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Probearbeiten, getarnt als Maßnahme nach §16 Abs.1...?

O1984

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#1
Hallo,

ich bin neu hier und habe ein paar fragen, die ihr mir hoffentlich beantworten könnt.

EGV im März unterschrieben
Pflichten: 2 Bewerbungen im Monat, sonst nichts weiter


Mir wurde ein "Angebot einer Maßnahme bei einem Arbeitgeber zur Aktivierung und beruflichen Eingliedeung nach § 16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Zweites Buch(SGBII) i.V.m. § 45 Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGBIII) unterbreitet.

berufsbezogener Maßnahmeinhalt: betriebliche Erprobung
zeitlicher Umfang: Vollzeit

Die Maßnahme hat eine Dauer von "nur" einer Woche,
ab Montag bis Freitag.

In der EGV stand nichts von Maßnahme oder Vorbereitung einer Maßnahme.
Mein SB hat mir das ebde letzten Monats im Gespräch überreicht.
Leider habe ich auf Druck eine Rechtsfolgebelehrung und einen Fahrtkostenantrag unterschrieben.

Ich Glaube das Ziel der Maßnahme ist die Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen.


Den Maßnahmeträger möchte ich hier nicht benennen, jedenfalls ist es meiner Meinung nach kein Träger im eigentlichen Sinne.
Vielmehr ist es ein ganz normaler Betrieb welcher teils saisonal Süsswaren einer grossen, gerade bei "Kinder"n beliebte Schokolade usw. verpackt (verpacken lässt).

Ein sehr guter Bekannter arbeitet in diesem Betrieb schon mehrere Jahre.
Er hat mir schon öfters von den Leuten erzählt die von der Arge kommen.
Diese würden die selben Tätigkeiten ausüben wie er, jedoch wurde soweit er dies beurteilen kann, niemand dort eingestellt.

Eine Woche Maßnahme ist zwar nicht gerade Toll, aber auch nicht wirklich schlimm, das würde ich eigentlich normal mitmachen.

Jedoch unterstütze ich dieses System der Ausbeutung nicht!

Meine Fragen diesbezüglich lauten also:

Muß ich diese Maßnahme antreten?

Ist diesen Vorgehen vom Amt oder/und Träger Legal?
_Falls nein, würden sich rechtliche Schritte lohnen?

Kann ich meine geleistete Arbeit dem Träger in Rechnung stellen?
_Falls ja, könnte ich ihm dies vor beginn der Maßnahme Sanktionsfrei mitteilen?


Danke für eure Antworten.
 

wolliohne

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#2
Hallo,

ich bin neu hier und habe ein paar fragen, die ihr mir hoffentlich beantworten könnt.

EGV im März unterschrieben
Pflichten: 2 Bewerbungen im Monat, sonst nichts weiter


Mir wurde ein "Angebot einer Maßnahme bei einem Arbeitgeber zur Aktivierung und beruflichen Eingliedeung nach § 16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Zweites Buch(SGBII) i.V.m. § 45 Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGBIII) unterbreitet.

berufsbezogener Maßnahmeinhalt: betriebliche Erprobung
zeitlicher Umfang: Vollzeit

Die Maßnahme hat eine Dauer von "nur" einer Woche,
ab Montag bis Freitag.

In der EGV stand nichts von Maßnahme oder Vorbereitung einer Maßnahme.
Mein SB hat mir das ebde letzten Monats im Gespräch überreicht.
Leider habe ich auf Druck eine Rechtsfolgebelehrung und einen Fahrtkostenantrag unterschrieben.

Ich Glaube das Ziel der Maßnahme ist die Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen.


Den Maßnahmeträger möchte ich hier nicht benennen, jedenfalls ist es meiner Meinung nach kein Träger im eigentlichen Sinne.
Vielmehr ist es ein ganz normaler Betrieb welcher teils saisonal Süsswaren einer grossen, gerade bei "Kinder"n beliebte Schokolade usw. verpackt (verpacken lässt).

Ein sehr guter Bekannter arbeitet in diesem Betrieb schon mehrere Jahre.
Er hat mir schon öfters von den Leuten erzählt die von der Arge kommen.
Diese würden die selben Tätigkeiten ausüben wie er, jedoch wurde soweit er dies beurteilen kann, niemand dort eingestellt.

Eine Woche Maßnahme ist zwar nicht gerade Toll, aber auch nicht wirklich schlimm, das würde ich eigentlich normal mitmachen.

Jedoch unterstütze ich dieses System der Ausbeutung nicht!

Meine Fragen diesbezüglich lauten also:

Muß ich diese Maßnahme antreten?

du hast unterschrieben!

Ist diesen Vorgehen vom Amt oder/und Träger Legal?
_Falls nein, würden sich rechtliche Schritte lohnen?

leider inzwischen Standard w.o.

Kann ich meine geleistete Arbeit dem Träger in Rechnung stellen?
_Falls ja, könnte ich ihm dies vor beginn der Maßnahme Sanktionsfrei mitteilen?

selbstverständlich ist auch diese Probearbeit (wie alle anderen) zu honorieren-sonst Arbeitsgericht.

Danke für eure Antworten.
Gruß
ww
 
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#3
Hallo und Willkommen,

da du unterschrieben hast, kommst du schwer aus der Nummer raus.
Kann ich meine geleistete Arbeit dem Träger in Rechnung stellen?
Evtl. Ja.


_Falls ja, könnte ich ihm dies vor beginn der Maßnahme Sanktionsfrei mitteilen?
Das würde ich nicht machen, ich würde keine schlafenden Hunde wecken.

Gehe da wie befohlen hin und schreibe akribisch alles auf, was du da wann/wie lange machst. Intensiviere den Kontakt mit dem/den "Kollegen" (Adressenaustausch) und frage ihn, wie oft und wie lange dort JC-Sklaven eingesetzt werden. Das kann später wichtig für die Beweisführung sein.

Komisch finde ich den zeitlichen Umfang von 1 Woche. Das könnte ein Testballon sein ala Salamitaktik...

Wenn du da drin bist und nen Überblick hast, dann melde dich bitte wieder hier, denn dann können wir überlegen, wie´s weitergeht. Halte dort alle Ohren und Augen offen, notiere/dokumentiere alles (evtl. auch mit Fotos so möglich, kann hinterher gepixelt werden) und achte auf die Arbeitsbedingungen (Brandschutz, Fluchtwege, Erste-Hilfe-Kästen, HYGIENE da Lebensmittel, Ablaufdaten, evtl. Umetikettierungen), Abrechnungsprozeduren, egal, alles was da so los ist...

scheint ein "interessanter" Laden zu sein...:popcorn:
 

gelibeh

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#4
1.3.2 Anforderungen an die Tätigkeit im Betrieb
Weisungen
Die Tätigkeit im Betrieb kann nur unter folgenden Bedingungen erfolgen:
• Die Tätigkeit hat sich an den Anforderungen und Ausführungsformen des Berufs zu orientieren, der als Gegenstand der MAG vorgesehen ist. Damit wird der/dem eLb eine objektive Einschätzung seiner Stärken und Schwächen ermöglicht.
• MAG dürfen nicht genutzt werden, um urlaubs- oder krankheitsbedingte Ausfälle oder betriebliche Spitzenbelastungen aufzufangen. .
• Zweck der Maßnahme darf es nicht sein, dass der Teilnehmer allein zur Arbeitsleistung ohne Betreuung eingesetzt wird. Der Zweck wird auch dann nicht erreicht, wenn ein eLb wiederholt beim selben Arbeitgeber eine Maßnahme für ein ähnliches Beschäftigungsverhältnis durchlaufen muss
Quelle:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j...z4HgBw&usg=AFQjCNG_03T98CirT3DKE31nNi5uD72phg

Also nix mit Unterstützung in der Produktion.
Das verlinkte PDF auch noch mal durchesen
 

O1984

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#5
Guten Morgen,

@gelibeh: Danke für die Hinweise und dem verlinkten PDF Datei.

Ich habe Morgen einen Termin bei meinem SB und würde ihm gerne diese Tatsachen um die Ohren hauen.

Dieser SB wurde mir Anfang April zugeteilt, zusätzlich zu meinem "normalen" SB.
Dieser sagte mir das er sich intensiv um mich "kümmern" würde, bei Bewerbungsgeprächen mit anwesend sei, usw.....

Es ist auch schon die 3. Einladung seit Mitte April mit der Begründung, das man mit mir über meine berufliche Situation reden möchte, und ich Bewerbungsunterlagen mitbringen, vorzeigen und abgeben solle.

Da ich aber die Bewerbung längst vorgezeigt und abgegeben hatte, dieser Vorwand trotzdem jedesmal in der "Einladung" stand, denke ich das das auch schon eine Art Schikane seien soll.

Wie wäre es wenn der Träger von allein die Anbahnung der Maßnahme abbricht, bevor ich dort antrete.

Das ganze schlägt auch auf meinen Verdauungsapparat, sodass ich durch den ganzen Stress wohl oder übel gar nicht fähig seien werde dort anzutreten.(Das müsste ja dann mein Hausarzt klären.)
Ich würde sogar eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung vorlegen, so wie es in der letzten "Einladung" geschrieben stand.
 

Charlot

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#6
Dieser SB wurde mir Anfang April zugeteilt, zusätzlich zu meinem "normalen" SB.
Dieser sagte mir das er sich intensiv um mich "kümmern" würde, bei Bewerbungsgeprächen mit anwesend sei, usw.....
Ich denke mal, das das nicht erlaubt ist, es sei denn Du erklärst Dich damit einverstanden.
 

O1984

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#7
Danke für den Hinweis,

darüber hat im Vorfeld niemand mit mir gesprochen.
Wie sage meinem SB das ich dies nicht möchte, oder sollte ich ihm dies nieder schreiben und es ihm einfach Morgen überreichen?

Ich habe in einem Anderen Forum gelesen das der SB Auskunfts und Beratungspflichten nach §§13-16 SGBI hat.

Hartz IV: Was tun bei Eingliederungsvereinbarung

Müßte er mir desshalb plausibel schriftlich erklären, warum er mir zugeteilt wurde und basierend auf welchen Problemen dies geschah.

Dort wird darauf hingewiesen das man auch eine schriftliche Erklärung mit beantwortung folgender Fragen beantragen sollte:

Wiseo muß ich diese Maßnahme antreten?
Welche beruflichen Mängel vorliegen?
Wie und wodurch werden diese durch die Maßnahme beseitigt?
Welche Maßnahmen sind geignet?


Ps.: auch wenn ich selber nicht daran Glaube, habe ich ein Video der linken gefunde, in dem darauf hingewiesen und erklärt wird, wie man jede Sanktion vereitelt.

Der Titel lautet "Keine Angst vor Hartz IV Sanktionen ".

Keine Angst vor Hartz IV Sanktionen - YouTube

Ist das wirklich ernst gemeint, oder doch nur heisse Luft.
 

gelibeh

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#8
Und nimm bitte eine Person als Beistand mit zu den JC Terminen. Das Recht hast Du nach dem §13 SGBX. Derjenige muss nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Derjenige muss sich nicht ausweisen und ablehnen darf der/die SB den nur schriftlich.
 

O1984

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#9
Danke für den Tip,

ich werde Morgen jemanden dabei haben, nur ist dies dann mein Vater.

Ich weis nicht ob er als Zeuge gelten würde.
 

Stuart

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#10
Danke für den Tip,

ich werde Morgen jemanden dabei haben, nur ist dies dann mein Vater.

Ich weis nicht ob er als Zeuge gelten würde.
Musst du ja dem SB nicht auf die Nase binden! Wenn es aber darauf ankommt zählt er als Zeuge nicht.
 

Charlot

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#11
Musst du ja dem SB nicht auf die Nase binden! Wenn es aber darauf ankommt zählt er als Zeuge nicht.
Er zählt auf jeden Fall als Beistand.

Aber nach welcher Rechtsgrundlage können Familienmitglieder nicht als Zeuge auftreten ?
 

gelibeh

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#12
Den Vater nicht als Zeugen vorstellen!!! Den können sie ablehnen. Den stellt man als Beistand nach §13 SGBX vor! Ganz wichtig. Und der Beistand muss sich nicht ausweisen. Nur ein Bevollmächtigter muss das.
 

Stuart

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#13
Er zählt auf jeden Fall als Beistand.

Aber nach welcher Rechtsgrundlage können Familienmitglieder nicht als Zeuge auftreten ?
Befangenheit ! Stell ihn als dein Beistand vor, aber nicht während des Gesprächs zu vertraut mit einander umgehen. (Du Papa .....)
 

O1984

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#14
OK, das werde ich so machen.

Mein Doc hat mich "erstmal" bis Morgen krank geschrieben.
Ich werde aber trotzdem Morgen früh zum Termin erscheinen.

In meiner Einladung stand, das ich eine "Bettlegerich Bescheinigung" vorzeigen soll, falls ich krank werde und nicht zum Termin erscheine.

Ist das eigentlich rechtens?
 
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