Privater Arbeitsvermittluner - und nun? (1 Betrachter)

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qwert

Elo-User*in
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Hallo,

kann mir jemand Rat geben, wie ich mich hier verhalten soll?

Vom JC habe ich ein Schreiben bekommen, mit der Aufforderung mich auf eine Stelle zu bewerben (s. scan).

Wie sich rausstellte handelt es sich um einen PAV.

Ich habe beim JC nach Vermittlungsgutschein gefragt, den ich mir abholen konnte (s. scan).

Ich habe inzwischen beim PAV vorgesprochen und gesagt, ich will den Vermittlungsvertrag (s. scan) prüfen. Er will dann meine Bewerbung an verschiedene Firmen weiterleiten.

Meine pdf-Bewerbung konnte er nicht ausdrucken und auch nichts rauskopieren. Keine Ahnung wieso :). Der PAV meinte, es müsse wohl ein "Übermittlungsfehler" vorliegen und ich soll das Ding noch mal zusenden.

Bin ich verpflichtet, den ganzen Mist mitzumachen? Ich habe absolut keine Lust auf so einen PAV, der seit Sep. 2012 hier im Handelsregister eingetragen ist, und mich nun an irgendwelche ZAF oder Callcenterbuden durchreichen will, um seine 2000 Tacken abzukassieren.

Es lag dem VV (wenn es denn überhaupt einer ist) keine Rechtsbehelfsbelehrung bei. Aber was, wenn das JC behauptet, es wäre eine dabei gewesen? Ziehe ich dann den kürzeren?

Muss ich mich überhaupt auf einen PAV einlassen? Was wäre, wenn der mich vermittelt und ich nach 4 Wochen rausfliege? Das JC zahlt dann nicht wegen der 6-Wochen-Frist. Muss ich dann zahlen?

Danke schon mal.

Grüße
 

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paulegon05

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die 6-Wochen frist verstehe ich so das ausgeschlossen werden soll das der vermittler sofort an sein geld kommt, damit soll meiner meinung ein missbrauch eingedemmt werden (AG und Vermittler stellen jemanden an nur um die Vermittlungsprovision zukassieren - die müssten dich mind. 6 wochen beschäftigen und bezahlen um an das geld zu kommen ).
 
R

Rounddancer

Gast
Nun, ich würde mich ausschließlich auf die angegebene Stelle bewerben und ausschließen, in einen Pool geworfen zu werden,- schließlich bin ich wasserscheu.

Normal ist so ein Brief nur vom privaten Vermittler oder Arbeitgeber ausgelöst,- ohne daß da eine Amtsperson mitgewirkt hätte.
Genauer: Wenn ich als Personalvermittler eine Stelle eingestellt habe,- oder einfach so nach Personal suche, dann kommt da eine Liste,- und da kann ich mir die meist annonymisierten Profile angucken ud wenn ich will, kann ich zu denen, die zugestimmt haben, über die Annonym-Maschine telefonnisch, ansonsten durch Klick auf die Taste "Zur Bewerbung auffordern" einen solchen Brief des Amtes auslösen, per Email, oder, wenn das Amt vom Bewerber keine Emailadresse hat,
dann eben per Brief. Und genau so ein Brief wie Du ihn bekamst, kriegt dann der vom mir angeklickte Arbeitssuchende.

Was tun? Da ja kein RFB dran hängt,- und offenbar die Stelle gar nicht existiert (weil wenn der Kollege schon sagt, daß er Dich verschiedenen Arbeitgebern anbieten will, dann hat er keine Stelle zu vergeben,- also isse nicht da, Poolbildung ist aber in den aGB der Jobbörse der BA klar verboten!), würde ich in meinen echten Zugang zu meinem Profil bei der Jobbörse gehen, dort das Stellenangebot finden, den Status erst auf "beworben", und dann auf "Stelle existiert nicht " oder ähnliches stellen uns abspeichern.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Hallo,
Es lag dem VV (wenn es denn überhaupt einer ist) keine Rechtsbehelfsbelehrung bei.
Das ist kein VV, geht aus dem Anschreiben hervor: "Arbeitgeber ...blabla... folgende Nachricht für Sie hinterlegt:"
Bei mir kommt sowas online über die AA-Jobbörse. Daß Du das Ding per Post kriegst könnte daran liegen daß Du dort evtl. keine eigenen Zugangsdaten hast.

Was wäre, wenn der mich vermittelt und ich nach 4 Wochen rausfliege? Das JC zahlt dann nicht wegen der 6-Wochen-Frist. Muss ich dann zahlen?
So wie der Vermittlungsvertrag formuliert ist: ja. Ob das auch vor Gericht Bestand hätte, kann ich nicht beurteilen.
Mit Sicherheit ist der Vermittlunsvertrag in einem Punkt fehlerhaft: Bei Abschluß des Vermittlungsvertrags bekommt der PAV allenfalls eine Kopie des VGS, das Original steht ihm erst zu wenn durch seine Mithilfe tatsächlich ein AV zustande gekommen ist. Bis dahin verbleibt das Original bei Dir (falls Du Lust hast mehrere PAV zu beauftragen :biggrin:).

Hab noch mal gegoogelt und das hier gefunden.
Ich verstehe das Juristendeutsch nicht wirklich, klingt aber so, als ob man da als Arbeitssuchender schon ein Risiko eingeht.
Stimmt, ein Risiko beim VGS ist zum Beispiel die auf drei Monate befristete Gültigkeit des VGS. Ist der VGS zum Zeitpunkt des AV-Abschlusses abgelaufen und man hat noch keinen neuen, müsste man ggf. selbst zahlen. Also Vorsicht!

In dem verlinkten Urteil war der vermittelte AN m.M.n. selbst Schuld an seiner Zahlungspflicht: Im Vermittlungsvertrag stand der Hinweis auf den VGS, warum hat er sich keinen besorgt? Oder, wenn er keinen Anspruch darauf hatte, warum hat er dann trotzdem den Vermittlungsvertrag beim PAV unterschrieben? :icon_kinn:
 
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