(Update) Problem: Tagesklinik erst in Januar, bis dahin Krankschreibung - kann man gekündigt werden?

isabel

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Hallo,
meine Bekannte hat eine Frage, die ich nicht so genau beantworten kann.
Viell. ein Ausschnitt aus der Email, wenn ich es schafe:
Hallo, aufgrund einer für mich extremen provaten Belastungssituation bin ich derzeit krank geschrieben und bekomme Antidepressiva,
...
Nun haben mein Hausarzt und ein Psychiater mir nahe gelegt, in eine Tagesklinik zu gehen (das wäre so 6-8 Wochen). Leider gibt es eine Warteliste, so dass ich wohl erst Anfang Januar einen Platz erhalten würde. Bis dahin soll ich ambulante Angebote der Klinik warhnehmen, die allerdings alle tagsüber sind. In der Klinik meinte man, es sei durchaus berechtigt, wenn ich mich noch weiter bis zur Beginn der Aufnahme in der Tagesklinik krank schreiben lassen würde (sonst könnte ich die ANgebote dort ja auch nicht wahrnemen).
und hadere nun mit mir, ob ich die Zeit bis zum Aufenthalt in der Tagesklinik nicht doch zur Arbeit gehen sollte. Meine Therapeutin fand die Idee nicht gut, meinte, ich würde dann zusätzlich noch Belastungen vom Job haben, mit denen ich klar kommen muss.
Sie macht sich Sorgen, ob man sie in dieser Zeit, obwohl sie Arbeitsunfähig/ krank geschrieben wird, kündigen könnte ( nach Jahren Arbeit).

Wie sieht das aus und was ist mit Krankengeld?
Kann man mir irgendwelche Paragrafen nennen?
Ich möchte nicht unglaubwürdig erscheinen und noch mehr Unsicherheit schaffen.

Bitte, wenn Jemand das weiss (ich bin nicht so sicher, ob meine Infos richtig sind), ein Tipp, Antwort, Rechtliche Grundlage zu geben.
Ich bin für jede Antwort dankbar.

LG
isabel
PS:
ich darf ganze Mail nicht zitieren.
 

isabel

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Was bedeutet:Update 1.11?
da habe ich gar nichts geschrieben.
LG
 

RobbiRob

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Auch während einer Krankschreibung kann man gekündigt werden.
 

isabel

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Danke, Robbi.

Im Allgemeinen vielleicht ja, aber mir geht es um den Einzelfall.

Wie sollte sich meine Bekannte verhalten?
Soll sie aus Angst trotzt Krankschreibung und wirklich schlechter Gesundheit weiter arbeiten?
Wie sieht es aus mit Krankengeld?
Meine Informationen sind zu unsicher; Ich bin dafür, dass kranke Menschen doch zu Hause - oder in ihrem Fall bei verschiedenen Behandlungen bleiben.
Aber ich möchte nicht falsche Infos geben und dann die Verantwortung tragen, wenn was passiert.

LG
 

Kerstin_K

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Während der eit der Tagesklinik kann sie ja auch nicht arbeiten. Also spricht nichts dagegen, sich jetzt schon AU schreiben zu lassen.

Kündigen kann der Arbeitgeber, immer, wenn ihm das nicht passt. Aber entweder man ist gesund und kann arbeiten oder man ist krank und kann es nicht.
 

Doppeloma

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Hallo Isabel,

Im Allgemeinen vielleicht ja, aber mir geht es um den Einzelfall.
Den Einzelfall kennen wir aber nicht genau, wir wissen nicht welche Ansprüche sie an die KK z.B. hat bezüglich Krankengeld, ob sie schon öfter mit dieser Diagnose AU gewesen ist ???

Auch Krankengeld wird ja nicht endlos gezahlt also kann man nur "relativ allgemein" darauf antworten.

Wie sollte sich meine Bekannte verhalten?
Soll sie aus Angst trotzt Krankschreibung und wirklich schlechter Gesundheit weiter arbeiten?
Wenn sie krank ist sollte sie auch AU geschrieben bleiben, es macht wenig Sinn trotzdem arbeiten zu wollen, wenn die richtige Behandlung (in der Tagesklinik) erst Anfang Januar beginnen kann.
So sehr lange ist das ja nun auch nicht mehr und ohne gezielte Therapie wird es ihr ja nicht besser gehen (können) durch Arbeit "trotz Alledem", da ist sie doch gar nicht Leistungsfähig an ihrem Arbeitsplatz. :icon_evil:

Sie sollte beginnen sich mehr Sorgen um ihre Gesundheit zu machen als um den Arbeitsplatz, wenn der AG sie los werden will kann er sie IMMER entlassen, egal ob sie AU geschrieben ist oder nicht ...

Ob die Gefahr überhaupt besteht kann hier Niemand wirklich beurteilen, ich war einige Jahre lang AU geschrieben und mein AG hat nie versucht mich zu entlassen ... mein Männe auch aber möglich wäre das auch bei uns gewesen wenn der AG das unbedingt "gewollt" hätte.

Letztlich war es uns irgendwann schon egal, weil wir dort aus gesundheitlichen Gründen sowieso nicht mehr arbeiten konnten, es reicht ja nicht ganz sich an einen Arbeitsplatz "zu klammern" wenn man der geforderten Arbeit gar nicht mehr gewachsen ist auf lange Sicht.

Wie sieht es aus mit Krankengeld?
Wenn sie im normalen Angestellten-Vertrag ist, hat sie nach 6 Wochen (Lohnfortzahlung vom AG) Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse bei der sie versichert ist.
Das kann insgesamt dann noch weitere 72 Wochen gezahlt werden, bis dahin ist sie wieder gesund und kann wieder zur Arbeit zurück oder muss ohnehin überlegen, wie es weitergehen soll ...

Meine Informationen sind zu unsicher; Ich bin dafür, dass kranke Menschen doch zu Hause - oder in ihrem Fall bei verschiedenen Behandlungen bleiben.
Ich stimme dir da vollkommen zu und für diesen Zweck besteht ja ein Anspruch auf Krankengeld wenn es doch mal länger dauert.
Die Sorge um den Arbeitsplatz kann ihr dabei Niemand wirklich abnehmen, die teilt sie mit ALLEN die im Beschäftigungsverhältnis stehend mal (länger) krank sind.

Aber ich möchte nicht falsche Infos geben und dann die Verantwortung tragen, wenn was passiert.
Du bist NICHT für ihr Leben und ihre Entscheidungen verantwortlich, ich hätte eher Sorge was wohl (bald) "passiert" wenn sie weiter arbeitet, obwohl sie dazu gar nicht mehr in der Lage ist gesundheitlich ... das ist KEIN AG und KEIN Arbeitsplatz wirklich wert. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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