angepasst). Dann braucht man maximal 10-30 min. pro Bewerbung.....

Die Schule die ich besuchen werde, gibt es wegen Corona nur Online und in Vollzeit von morgens bis nachmittags.
Das würde ich dem JC nicht sagen, sondern einfach behaupten das sei online und du könntest die Zeiten flexibel einteilen. ;)
Da das JC schon Kenntnis davon hat, ist die Option die ganze Schulung "heimlich" zu machen, nicht mehr möglich....
 

Bumpy

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Heimlich könnte ich diese Schulung gar nicht durchziehen. Die Angst vor dem Integration-Plus-Team, ist viel zu groß. Ich war schon einmal unter deren Fittichen. Das war der schlimmste Tag meines Lebens behaupte ich. Mein Sachbearbeiter in diesem Team macht gerade ein duales Studium. Ich denke, der will sich einfach nur beweisen und denkt an seine eigene Zukunft, aber nicht an die der anderen. Die haben mir auch schon so ein komisches Programm angedreht. Kurs gesgat werden Arbeitgeber dafür gut bezahlt, dass sie mich einstellen. Der Lohn kommt dann vom Jobcenter, nicht vom Arbeitgeber. So stelle ich mir meine Zukunft eigentlich nicht vor und dafür mache ich diese zwei Maßnahmen/Schulungen nicht.
 

Onkel Tom

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Moin @Bumpy und :welcome:

Ein Kompromiss könnte es sein, wenn bezüglich EGV-Einigung rein käme, "sich nur auf
VVs bewerben, die dem Berufseinstieg in dem derzeit angestrebten Zielberuf dienlich ist".. ;)

Ist dein Ziel z.B. Sanitäter = VV = Saniäter und nicht noch auf alles andere, was sich so
in der Mobbörse so rum treibt..

Ich hatte früher bei Fortbildung oft das gleiche Problem, mich vor Sinnlosbewerbungen z.B.
"Springer für Urlaubzeit anderer" zu schützen.. Mein SB konnte mich auch nie komplett vom
Bewerbungskreislauf ausschließen. Ich hatte es jedoch dann so hinbekommen, das ich mich
nur zielgerichtet bewerben musste.. Weiter wichtig, keine Mindestbewerbungsanzahl verbriefen..

Lass die EGV erst mal kommen und dann weiter schauen und ggf. mit SB "verhandeln"..

Herr Elo bewirbt sich auf Vermittlungsvorschläge im Fachbereich "Zielberuf".

Somit hätte SB sein Frieden und Du weniger Stress als üblich..

Die Verhältnismäßigkeit spielt beim "wichtigen Grund" auch eine Rolle..

Edit:

Das postalische Zusenden einer EGV ist auch nicht in Ordnung.

Das die EGV per Post kommt ist zwar nicht in Ordnung aber beim Ratsuchenden steht
das auf dem Spiel, wo sich andere Elos die Finger nach ablecken würden, die Chance
auf ECHTER Fortbildung mit SGB-Unterstützung zu bekommen..

Da ist das "Verhandeln" das A und O.. Da kommt Mensch schlecht drumherum eine
EGV zu verhandeln und ab zu schließen..
Das wie die EGV entstanden ist, steht dann auf einem anderen Blatt.

Mit "Radikal" kann man die "zahlende Hand" auch ausschlagen und finanzielle
Probleme folgen oder schlimmer noch "Steine fallen im Ausbildungsweg"..

Diese Option hilft da nicht viel, zumal Ratsuchender eine Fortbildung "aktiv" verfolgt
und "gesichert" wissen will.. EGV-Operationstisch lässt grüßen.. ;)
 
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Bumpy

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Die Fortbildung die ich bald beginnen werde, wird von mir bezahlt. Das SGB unterstützt mich finanziell dabei nicht. Aber ich hoffe "anders".
Lediglich die davor wurde mir bezahlt - dafür bin ich dankbar.
Sobald die EGV da ist, lasse ich sie euch zukommen und bitte freundlichst um eure Hilfe, sodass diese zu meinen Gunsten verfasst werden kann.
Ich bin "so" kurz vor meinem Ziel!
 

Onkel Tom

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Oki.. Ich denke das kann klappen mit einer "Bewerbungsbeschräkung"..
Kann nix versprechen da reine Verhandlungssache, wo SB am besten
freiwillig den EGV-Tango mit tanzt..

Habe ich das richtig verstanden, das dem Mobcenter bekannt ist, das Du
derzeit eine selbstfinanzierte Fortbiildung nach gehst ?

Wie ist sie Zeitmäßig augegliedert Teil/Vollzeit ?
Bist Du u25 oder ü25 ?
Jugendberufsagentur ?
 

Bumpy

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Dem Jobcenter ist bekannt, dass die selbst finanzierte Fortbildung bald in Vollzeit starten wird. Der theoretische Teil dauert 4 Wochen unmittelbar gefolgt von einer Zwischenprüfung. Anschließend 8 Wochen Praktikum, ebenfalls Vollzeit und ebenfalls unmittelbar danach eine Abschlussprüfung. Ich habe mir mündlich am Telefon das OK von drei verschiedenen SBs eingeholt die in irgendeiner Art und weise für mich zuständig sind. Ich bin +25.
 

Bumpy

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Die Schulung beginnt in drei Wochen. Meine aktuelle Maßnahme endet offiziell in zwei Wochen. Für die Überlappung habe ich mir auch das OK eingeholt. Alle drei SBs sind einverstanden, solange ich meiner Pflicht, die erste Maßnahme zu beenden, nachkomme. Das ist kein Problem.
 

Onkel Tom

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Jo dann muss halt der neue SB genau so "überzeugt" werden, wie es seine
3 anderen SBs auch schon sind.. ;)

Ich denke, das es erst mal besser ist, das negative Kopfkino zu verbannen und den
EGV-Tango fortsetzen, wenn sie gekommen ist und hier annonymisiert zur Einsicht
hoch geladen ist..
 

Bumpy

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Du hast mich falsch verstanden oder ich habe es falsch erklärt. Es gibt nur diese drei Sachbearbeiter. Der, der jetzt für mich zuständig ist, gehört zum Team Integration Plus. Da die erste Maßnahme bald beendet sein wird, rutscht man da scheinbar automatisch rein. Dieser Sachbearbeiter ist absolut dafür, was ich mache, will mir aber trotzdem diese EGV aufdrücken. Ich soll mich während meines Kurses zum Rettungssanitäter als Berufskraftfahrer (erste Maßnahme, erlangung des Führerscheins etc) bewerben. Das ist aber Unsinn. Wofür mache ich dann den Rettungssanitäter? Angeblich muss der SB diese Vermittlungsvorschläge dafür rausschicken. Komisch ist aber, dass ich die letzten zwei Jahre von meinem normalen Sachbearbeiter nicht einen Vermittlungsvorschlag erhalten habe.


Ich denke, das es erst mal besser ist, das negative Kopfkino zu verbannen
Ich hoffe, ich bin stark genug das sowie den Kurs zu absolvieren. Die Angst vor dem Jobcenter ist ein unbesiegbarer Gegner.


Der Tango wird forgesetzt, wenn das Dokument da ist. :)

/// der Spruch in deiner Signatur gefällt mir. Meiner könnte werden "2020 - MEIN Jahr!"
 
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abcabc

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Hier droht eh ein Problem mit totaler Willkür. Die ganzen SBs haben dir alle nur mündlich zugesichert, dass deine selbst finanzierte Weiterbildung toll sei und sie das unterstützen. Es kann aber jederzeit passieren, dass die plötzlich alle Erinnerungslücken bekommen und sagen, dass du bei ALG II Bezug auf keinen Fall eine Vollzeit Weiterbildung machen kannst.

Dieser Sachbearbeiter ist absolut dafür, was ich mache, will mir aber trotzdem diese EGV aufdrücken.
Angeblich muss der SB diese Vermittlungsvorschläge dafür rausschicken.
Kurz und knapp: Dein SB ist ein Lügner. Der "muss" dir sicher keine VVs als LKW Fahrer rausschicken. Dementsprechend würde es mich nicht wundern, wenn der plötzlich behauptet, dass er niemals dafür war, dass du die Schulung machst, oder plötzlich sagt, dass du es natürlich gerne machen kannst, aber dann kein ALG II bekommst für die 12 Wochen, weil du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst.
 

Bumpy

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Muss er nicht? Gut zu wissen! Ein Glück gibt es zwei andere Sachbearbeiter, die auf meiner Seite sind was dieses Thema angeht. Ganz besonders einer davon, mein Haupt-Sachbearbeiter in Sachen Arbeitsvermittlung, ist vertrauenswürdig. Das durfte ich mittlerweile kennenlernen. Das heißt also, ich warte jetzt die EGV ab, unterschreibe sie nicht und schicke sie hier anonymisiert ein.
Dieser Sachbearbeitet hat auch versucht mir in perfekter Banker-Manier ein Paket schmackhaft zu machen, kurz: eine Firma bekommt Geld vom Amt. Die Firma stellt mich ein und bezahlt werde ich vom Amt.

Hier will sich ein junger Sachbearbeiter, der zeitgleich ein duales Studium macht, an mir austesten! Bei sowas bekomme ich Tollwut, Krätze und die Pocken gleichzeitig. :oops:

Eine Kürzung um 30% für 12 Wochen wäre sicherlich alles andere als schön. Aber wenn es sein muss und ich damit mein Ziel erreiche, nehme ich das an.
Ich sehe diese Schulung jetzt schon fast als nicht zu absolvieren an, wenn ich an den Stress denke um den ich mich kümmern muss, nur weil diese jungen Sachbearbeiter an ihre eigene Zukunft denken.

Kommt man irgendwie aus den Fängen des Integration-Plus-Teams raus?
 
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abcabc

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Ein Glück gibt es zwei andere Sachbearbeiter, die auf meiner Seite sind was dieses Thema angeht.
Wird trotzdem zum Problem. Die beiden anderen SBs werden sich wohl kaum hinter dich stellen und dich unterstützen. Zum einen sind sie nicht zuständig und zum anderen gibt es das Problem, dass es sich um eine Weiterbildung in Vollzeit handelt.

Eine Kürzung um 30% für 12 Wochen wäre sicherlich alles andere als schön. Aber wenn es sein muss und ich damit mein Ziel erreiche, nehme ich das an.
Nene das würde 100% Einstellung der Leistungen (Regelsatz, KK und KdU) bedeuten, da du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst.

Wie gesagt, totale Willkür lässt grüßen, ob du die Umschulung auf eigene Kosten "offiziell" machen kannst oder ob der SB da ein Affentheater macht, weils in Vollzeit ist.....
 
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Bumpy

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Sollte ich am besten schnell alles absagen? Ich glaube 1000€ muss ich ohnehin schon bezahlen, alleine weil ich den Platz belege.

Wenn ich das richtig verstehe, darf der Sachbearbeiter mir solange meine Jobcenter-Maßnahme läuft doch eh nichts zusenden. Richtig?
Angenommen das wird ein Fiasko und ich muss Widerspruch einlegen, Klage erheben und all das Spiel. Das könnte eventuell schon von der Zeit reichen. Das sind nur 12 wochen.
Ich sollte vielleicht die offene Kommunikation mit dem Sachbearbeiter angehen und mir gewisse Dinge schriftlich bestätigen lassen.


Nene das würde 100% Einstellung der Leistungen (Regelsatz, KK und KdU) bedeuten, da du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst.
Die letzten 2 bis 3 Jahre haben die sich nicht dafür interessiert was ich mache. Die sollen jetzt bitte nicht mit der Hau-Drauf-Methode anfangen, wo ich alles in die wege geleitet habe.

Wenn ich @Birgit63 oben richtig verstehe, dürfte das Praktikum ab der vierten Woche kein Problem sein. Es ist definitiv zielführend und ein Job danach in Aussicht.

Um das auch mal genannt zu haben: die Angebote die ich vom Sachbearbeiter als Berufskraftfahrer bekomme, müssen nicht unbedingt schlecht sein. Wenn gar nichts klappt, mache ich erst einmal das und spare mir eine gewisse Summe an die es mir erlaubt, das eigentliche Ziel später nachzuholen. Das muss dann aber in den nächsten ein bis zwei Jahren passieren sonst ist es zu spät. BKF ist jedenfalls nicht mein Traumberuf ist.
 
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abcabc

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Wenn ich das richtig verstehe, darf der Sachbearbeiter mir solange meine Jobcenter-Maßnahme läuft doch eh nichts zusenden. Richtig?
Es gibt keine "Sicherheit", wenn man in einer Maßnahme ist. Der SB kann dir auch während der Maßnahme irgendwas zuschicken.

Ich sollte vielleicht die offene Kommunikation mit dem Sachbearbeiter angehen und mir gewisse Dinge schriftlich bestätigen lassen.
Ja, in Zukunft wäre das besser, wenn du alles schriftlich regelst und mündliches Absprachen als unverbindlichen "Schall und Rauch" betrachtest. In diesem Fall ist es jetzt ziemlich spät, um noch was schriftlich bestätigt zu bekommen, da der Kurs schon verbindlich gebucht ist und in 2-3 Wochen beginnt.

Angenommen das wird ein Fiasko und ich muss Widerspruch einlegen, Klage erheben und all das Spiel. Das könnte eventuell schon von der Zeit reichen. Das sind nur 12 wochen.
Problem: Hartz IV ist ein verfassungswidriges System, bei dem Willkür eher vorgesehen ist, als die optimale Integration auf dem Arbeitsmarkt. Mit einer Klage wirst du nicht wirklich was erreichen, da es den Ermessenspielraum/Willkür gibt, ob man dir eine Umschulung in Vollzeit genehmigt oder nicht.
Vielleicht kennt ja ein anderer hier einen Paragraphen, nach dem man dir eine Umschulung (in Vollzeit) auf eigene Kosten nicht verbieten kann....

Die letzten 2 bis 3 Jahre haben die sich nicht dafür interessiert was ich mache. Die sollen jetzt bitte nicht mit der Hau-Drauf-Methode anfangen, wo ich alles in die wege geleitet habe.
Ich drück dir die Daumen, dass der SB logisch denkt und mal ein paar Sekunden sein Gehirn benutzt, um eine sinnvolle Entscheidung zu treffen.
Ich hätte die Umschulung wahrscheinlich "heimlich" gemacht, da derzeit maximal 30% Sanktion drohen (falls man ausgerechnet dann in eine Maßnahme geschickt wird o.ä.) und es äußerst unwahrscheinlich ist, dass es dem JC gelingt, einem nachzuweisen, dass man heimlich eine Umschulung gemacht hat.
Allerdings weiß das JC in deinem Fall schon von der geplanten Umschulung.

Die optimale Lösung gibts nicht. Hat alles Risiken und Nebenwirkungen.... vielleicht kennt ein anderer hier im Forum eine Lösung für das Problem, bei der nicht Willkür der entscheidende Faktor ist.
 

grün_fink

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Ganz sicher dürfte man sich sein, wenn man für den Lehrgang einen Bildungsgutschein in den Händen halten würde.
Ob das Sinn so macht, kann ich allerdings nicht beurteilen.
 
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