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Privater Arbeitsvermittler

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Azze

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#1
Ich habe einen privaten Arbeitsvermittler beauftragt für mich einen Job zu finden. Der Arbeitsvermittler hat auch schnell etwas für mich parat gehabt, sodas ich nun einen Arbeitsvertrag habe. Allerdings ist die Arbeit alles andere als toll. Ich werde nur für die unschönen Arbeiten eigesetzt. 8-10 Stunden Unkraut aus Gärten und Grünanlagen entfernen oder den ganzen Tag Treppenhäuser putzen. Mein Rücken schmerzt wie Sau wegen dieser Arbeit so das ich nichtmehr in der Lage bin diese Tätigkeit weiter auszuüben. Jetzt werd ich mich wohl krankschreiben lassen müssen, das wird dem neuen Arbeitgeber sicherlich gar nicht gefallen und ich bekomme dann schnell die Kündigung. Problem bei der Sache ist der private Arbeitsvermittler. Mit dem Herrn habe ich ja einen Vermittlungsvertrag abgeschlossen. Er bekommt 1000€ Prämie für das Zustandekommen eines Arbeitsvertags. Hab auch einen Vermittlungsgutschein vom Arbeitsamt bekommen. Leider wird da aber erst nach 6 Wochen Beschäftigung diese Prämie an den Vermittler gezahlt. Ich arbeite erst eine Woche in dem Job und wenn ich jetzt ne Kündigung bekomme und somit weniger als diese 6 Wochen beschäftigt war , zahlt das Amt ja nicht. Muss ich dem Vermittler dann die Prämie von 1000€ selber zahlen ? Oder fällt das weg da ich ja gekündigt worden bin ?
Hab den Vertrag mal eingescannt und füge ihn hier bei.
 

alpha

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#2
Wie ist denn die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag ?

Und wie ist die Bezeichnung der Stelle ??

Wenn Du vollkommen andere Arbeiten machen mußt/sollst als im Arbeitsvertrag vereinbart, solltest DU mit Arbeitgeber sprechen
bzw. einen Anwalt f. Arbeitsrecht hinzuziehen.

(das ist nur eine Meinung, keine Rechtsberatung)
 

Azze

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#3
Bezeichnung ist :
Hilfe für Hausmeistertätigkeiten

Tätigkeitenbeschreibung :
Das Aufgabengebiet des Arbeitnehmers besteht darin, verschiedene Hausmeister- und Reinigungs und Außenanlagenpflegearbeiten auszuführen. Der Arbeitgeber behält sich vor dem Arbeitnehmer auch eine andere zumutbare Aufgabe zu übertragen.

Ansich hab ich ja kein Problem mit so arbeiten , hatte bisher nie Probleme mit meinem Rücken. Kommt wohl davon das ich 8-10 Stunden NUR diese Tätigkeiten erledigen muss. Chef hat auch schon angedeutet das ich als Bauhelfer aushelfen soll . Na toll dann muss ich 10 Stunden lang 20kg Zementsäcke in die 6.Etage karren aber natürlich ohne Aufzug. Is das noch zumutbar ?

Aber auch egal lange muss ich das sicher nicht mehr machen, krieg eh die Kündigung wenn ich mich krankmelde wegen meinem Rücken.
 

Arania

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#4
Das Aufgabengebiet des Arbeitnehmers besteht darin, verschiedene Hausmeister- und Reinigungs und Außenanlagenpflegearbeiten auszuführen. Der Arbeitgeber behält sich vor dem Arbeitnehmer auch eine andere zumutbare Aufgabe zu übertragen.
Da sind diese Tätigkeiten die Du beschreibst definiert also da kann man nichts machen, allerdings wer krank ist ist krank, wie das nun mit der Prämie für Deinen Arbeitsvermittler ist weiß ich nicht, aber ich denke das muß der mit Deiner ARGE klären die vorher für Dich zuständig war
 

Andi_

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#5
Nichts zahlen

Hat der Vermittler überhaupt einen Vertrag mit dir???

Wenn du alles schön i.A. mit Hinweis auf den Vermittlungsgutschein gezeichnet hast, hat er keinen Vertrag mit dir. Dann muß sich die ARGE mit dem Vermittler auseinandersetzen. Hast du Verträge von Dir aus unterzeichnet, ohne Druck etc., bist du haftbar.
 

Azze

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#6
Ich habe den Vermittlungsvertrag ja in meinem ersten Post angehängt und den so auch selber unterschrieben. Also bischen blöd jetzt . 6 Wochen arbeiten damit die Arge die 1000€ Prämie auszahlt und Rücken kaputt machen oder 1000€ selber zahlen. Tja da würd ich spontan sagen selber zahlen , aber wovon bloß :cry: als vorher ALG2 Empfänger konnt ich ja nicht grade Reichtümer anhäufen.
 

Andi_

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#7
Scheiss Lage :|

Mir fällt dazu spontan nichts ein, ausser das du den geschlossenen Vertrag aufgrund der dich einseitig benachteiligenden AGB anfechtest. Spätestens jetzt brauchst du aber einen prof. Anwalt, fürchte ich :cry:
 

Arania

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#8
Immer mit der Ruhe, ich würde erst mal abwarten was nun überhaupt passiert, krank sein bedeutet ja noch nicht automatisch gekündigt zu werden
 

Azze

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#9
Mit der Kündigung geht schneller als man denkt, Krankheit ist zwar kein Kündigungsgrund, aber in der Probezeit bedarf es ja keinem Grund. Von daher werd ich sicherlich 2-3 Tage nach Krankmeldung die Kündigung im Briefkasten haben. Der Argeitgeber hats sicher nicht so dicke jemand wochenlang fürs Nichtstun zu bezahlen.

Aber mal zu dem Arbeitsvermittler. Wenn ich gekündigt werden sollte muss ich dem ja die 1000€ zahlen. Aber dann bin ich ja wieder im ALG2 Bezug also nix zu holen. Auch in meiner Wohnung steht nichts was wirklich zu Geld zu machen wäre. In wie weit kann ich auf die Tour da rauskommen ? Hat da jemand Erfahrung mit ? Also Schulden die man nicht zahlen kann. Wird sowas gestundet bis ich wieder nen Job habe ?
 

Andi_

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#10
Azze sagte :
Mit der Kündigung geht schneller als man denkt, Krankheit ist zwar kein Kündigungsgrund, aber in der Probezeit bedarf es ja keinem Grund. Von daher werd ich sicherlich 2-3 Tage nach Krankmeldung die Kündigung im Briefkasten haben. Der Argeitgeber hats sicher nicht so dicke jemand wochenlang fürs Nichtstun zu bezahlen.

Aber mal zu dem Arbeitsvermittler. Wenn ich gekündigt werden sollte muss ich dem ja die 1000€ zahlen. Aber dann bin ich ja wieder im ALG2 Bezug also nix zu holen. Auch in meiner Wohnung steht nichts was wirklich zu Geld zu machen wäre. In wie weit kann ich auf die Tour da rauskommen ? Hat da jemand Erfahrung mit ? Also Schulden die man nicht zahlen kann. Wird sowas gestundet bis ich wieder nen Job habe ?
Bei deiner ganzen Betrachtung gehst du davon aus, schuldhaft gehandelt zu haben. Betrachte es einmal umgekehrt. Noch gilt die Unschuldsvermutung auch für Hartz IV Opfer und wenn du nicht schuldhaft die Vermittlung "vergeigt" hast, entstehen ohnehin keine Ansprüche von irgendjemand gegen dich. Sollte die ARGE die Kosten anfechten, dann gegen den Vermittler, der nach meiner Meinung wenig Chancen hat, einen Anspruch gegen Dich oder die ARGE durchzusetzen.

Vielleicht gegen den Arbeitgeber?
 

Azze

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#11
@ Andi

Schuldhaft habe ich sicherlich nicht gehandelt , denn noch bin ich nicht krankgeschrieben aber das wäre auch wohl kaum schuldhaft. Ich seh eben nur die Fakten in dem Vermittlungsvertrag. Der Vermittler hat seinen Teil eben erfüllt und mir nen Job besorgt. So wie ich das rauslese aus dem Vertrag bin ich dem guten Man wohl diese 1000€ schuldig. Ausser ich krieg das noch irgendwie 6 Wochen lang hin auf der Arbeit und dann übernimmt die ARGE die Kosten für den Vermittler.

Im Vermittlungsvertrag steht eben :
Sofern der Auftraggeber einen Vermittlungsgutschein des Arbeitsamtes besitzt, wird die Vermittlung mit dem Arbeitsamt abgerechnet und dem Auftraggeber entstehen keine Kosten.

Soweit so gut , wenn da nicht noch der Teil wäre:
Besitzt der Auftraggeber keinen Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur oder gelangt der Vermittlungsgutschein nicht zur Auszahlung durch die Arbeitsargentur, werden als Vermittlungsvergütung 1000€ vereinbart.

Dieser Satz lässt mich wenig hoffen , darum.


Ich versuche morgen mal mit meinem Chef zu reden, ich mach ihm dann das Angebot meine bisherige Arbeit als Arbeitsprobe zu sehen und die dann ohne Bezahlung. Bedingung wäre das er den Vertrag vor meinen Augen in den Aktenvernichter schmeist. Wo kein Arbeitsvertrag besteht gibts auch keine Vermittlungsprämie. Damit wär ich ausm Schneider.
Mal sehen was er dazu sagt. Oder bin ich da zu vorsichtig und großzügig ?

Ich hab halt nur Angst nachher auf den 1000€ sitzen zu bleiben, denn 1000€ sind für mich momentan verdammt viel Geld das ich eben nicht habe. Bei dem Job kommt ja nichtmal genug zusammen um davon zu Leben , da muss ich noch ALG2 ergänzend beantragen.
 

alpha

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#12
Also solche bedingungen (insbes. mit den 1000€) kommen mir (als rel. Laien) doch recht spanisch vor.... kann nur raten einen FA/Arb.recht (o.ähnl.) zu konsultieren. Hat mir auch schonmal einer für rel. geringe Gebühr (per Bar sogar) weitergeholfen, eine sog. Erstberatung(o. so) ist das erstmal aber tlw. hilft das schon weiter!
 

Arania

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#13
Ich versuche morgen mal mit meinem Chef zu reden, ich mach ihm dann das Angebot meine bisherige Arbeit als Arbeitsprobe zu sehen und die dann ohne Bezahlung. Bedingung wäre das er den Vertrag vor meinen Augen in den Aktenvernichter schmeist. Wo kein Arbeitsvertrag besteht gibts auch keine Vermittlungsprämie. Damit wär ich ausm Schneider.
Das halte ich ja für-sorry- etwas daneben, es bestand ein Vertrag und der kann ja durchaus auch Vorteile haben, sicher kann man einen Vertrag im gegenseitigen Einverständnis aufheben, aber bevor Du z.B. nicht weisst was überhaupt auf Dich zukommen könnte würde ich auch vorschlagen entweder einen Rechtsbeistand zu konsultieren oder erst mal abzuwarten, es sieht aber so aus, als wenn Du davon ausgehst NIE wieder den Job erfüllen zu können.
Und schau doch erstmal was der Arzt sagt
 
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