Problem mit Krankengeld-Weiterzahlung, KK versucht möglw. zu tricksen

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Claus.

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Hallo Forum!

Ich frage für eine Bekannte. Bei ihr kommen grad mehrere Sachen zusammen; und ausgerechnet jetzt versucht die AOK Geld zu sparen.
Ob das jetzt Zufall ist, oder eine Retourkutsche einer besonders "fähigen" AOK-SB, ist nicht ganz klar. Klar ist lediglich, daß der KK mehrere Umstände nicht passen könnten - die scheinen mit unserer Rechtssprechung nicht ganz zufrieden zu sein :icon_hihi:

Der AOK-Wahnsinn braucht jetzt einfach in mehrere Einzelschritte aufteilen, ansonsten wird man überhaupt nicht fertig ... daher jetzt mal nur die aktuell dringenste Sache.

Also:
die Frau ist seit Oktober 2014 durchgehend arbeitsunfähig erkrankt. Bis dahin war sie über 1 Jahr bei einem AG angestellt; kurz nach Beginn der AU wurde sie dann vom AG gekündigt.
Sie bezieht seitdem Krankengeld, die Krankschreibungen waren jeweils lückenlos und jeweils für einen Monat ausgestellt, die Erkrankung ist noch nicht auskuriert, und könnte leider auch noch etwas länger andauern.

Die aktuelle Krankschreibung läuft eigentlich bis zum 26. Juni. Nun hat die AOK allerdings mitgeteilt, daß sie die Erkrankung nur noch bis (morgen) 19. Juni, akzeptiert. Grundlage dafür ist eine Empfehlung des MDK nach Aktenlage; ohne persönliche Begutachtung.

Widerspruch gegen den Schmarrn wurde letzte Woche eingereicht; zusammen mit einem passenden LSG-Urteil welches dieses Vorgehen als Willkür bezeichnet, und mit einem Eilantrag bei der KK gem. § 86a SGG.
Hausarzt und Facharzt haben beide den Widerspruch ungewöhnlich vehement schriftlich unterstützt. Facharzt hat sogar gleich noch eine eigene Krankschreibung bis 10.07. angefügt.


Jetzt ist schon mal fraglich, wer den Widerspruch bearbeitet, und wie. Bekannt ist bisher lediglich -verdammtes Telefon-, daß heute irgendein Heini der KK-GS einen Termin beim MDK gehabt hätte (der allerdings ausgefallen ist). Mir ist dabei schon nicht klar, was da der MDK mit der Widerspruchsbearbeitung zu tun hat.
Einzigste Neuerung jetzt: die Frau soll jetzt am 25.06. selber zum MDK, und soll sich vorher nochmal krankschreiben lassen.

- Nun ... was soll das? Kann sich da jemand von euch einen Reim drauf machen?
Sie ist ja noch über den telefonisch verkündeten MDK-Termin hinaus krankgeschrieben; und eine ´haltbare´ Begutachtung dürfte bei ihrem Krankheitsbild auch nicht innerhalb wenigster Minuten gehen.

- Was würdet ihr sagen, wie sie jetzt grad weiter vorgehen sollte?
Harakiri-Aktionen sind nicht drin, entsprechend braucht auf Nummer Sicher gehen ... sollte sie bereits morgen (19.06.) wieder zum Doc gehen für eine neue Krankschreibung; oder wäre das unsinnig? Und, solange seitens der KK nichts klar ist, (bis) wann sollte sie sich dann (sicherheitshalber) persönlich arbeitslos melden, um den AlgI-Anspruch nicht zu gefährden? Montag? Bis Mittwoch nächste Woche?

Grüße
 

Anna B.

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habt ihr das schriftlich, dass sie sich noch einmal au schreiben lassen soll?

wer füllt den Auszahlungsschein für das KG aus?

ganz wichtig, immer wieder überlappend...diesen Auszalungsschein weiterhn bei der KK einreichen...

ansonsten..nichts auf telefonisches Gerede geben...immer alles schriftlich vorlegen lassen...
 
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Gast
Manche Rechtspfleger sind auf Krankenkassen auch nicht besser zu sprechen, als auf die Könige der Arbeitslosenverwaltung. Das dürfte seinen Grund haben. Vielleicht sollte man im Falle der willkürlichen Leistungseinstellung den Gang zum Sozialgericht ins Auge fassen.
 

Claus.

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habt ihr das schriftlich, dass sie sich noch einmal au schreiben lassen soll?
:icon_rolleyes: "aus Zeitmangel" natürlich nicht - kam erst heut um 17 Uhr. Kann man damit evtl. sogar was kaputt machen?

wer füllt den Auszahlungsschein für das KG aus?
Macht der Hausarzt (bzw. Hausarzt-Praxisgemeinschaft, Allgemeinmediziner m.W.n.). Steht bzw. stehen aber offensichtlich voll hinter ihrer Diagnose und somit hinter der Erkrankten (haben sogar eine komplette DinA4-Seite geliefert mit Begründung warum die MDK-Entscheidung Blödsinn ist).

ganz wichtig, immer wieder überlappend...diesen Auszalungsschein weiterhn bei der KK einreichen...
Letzteres ist m.M.n. bei meiner Bekannten bekannt ... aber, wann ist ´jetzt´ überlappend? Morgen, Freitag 19.06. wieder zum Doc - weil die KK nur bis 19.ten die Erkrankung "akzeptiert", oder erst wieder am 26.ten - wo der bisherige Auszahlschein regulär wieder ablaufen würde?

An einem Vormittag zum AA (auch noch 30 km entfernt) und gleichzeitig zum Doc, läuft evtl. krankheitsbedingt nicht ... was ist jetzt grad wichtiger? Leeres Bankkonto, Zukunftsängste, Problem-Ausweich-Überlegungen usw. sind evtl. kein guter Ratgeber ...?

Vielleicht sollte man im Falle der willkürlichen Leistungseinstellung den Gang zum Sozialgericht ins Auge fassen.
Ich wäre da voll dabei, hab schließlich mit´m SG eigentlich immer nur beste Erfahrungen gemacht; aber ... mich halten da momentan 2 Sachen davon ab:
a) habe ich die Behauptung gelesen daß bei KK´s zuerst ein erfolgloser Antrag nach § 86a SGG notwendig sein solle bevor ein Antrag nach 86b zulässig wäre (wie schaut es hier überhaupt mit aW aus?), und b) kann ich schlecht jemandem der eh schon Angst hat, was sagen vonwegen >du musst< ?
 

Doppeloma

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Hallo Claus,

das ist doch inzwischen der "ganz normale Wahnsinn" bei den KK, besonders bei der "Gesundheitskasse"...

die Frau ist seit Oktober 2014 durchgehend arbeitsunfähig erkrankt. Bis dahin war sie über 1 Jahr bei einem AG angestellt; kurz nach Beginn der AU wurde sie dann vom AG gekündigt.
Sie bezieht seitdem Krankengeld, die Krankschreibungen waren jeweils lückenlos und jeweils für einen Monat ausgestellt, die Erkrankung ist noch nicht auskuriert, und könnte leider auch noch etwas länger andauern.

Solch langen AU sind aber allen KK inzwischen ein Dorn im Auge, besonders wenn der /die Betroffene auch noch arbeitslos geworden ist inzwischen.

Denn die KK muss aktuell entsprechend des letzten Einkommens Krankengeld zahlen und das liegt natürlich (im Regelfall) höher als das zu erwartende ALGI wäre, wenn man sie wenigstens vorübergehend an die AfA "abschieben" könnte, wird besonders gerne gemacht wenn auch noch betriebliche Probleme die Krankheit ausgelöst /begünstigt haben sollten (Mobbing /Überforderung usw.) dann sind bestehen diese "Krankheitsursachen" ja nach der Kündigung nicht mehr ...

Sozusagen Job weg = Krankheiten weg = kann von der AfA neu vermittelt werden ... hier sollte sie auch sehr vorsichtig sein wenn sie beim MDK zur Untersuchung ist, die stehen nicht unbedingt auf Seiten der KK und das Krankengeld darf üblicherweise eben nicht "nach Aktenlage" eingestellt werden, dazu gibt es schon diverse Urteile und Dienstanweisungen "von oben", was die Kassen aber nicht unbedingt beeindruckt.

Krankengeld ist ein teurer Posten und da wäre es schon ganz praktisch, wenn man (die KK) das wenigstens schon auf ALGI-Niveau drücken könnte bei ihr, das wäre nämlich die Folge wenn sie ALGI bereits bezogen hat und wieder AU-krank wird.

Die aktuelle Krankschreibung läuft eigentlich bis zum 26. Juni. Nun hat die AOK allerdings mitgeteilt, daß sie die Erkrankung nur noch bis (morgen) 19. Juni, akzeptiert. Grundlage dafür ist eine Empfehlung des MDK nach Aktenlage; ohne persönliche Begutachtung.

NaJa, diese "Empfehlung" fordert sich ja die KK ein, der MDK zahlt ja nicht das Krankengeld, das ist nur der medizinische Beratungsstützpunkt und die "Aktenlage" nach der die das entschieden haben, wird wohl mehr als dürftig sein.

Widerspruch gegen den Schmarrn wurde letzte Woche eingereicht; zusammen mit einem passenden LSG-Urteil welches dieses Vorgehen als Willkür bezeichnet, und mit einem Eilantrag bei der KK gem. § 86a SGG.

Der Widerspruch hat "per se" die aufschiebende Wirkung, die braucht man nicht extra beantragen bei Einstellung von Krankengeld, aber auch danach richten sich die KK leider nie, aber auch die "Gesundheitskasse" hat übergeordnete Stellen (Bezirks- und Landesdirektionen und das Bundesversicherungsamt und das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales) ... wo man sich gerne mal direkt und massiv beschweren sollte, am Besten per Fax damit nicht alles ewig dauern kann und nachweisbar ist.

Auch hier kann man sich hinwenden, die kennen das Problem auch schon länger ...

https://www.patientenberatung.de/

Hausarzt und Facharzt haben beide den Widerspruch ungewöhnlich vehement schriftlich unterstützt. Facharzt hat sogar gleich noch eine eigene Krankschreibung bis 10.07. angefügt.

Kommt drauf an wo die den Widerspruch hingeschickt haben, der gehört (von den Ärzten ein medizinischer Widerspruch) direkt zum zuständigen MDK, denn die KK-SB geht das nichts an was die zur Erkrankung der Betroffenen zu schreiben haben. :icon_evil:

Mir ist dabei schon nicht klar, was da der MDK mit der Widerspruchsbearbeitung zu tun hat.
Einzigste Neuerung jetzt: die Frau soll jetzt am 25.06. selber zum MDK, und soll sich vorher nochmal krankschreiben lassen.

Ganz einfach, die KK weiß ganz genau, dass Krankengeld nicht "nach Aktenlage-Gutachten" eingestellt werden darf, aber versuchen kann man es ja mal ... Telefonische Auskünfte und Informationen sind NICHTS Wert, das muss schriftlich kommen, sie ist ja bereits AU geschrieben lt. Auszahlschein, also was soll das ... zudem hat kein KK-SB (oder wer war das jetzt genau) zu entscheiden, ob jemand sich nun weiter AU schreiben lassen darf oder nicht, das entscheiden üblicherweise die behandelnden Ärzte ...

Gerade bei solchen "Einstellungen" des Krankengeldes sollte keine Lücke in der AU zugelassen werden, dann spielt man nämlich noch der KK in die Hand, bereits ein fehlender Tag genügt um den Anspruch auf Krankengeld komplett enden zu lassen ... weil sie aktuell nicht mehr über ein Arbeitsverhältnis versichert ist sondern NUR noch über das Krankengeld ...

Wenn sie nun zur Untersuchung zum MDK soll ist ihr das mit Tag und Ort ebenfalls schriftlich mitzuteilen und sie sollte einige relevante Arztbefunde zu ihrem aktuellen Zustand unbedingt (in Kopie) mitnehmen.

- Nun ... was soll das? Kann sich da jemand von euch einen Reim drauf machen?
Sie ist ja noch über den telefonisch verkündeten MDK-Termin hinaus krankgeschrieben; und eine ´haltbare´ Begutachtung dürfte bei ihrem Krankheitsbild auch nicht innerhalb wenigster Minuten gehen.

Die aktuelle Krankschreibung ist genug und die Begutachtung beim MDK sollte sie eher "positiv" annehmen (sofern die Einladung noch schriftlich kommt), denn die machen das nicht nur für diese KK und eher selten innerhalb weniger Minuten, letztlich wäre das vorgeschrieben gewesen, ehe die KK das Krankengeld überhaupt einstellen darf ...

Sie sollte sich dort allerdings zurück halten ihre Krankheiten mit dem letzten Arbeitsplatz in Verbindung zu bringen ...dazu habe ich weiter oben schon was geschrieben, ich vermute eher, dass sie dort mit einer Reha-Empfehlung herauskommen wird, vielleicht aber auch nicht und die KK wird sich auch fügen müssen wenn der MDK dann mitteilt, dass die Fortführung der AU weiterhin notwendig ist ...

- Was würdet ihr sagen, wie sie jetzt grad weiter vorgehen sollte?
Harakiri-Aktionen sind nicht drin, entsprechend braucht auf Nummer Sicher gehen ...

Zum Untersuchungstermin sollte sie einen Beistand mitnehmen (§ 13 SGB X) und ansonsten einfach sagen wie es ist, die Ärzte beim MDK haben oft mehr Verstand und Verständnis als man befürchtet, darum versuchen die KK ja gerne zu vermeiden, dass die Betroffenen dort wirklich untersucht werden ... das ist nicht "Schuld" des MDK, wenn die den Auftrag dafür (von der KK) nicht bekommen, dann können sie eben nur nach oft magerer "Aktenlage" entscheiden.

sollte sie bereits morgen (19.06.) wieder zum Doc gehen für eine neue Krankschreibung; oder wäre das unsinnig? Und, solange seitens der KK nichts klar ist, (bis) wann sollte sie sich dann (sicherheitshalber) persönlich arbeitslos melden, um den AlgI-Anspruch nicht zu gefährden? Montag? Bis Mittwoch nächste Woche?

Es genügt wenn sie sich rechtzeitig vor Ablauf der aktuellen AU wieder weiter krank schreiben lässt und betreffs AfA würde ich den MDK-Termin abwarten wollen, möglicherweise ist der Weg dann schon überflüssig, Beschwerden zur Vorgehensweise der KK können ruhig parallel erfolgen ... auch eine Kontaktaufnahme zur UPD kann nicht schaden.

Viel Erfolg!

MfG Doppeloma
 

Claus.

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Jetzt gehts in Runde 2 und 2 1/2 :icon_hihi:


Die AOK versucht anscheinend tatsächlich grad zu tricksen bis zum es geht nicht mehr.

Die Bekannte war jetzt vor wenigen Stunden wieder beim Hausarzt wegen einem neuen Auszahlschein. Der wäre eh Freitag fällig gewesen; hat m.W.n. problemlos wieder einen bekommen.

Dafür gibt es etwas anderes neues.
Da wäre ja eigentlich für morgen, 26.06., ein (Untersuchungs ?) -Termin beim MDK geplant gewesen ... stattdessen ist jetzt am Nachmittag ein Termin in der AOK-Geschäftsstelle, in dem "die Entscheidung des MDK" eröffnet werden soll.

Das riecht so verflixt nach einem neuen MDK-Gutachten nach Aktenlage (dieses mal wohl auf Basis der Daten aus dem Widerspruch; persönliche Untersuchung war immer noch keine).

Habt ihr evtl. ein paar Tips, was man /sie beachten sollte bei dem Termin? Ich weiß noch nicht, ob ich sie als Beistand begleiten darf ...



Und dumm gelaufen, noch ein neues Baustellchen aufgerissen. Das sollte evtl. jetzt ebenso angegangen werden, bevor es in Vergessenheit gerät:
ihr war wohler bei dem Gedanken, sich sicherheitshalber doch gleich auch noch persönlich arbeitslos zu melden.

Nur war die nette Beratung zum AlgI-Bezug anscheinend mal wieder eine Meisterleistung in Falschberatung. Daß ihr dabei ein Gesundheitsfragebogen ausgehändigt worden ist, ist das eine wo sie noch etwas bremsen braucht. Das üblere ist, daß sie sich in Folge dessen versehentlich für nur 15h pro Woche zur Verfügung gestellt hat (solange sie krank ist, wären ja selbst die 15h ziemlich schwierig). Sie hat sich dann erst zu Hause über den fantastischen Anspruch von 3xx€ gewundert.

Wie kann man diesen Käse wieder geradebiegen? Nicht daß das jetzt auf ewig im System herumschwirrt?
 

Doppeloma

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Hallo Claus,

Die AOK versucht anscheinend tatsächlich grad zu tricksen bis zum es geht nicht mehr.

Die tricksen schon die ganze Zeit, denn üblicherweise ist die KK dafür zuständig die AU entgegen zu nehmen und die Zahlung zu veranlassen, mehr geht die dazu eigentlich nichts an wenn Jemand längere Zeit AU ist ...

Die Bekannte war jetzt vor wenigen Stunden wieder beim Hausarzt wegen einem neuen Auszahlschein. Der wäre eh Freitag fällig gewesen; hat m.W.n. problemlos wieder einen bekommen.

Na davon gehe ich mal aus wenn die Ärzte sich so für sie eingesetzt haben, sie sollte sich auch den ausgestellten Zahlschein immer kopieren für ihre eigene Akte, nicht dass es da auch mal Missverständnisse gibt oder was "verloren" gegangen ist auf dem Weg zur KK.

Dafür gibt es etwas anderes neues.
Da wäre ja eigentlich für morgen, 26.06., ein (Untersuchungs ?) -Termin beim MDK geplant gewesen ... stattdessen ist jetzt am Nachmittag ein Termin in der AOK-Geschäftsstelle, in dem "die Entscheidung des MDK" eröffnet werden soll.

Wenn sie keinen schriftlichen Termin dafür bekommen hat, dann gab es keine verbindliche Einladung zum MDK, mit welchen Rechtsgrundlagen wird sie bitte in die Geschäftsstelle eingeladen, man kann ihr auch schriftlich mitteilen wenn es neue /andere Entscheidungen des MDK geben sollte.

Sie ist KRANK, hat die KK das schon vergessen, was will man ihr da bitte groß "eröffnen", auch die KK-SB sind keine Ärzte also braucht man auch mit denen keine gesundheitlichen Einzelheiten zu besprechen, in ihre "Glaskugel" kann sie auch für die KK nicht sehen ... die Behandlung führen ihre Ärzte durch und vom MDK bekommen die entweder "AU ist weiter notwendig / berechtigt" oder eben NICHT, mehr darf der MDK denen auch nicht mitteilen (das wäre ein Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht, der auch der MDK unterliegt) was man da mit ihr besprechen könnte.:icon_evil:

Das riecht so verflixt nach einem neuen MDK-Gutachten nach Aktenlage (dieses mal wohl auf Basis der Daten aus dem Widerspruch; persönliche Untersuchung war immer noch keine).

Es ist nicht eure oder ihre Aufgabe da "Rate mal..." zu spielen, sie sollte wenn überhaupt dort NICHT ALLEINE hin fahren /gehen und sich einfach nur (mit Beistand dabei) anhören was man ihr dort mitteilen will, im Prinzip ist sie gar nicht verpflichtet einer solchen "Einladung" zu folgen, denn man kann (und sollte) ihr besser ALLES schriftlich mitteilen, was es mitzuteilen gibt ...

Solche überflüssigen Termine sollte man ihr eigentlich ersparen, wenn man ernsthaft an ihrer Genesung interessiert ist ... auch keinerlei Unterschriften (für was auch immer) sollte sie leisten ... wie beim JC ... alles "zur Prüfung" mit nach Hause nehmen.

Habt ihr evtl. ein paar Tips, was man /sie beachten sollte bei dem Termin? Ich weiß noch nicht, ob ich sie als Beistand begleiten darf ...

Was meinst du denn damit, natürlich "darfst" du wenn sie das so haben will, das hat nicht die KK zu entscheiden und eine Untersuchung wird dort (in der AOK-Geschäftsstelle) ganz sicher nicht stattfinden ... und wenn schon, da hat sie auch das Recht auf einen Beistand, erst Recht wenn man das als "Überraschung" geplant hat, weil man doch eigentlich ein Gutachten mit ihr erörtern möchte.

§ 13 SGB X Bevollmächtigte und Beistände

Davon bitte auch direkt eine Kopie verlangen, die Rechtsgrundlagen sind ...

§ 25 SGB X Akteneinsicht durch Beteiligte

UND besonders schön ...

Patientenrechtegesetz

ausdrucken und mitnehmen und bei Bedarf auf den Tisch legen zur gefälligen Beachtung ... :icon_hihi:

Wird es ihr "zu bunt", aufstehen und gehen, das soll ihre Krankenkasse sein und nicht das "Kittchen" ... meines Erachtens nach kann man ihr Erscheinen gar nicht verlangen (§§ ???) und wenn doch, entscheidet SIE selbst wann der Besuch beendet wird und nicht die KK-SB ...

Und dumm gelaufen, noch ein neues Baustellchen aufgerissen. Das sollte evtl. jetzt ebenso angegangen werden, bevor es in Vergessenheit gerät:
ihr war wohler bei dem Gedanken, sich sicherheitshalber doch gleich auch noch persönlich arbeitslos zu melden.

Sie ist aktuell nur "theoretisch" arbeitslos denn sie ist krank und die KK will das Krankengeld einstellen, es wäre manchmal besser sich an die Ratschläge und Warnungen hier zu halten ehe man sich die nächsten faulen Eier aus Unwissenheit legt ...

Nur war die nette Beratung zum AlgI-Bezug anscheinend mal wieder eine Meisterleistung in Falschberatung. Daß ihr dabei ein Gesundheitsfragebogen ausgehändigt worden ist, ist das eine wo sie noch etwas bremsen braucht.

Logisch, dass man sie auch dort erst zum Arzt schicken wird (oder ebenfalls lieber nach Aktenlage begutachten will), sie kommt aus akuter AU und ist eigentlich auch immer noch krank, die AfA würde ohnehin nur bis zur Klärung bei der KK die Zahlungen "ersatzweise" übernehmen (müssen) aber die spulen eben auch ihr "Programm" ab dabei ... aus der Nahtlosigkeit (§ 145 SGB III) hätte sie nämlich erst nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld Anspruch.

Aktuell kann /muss sie sich also "normal" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen oder die lehnen ab und sie bekommt GAR NICHTS ... ob sie wirklich arbeiten "kann" ist im Moment unerheblich ... ALLE wissen dass sie NICHT KANN (sonst wäre sie ja nicht AU geschrieben) ... aber die KK will nicht mehr zahlen und die AfA will (eigentlich) auch nicht zahlen ... allerdings hat die AfA das Recht (eigentlich) aktuell auf ihrer Seite ...

Das üblere ist, daß sie sich in Folge dessen versehentlich für nur 15h pro Woche zur Verfügung gestellt hat (solange sie krank ist, wären ja selbst die 15h ziemlich schwierig). Sie hat sich dann erst zu Hause über den fantastischen Anspruch von 3xx€ gewundert.

Hätte sie abgewartet und hier VORHER nachgefragt /nachgelesen wäre ihr das erspart geblieben ... klar "saugt die AfA" solche Angaben auf wie ein Schwamm, kommt schließlich viel billiger aber ich gehe mal davon aus, dass sie noch keinen verbindlichen Bescheid dazu vorliegen hat ... diese Angabe zu machen war natürlich mehr als "dumm" ... hat sie was dazu unterschrieben, wenn ja hat sie wenigstens eine Kopie davon ... :icon_neutral:

Sie DARF eben nicht krank sein wenn sie der Vermittlung zur Verfügung stehen muss um ihr volles ALGI zu beziehen, eine eingeschränkte "Restleistungsfähigkeit" hätte zunächst mal der Amtsarzt der AfA festzustellen, bei den SB legt man sich dazu überhaupt auf gar nichts fest In der Situation... "natürlich will man arbeiten, unbedingt" (den Rest behält man für sich) ... dass es sowieso keine Arbeit gibt wissen wir doch alle ...

Wie kann man diesen Käse wieder geradebiegen? Nicht daß das jetzt auf ewig im System herumschwirrt?

Kommt drauf an bei wem konkret (Name /Abteilung) sie das geäußert hat, ob sie dazu irgendwas unterschrieben hat ... hat sie denn den kompletten Formular-Antrag überhaupt schon fertig gemacht und abgegeben, kann ich mir kaum vorstellen und ALGI wird nach einer Lohnbescheinigung vom letzten AG berechnet (die erst mal angefordert werden muss) also woher stammt der Betrag den man ihr da aufgeschrieben hat ???

Bischen mehr Info dazu ist schon notwendig um zu wissen, ob und was man dagegen noch machen kann, auch zur AfA sollte man deswegen niemals alleine gehen, sondern IMMER mit Beistand ...

MfG Doppeloma
 

gary66

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Hallo,
noch ein kleiner TIPP:
Kopiere Deine Auszahlungsscheine wichtige Unterlagen für DICH als evtl.späterer Nachweis.
Gruß
 
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