privat insolvenz in frankreich in 9 monaten schuldenfrei

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Martin Behrsing

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
21.591
Bewertungen
4.314
Hallo wombel,

ja es richtig, dass man in Frankreich das machen kann. Allerdings muss man dann auch seinen Wohnsitz da haben. Und da fängt das Problem an: Man bekommt nur eine Aufenthaltsgenehmigung, wenn man in Frankreich einen Arbeitsplatz nachweisen kann.
 

Silvia V

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
2.394
Bewertungen
194
Hallo Wombel,

das klingt zwar erstmal sehr verlockend,hat aber auch einige gravierende
Nachteile,was die Rechtssicherheit betrifft.
Und so mir nix Dir nix schnell mal die Insolvenz hinlegen geht da auch nicht.
In Frankreich existieren noch 2 Insolvenzrechte nebeneinander.
Da gibt es ein zentrales Insolvenzrecht,dies ähnelt unserem ehemaligen
Konkursrecht und dann noch eine regionale Insolvenzordnung.
Da schwankt dann die Zeit bis zur Erteilung der RSB in den einzelnen Departements von 6 - 24 Monaten,es kommt darauf an,wie hoch die Quote
ist,welche man den Gläubigern anbieten kann.Mit einem Null-Plan hat man da eher schlechte Karten.
Soweit mir bekannt ist,gilt dieses Sonderkonkursrecht bisher auch nur in zwei Departements.Vorher müssen die beterffenden Personen aber auch erst das gängige französische Insolvenzrecht durchlaufen und wenn dies scheitert dürfen sie das Sonderrecht in Anspruch nehmen.

Ein weiterer Nachteil im Vergleich mit dem deutschen Insolvenzrecht ist,das die RSB im Gegensatz zu hier,in Frankreich nicht gesetzlich
festgeschrieben ist.Sie kann erteilt werden,muß aber nicht.Selbst wenn man sich keine Schnitzer erlaubt,ist man in Frankreich sehr von der Gnade
des Insolvenzrichters abhängig.Das ist hier anders,denn in der Insolvenzordnung ist konkret beschrieben,welche Obliegenheiten zu erfüllen sind und welche Dinge zu einer Versagung der RSB führen können.

Weiterhin muss man um das französiche Insolvenzrecht zu nutzen,eine
tatsächlichen Wohnsitz in Frankreich haben und dort seine Steuererklärung abgeben.Dies wir sehr genau geprüft.


Das genannte Urteil des BGH sagt ja nicht aus, dass man in Frankreich die Restschuldbefreiung bekommt, sondern nur, dass sie in Deutschland anerkannt wird, wenn sie denn erteilt wird. Das gilt aber nicht nur für Frankreich, sondern für alle Länder der EU. Auch wer z.B in England die Restschuldbefreiung erteilt bekommt, muss sie in Deutschland anerkannt bekommen.

Das deutsche Insolvenzrecht ist zur Zeit noch besser,als es auf dem ersten
Blick scheinen mag.Man sollte sich vielleicht intensiver mit dem Übergang
vom eigentlichen Insolvenzverfahren in die Restschuldbefreiungsphase
beschäftigen.


Gruß

Silvia
 
E

ExitUser

Gast
hi

nicht gleich hauen!!!

hab mich in den letzten std. auch schlau
gemacht
ist ja alles richtig....
ich denk aber das der der die möglichkeit
hat oder diese schaffen kann da mal
drüber nachdenken sollte

da zu muss der es aber wissen!!!
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten