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Privatinsolvenz!Gibt es bei der Schuldnerberatung einen Vertrag über Kosten für mich?

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Nicht offen für weitere Antworten.

Sabine333

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#1
Hallo,habe eine Frage.
Ich beziehe ALg2.
Ich habe mich durch die Arge/AA bei einer Schuldnerberatung
beraten lassen.
Die Beratung meinte man könne bei mir eine Privatinsolvenz
durchführen.Die Kosten für dieses Verfahren würden mir später
erlassen.
Eine andere Stelle meinte erst würden die Kosten gestundet
und dann erlassen.
1.Frage; Was stimmt jetzt?
2.Frage; Wird mit der Schuldnerberatung ein Vertrag abgeschlossen?
und habe ich einen Anspruch auf ein schriftlichen Vertrag und was mich das Verfahren kostet?
3.Wer zahlt die Kosten für die Schuldnerberatung bzw. Insolvenz?
4.Stimmt es dass die Schulderberatung eine Integrationsleistung ist
und in die Eingliedrungsvereinbarung gehört?Weil bis jetzt habe ich noch keine Eingliederungsvereinbarung.

Weil bis jetzt habe ich nichts schriftliches von der Schuldnerberatung
bekommen.Die Beratung wollte von mir bis jetzt immer nur Unterlagen haben.
Ich meine damit,steht mir damit was schriftliches zu von der Schuldner
beratung für die Privatinsolvenz?Ich glaube hier besteht doch auch ein Mandatsverhältniss oder so.?
Danke vorab
Sabine
 

Silvia V

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#2
Die Beratung ist kostenlos.Jedoch wird ein Insolvenzverfahren vor Gericht durchgeführt und es entstehen Kosten.
Sofern Du die Kosten nicht bezahlen kannst,werden diese auf Antrag gestundet.
Das heißt nach 6 Jahren wirst Du diese dann in Raten abzahlen können.
Die Kosten für ein derartiges Verfahren hängen u.a. von der Anzahl Deiner
Gläubiger ab.
 

Sabine333

Elo-User/in

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#3
Habe ich nicht Anspruch auf einen schriftlichen Vertrag was mich das Verfahren kostet

Habe ich nicht Anspruch auf einen schriftlichen Vertrag was mich das Verfahren kostet?von der Schuldnerberatung oder überhaupt
einen Vertrag.
Es kann doch nicht dass ich alles unterschreibe aber nichts
in Hand habe.?
Sylvia
 

Silvia V

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#4
§ 4a InsO
Stundung der Kosten des Insolvenzverfahrens(1) Ist der Schuldner eine natürliche Person und hat er einen Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt, so werden ihm auf Antrag die Kosten des Insolvenzverfahrens bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung gestundet, soweit sein Vermögen voraussichtlich nicht ausreichen wird, um diese Kosten zu decken. Die Stundung nach Satz 1 umfasst auch die Kosten des Verfahrens über den Schuldenbereinigungsplan und des Verfahrens zur Restschuldbefreiung. Der Schuldner hat dem Antrag eine Erklärung beizufügen, ob einer der Versagungsgründe des § 290 Abs. 1 Nr. 1 und 3 vorliegt. Liegt ein solcher Grund vor, ist eine Stundung ausgeschlossen.

(2) Werden dem Schuldner die Verfahrenskosten gestundet, so wird ihm auf Antrag ein zur Vertretung bereiter Rechtsanwalt seiner Wahl beigeordnet, wenn die Vertretung durch einen Rechtsanwalt trotz der dem Gericht obliegenden Fürsorge erforderlich erscheint. § 121 Abs. 3 bis 5 der Zivilprozessordnung gilt entsprechend.

(3) Die Stundung bewirkt, dass 1. die Bundes- oder Landeskasse
a) die rückständigen und die entstehenden Gerichtskosten,
b) die auf sie übergegangenen Ansprüche des beigeordneten Rechtsanwalts
nur nach den Bestimmungen, die das Gericht trifft, gegen den Schuldner geltend machen kann;
2. der beigeordnete Rechtsanwalt Ansprüche auf Vergütung gegen den Schuldner nicht geltend machen kann.


Die Stundung erfolgt für jeden Verfahrensabschnitt besonders. Bis zur Entscheidung über die Stundung treten die in Satz 1 genannten Wirkungen einstweilig ein. § 4b Abs. 2 gilt entsprechend.


§ 4b InsO
Rückzahlung und Anpassung der gestundeten Beträge(1) Ist der Schuldner nach Erteilung der Restschuldbefreiung nicht in der Lage, den gestundeten Betrag aus seinem Einkommen und seinem Vermögen zu zahlen, so kann das Gericht die Stundung verlängern und die zu zahlenden Monatsraten festsetzen. § 115 Abs. 1 und 2 sowie § 120 Abs. 2 der Zivilprozessordnung gelten entsprechend.

(2) Das Gericht kann die Entscheidung über die Stundung und die Monatsraten jederzeit ändern, soweit sich die für sie maßgebenden persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse wesentlich geändert haben. Der Schuldner ist verpflichtet, dem Gericht eine wesentliche Änderung dieser Verhältnisse unverzüglich anzuzeigen. § 120 Abs. 4 Satz 1 und 2 der Zivilprozessordnung gilt entsprechend. Eine Änderung zum Nachteil des Schuldners ist ausgeschlossen, wenn seit der Beendigung des Verfahrens vier Jahre vergangen sind.
Die Schuldnerberatung kann mit Dir keinen Vertrag machen.
Du wirst im Vorfeld von keinem erfahren,wie hoch die Kosten sind,da dies von individuellen Gegebenheiten abhängig ist.
So ganz kann ich Dich nicht verstehen,die Verbraucherinsolvenz eröffnet Dir die Chance Deine Schulden los zu werden,d.h. Du wirst nur einen geringen Teil der Gesamtschuld zahlen,oder auch nichts.

Die Verfahrenskosten stehen zumeist in keinem Verhältnis zu der Schuldsumme
und die Tilgung ist ganz eindeutig in o.g. §§ der InsO geregelt.
 

smallville

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#5
Liebe Sabine,
ich habe auch Insolvenz beantragt Anfang diesen Jahres und sie ist seit Mai eröffnet.

Ich hatte mir über das Amtsgericht einen Beratungshilfeschein ausstellen lassen und mit diesem konnte ich mich von einem Insolvenzanwalt beraten lassen.
Mit Antrag auf die Insolvenz gibt man auch einen Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten, sowie einen Antrag auf Restschuldbefreiung ab.

Wenn man berufstätig ist ( wie ich z.B.) dann wird der monatlich pfändbare Betrag an den vom Gericht gestellten Insolvenzverwalter/Treuhänder abgeführt. Die Summe die durch das pfändbare Einkommen zusammenkommt, wird in erster Linie dazu verbraucht die Insolvenzverwalter und Gerichtskosten zu tilgen. Erst dann wird auf die Gläubiger verteilt.

Zurückbezahlen kann man nur, sofern man ausreichendes Einkommen hat.
Solltest Du z.B. nach den 6 Jahren noch immer ALG II Empfänger sein, wirst Du nicht zurückzahlen können. Erst wenn Du wieder einer Arbeit nach gehst.

In der Wohlverhaltensperiode (WVP) musst Du in der Insolvenz allerdings nachweisen, dass Du Dich um Arbeit bemühst.

Bei einer Schuldnerberatungsstelle gehst Du übrigens keine Mandantschaft ein. Es sei denn Du bist irgendwo bei etwas unseriösem untergekommen.
Aber die staatlichen und kirchlichen beraten ohne Vertrag.

Mein Rat und Tipp: Beim Amtsgericht den Beratungshilfeschein beantragen und einen Fachanwalt aufsuchen.
Denn eine Privatinsolvenz ist sehr umfangreich zu beantragen, es müssen im Vorfeld außergerichtliche Einigungsversuche nachgewiesen werden usw.

Ich hatte eine Regelinsolvenz, die ist um einiges einfacher und dennoch war ich dankbar um die fachliche Beratung.

lieben Gruss
smallville

Hallo,habe eine Frage.
Ich beziehe ALg2.
Ich habe mich durch die Arge/AA bei einer Schuldnerberatung
beraten lassen.
Die Beratung meinte man könne bei mir eine Privatinsolvenz
durchführen.Die Kosten für dieses Verfahren würden mir später
erlassen.
Eine andere Stelle meinte erst würden die Kosten gestundet
und dann erlassen.
1.Frage; Was stimmt jetzt?
2.Frage; Wird mit der Schuldnerberatung ein Vertrag abgeschlossen?
und habe ich einen Anspruch auf ein schriftlichen Vertrag und was mich das Verfahren kostet?
3.Wer zahlt die Kosten für die Schuldnerberatung bzw. Insolvenz?
4.Stimmt es dass die Schulderberatung eine Integrationsleistung ist
und in die Eingliedrungsvereinbarung gehört?Weil bis jetzt habe ich noch keine Eingliederungsvereinbarung.

Weil bis jetzt habe ich nichts schriftliches von der Schuldnerberatung
bekommen.Die Beratung wollte von mir bis jetzt immer nur Unterlagen haben.
Ich meine damit,steht mir damit was schriftliches zu von der Schuldner
beratung für die Privatinsolvenz?Ich glaube hier besteht doch auch ein Mandatsverhältniss oder so.?
Danke vorab
Sabine
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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