Privatverkäufe a.d. eig.Kleiderschrank bei Ibäh und ALG II

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silvermoon

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So, wegen dem "Datenabgleich" der bei meinem Mitbewohner vorgenommen wurde, habe ich nun voll die Panik, dass sie von meinem Konto Auszüge haben wollen.
Wenn ich mir Klamotten kaufen möchte, verkaufe ich meine Alten immer vorher in Ibäh.
Es sind zwar immer nur kleine Beträge, aber die läppern sich als HABEN eben auch so zusammen bei den Buchungen.
Wie sieht das aus, kann einem die Arge da was anhaben?
Ich meine, die Sachen sind ja alle aus meinem eigenen Schrank und werden nicht verkauft, um Gewinne zu machen.
Gibts da Regelungen???
 

Martin Behrsing

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So lange Du dies nachweisen kannst und die Beträge sich in kleinen Grenzen halten wird dagegen nicht einzuwenden sein, da es sich um einen Tausch handelt. Dies sollte aber nur sehr selten vorkommen, da grundsätzlich jeder Betrag, der im Jahr 50 EUR übersteigt anrechenbares Einkommen ist. Also stelle schon mal eine Gegenüberstellung auf, damit der Zusammenhang jedem Sachbearbeiter sofort klar wird.
 

silvermoon

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Hallo Martin,
welche Gegenüberstellung? Das sind bei mir schonmal 20 kleine Beträge im Monat. Aber versteh das nicht ganz, es sind ja meine privaten Sachen, die ich verkaufe (wenn sie mir zu klein geworden sind oder so), damit ich mir neue kaufen kann... :cry: Wie kann sowas als Einkommen angerechnet werden? Soll ich nackt gehen?
 

Arania

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Aber woher soll die ARGE wissen das Du für jedes verkaufte Teil etwas neues kaufst, das wäre dann nur eine Umwandlung von Vermögen, alles andere wär Zuwachs

Auftstellung heisst, verkauft was wann zu wieviel, gekauft was wann zu wieviel, leider
 

Martin Behrsing

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wie hoch sind denn die Summen im Monat. Bei 20 Verkäufen könnte man dir schon gewerbliche Absicht unterstellen.
 

silvermoon

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So ne Aufstellung wär kein Problem, weil ich meine Kleidung auch zu 90% in Ibäh kaufe, weil sie da einfach billiger ist.

Mir wills dennoch nicht in den Kopf, wieso man seinen privaten Hausstand nicht verkaufen darf. Wenn ich beispielsweise daheim 2 Putzeimer hab und verkauf einen, wie kann das als Einkommen gerechnet werden?! Ist doch echt der Hit!
 

Arania

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Vor allen Dingen wenn es JEDEN Monat sein sollte, soviel Kleidung hat man ja auch nicht zu verkaufen ;)
 

silvermoon

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Martin Behrsing meinte:
wie hoch sind denn die Summen im Monat. Bei 20 Verkäufen könnte man dir schon gewerbliche Absicht unterstellen.
Beispiel: Im Oktober habe ich für knapp 87 Euro verkauft, aber widerum für knapp 155 Euro eingekauft. Gilt ja wohl nicht als Gewinn, oder? Im Gegenteil, da hab ich ja noch "Verlust" gemacht.

So geh ich auch hin und verkauf meine Bücher, die ich gelesen hab und kauf mir irgendwann wieder andere gebrauchte Bücher zum Lesen in Ibäh. Natürlich geht das nicht immer so, dass ich direkt nach dem Verkauf eines Buches auch das nächste kaufe. Sondern vielleicht mal 4 Wochen später. Oder ich kauf für das Buchgeld dann Kleidung.
 

silvermoon

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Arania meinte:
Vor allen Dingen wenn es JEDEN Monat sein sollte, soviel Kleidung hat man ja auch nicht zu verkaufen ;)
Doch hat man. Da meine Klamotten das einzige sind, was ich mir eben gerne mal kaufe, verkaufe ich jede Saison meine Sachen, um mir neue zu kaufen. Aus diesem Grund habe ich schon so viele Klamotten, die ich einstelle. Aber da dann der Schrank sozusagen leer ist, kauf ich mir wieder neue. Bin halt auch nur ´ne Frau... :p
 

Arania

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wie gesagt, regelmässige Verkäufe machen leider verdächtig
 

silvermoon

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Arania meinte:
wie gesagt, regelmässige Verkäufe machen leider verdächtig
Na Prima. Da rennt man schon den lieben langen Tag in Matschklamotten im EEJ rum und darf dann nichtmal seine gebrauchten "Sonntagsklamotten" verkaufen, um soch neue anzuschaffen. War leider schon immer ein Tick von mir mit dem Kleiderkauf. Aber da ich damals duch meine Bestellwut so in die Sch... kam, dass ich Inso anmelden musste, mach ich heute eben nicht mehr den Fehler, sondern verkaufe eben, bevor ich mir was Neues kaufe. Aber wie gesagt, Gewinn mach ich damit nie. :cry:
 

Zwergenmama

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Ich habe in diesem Jahr fast alle Klamotten, Schuhe und Spielzeug von Zwerg verschenkt.

Editiert, da sowohl das BMAS als auch die ARbeitsagenturen unsere treuesten Mit-Leser sind. Martin Behrsing
 

Blackdragon

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Martin Behrsing meinte:
So lange Du dies nachweisen kannst und die Beträge sich in kleinen Grenzen halten wird dagegen nicht einzuwenden sein, da es sich um einen Tausch handelt. Dies sollte aber nur sehr selten vorkommen, da grundsätzlich jeder Betrag, der im Jahr 50 EUR übersteigt anrechenbares Einkommen ist. Also stelle schon mal eine Gegenüberstellung auf, damit der Zusammenhang jedem Sachbearbeiter sofort klar wird.
Sorry, aber das ist Quatsch. Du verwechselst das mit Zinserträgen oder Schenkungen.Solange man nicht gewerblich handelt, kann man von seinem Hausstand veräussern was man möchte. Ob man nun ab und zu Klamotten, Bücher, CDs für wenig Geld verkauft oder für seinen HighEnd Verstärker 1000,- € erzielt macht IMHO keinen Unterschied! Mit meinen Sachen kann ich machen was ich will. Es ist eine Vermögensumwandlung und kein Einkommen.
 

heuschrecke

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Diese Diskussionen gab es doch hier wirklich schon oft....
Einfach mal die Suchfunktion mit "IBÄÄ" benutzen.
Es gibt dazu halt verschieden Rechtsauffassungen und natürlich massig Gummiparagraphen. :|

In meinen Augen solltest Du nachweisen können, dass Du für jeden einzelnen Artikel weniger erhalten hast, als Du mal dafür bezahlt hast.

Allerdings ist nicht sicher, dass der Sachbearbeiter das dann kapiert. Das heisst Du kannst dir im Zweifelsfall schonmal einen Anwalt suchen, der deine Rechte für dich durchsetzt.

Im Grunde ist es schon richtig mit der Vermögensumwandlung, wenn man keinen Gewinn beim Verkauf (abzüglich der gesamten entstandenen Kosten (Einkauf+Gebühren+??) ) erzielt. Aber dieses Recht muss man im Zweifelsfall vor Gericht erstreiten, weil die Argen da oftmals rumspinnen um einen klein zu halten...

Lustig dabei ist, dass Verwandte und Freunde, die kein ALG2 beziehen, bei Ibäh handeln können wie sie wollen: Da schielt man dann als ALG2-Empfänger schonmal schnell neidisch auf die liebe Verwandschaft, da man selbst bei den eigenen Verkäufen alles genauestens dokumentieren muss... :uebel:
 

SirDrago

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heuschrecke meinte:
Lustig dabei ist, dass Verwandte und Freunde, die kein ALG2 beziehen, bei "IBÄÄ" handeln können wie sie wollen: Da schielt man dann als ALG2-Empfänger schonmal schnell neidisch auf die liebe Verwandschaft, da man selbst bei den eigenen Verkäufen alles genauestens dokumentieren muss... :uebel:
Jaja Verwandtschaft.... anderes Konto.... hm da koennte man ja auf Ideen kommen....
 
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ExitUser

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Blackdragon meinte:
[Sorry, aber das ist Quatsch. Du verwechselst das mit Zinserträgen oder Schenkungen.Solange man nicht gewerblich handelt,.
Das ist nicht korrekt, Blackdragon.

Vor relativ kurzer Zeit ist eine private Verkäuferin bei Ibäh, welche gebrauchte Kleidung und Spielsachen ihrer Kinder verkauft hatte, verurteilt worden, an den Fiskus entsprechende Steuern nachzuzahlen, da ihre Verkäufe ( ca.20- 30 im Monat) bereits als gewerblich galten. Es gab ein ordentliches Gerichtsverfahren.

Dieser Fall ging durch die Medien, nicht gehört?

Auch hier interessant:

Wie das Finanzamt Ibäh-User unter die Lupe nimmt

Während die einen bei Ibäh wie wild nach Schnäppchen suchen, jagen die anderen potentielle Steuersünder: bereits 2001 hat die Finanzverwaltung in Düsseldorf mit dem Aufbau einer speziellen Ermittlungsgruppe fuer Internetauktionshäuser begonnen, um möglichen Steuersündern auf die Schliche zu kommen. Seitdem werden immer mehr Sonderkommissionen von den Finanzämtern gegründet, die u.a. auch Ibäh-Nutzer unter die Lupe nehmen.

Für wen sich genau die Fahnder interessieren, liegt auf der Hand: bei jedem, der regelmaessig auf dem virtuellen Flohmarkt als Käufer oder Verkäufer in Erscheinung tritt, besteht nach Auffassung des Finanzamtes zumindest die Möglichkeit, dass es sich um einen Betreiber eines Gewerbebetriebes im Sinne des § 15 EStG handeln könnte.

Laut § 15, Abs. 2 EStG gilt derjenige als Betreiber eines Gewerbe- betriebes, der sich selbstständig nachhaltig auf dem Markt betätigt und zwar mit der Absicht, Gewinne zu erzielen. Ein Gewerbebetrieb liegt auch dann vor, wenn die Gewinnerzielungsabsicht nur ein Nebenzweck ist, alle anderen Voraussetzungen aber gegeben sind. Den Paragraph 15 des Einkommenssteuergesetzes findest Du in aller Ausführlichkeit hier.

Die Einstufung als Gewerbebetrieb im Sinne des Einkommensteuergesetzes sind nicht ohne: es fallen Gewerbe- und Umsatzsteuer an. Genaueres zur Gewerbesteuer findest Du im "Lexikon des Bundesfinanzministeriums".

Auch zur Umsatzsteuer findet sich hier.

Doch keine Angst, nicht jeder, der dem Internetauktionshaus regel- mäßige Besuche abstattet, um auf Schnäppchenjagd zu gehen oder seinen alten Plunder aus dem Keller zu versteigern, ist gleich ein Kandidat fuer die Steuerfahnder. Es muss sich schon nachweislich um eine Vielzahl von Transaktionen handeln, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.

Dies festzustellen fällt allerdings nicht schwer, denn das Bewertungs- und Punktesystem bei Ibäh gibt den Fahndern genügend Hinweise, wie oft jemand als Käufer und Verkaeufer bereits tätig war. Da die Geschäftsbedingungen von Ibäh es zudem zulassen, personenbezogene Daten, Äußerungen in den Ibäh-Cafés, Zeit, Art, Dauer, Inhalt und Häufigkeit zu speichern, ist es fuer die Fahnder ein leichtes Spiel, fündig zu werden. Wird das Finanzamt erst mal aufgrund einer sichtlichen Häufung von Käufen und Verkäufen auf einen User aufmerksam, so verfolgt es die Spur weiter. Die nötigen Daten, die sich hinter einer Email-Adresse verstecken, werden ermittelt und dann wird beim zuständigen Finanzamt die Steuerakte geprüft.

Auch diejenigen, die zugunsten einer vermeintlichen Anonymität die Nutzung mehrerer Pseudonyme positiven Bewertungspunkten bei Ibäh vorziehen, stellen für die Fahnder kein grosses Problem dar. Ein entsprechendes Gespräch mit den zuständigen Internet-Providern der Email-Adressen oder dem Internetauktionshaus schafft schnell Klarheit, denn diese Unternehmen sind ebenso wie Banken nach den Steuergesetzen zur bedingungslosen Auskunft gegenueber den Steuerbehörden verpflichtet.

Falls es tatsaechlich passieren sollte, dass die Fahnder Dich näher in Augenschein nehmen, weil Du einmal zuviel Deine kultige Punk Royal Hose bei Ibäh verkauft hast so musst Du Dich auf einiges gefasst machen, denn die Jungs sind zu so einigem berechtigt.

Aber, Spaß beiseite, denn schliesslich handelt es sich bei der Steuerhinterziehung nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat und dementsprechend wird gerade bei Steuersündern, die das Internet als ihre Plattform nutzen, meistens eine "gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung" (§ 370 A der Abgabenordnung) vermutet, die den Ermittlern entsprechende Vollmachten zubilligt: Sie dürfen nicht nur den Beschuldigten vernehmen, sondern auch Dritte befragen, das Telefon abhören, Türen aufbrechen und Räume durchsuchen sowie Beweismittel beschlagnahmen. Besteht der Verdacht auf "Flucht- und Verdunkelungsgefahr", so dürfen dem Verdächtigten sogar Handschellen angelegt werden.

Wer wider Erwarten von einer Hausdurchsuchung betroffen sein sollte, der sollte in jedem Fall einen Steuerberater zu Rate ziehen und sich beschlagnahmte Unterlagen o.ä. schriftlich von den ermittelnden Beamten bescheinigen lassen.

Fazit: Falls Du tatsächlich "im großen Stil" als Käufer und Verkäufer in Internetauktionshaeusern wie Ibäh tätig bist, so solltest Du einen Steuerberater hinzuziehen. Auch Ibäh weist in seinem Akkreditierungsformular, dass Du als Mitglied elektronisch unterschreiben musst, darauf hin, dass bei einer entsprechenden Form des Handels im Zweifel ein Steuerberater zu Rate gezogen werden sollte.

Denn - "Dummheit schützt vor Strafe nicht" - will sagen, dass es für den Fiskus keinen Unterschied macht, ob vorsätzlich oder aus Unwissenheit Steuern hinterzogen werden, die Nacherhebungen und die Zinsen fallen gleich aus, nur bei der Bemessung der Strafe hat dies eine Bedeutung.
https://forums.Ibäh.de/thread.jspa?threadID=200166206&tstart=0&mod=1160989296971
 

Blackdragon

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20-30 Auktionen pro Monat ? Das könnte man schon als gewerblich ansehen. Lies Dir meinen obigen Text nochmal durch. Stichwort: "ab und zu"
 

ofra

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ich hab vor einiger zeit einen teil meines haushaltes aufgelöst und den ertrag (200 euro) auf mein konto eingezahlt. da gab es bei der ARGE hinterher sofort ärger: was das für einnahmen seien, woher ich das geld hätte etc...
bei privaten verkäufen hat man ja auch keinen beleg. das geht doch per handschlag. da stellt man keine quittung aus. - verlangt auch keiner.
in zukunft werde ich derartige verkaufserlöse nicht mehr auf mein konto einzahlen.
 

vagabund

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Jaja, ein Konto, ein Telefon, ein Handy und schon wird der Mensch zum Gläsernen Kunden.....
 
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