Privatinsolvenz endlich durch, Frage zu den Kosten

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Mario2002

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Hallo!
Seit Februar ist meine Privatinsolvenz erfolgreich durch.
Jetzt gibt es ja diese Kosten des Verfahrens, die bei mir ca.880€ ( Insolvenzverwalter)betragen.
Hab dem Gericht auch schon eine Ratenzahlung vorgeschlagen, aber bis jetzt ist noch nichts gekommen.
Ein Anruf beim zuständigen Mitarbeiter wurde mir gesagt, dass ich die Kosten nicht bezahlen muss. Warum denn das?
Ich meine, es freut mich natürlich, aber wenn man so einiges im I-Net liest, kann das Gericht doch eine Ratenzahlung verlangen.
Mein Einkommen beträgt ca. 560€ im Monat.( Grundsicherung und EM-Rente), falls das wichtig ist. Kopien der Bescheide habe ich schon im Januar an das Gericht geschickt.
 

TazD

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Aller Voraussicht nach wird bei dir eine weitere Stundung der Kosten gemäß § 4a InsO und § 4b Inso erfolgen.
In mehr oder weniger regalmäßigen Abständen erfolgt eine Prüfung deiner wirtschaftlichen Verhältnisse, wobei du auch verpflichtet bist wesentliche Änderung dem Gericht von dir aus mitzuteilen.
Es wird vermutlich dann nach vier Jahren ein Erlass der Kosten stattfinden, so dass du dann keine Kosten mehr übernehmen musst.
Da du Grusi & EM-Rente erhältst, ist der zuständige Sachbearbeiter wohl davon ausgegangen, dass hier nicht zu erwarten ist, dass du innerhalb der vier Jahre die Gerichtskosten zahlen kannst.
 

axellino

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Hallo,

Ein Anruf beim zuständigen Mitarbeiter wurde mir gesagt, dass ich die Kosten nicht bezahlen muss. Warum denn das?

Wovon bitte ??
Du musst Sozialleistungen beziehen und lebst somit am Existensminimum.

Mein Einkommen beträgt ca. 560€ im Monat.( Grundsicherung und EM-Rente)

Es wurde doch sicher ein Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten gestellt und davon ausgehend, das die Insolvenzmasse nicht ausreichend war um die Vergütungsansprüche des Insolvenzverwalter oder Treuhänder zu decken, kann dieser diese gegenüber der Staatskasse geltend machen und wird es dann auch machen.

Normalerweise und so ist mir bekannt, wird die Stundung der Verfahrenskosten bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung gewährt.
Sollte der Schuldner auch nach Erteilung der Restschuldbefreiung nicht in der Lage sein die Verfahrenskosten zu begleichen, hat das Gericht die Möglichkeit die Stundung um weitere 4 Jahre zu verlängern und gegebenenfalls Ratenzahlungen anzuweisen.

Sind die Kosten auch nach den 4 Jahren nicht beglichen, werden diese nicht mehr vom Gericht eingefordert.

Du hast auch deine Bescheide dem Gericht vorgelegt und ich denke mal, das es in diesen Zusammenhang um eine weitere Stundung nach der RSB ging und den Rechtspfleger wurde ersichtlich, das Du am Existensminimum leben musst und darum hast Du auch sicher diese Aussage am Telefon von ihm bekommen.

VG
axellino
 

Doppeloma

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Hallo Mario2002,

nur mal so ergänzend zu meinen Vorschreibern ...

Seit Februar ist meine Privatinsolvenz erfolgreich durch.

Wie meinst du das genau, ist deine PI-Zeit abgelaufen und hast du schon den Beschluss zur Restschuldbefreiung erhalten ???
Den gibt es in der Regel erst wenn die Frage der Verfahrenskosten soweit auch geklärt ist.

Jetzt gibt es ja diese Kosten des Verfahrens, die bei mir ca.880€ ( Insolvenzverwalter)betragen.

Woher hast du denn den Betrag, es gibt ja zusätzlich auch Gerichtskosten, dazu bekommt man doch was schriftlich vom Gericht und ich schließe mich an dass hier weiterhin die Stundung erfolgen wird.

Hab dem Gericht auch schon eine Ratenzahlung vorgeschlagen, aber bis jetzt ist noch nichts gekommen.

Du brauchst dem Gericht aus deinem Einkommen keine Ratenzahlung vorschlagen, in dem Bereich bist du doch gar nicht Leistungsfähig dafür. :icon_evil:

Ein Anruf beim zuständigen Mitarbeiter wurde mir gesagt, dass ich die Kosten nicht bezahlen muss. Warum denn das?

Vielleicht solltest du mal abwarten bis du alle abschließenden Unterlagen vorliegen hast, dann wirst du auch dazu die nötigen Informationen bekommen.

Ich meine, es freut mich natürlich, aber wenn man so einiges im I-Net liest, kann das Gericht doch eine Ratenzahlung verlangen.

Kann das Gericht ja auch verlangen (wie es dir schon beschrieben wurde) aber das ist individuell und davon abhängig von welchem Einkommen du leben musst, dann bestimmt aber das Gericht wie hoch die Raten sein müssen.

Richtschnur ob man überhaupt zahlen muss ist allgemein das SGB XII und wenn du dort schon Leitungen zusätzlich zu deiner Rente brauchst, musst du diese Kosten tatsächlich nicht bezahlen.

Mein Einkommen beträgt ca. 560€ im Monat.( Grundsicherung und EM-Rente), falls das wichtig ist. Kopien der Bescheide habe ich schon im Januar an das Gericht geschickt.

Dann wissen die ja bereits Bescheid, dass mit einer Änderung / Verbesserung deiner finanziellen Lage eher nicht mehr zu rechnen ist. :icon_evil:

Eine gute Bekannte von mir bekam dann vom Gericht praktisch schon schriftlich bestätigt, dass man auf weitere Überprüfungen auch zukünftig verzichten wird und die Sache damit als endgültig abgeschlossen zu betrachten ist.

Sie konnte es auch kaum glauben, ihre EM-Rente reicht zwar gerade so zum "Überleben", aber auch im Rahmen des SGB XII-Bereich.

Ich selber musste auch in PI und konnte das dann aus meiner EM-Renten-Nachzahlung begleichen, weil fast Zeitgleich auch meine Restschuldbefreiung erteilt werden konnte.

So bin ich auch ohne "Restschulden" beim Inso -Gericht heraus gekommen und kann meine EM-Rente nun ruhig genießen.

Ich denke also, dass du das alles auch noch schriftlich bekommen wirst und wenn man bei dir noch die 4 Jahre prüfen will hast du auch NICHTS zu befürchten, so lange du keine weiteren Geldeinnahmen hast in der Zeit. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Mario2002

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Den Beschluss zur Restschuldbefreiung habe ich im Februar schriftlich bekommen.
Ich bekam auch einen Zettel dazu, den ich ausgefüllt habe, wegen einer möglichen Ratenzahlung der Kosten meines Insolvenzverwalters.
Aber ich werde erstmal abwarten, ob da noch was kommt. Ob ich eine Stundung beantragt habe, weiss ich gar nicht mehr.
 
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