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Private Arbeitsvermittlung und Leiharbeit

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DuBistNichtAllein

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  Th.Starter/in  
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#1
Erstmal Lob für dieses Forum. Tolle Arbeit hier! Weiter so!
Wer kennt sich mit den mit den Regularien für Langzeitsarbeitslose und dem Thema private Arbeitsvermittlung aus. In Berlin starten jetzt Pilotprojekte, wo viele Arbeitslose antreten sollen. Sie müssen bei privaten Vermittlern erscheinen, meist sind diese Firmen nachweislich Leiharbeitsfirmen. Alle Kompetenzen was die Vermittlung betrifft, wurde von den Jobcentern ausgelagert. Dort muss man sich dumme Sprüche a la´"Hartz 4 ist keine Rente" anhören, dann kommen "Profilings", danach total sinnlose Massnahmen, die arbeitsmarktpolitisch nichts bringen. Wie kann man sich dagegen wehren? Die wollen auch, das man ärztliche Atteste vorlegt, falls eine Krankheit oder ähnliches der Vermittlung iin Arbeit im Wege steht. Hallo? wo leben wir denn? Ganz am Schluss winkt der Niedriglohnsektor oder Repression mit Leistungskürzungen. Bedeutet Arbeitslosigkeit jetzt schon offener Strafvollzug, oder wo leben wir? Bin für alle Tipps dankbar, und bündelt Eure Interessen, so kann das alles nicht weitergehen.
 

Aureliana

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#2
Hallöchen DuBistNichtAllein,

momentan gibt es eine ganze Reihe von sinnlosen Maßnahmen, die von der AfA veranstaltet werden. Ziel ist in erster Linie, die Statistik zu verschönern durch legales Drücken der Arbeitslosenzahlen. Mein Maßnahmeveranstalter hat dies auch im Eingangsgespräch offen zugegeben.

Gegen die Meldung zu solchen Maßnahmen kann man sich meines Wissens nach nicht wehren, es sei denn man hat wirklich gute Gründe, die eine erfolgreiche Vermittlung verhindern würden (Berufsunfähigkeit, fehlende Ausbildung, usw.).

Die Situation sehe ich auch als äusserst unbefriedigend an und wäre ebenfalls sehr dafür, daß die Interessen gebündelt werden. Und auch, daß möglichst viele ihren Hintern hochbekommen, um gebündelt aufzutreten, weil es letztendlich jeden betrifft. Denn ich habe absolut kein Interesse, daß die Politik ständig von Aufschwung durch niedrige Arbeitslosenzahlen spricht, und das Grundproblem der Massenarbeitslosigkeit und Niedriglohnsektor weiterhin existiert. Ganz gleich in welchen Sektor man schaut, es gibt mehr als genug Arbeit.


Liebe Grüße
Aureliana
 

DuBistNichtAllein

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#3
Danke

Hallo Aureliana,
erstmal danke für Deine Anwort. Die Sache mit der privaten Arbeitsvermittlung eskalierte heute. War bei denen eingeladen zu einem sogenannten Erstgespräch. Ich musste mich ausweisen, dann wollte die sogenannte Vermittlerin ihr Programm abspulen. Als Sie mir einen Vertrag, eine sogenannte Arbeitsintegrationsvereinbarung, keine Eingliederungsvereinbarung, vorlegte und ich diese unterschreiben sollte, weigerte ich mich diese ohne nähere Prüfung oder Bedenkzeit zu unterzeichnen. Man gab mir weder den Vertrag zum Prüfen mit, noch konnte ich eine Kopie machen. Dann teilte die "Vermittlerin" mir mit, dass sie mich jetzt dem Jobcenter mitteilen müsste, das ich mich verweigert hätte. Wo gibt es sowas? Ich unterschreibe nirgends einen Vertrag ohne nähere Prüfung. Ich werde das mit meiner zuständigen Fallmanagerin nun separat besprechen müssen, ahne aber nichts Gutes. Es wird Zeit, dass man diesem Spuk auf politischer Ebene ein ende bereitet. Selbst wertkonservative Ökonomen wie Ralf Dahrendorf wissen, das Vollbeschäftigung nicht mehr herstellbar ist. Also was soll dieser Druck auf erwerbslose Menschen, das ist die absolute Menschenverachtung. Und die Umsetzer diese Prozesse reden sich mit der Befehlskette heraus. Ein altes deutsches Spiel, das wir nicht annehmen dürfen und uns wehren müssen.
Danke nochmal, Gruss
 

Aureliana

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#4
Es ist sehr schade, was Du erlebt hast, und Du hast mein volles Mitgefühl. Für das kommende Gespräch mit der Fallmanagerin wäre eine gute Vorbereitung sicher sinnvoll. Du kannst dazu ggfs. ein Gedächtnisprotokoll von dem Gesprächsverlauf anfertigen (am besten jetzt, da es noch frisch ist). Und das Protokoll evtl. mit einem Vermerk versehen, daß es eine eidesstattliche Versicherung ist. Eine Ausfertigung für Dich (vom SB quittieren lassen), eine für den Sachbearbeiter.

Falls Du im Internet surfst, dann schau Dir mal die ZPO an, besonders § 294 kann interessant sein.

Ich wünsche Dir sehr viel Erfolg und alle Kraft die Du brauchst ;-)
 

Heiko1961

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#5
Als Sie mir einen Vertrag, eine sogenannte Arbeitsintegrationsvereinbarung, keine Eingliederungsvereinbarung, vorlegte und ich diese unterschreiben sollte, weigerte ich mich diese ohne nähere Prüfung oder Bedenkzeit zu unterzeichnen. Man gab mir weder den Vertrag zum Prüfen mit, noch konnte ich eine Kopie machen. Dann teilte die "Vermittlerin" mir mit, dass sie mich jetzt dem Jobcenter mitteilen müsste, das ich mich verweigert hätte.....
Hast du dich hier im Forum schon reingelesen?
Darüber wirst du hier einiges finden. Auf alle Fälle ist es dein gutes Recht, die EGV prüfen zu lassen.
 
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