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problem mit der psychiatrie

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jane doe

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#1
ist das rechtens? und wie anfechtbar? wie komme ich wieder raus, wenn ich unterschreibe?
 

Martin Behrsing

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#3
würde ich nicht unterschreiben. Hier sollte dann eine Unterbringung nach dem PsychKG erfolgen (also richterliche Unterbringung) Geschlossene Station sollte für jeden, der freiwillig in der Psychiatrie ist, bedeuten, dass sich auf seinem Wunsch sofort die Türen öffnen. Es sei denn, ein Pat. hat für sich selbst die Einsicht, dass es Sinn macht, eine Weile besser geschlossen untergebracht zu sein. Hier sollte aber jederzeit ein Widerruf möglich sein. Bei Selbst- und Fremdgefährdung ist es ja eh kein Problem für eine Psychiatrie einen Pat. nach den Betimmungen des PsychKG geschlossen unterzubringen.
 

jane doe

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#4
das sollte eine abwägung zwischen pest und cholera sein. entweder unterschreiben oder ein verfahren nach psych kg riskieren und zwangseingewiesen werden.

wie konnte es dazu kommen:

ich leide an depressionen, bekomme siet ein paar tagen antidepressiva, die ich nicht gut vertrage (körperliche auswirkungen: herzrasen, sehstörungen, hörstörungen ein- und durchschlafprobleme, zittern, kopfschmerzen durfall, etc pp) und natpürlich auch die frage, was das ganze soll bei diesen nebenwirkungen. ich hatte mich dann heute, nach absprache mit der psychiatrischen ambulanz stationär aufnehmen lassen.

dort wurde ich in eine station für depressive (13g) gelegt. nach einem gespräch mit einem arzt kam dann die frage auf, ob ich suizidgedanken habe, welche ich schon mehrmals beantwortet habe (bei der ambulanz, bei der aufnahme, etc), mit ja. der arzt hielt mich auf einmal für so gefährdet, daß er mich auf eine geschlossenen station (10a) verlegen ließ. dort sollte ich dann og einverständniserlärung unterzeichnen, was ich nicht tat, weil ich ja freiwillig dort sei und mir auch das recht herausnehme, jederzeit wieder gehen zu können. nach einigem hin und her, dann ein gespräch mit dem zuständigen oberarzt und die verlegung auf die junkiestation (14f) (ist schon mehr als 10 jahre her, das ich mal was inhaliert hatte ...). da hatte schon wieder einer was falsch verstanden.

der arzt dort, der nicht wirklich verstanden hatte, warum ich wirklich da war, entdeckte dann eine alte zwangskranheit, die er für so wichtig hielt, das er sagte, da diese station ungeeignet wäre. er hat mich dann entlassen.

und das alles an einem tag, unglaublich!
und geholfen hat mir auch keiner.
 
E

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Gast
#5
ich leide an depressionen, bekomme siet ein paar tagen antidepressiva, die ich nicht gut vertrage (körperliche auswirkungen: herzrasen, sehstörungen, hörstörungen ein- und durchschlafprobleme, zittern, kopfschmerzen durfall, etc pp) und natpürlich auch die frage, was das ganze soll bei diesen nebenwirkungen.
Das ist die Dosis zu hoch. Wer hat dir das Zeug verschrieben? Geh zu dem Arzt und berichte ihn von den Nebenwirkungen. Er soll dich besser einstellen mit den Pillen!


Antidepressiva - also Mittel, die eigentlich zur Therapie von Depressionen eingesetzt werden - können genau diese Erkrankung verursachen.
 

Martin Behrsing

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#6
wie wäre es einfach den Artzt zu wechseln. Es soll ja auch nicht nur eine Psychiatrie geben und außerdem gibt es auch niedergelassene Ärzte.

Solltest Du dich aber auch für Suizidgefähdet halten, dann würde ich dir dazu raten, dich behandeln zu lassen. Allerdings solltest Du zu der Einrichtung unbedingt Vertrauen haben, sonst nützt es wenig. Darfst mich gerne anrufen bei weiteren Fragen
 

gelibeh

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#7
Ich sehe das genauso wie Martin.

Zu den Antidepressiva. Ich weiß aus eigener Erfahrung, das solche Nebenwirkungen anfangs auftreten können, häufig gibt sich das nach einiger Zeit. Eventuell das Präparat wechseln. Die Wirkung kann erst in ein paar Wochen einsetzen. Wenn Du für Dich wegen den Suizidgedanken nicht die Hand ins Feuer legen kannst, wäre eine stationäre Unterbringung gut.

Wünsche Dir, das Du aus dem Loch wieder schnell rauskommst.
 

JürgenK

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#8
Also eine Stadionäre Einweisung ist schön und gut.Aber dann muss man den Ärzten schon vertrauen.
Spreche aus Erfahrung.War selbst freiwillig Stadionär in der geschlossen Psychiatrie.
Vom 1.8.2010 - 30.09.2010.

Bin als Notfallpatient in der Notaufnahme gelandet.Weil ich mich selbst verletzt hatte.
Und musste halt Notärztlich versorgt werden.
Wie und warum jetzt egal.

Jedenfalls fragte man mich?
Ob ich freiwillig in die Psychiatrie gehe.Erst Stadion 15,später 17.
Leute die aus Trier kommen,wissen bestimmt wie ich das meine.
Halt geschlossene Psychiatrie.Und wenn du Pech hast,gehts dir danach schlechter als vorher.

Jedenfalls,wenn du mit solchen Gedanken.Selbst wenn du freiwillig dort bist.
Würde ich auf jedenfall nicht alles sagen was dich betrifft.Schon gar nicht einer Schwester,Pfleger und Arzt.
Immer misstrauisch sein.Und kein Vertrauen schenken.

Kann wirklich schwere folgen haben,wenn du alles sagst.

Sonst kann schnell,aus freiwillig,ein langer Stadionärer Aufenthalt werden.
Wenn man erstmal soweit ist.Dann ist es eh zu spät.

Weil Medikamente musst du holen.Egal was es ist,und ob du willst oder nicht.Wenn du dich weigerst,möchte ich hier nicht erzählen.
Glaube habe jetzt noch ein Trauma.

Was ich meine,Tabletten die dir gegeben werden.Die musst du nehmen.Ob du willst oder nicht.

Manchmal halt wie im LSD Rausch.

______________________________________________________________________________________________

Jedenfalls am 20.06 muss ich meinen ALG 2 um 9:00 abgeben.
Und ich hab jetzt schon Panik davor.Und wäre am liebsten jetzt schon ***.Und das meine ich wirklich.

Weil nichts gutes gehört,und gelesen über Trier.
 

JürgenK

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#10
...6 Jahre ist`s nun schon her...:icon_kinn:

Selbst wenn es 10 Jahre wären.

Solche Probleme,bleiben bestehn.Und sollte legendlich,als Hinweis dienen.

Was passieren kann????Wenn man was freiwillig macht.

Oder denkst du???Solche dinge passieren nur alle hundert Jahre.Und nur bei einem Menschen:confused:
Es gibt sicherlich viele,die das selbe Problem haben.Und sich nicht trauen,darüber zu sprechen.Geschweige denn darüber zu schreiben.


Ich denke,über solch eine Erkrankung,muss darüber gesprochen werden.
Und über die Folgen auch.
 

Muzel

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#11
Ich habe auch einen totalen Schiss, dass man mich in ein ewiges dunkles Loch sperrt. Du musst einfach dir glauben und entsprechend handeln. Ich drücke dir alle Daumen. Wie schwierig das ist...
 

Muzel

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#12
Jane Do, wenn du rechtliche Probleme hast, schaue ich bei juris nach. Du bist nicht allein.
 

JürgenK

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#13
Ich habe auch einen totalen Schiss, dass man mich in ein ewiges dunkles Loch sperrt. Du musst einfach dir glauben und entsprechend handeln. Ich drücke dir alle Daumen. Wie schwierig das ist...



Sicherlich ist es schwierig.Besonders dann,wenn man das Vertrauen zu den Ärzten verloren hat.
Außer zu meiner Hausärztin.Die beste wo es gibt.Immer für einen da.



Ich war freiwillig in der geschlossenen Psychiatrie.Weil ich ja wusste,wenn ich mich weigere,das eine Richterliche Anordnung kommt.

Jedenfalls werden über solche Probleme,kaum gesprochen.Geschweige denn darüber geredet.:confused:


Am 20.06.2011 muss ich meinen ALG 2 Antrag abgeben.Und ich denke,dann geht für mich erst der Psychoterror richtig los.
Oh mein Gott...:confused:
Denke mal,eine Einweisung ist nicht mehr weit entfernt von mir.

Jedenfalls werde ich bei der Arge die EGV nicht unterschreiben.Muss ja auch nicht.
Und werde darauf verweisen,das schon ein Ärztliches Gutachten bei der Agentur für Arbeit vorliegt.Das kann sie ja dann anfordern.:icon_klatsch:

Und wenn ihr das nicht reicht,kann sie mich ja gerne zum Physiologischen Dienst schicken.:icon_pause:
Da ich bei meiner Arbeitsvermittlerin,unter der Rubrik nicht Vermittelbar geführt wurde.
Und ich muss noch dazu sagen,wo meine Arbeitsvermittlerin damals das Gutachten lass.Sagte sie zu mir,das sieht ja nicht so Rosig aus.
Vielleicht hatte sie ja noch mein Entlassungsschreiben von der Psychiatrie vorliegen.
In dem leider drinsteht...,zur Suizidalität nicht klar distanziert.

Oh man,meine Nerven....


Ich bin davon überzeugt.Das es der Arge egal ist.Ob du krank bist.
Und ich sehe am Montag,den 20.06 einen Nervenzusammenbruch bei mir jedenfalls vorprogrammiert.


Na super...


Was vielleicht gut,oder schlecht ist:confused:
 

ethos07

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#14
Wenn irgend möglich, nimm eine Begleitperson mit.

Ist zwar sehr spät, um eine solche hier noch über's Forum zu finden - aber versuchen könntest du das ja noch.

Ich drücke dir jedenfalls sehr die :icon_daumen:, dass es glimpfluich abläuft.
Häufig ist der 1. Termin noch nicht schlimm, da sie da einfach ihren Sermon abspulen und einem noch keine Unterschrift abzunötigen versuchen.

Und berichte doch bitte hinterher, wie's gelaufen ist.
 

Feind=Bild

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#15
Ich habe auch einen totalen Schiss, dass man mich in ein ewiges dunkles Loch sperrt. ...
Das is halt die eigentlich blödsinnige Vorstellung, wenn man noch nie damit zu tun hatte.
Und wenn man in einer psychischen Erkrankung eh schon nicht Herr seiner Sinne bzw. Gedanken ist, kann man sich da noch zusätzlich in was hineinsteigern.

Man denkt dann an Zwangsjacken, Pfleger groß und breit wie Kleiderschränke und Medikationen, mit denen man dann sabbernd und weggetreten in der Ecke sitzt... und nie wieder rauskommt! (Hollywood sei Dank!)

Dem ist aber im Normalfall nicht so. Letztlich liegts zum größten Teil am eigenen Verhalten, wie man dort "behandelt" wird.
 

verona

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#16
man denkt dann an zwangsjacken, pfleger groß und breit wie kleiderschränke und medikationen, mit denen man dann sabbernd und weggetreten in der ecke sitzt... Und nie wieder rauskommt! (hollywood sei dank!)

Leider zu häufig die Realität und nicht nur Hollywood.

Dem ist aber im normalfall nicht so. Letztlich liegts zum größten teil am eigenen verhalten, wie man dort "behandelt" wird.

Unter Umständen stimmt das. Ein sehr angepasstes Verhalten kann vor unnötigen Medikamenten schützen.
v.g.
 
E

ExitUser

Gast
#17
hallo ihr lieben,

ich habe einige jahre in der neurologie7psychiatrie gearbeitet.

vieles von dem was ich oft höre oder sehe (auch hier im tread), geht schlicht an der wahrheit vorbei. in der modernen psychiatrie geht es wirklich nicht zu wie in 2dunklen löchern", zwangsmedikation, pfleger mit nahkampfausbildung, feststellung, gummizellen, stromstössen etc; ich hoffe ich kein klischee aus den 20ern weggelassen.

ja es wird darauf geachtet, das medis genommen werden, ja es werden genaue protokolle geführt. ja suizidale hat man scharf im blick. ja aggressive werden auch mal mit entsprechenden medis eingestellt. viele leiden dort selbst unter sich, deswegen sind sie ja da. andere werden eingewiesen (glaubt mir, eine diisoziale PS hat selbst keinen leidensdruck, aber die familie, arbeitgeber - falls er/sie je einen hatte...) tatsache ist und bleibt, der patient wird mit würde und respekt behandelt, das ist nun mal fakt. allerdings gibt es auch patienten, die lachen erst mit dir über einen witz und schmeißen dir dann auch noch eine volle windel ins gesicht. wenn man die ganze akte und anamnese durchgeht, stellt man fest: das hat der
/die auch schon zuhaus gemacht und nicht erst in der psychatrie...

liebe grüße von barbara
 

Muzel

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#18
Meine Tante ist wegen Schizophrenie 40 Jahre, bis zu ihrem Lebensende, in einer psychiatrischen Einrichtung gewesen. Ich habe sie dort auch als Kind besucht und das war reichlich gruselig. Man kam nicht einfach ins Haus und musste längere Zeit warten. In der Zeit hörte man viele Schreie. Meine Tante erzählte mir dann, dass viele nette Bettnachbarn gestorben seien.
So wie ich die Notaufnahme in der Psychiatrie kenne, bekommen alle Neuaufnahmen 10 mg Haldol und 10 mg Valium iv. Es gibt Hand- und Fußfesseln an jedem Bett. Elektrokampftherapie (Euphemismus für Elektroschock) gibt es auch noch für Leute, die auf die Tabletten nicht ansprechen.
Meine Schwiegermutter war im letzten Jahr in einer psychiatrischen Einrichtung in einem 6-Mann-Zimmer. Sie wurde dann in einem Zweibettzimmer verlegt, weil sie aus einem KH zur Weiterbehandlung verlegt wurde, in dem der Norovirus ausgebrochen war.
 

Grashüpfer

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#19
Ich finde es unmöglich, hier solche Storys reinzuschreiben um schön das meist unrealistische Bild einer Geschlossenen aufrecht zu erhalten. Schon mal daran gedacht, dass man damit Leute die vielleicht Hilfe dort suchen sollten davon abhält? Jemand der nur Horrorstorys hört würde sich dort nie freiwillig Hilfe holen, was aber oft sehr nötig ist. Ich bin auch mehrmals freiwillig dort rein u kam in kein dunkles Kellerloch, wurde nicht nicht angekettet u auch nichts zwangssediert.
Klar kann man dort auch schlechte Erfahrungen sammeln, aber es kann eben auch helfen, das sollte man nicht vergessen.
Vielleicht sollte man weniger darüber schreiben hier und beim topic bleiben.
Sorry, aber muste mal raus jetzt.
gutnacht :rolleyes:!
 

Muzel

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#20
Ich denke, man sollte, bevor eine freiheitsbeschränkenden Maßnahme einem widerfährt, immer möglichst viele Infos haben. Ich habe nämlich auch erfahren, das man einen ganz jungen Menschen mit einer chronischen Psychose, die nicht behandelbar war, dauerhaft weg gesperrt hat. In der Psychiatrie gab es eine Chronikerabteilung.
Ich finde das Schönreden zum kotzen. Es hilft niemanden.
 

nordlicht22

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#21
wer psych. Probleme hat und es für möglich hält evt. mal in einer Psychatrie zu landen - ggf. mit PsychKG - sollte Vorsorge treffen.

Helfen kann:

  • die zuständige Psychatrie in einem stabilen Zustand aufsuchen und alles wichtige mit denen besprechen. Besonders wichtig bei Traumapatienten
  • eine Vollmacht für eine vertrauenswürdige Person ausstellen für den Fall der Fälle
  • mit dem Hausarzt und/oder Facharzt offen darüber reden
  • ein einfacher Zettel mit den grundlegensten Informationen in der Tasche kann sehr hilfreich sein für die Hilfskräfte
das PsychKG ist von Land zu Land unterschiedlich!

Trotz aller Vorsorge und Betreuungsangelegenheiten kann es zu Zwangseinweisung kommen.

OLG Schleswig: Unterbringung trotz entgegenstehender Vorsorgevollmacht

Die Fälle, die ich mitbekommen habe, sind alle durch die vorsorgliche Absicherung und insbesondere durch Gespräche mit den Ärzten sehr viel glimpflicher abgelaufen als vorher. Es lohnt sich also wirklich in stabilen Zeiten Vorsorge zu treffen.
Muss dazu sagen - bei allen Betroffenen handelte es sich um Traumapatienten.
 

Feind=Bild

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#22
...
Ich finde das Schönreden zum kotzen. Es hilft niemanden.
Aber Leuten, denen ein freiwilliger Aufenthalt gut täte, mit Deinen Geschichten, die zwar vorkommen, aber nicht die Regel sinnd, von vorneherein Angst zu machen, das ist in Ordnung?
 

Abolição

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#23
Ich denke, man sollte, bevor eine freiheitsbeschränkenden Maßnahme einem widerfährt, immer möglichst viele Infos haben. Ich habe nämlich auch erfahren, das man einen ganz jungen Menschen mit einer chronischen Psychose, die nicht behandelbar war, dauerhaft weg gesperrt hat. In der Psychiatrie gab es eine Chronikerabteilung.
Ich finde das Schönreden zum kotzen. Es hilft niemanden.


Mit Verlaub, aber heutzutage gibt es eine Vielzahl hoch potenter Medikamente, die weder bei chronischen/ rezidivierenden Psychosen noch bei chronisch/ rezidivierenden Depressionen eine längerfristige stationäre Internierung, gar ein "Wegschließen" rechtfertigen würden. Vertrage ich das eine nicht, erhalte ich ein anderes Pharmakon aus einer gleichen oder ähnlichen Grupppe.
Wichtig dabei ist nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen, ("der Kram hat außer Nebenwirkungen, keine Wirkung"), sondern bereit sein, eine Alternative auszuprobieren.
Begleitend zur Medikamentierung sollte immer eine mündliche Therapie erfolgen.
Gute Psychiater gehen eigentlich von je herauf ihre PatientenInnen hoch sensiblisiert ein, begreifen ihr So-Sein, erklären sie in ihren gesunden wie pathologischen Anteilen für mündig.
 

nordlicht22

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#24
Ich stimme dem einem wie dem anderen zu, aber ich kenne eine Menge sehr, sehr negative Berichte.

Auffällig dabei - es trifft vermehrt Menschen die keinen oder nur einen sehr kleinen sozialen Rahmen haben. Wer mit PsychKG drin ist und von aussen kein Angehöriger oder Freund mithilft, der wird ganz gerne lange da behalten. Es gibt auch eindeutige Warnungen vor bestimmten Psychatrien oder auch nur Stationen.

Ob so ein Aufenthalt hilfreich oder traumatisierend wird hängt entscheidend von dem Personal und dem Konzept ab.

Ich kann nur dringend dazu raten sich die zuständige Klinik anzuschauen und das Konzept, evt. auch den zuständigen Richter zu erforschen. Wer denkt diese Klinik und der Richter passt nicht kann mit einer Vorsorgeplanung eine Einweisung in diese Klinik umgehen.
 

Muzel

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#25
Es gibt leider viele Menschen, denen helfen die Pillen nicht. Meine Schwiegermutter schluckt seit mindestens 30 Jahre Pillen, ohne dass sich nur das leiseste geändert hätte. Auch der Klinikaufenthalt in der Psychiatrie hat nicht geholfen.
 

hartz5

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#26
Es gibt leider viele Menschen, denen helfen die Pillen nicht. Meine Schwiegermutter schluckt seit mindestens 30 Jahre Pillen, ohne dass sich nur das leiseste geändert hätte. Auch der Klinikaufenthalt in der Psychiatrie hat nicht geholfen.
Deshalb muss es bei anderen nicht auch so sein.....
 

Muzel

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#29
Ich halte nichts von rosaroten Brillen. Irgendeine Beschönigung hilft nicht und beeinträchtigt die Entscheidungsfindung und das Rechtsschutzbedürfnis.
 

hartz5

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#30
Ich halte nichts von rosaroten Brillen. Irgendeine Beschönigung hilft nicht und beeinträchtigt die Entscheidungsfindung und das Rechtsschutzbedürfnis.
Rosarote Brille und das Darstellen von Einzelfällen als allgemeingültiges sind zwei komplett verschiedene Hausnummern.
 

Muzel

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#31
Was ich geschrieben habe waren Beispiele, leider keine Einzelfälle. Anhand dieser Beispiele wollte ich das Problem erläutern.
 
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