Private Altersvorsorge fehlt, wo sie am nötigsten ist (1 Betrachter)

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wolliohne

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Seit der Riester-Rentenreform von 2001 wirbt die Bundesregierung intensiv für die ergänzende private Altersvorsorge. Staatliche Zulagen und Steuervorteile
sollen das Sparen attraktiv machen und vor allem Familien und Geringverdienern den Aufbau kapitalgedeckter Rentenansprüche erleichtern. Der folgende Beitrag
zeigt, dass dieses Konzept gerade dort nicht funktioniert, wo eine Ergänzung des gesetzlichen Rentenanspruchs besonders vonnöten wäre – bei Beziehern von
niedrigen Einkommen und speziell bei den Empfängern von Arbeitslosengeld II, einer Gruppe mit hohem Altersarmutsrisiko und geringen Sparmöglichkeiten.
Quelle: IAB-Kurzbericht [PDF - 450 KB]
 

wolliohne

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  1. Die Armen werden ärmer. Versagt die Politik?
    Die Bundesregierung hat den vierten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt. Das Ergebnis überrascht nicht: Die Deutschen werden immer reicher, aber das Vermögen ist ungleich verteilt. Wie lässt sich die Schere zwischen Arm und Reich schließen?
    Quelle 1: (Einleitungstext): detektor.fm
    Quelle 2: (Interview mit Christoph Butterwegge): detektor.fm [Audio - mp3]
  2. Rentenstreit in der SPD – Gabriel im Märchenland
    Der SPD-Vorstand hat sich auf ein Rentenpapier geeinigt – indem er die strittigen Fragen vertagte. Denn Parteichef Gabriel steckt in der Klemme: Wenn er allen Forderungen der Genossen nachgibt, würde das zig Milliarden Euro mehr kosten. Das wäre keine Empfehlung für den Bundestagswahlkampf. [...]
    30 Milliarden Euro on top?
    Und dann geht es ja erst richtig los: Wenn die Wünsche der Parteilinken, der Arbeitervertreter in der SPD und der Sozialdemokraten aus den neuen Bundesländern erfüllt werden, kommen “30 Milliarden on top”. Zitat Sigmar Gabriel. Genau wie seine Frage: “Wie soll man das bezahlen?”
    • Die Linken wollen die geplante Senkung des Rentenniveaus von heute 51 auf 43 Prozent rückgängig machen.
    • Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) fordert eine staatliche Unterstützung betrieblicher Renten.
    • Die Ost-Genossen wollen eine Rentenangleichung zwischen alten und neuen Ländern.
    Quelle: SPIEGEL Online
    Anmerkung unseres Lesers J.A.: Der SPIEGEL hat natürlich Recht, daß “Förderung für Betriebsrenten” und Erhöhung des Niveaus der gesetzlichen Rente nicht zusammen eingeführt werden sollten und eine staatliche Förderung von Betriebsrenten schädlich ist.
    Ansonsten fragt man sich, an welchem Stammtisch solche Redakteure aufgelesen werden, die von der Sache fast keine Ahnung haben. Die “30 Milliarden on top” müßten im gesetzlichen Rentensystem zur Hälfte von den Arbeitgebern und zur Hälfte von den Arbeitnehmern getragen werden, wobei letztere für 15 Milliarden Euro eine Absicherung von 30 Milliarden Euro erwerben. Das wäre also für die Arbeitnehmer gut – und für den Staat auch, denn zur nicht geringen Überraschung des SPIEGEL-Redakteurs werden die Sozialrenten nicht vom Staat bezahlt. Im Gegenteil, der Staat würde viele, viele Steuermilliarden sparen, mit denen nach der aktuellen Planung der Rentenkürzungen Armutsrenten auf Hartz-IV-Niveau angehoben werden müssen. Auch die volkswirtschaftlichen Vorteile (höhere Nachfrage, mehr Konsum…) könnten noch erwähnt werden.
    Für den Staat hätte ein höheres Rentenniveau also nur Vorteile – und für die SPD wahlstrategisch auch. In seinem Nichtbegreifen schreibt der Redakteur meilenweit am Thema vorbei. Aber wie heißt es in dem Artikel: “Vernunft ist mitunter eine Sache der Perspektive”. Genau.
 

wolliohne

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Arm und reich
Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Das sagt der neue Armuts- und Reichtumsbericht. Das sagte auch der davor und der davor und der… Dennoch tun wir so, als wären wir sehr überrascht. Als hätte die Arbeit des Gesetzgebers in den letzten Jahrzehnten nicht darin bestanden, Vermögen umzuschichten. Von unten nach oben.
Jeder Versuch ein wenig in die umgekehrte Richtung zu schieben, stößt auf vehemente Ablehnung. Nicht nur derer, die davon minimale Minderungen ihrer Einnahmen zu erwarten hätten, sondern auch auf den jener Spezialisten für das Ganze, die sofort aufsagen können, dass alles, was in dieser Richtung geschehen könnte, ja nicht viel bringe. Bringen tut etwas immer nur dann, wenn es Millionen Mitbürger trifft. Dazu muss man freilich nicht studiert haben, dazu braucht man nicht einmal einen Taschenrechner.
Quelle: Frankfurter Rundschau
 
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