privates Profiling

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Hallo liebe Foren-Teilnehmer,

ich habe bei einem privaten Träger an einer 6 Monatige Profiling-Maßnahme teilgenommen. Fakisch ein 1€ Job, nennt sich nur anders.
Die Maßnahme war sehr unbefriedigend und sinnlos.

Nach Maßnahme-Ende erhielt ich bloß eine Art Teilnahmebescheinigung.

Als ich bei der ARGE nachfragte, teilten die mir mit, dass "eine detaillierte Rückmeldung seitens des Trägers der ARGE vorliegt".

meine Frage ist, kann ich diese Rückmeldung schriftlich von der ARGE einfordern, damit ich sicher gehen kann, dass der von keiner Kompetenz geplagten Maßnahmeträger mich nicht falsch dargestellt hat und dieser Unsinn jetzt bei der ARGE in meiner Akte steht?

Grüsse
 

Martin Behrsing

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Beantrage Akteneinsicht. Kopien müssen dir gewährt werden (allerdings muss tdu die selbst bezhalen)
 

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Vielen Dank, Martin!

Ich werde Akteneinsicht beantragen.

ich habe noch eine Frage wegen des Profilings.

Der private Träger (Tochterunternehmen der ev. Kirche) hat bei der Maßnahme Fragebögen des psychologischen Instruments "MELBA" vorgelegt. Nach meiner Recherche ist "MELBA" dafür da, schwer psychisch Behinderte wieder zu integrieren. Ich war jedoch in einer Maßnahme zur "Neuorientierung für Akademiker". Ich halte die Anwendung von "MELBA" für einen Mißbrauch. Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder einen Überblick, ob der Einsatz dieses "MELBA" (Psychologische Merkmalprofile zur Eingliederung Behinderter in Arbeit) überhaupt zulässig ist in einem sogenannten allgemeinen Profiling?

Grüsse
 

Speedport

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Vielen Dank, Martin!

Ich werde Akteneinsicht beantragen.

ich habe noch eine Frage wegen des Profilings.

Der private Träger (Tochterunternehmen der ev. Kirche) hat bei der Maßnahme Fragebögen des psychologischen Instruments "MELBA" vorgelegt. Nach meiner Recherche ist "MELBA" dafür da, schwer psychisch Behinderte wieder zu integrieren. Ich war jedoch in einer Maßnahme zur "Neuorientierung für Akademiker". Ich halte die Anwendung von "MELBA" für einen Mißbrauch. Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder einen Überblick, ob der Einsatz dieses "MELBA" (Psychologische Merkmalprofile zur Eingliederung Behinderter in Arbeit) überhaupt zulässig ist in einem sogenannten allgemeinen Profiling?

Grüsse
Deshalb sollte vor der Teilnahmebereitschaft zu solchen (betrügerischen) Maßnahmen vom Betroffenen ganz konkret die Qualifikation des Maßnahmeträgers und der durchführenden Dozenten mit schriftlichen Nachweisen/Zeugnissen von allgemein anerkannten, neutralen Instiuten verlangt werden.

Jetzt ist das natürlich schon zu spät und ein halbes Jahr Deines Lebens liegt, überspitzt ausgedrückt, auf dem Müll. Aber für das nächstemal war das vielleicht eine gute Erfahrung.

Die Teilnahme an solchen Maßnahmen ist relativ leicht zu verhindern und das ist meiner Meinung nach immer der beste Weg.

Stelle Dir mal das Szenario vor: irgendwann in der Zukunft bewirbst Du Dich um einen für Dich höchst wichtigen Posten. Die finden irgendwo in den Unterlagen einen Hinweis auf eine Teilnahme von Dir bei einer Maßnahme unter Zuhilfenahme von "Melba". Einem der Personaler ist bekannt, für was "Melba" normalerweise benutzt wird, nämlich für die Integration von schwer psychisch Behinderten.

Was glaubst Du wohl, welche Chancen Du dann noch hast?

Eigentlich kannst Du dann nur noch beten (falls Du den Grund für die Ablehnung überhaupt erfährst), daß sich andere Personalabteilungen nicht mit "Melba" auskennen.

Jetzt solltest Du ganz rigoros, am besten mit Anwalt, für die totale und nachweisbare Entfernung dieser "Melba"-Kontakte aus Deinen Unterlagen kämpfen.
 

rheinlaenderin

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Speedsports Beitrag kann ich unterstützen. Mich würde noch interessieren, ob Du den Träger, bei dem die Maßnahme stattgefunden hat, von der Schweigepflicht entbunden hast.

Hast Du eine Schweigepflichtsentbindung, Datenschutzerklärung o.ä. unterzeichnet? Nur mit Deinem Einverständnis darf der Träger Informationen an die Arge weiterleiten, die über die bloße Teilnahme (= Anwesenheit) hinausgehen.

Der Einsatz von eigungsdiagnostischen Instrumenten ist eigentlich sinnvoll, nur sieht es hier so aus, als ob ein ungeeignetes Instrumentarium verwendet worden wäre. Über den Weg der Akteneinsicht bei der Arge weißt Du mehr, evtl. könntest Du auch beim Träger direkt nachfragen und sagen, dass es für Dich hilfreich sei, zu erfahren, welchen Stärken und Schwächen etc. Du hast.
 

part

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Hast Du eine Schweigepflichtsentbindung, Datenschutzerklärung o.ä. unterzeichnet? Nur mit Deinem Einverständnis darf der Träger Informationen an die Arge weiterleiten, die über die bloße Teilnahme (= Anwesenheit) hinausgehen.

Der Einsatz von eigungsdiagnostischen Instrumenten ist eigentlich sinnvoll, nur sieht es hier so aus, als ob ein ungeeignetes Instrumentarium verwendet worden wäre. Über den Weg der Akteneinsicht bei der Arge weißt Du mehr, evtl. könntest Du auch beim Träger direkt nachfragen und sagen, dass es für Dich hilfreich sei, zu erfahren, welchen Stärken und Schwächen etc. Du hast.
Danke für euer Mitgefühl. Ich weiß nicht mehr, ob ich eine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben habe. Die Maßnahme hieß "Profiling", war aber tatsächlich einer jener 1€Jobs, bei denen die Teilnehmer nichts wirklich tun und der christliche Träger dafür die Kohle von der ARGE absahnt. Sinnlos.
Ich habe von der ARGE die Sachen schriftlich angefordert, die der Träger übermittelt haben soll, wenn nichts kommt, muss ich persönlich vorbei schauen.
Liebe rheinländerin, ein qualifiziertes psychologisches oder ausbildungsspezifisches Profiling ist sicher interessant. Nur glaube ich in diesem konkreten Fall wirklich nicht daran, weil ich von meiner Ausbildung kompetenter wäre, mir ein solches Profiling zu erstellen, als die Leute bei dem christlichen Träger. Der Hauptpunkt ist aber: was bringt ein gutes Profiling, wenn danach keine Arbeitsaufnahme erfolgt. Dann bin ich profiled, aber ein Job ist genauso weit weg wie immer . Dieser Pessismismus ist, glaube ich, sehr realistisch.
Außerdem war die Ausrichtung der Maßnahme eindeutig Dequalifizierung, jede Bereitschaft, sich auf einen unqualifizierten Job einzulassen, wurde freudig begrüßt. Außerdem passierte gar nix.
 

ofra

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Zitat part: "Dann bin ich profiled, aber ein Job ist genauso weit weg wie immer . Dieser Pessismismus ist, glaube ich, sehr realistisch."

Diesen Satz kann ich nur unterstreichen aus eigener Erfahrung.
Ich hab auch - wie viele andere - ein Profiling mitgemacht. Das war eine Sache von etwa 10 Minuten. Da wurden dann in einem 4-Augen-Gespräch meine Stärken und Schwächen benannt, d. h., ich wurde befragt, wo meiner Ansicht nach meine Stärken und Schwächen liegen.
Das war´s dann auch schon. - In meinen Augen eine Farce!

Job hab ich dadurch natürlich keinen bekommen. Aber ich bin nun einer der Glücklichen, die profiled durchs Leben laufen dürfen ... :icon_biggrin:
 

ethos07

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@part auf dieser Website schreibt ein Marius Bauman (Pseudonym) öfters sehr gute kritische Beiträge rund um die Psycho-Schiene von HartzIV. Das wäre meine Psychologenwahl für die Frage nach MELBA etd. und der würde sich vermutlich zu MELBA auskennen und auch näher interessieren, was euch da 'die Kirch' aufgetischt hat. Auf dieser Website sind auch irgendwo die email-Adressen der Autoren verlinkt - bitte ggf. selbst suchen.

PS. Falls du Kontakt zu ihm herstellen kannst: schönen Gruß jedenfalls schon mal von ethos07 ;-), wäre schön er würde auch hier sich registrieren (falls eh noch nicht geschehen ;-) und mitberaten und/oder Gegenwehr stärken gegen diese üblen Psycho-Schienen beim Erwerblosen-Zirkuss der Jobcenter. Manche gute Leute übersehen im www erstaunlicherweise nämlich das elo-forum noch immer.
 

part

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Hast Du eine Schweigepflichtsentbindung, Datenschutzerklärung o.ä. unterzeichnet? Nur mit Deinem Einverständnis darf der Träger Informationen an die Arge weiterleiten, die über die bloße Teilnahme (= Anwesenheit) hinausgehen.
hallo,
ich zitiere noch mal die rheinländerin, weil mir eingefallen ist, dass wenn ich mein Einverständnis gebe, dass Sachen an die ARGE weitergegeben werden, ich doch eigentlich dieses individuelle Zeugnis auch ausgehändigt bekommen müßte. Ich hab aber von den Diakonie-Leuten nie eine individuelle Beurteilung bekommen.
Außer dass, sie mich als Depressiv beschimpften, obwohl ich noch lustig war. Aber die Diffamierung von Arbeitslosen als "depressiv" verbessert wohl die Vermittlungsquote: Wenn z.B. ein Drittel der Teilnehmer als depressiv "erkannt" werden, dann steigt natürlich die Vermittlungsquote, weil die "Depressiven" gar nicht mehr vermittelbar sind und bei der statistischen Basis somit für die Trickser wegfallen.
Die evangelische Kirche beteiligt sich in Ausprägung ihrer angestellten Sozialarbeiter mit Vorliebe an solcher statistisch günstiger "Amateurpsychologie".

Grüsse
 

part

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@part auf dieser Website schreibt ein Marius Bauman (Pseudonym) öfters sehr gute kritische Beiträge rund um die Psycho-Schiene von HartzIV. ... Auf dieser Website sind auch irgendwo die email-Adressen der Autoren verlinkt - bitte ggf. selbst suchen.
Hallo ethos 07,

ich hab die e-mail Adresse von Marius Baumann auf der Seite nicht gefunden. Ganz einfach scheint die auch nicht zu finden zu sein.

Vielen Dank für deinen Tip.
 

Kerstin_K

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Ich weiß nicht mehr, ob ich eine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben habe.
Du solltest Dir mal angewöhnen, von allem, was Du unterscheibst, eine Kopie zu verlangen.
 

ethos07

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Hallo ethos 07,

ich hab die e-mail Adresse von Marius Baumann auf der Seite nicht gefunden. Ganz einfach scheint die auch nicht zu finden zu sein.

Vielen Dank für deinen Tip.
Da haste recht - ich auch nicht, der hat sich offenbar gut versteckt :)
Doch es gibt gerade wieder einen neuen seiner so guten Artikel (auch hier auf pr-sozial verlinkt) bei der Readers Edition - du könntest also ev. ihn dort über die Kommentarfunktion unten noch gerade erwischen?!
:icon_hihi:
Oder dort eine Anfrage an die Redaktion ob sie dir eine Email rausrücken... Oder ev. kennt Martin hier ihn inzwischen auch und hätte ne Kontaktmöglichkeit. Nun ja - natürlich weiss ich nicht ob den fleissigen Schreiber deine Einzelfrage interessiert .
Aber versuch macht schliesslich ja immer kluch.
 

part

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Hast Du eine Schweigepflichtsentbindung, Datenschutzerklärung o.ä. unterzeichnet? Nur mit Deinem Einverständnis darf der Träger Informationen an die Arge weiterleiten, die über die bloße Teilnahme (= Anwesenheit) hinausgehen.

D
Hallo,
ich habe noch etwas gefunden. Von einem Verein in Düsseldorf, in dem ich Mtglied bin und der sich auch mal als Träger für 1€Jobs beworben hat, habe ich ein aktuelles Exemplar des Vertrags, den die ARGE DÜSSELDORF
mit den Trägern abschließt. Darin steht auf
Seite 3:

"Der Träger hat für den jeweiligen Teilnehmer ein individuelles Zeugnis
mit Kompetenzprofil und für die ARGE / AA eine Teilnehmerbeurteilung
zur Ergänzung des Kundenprofils zu erstellen. Der Teilnehmer hat dies
zuzulassen."

Das klingt ziemlich autoritär. Ist so eine Formulierung rechtmäßig?
 

Kerstin_K

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Was der Räger mit der ARGE für verträge schließt, ist sowas von egal. Wichtig ist nur der Vertrag, der mit Dir geschlossen wird.
 

part

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Was der Räger mit der ARGE für verträge schließt, ist sowas von egal. Wichtig ist nur der Vertrag, der mit Dir geschlossen wird.
Hallo Kerstin, mir ging es speziell um die Formulierung im Vertrag zwischen ARGE und Träger:

"Der Teilnehmer hat dies
zuzulassen."

Das klingt wie im Mittelalter, ich frage mich ernsthaft, ob solch eine Formulierung mit dem Datenschutz in einer modernen Gesellschaft vereinbar ist.
Ansonsten hast Du natürlich recht, es geht darum, was an Beurteilung am Ende einer solchen Maßnahme rauskommt. Das erfahre ich aber spätestens bei meinem nächsten ARGE Termin Mitte September, wenn ich Akteneinsicht bekomme.

Grüsse
 

rheinlaenderin

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Hallo part!

Vielleicht hilft Dir auch die Forensuche weiter. Vor kurzem wurden bereits Fragen zum Datenschutz bei Bildungsträgern erörtert.
 

part

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Hallo, ich habe endlich von der ARGE die "Abschlussbeurteilung" der >>Profiling für Akademiker<< genannten 1€Job-Maßnahme erhalten.

Der private Träger hatte diese Beurteilung ja einfach an die ARGE geschickt. Ich habe erst von der Existenz der "Abschlußbeurteilung" erfahren, nachdem ich mich bei der ARGE wegen Fehlen eines Profilings beschwert hatte.

Ich setze das Dokument als PDF in den Anhang.

Ich möchte jetzt gegen den privaten Träger klagen. Diese Beurteilung ist diskriminierend, sie liegt in meiner ARGE-Akte. Die Beurteilung ist sachlich falsch, Äußerungen von mir wurden verdreht oder die Beschreibung meines Verhaltens ist schon fast satirereif:

Zitat:
"Sonstige Aktivitäten während der agh (z.B. Erkrankung, Wohnumfeld u.a.):
Beschwerdeführer ggen die AGH bei xxx"
Zitat Ende

Naja, ich hab mich wenigstens gewehrt.

Weiß jemand, welche Art von Anwalt für so was zuständig ist? Hat außerdem jemand noch eine Idee, in welcher Richtung man klagen kann?

Ich bin nach Maßnahmebeschreibung "Kundengruppe 3", da werden Hartz4-Bezieher einfach einsortiert. Ich war im November 2007 zu naiv, mich gegen die Zuteilung dieses 1€Jobs zu wehren. Ich finde die Vorgehensweise der ARGE und des Trägers entwürdigend, als normaler Arbeitnehmer bräuchte ich mir so etwas niemals gefallen lassen.

Ein weiterer Punkt: Der "Profiler" des Trägers ist Sozialpädagoge. Teilnehmer der Maßnahme waren Psychologen, Ingenieure, Soziologen, Journalisten etc.
Der selbsternannte "Profiler" des Trägers war mit seiner Aufgabe, Akademiker einzuschätzen, vollkommen überfordert.
Aber für so einen Unsinn hat der Staat Geld!
 

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da bei dir ja besonderer handlungsbedarf besteht (laut dem gutachten...) würde es mich nicht wundern wenn du weiterer solcher massnahmen mitmachen darfst :icon_neutral:
 

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da bei dir ja besonderer handlungsbedarf besteht (laut dem gutachten...) würde es mich nicht wundern wenn du weiterer solcher massnahmen mitmachen darfst :icon_neutral:
Danke für die Warnung! Aber inzwischen bin ich schlauer, ich würde alles aufwenden, um nicht noch mal in einen solch sinnlosen Quatsch gezwungen zu werden.
 

rheinlaenderin

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Hallo, ich habe endlich von der ARGE die "Abschlussbeurteilung" der >>Profiling für Akademiker<< genannten 1€Job-Maßnahme erhalten. Das ist gut!

Der private Träger hatte diese Beurteilung ja einfach an die ARGE geschickt. Ich habe erst von der Existenz der "Abschlußbeurteilung" erfahren, nachdem ich mich bei der ARGE wegen Fehlen eines Profilings beschwert hatte. Kannst Du inzwischen nachvollziehen, ob Du eine Schweigepflichtsentbindung/Datenschutzerklärung unterzeichnet hast?

Ich setze das Dokument als PDF in den Anhang.

Ich möchte jetzt gegen den privaten Träger klagen. Diese Beurteilung ist diskriminierend, sie liegt in meiner ARGE-Akte. Die Beurteilung ist sachlich falsch, Äußerungen von mir wurden verdreht oder die Beschreibung meines Verhaltens ist schon fast satirereif: Wirklich satirereif und widersprüchlich.

Zitat:
"Sonstige Aktivitäten während der agh (z.B. Erkrankung, Wohnumfeld u.a.):
Beschwerdeführer ggen die AGH bei xxx"
Zitat Ende

Naja, ich hab mich wenigstens gewehrt.

Weiß jemand, welche Art von Anwalt für so was zuständig ist? Hat außerdem jemand noch eine Idee, in welcher Richtung man klagen kann? Unklar ist mir, wogegen genau Du vorgehen möchtest. Solltest Du keine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben haben, würde ich da einen Ansatzpunkt sehen. Sozialpädagogen/Psychologen unterliegen z. B. ähnlich wie Ärzte einer Schweigepflicht und machen sich strafbar, wenn sie Informationen einfach weitergeben. Oder geht es grundsätzlich gegen die AGH?

Ich bin nach Maßnahmebeschreibung "Kundengruppe 3", da werden Hartz4-Bezieher einfach einsortiert. Ich war im November 2007 zu naiv, mich gegen die Zuteilung dieses 1€Jobs zu wehren. Ich finde die Vorgehensweise der ARGE und des Trägers entwürdigend, als normaler Arbeitnehmer bräuchte ich mir so etwas niemals gefallen lassen. Das ist leider zutreffend.

Ein weiterer Punkt: Der "Profiler" des Trägers ist Sozialpädagoge. Teilnehmer der Maßnahme waren Psychologen, Ingenieure, Soziologen, Journalisten etc.
Der selbsternannte "Profiler" des Trägers war mit seiner Aufgabe, Akademiker einzuschätzen, vollkommen überfordert. Sicher? Ich finde, es liegt nicht so fern, als Akademiker Kompetenzen anderer Akademiker einzuschätzen.
Aber für so einen Unsinn hat der Staat Geld!
Überlege Dir bitte unbedingt genau, worum es Dir geht, was Dein Ziel ist, denn wenn Du etwas unternehmen möchtest, ist das viel Arbeit.
 
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