Probleme durch im Haushalt gemeldete Personen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Alvaro99

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Dezember 2007
Beiträge
6
Bewertungen
0
Hallo zusammen,

trotz langer Suche habe ich zu meinem (eventuellen) Problem keinen Rat gefunden und stelle meine Frage mal hier ein.

Ich beziehe z.Zt. eine Rente aufgrund verschiedener Erkrankungen. Diese Rente läuft in einem halben Jahr aus und so wie es aussieht, rutsche ich danach ins ALGII.

Seit einem Jahr ist meine Schwester (mit einem anderen Nachnamen) bei mir gemeldet. Sie brauchte halt nur eine Meldeadresse, da Sie 'in der Welt herumgondelt'.

Bekomme ich da beim der ALGII Probleme? Muss ich sie überhaupt angeben?

Viele Grüße
Peter
 
G

gast_

Gast
Ja, du mußt sie angeben.
Ja, es gibt Schwierigkeiten, denn wenn sie bei dir gemeldet ist, wirst du nur die halbe Miete bekommen, bis das geklärt ist.

Ihre Post darfst du aber bekommen...auch wenn sie nicht bei dir gemeldet wäre.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.152
Bewertungen
15.340
Hallo,

ja das kann zu Probleme führen!
Zum Beispiel räumliche Trennung usw.

Bedarfsgemeinschaft

Eine Hausgemeinschaft kann aus einerseits einer Bedarfsgemeinschaft mit hilfebedürftigen Mitgliedern und andererseits Nichthilfebedürftigen bestehen, die zusammen wirtschaften. Das können hilfebedürftige Ältere sein, die mit nichthilfebedürftigen Verwandten zusammen leben, z. B. alte, hilfebedürftige Eltern, die mit einem über 25 Jahre alten nichthilfebedürftigen Kind in einem Haushalt leben. Natürlich vermuten in diesen Fällen, die für die Hilfebedürftigen zuständigen Ämter gerne, dass die hilfebedürftigen Mitglieder einer solchen Hausgemeinschaft von den anderen unterstützt werden. Das muss ggf. glaubhaft widerlegt werden.

Gruss
 
Mitglied seit
10 Januar 2007
Beiträge
4.185
Bewertungen
344
Gibt es noch mehr Wohnungen unter der Adresse?
Das Melderegister geniesst keinen öffentlichen Glauben.
Eine Meldung an einem Orte ist kein Nachweis für den gewöhnlichen Aufenthalt eines Menschen. Und nur der könnte für ARGE eine Relevanz besitzen.
 

Sufenta

Elo-User*in
Mitglied seit
9 September 2009
Beiträge
408
Bewertungen
44
Naja, wenn Bahnhofstraße 25 in Pusemuckel ein Hochhaus mit 150 Wohnungen ist, dann sind dort vermutlich mehr Leute gemeldet auf genau diese Adresse. Und die genaue Wohnung wird beim EMA nicht erfragt. Von daher seh ich da nicht so Probleme.
 
G

gast_

Gast
Naja, wenn Bahnhofstraße 25 in Pusemuckel ein Hochhaus mit 150 Wohnungen ist, dann sind dort vermutlich mehr Leute gemeldet auf genau diese Adresse. Und die genaue Wohnung wird beim EMA nicht erfragt. Von daher seh ich da nicht so Probleme.
Und du glaubst, nur weil eine Adresse zu einem Hochhaus gehört läßt der SB locker, wenn er meint dich drankriegen zu können?
 

Sufenta

Elo-User*in
Mitglied seit
9 September 2009
Beiträge
408
Bewertungen
44
Und du glaubst, nur weil eine Adresse zu einem Hochhaus gehört läßt der SB locker, wenn er meint dich drankriegen zu können?
wo soll der Zusammenhang zwischen zwei Personen mit völlig unterschiedlichen Namen herkommen - außer, wenn der SB HB macht und einen zweiten Namen an Klingel oder Briefkasten findet?
 
G

gast_

Gast
Kein SB läuft Hochhäuser ab, um Betrüger zu erwischen. Irgendwie sind sie ja erstmal aufmerksam geworden... und dann werden sie nachforschen, sich sicher nicht durch ein Haus mit vielen Wohnungen aufgeben.

Und wenn Leistungen einfach eingestellt werden, dann hast du das Problem.

Das man so etwas noch erklären muß... lies doch einfach mal im Forum... hab auch selbst ein Thema, was ne Meldeangelegeneit betrifft.
Da mach ich mir zwar keine Sorgen, aber ärgerlich ist schon, auf was für einen Blödsinn die kommen, wie die versuchen, einen zu kriegen.
 

feldsalat

Elo-User*in
Mitglied seit
29 April 2010
Beiträge
83
Bewertungen
20
Es gibt Meldebescheinigungen, auf denen steht sogar die genaue Wohnung drauf, von daher würde ich genau aufpassen, was du da für ein Risiko eingehst.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.437
Bewertungen
15.127
Hallo Alvaro99,

Meines Wissens ist die SCHWESTER nicht zum Unterhalt ihres Bruders vepflichtet, auch nicht zur Zahlung der halben Miete, wenn sie dort gar nicht WOHNT (und auch NICHT im Mietvertrag steht) :icon_evil:

ER ist seine eigene Bedarfsgemeinschaft und braucht die Schwester nicht anzugeben, diese ist auch nicht zur Vorlage irgendwelcher Unterlagen verpflichtet.

Man kann es auch komplizierter machen als es ist, er stellt den Antrag ganz ALLEINE für sich, die Schwester geht das Amt gar nichts an.

Das kann ihm auch NIEMAND vorwerfen, wenn es "mal herauskäme", denn die Schwester ist nicht seine Freundin /Partnerin und braucht nicht für ihn aufzukommen lt. Gesetz :icon_evil:
Er darf ohne ihre Einwilligung (Datenschutz) beim Amt nicht mal ihren Namen nennen, denn SIE will ja NIX vom Amt, also PSSST...

Ich beziehe z.Zt. eine Rente aufgrund verschiedener Erkrankungen. Diese Rente läuft in einem halben Jahr aus und so wie es aussieht, rutsche ich danach ins ALGII.
Wie kommst du darauf, da erfolgt doch sicher erst noch ein Verlängerungs-Antrag für die EM-Rente, warum denkst du, dass es keine Verlängerung geben wird???

Je nachdem was vorher war, könntest du auch Anspruch auf ALGI haben, dafür werden während einer Zeitrente Beiträge an die AfA gezahlt, also auf jeden Fall den Anspruch prüfen lassen.

Danach wird das H4-Amt ohnehin fragen. ob du dort einen Anspruch hast und ansonsten stellst du den Antrag auf H4 GANZ ALLEINE FÜR DICH :icon_daumen:


MfG Doppeloma
 
G

gast_

Gast
Hallo Alvaro99,

Meines Wissens ist die SCHWESTER nicht
...
zur Zahlung der halben Miete, wenn sie dort gar nicht WOHNT (und auch NICHT im Mietvertrag steht) :icon_evil:

ER ist seine eigene Bedarfsgemeinschaft und braucht die Schwester nicht anzugeben, diese ist auch nicht zur Vorlage irgendwelcher Unterlagen verpflichtet.

Man kann es auch komplizierter machen als es ist, er stellt den Antrag ganz ALLEINE für sich, die Schwester geht das Amt gar nichts an.
Doppeloma, ich schätze deine Antworten sonst sehr, aber ist es nicht so, daß man sich nur mit Erstwohnsitz anmelden darf, wenn man sich da auch überwiegend aufhält? Ich kenne Erst- und Zweitwohnsitz...was gibt es denn noch?

Wenn es wie in diesem Fall kein Problem wäre, daß noch jemand gemeldet ist, der nicht da wohnt, warum brauchen dann Obdachlose eine Meldeadresse bei einer Einrichtung wie Caritas - warum können sie sich nicht einfach bei einem Freund anmelden?

Was ich genau weiß ist, daß einem für jemanden, der bei einem gemeldet ist, auch vom Amt 1/3 Mietanteil abgezogen wird.
Im Antrag muß man auf jedenfalls angeben, wie viele Personen in der Wohnung gemeldet sind, auch wenn man zu denen keine Angaben machen muß.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß all die Infos, die ich mir besorgt habe, so falch sein sollen...

ich hab nämlich schon mehrfach überlegt jemanden bei mir vorübergehend unterkommen zu lassen, und hab das auch getan, und da hieß es immer: Auf keinen Fall bei mir anmelden, bis zu 3 Monaten Besuch ist aber ok.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.437
Bewertungen
15.127
Hallo Kiwi,

Doppeloma, ich schätze deine Antworten sonst sehr, aber ist es nicht so, daß man sich nur mit Erstwohnsitz anmelden darf, wenn man sich da auch überwiegend aufhält? Ich kenne Erst- und Zweitwohnsitz...was gibt es denn noch?
Du hast schon irgendwo Recht, ich kam ja nur drauf weil er schreibt, SIE WOHNT NICHT bei ihm, sondern es sei NUR ihre Postanschrift und sie sei als "Weltenbummler" unterwegs :confused:

Also hält sie sich doch gar nicht wirklich regelmäßig bei ihm auf, sie könnten doch aber allenfalls eine Haushaltsgemeinschaft bilden als Geschwister, oder sehe ich das auch falsch?

Keine Ahnung, was für Meldemöglichkeiten es sonst noch gäbe, die Post könnte ja auch "postlagernd" gesendet werden, ich denke mal es sind auch zu wenige Informationen da, warum die Schwester keine andere Meldeadresse nutzt /nutzen kann.

Wovon lebt denn z.B. die "Weltenbummlerin", so ganz kostenfrei ist so ein "Hobby" ja auch nicht :confused:

MfG Doppeloma
 
G

gast_

Gast
Ich hab ja schon geantwortet, daß man seine Post woanders hinschicken lassen kann - aber ich würde das mit der ARGE schriftlich klären, ob die Schwester sich abmelden muß oder ob es akzeptiert wird, daß sie nicht da wohnt, aber eben gemeldet ist.
Ansonsten gibt es garantiert Ärger.
Und bis er die Abmeldebestätigung der Schwester vorlegt, wird er nur die halbe KDU bekommen.
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.508
In Sachsen heißt es amtlicherseits:
Hauptwohnung und Nebenwohnung

Der Hauptwohnsitz ist nicht frei wählbar. Die Hauptwohnung ist vielmehr die vorwiegend benutzte Wohnung. ...

In Zweifelsfällen ist die vorwiegend benutzte Wohnung dort, wo jemand den Schwerpunkt der Lebensbeziehungen hat.

Jede weitere Wohnung in Deutschland ist eine Nebenwohnung.
Quelle: Amt24*-* Lebenslagen

Die ARGE arbeitet eng mit anderen Ämtern zusammen, um Unstimmigkeiten nachzuprüfen.

Also sollte sich die Schwester vorher eine andere Meldeadresse suchen
(bei jemandem, der nichts mit der ARGE zu tun hat).

Oder die Schwester muss ihren Mietanteil regelmäßig zahlen.
Dazu würde ich zur Sicherheit einen Untermietvertrag abschließen.

Was aber passiert, wenn die Weltenbummlerin dann ihre Miethälfte nicht zahlt ... Das könnte für dich ziemlich ungemütlich werden.
 
E

ExitUser

Gast
Ich muss hier mal einiges klar stellen.

Wer wo amtlich gemeldet ist, spielt für das Alg II genau genommen keine Rolle.

Es zählt ganz alleine der Wohnsitz und der gewöhnliche Aufenthalt.
"Einen Wohnsitz hat jemand dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, daß er die Wohnung beibehalten und benutzen wird. Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, daß er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt."
(§ 30 Absatz 1 SGB I)

D.h., Alvaros gesamte Verwandschaft kann sich bei ihr amtlich melden, ohne dass es leistungsrelevant wäre.

Aber:
Natürlich kann es Konflikte mit den jeweiligen örtlichen Meldegesetzen geben.

Das größere Problem aber wird wohl sein, dass das Jobcenter erstmal unterstellt, die Schwester würde dort wohnen. Wir wissen ja aus Erfahrung, dass der Rechtsweg sehr lang und mühselig sein kann.
 

Alvaro99

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Dezember 2007
Beiträge
6
Bewertungen
0
Hallo zusammen,

ersteinmal vielen Dank für die Beiträge.


Leider ist sind die Meinungen zu meiner Frage doch 'etwas unterschiedlich' aber das ist ja auch ok.

Ich werde es einfach mal so laufen lassen wie es ist, und wenn mir Leistungen aufgrund dessen gekürzt werden, wird meine Schwester das ausgleichen. Ich könnte Ihr ja auch offiziell ein Zimmer vermieten.

Zu der Frage, wovon eine Weltenbummlerin so lebt: Meine Schwester (nun auch schon 55 Jahre jung) ist Mathematikerin und hatte eine tollen Job im IT Bereich. Aber... dann war es irgendwann genug, sie hat 'Haus und Hof' verkauft und gondelt seit dem durch/um die Welt.


Noch einen schönen Sonntag

Peter
 

pigbrother

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Juni 2009
Beiträge
1.217
Bewertungen
219
Na dann kann sie ja Pass/Stempel/ Visa und Flugtickets, sowie Hotelrechnungen aufheben und gegebenenfalls vorlegen.
 
Oben Unten