Pressemeldung - 01.12.05 - Zweifelhafter Erfolg

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Sinkende Arbeitslosenzahl: Zweifelhafter Erfolg

Bonn. Als zweifelhaften Erfolg betrachtet das Erwerbslosen Forum Deutschland die Bekanntgabe der neuen Arbeitslosenzahlen. Der leichte Rückgang sei hauptsächlich auf die Ausweitung der Ein-Euro-Jobs zurückzuführen. Es reine Augenwischerei, wenn Franz Müntefehring dies als Bestätigung des arbeitsmarktpolitischen Kurses bezeichne, da es sich um zusätzliche Stellen handle, die es normalerweise gar nicht gäbe.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober bei rund 39,24 Millionen, saisonbereinigt 31 000 oder 0,1 Prozent mehr als im Vormonat. Der Abstand zum Vorjahresmonat habe sich von 65 000 im September auf 39 000 verringert. Der Anstieg der Beschäftigung sei jedoch vor allem auf die Ausweitung der Ein-Euro-Jobs zurückzuführen, so das Statistische Bundesamt. „Entweder sind die Erfolgsfeiern der Arbeitslosenzahlen schon eine Vorbereitung auf eine umfassende Ausweitung des Niedriglohnsektors in Richtung Ein-Euro-Entlohnung auch in der Privatwirtschaft oder aber Franz Müntefehring und Michael Glos sind durch ihren Vorgänger Wolfgang Clement angesteckt worden, der auch permanent einen Aufschwung prophezeite, der nicht eintrat. Tatsächlich ist der jetzige Erfolg auf die vielen Menschen zurückzuführen, die sich in den Ein-Euro-Beschäftigungstherapien befinden oder als billigste Arbeitskraft zur Sanierung kommunaler Haushalte und sozialer Einrichtungen dienen“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Das Erwerbslosen Forum hält diese Form der Datenerhebung schon lange nicht mehr für seriös, da die Daten nicht das tatsächliche Abbild der Arbeitslosenzahlen hergeben, da neben den Ein-Euro-Jobbern auch Arbeitslose die sich in Maßnahmen der Arbeitsverwaltung befinden nicht mitgezählt werden. Gleichzeitig rechnet die Initiative mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosenzahl vor dem Stichtag 1. Februar 2006. An diesem Tag tritt die neue Regelung in Kraft, nachdem Arbeitslose in Zukunft nur noch einen 12monatigen (bei älteren Arbeitslosen 18 Monate) Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, bevor die ALG-II bekommen. „Wir erwarten, dass gerade viele ältere Arbeitnehmer vorher gekündigt werden, damit diese noch in den Genuss des 32monatigen Arbeitslosengeldbezugs kommen“, so Martin Behrsing in Bonn

Weitere Infos erhalten Sie unter: https://www.erwerbslosenforum.de

Pressekontakt

Erwerbslosen Forum Deutschland
Martin Behrsing
Schickgasse 3
53117 Bonn Ruf: 0228 2495594
Mobil: 0160 99278357
Fax: 01805 039000 3946
redaktion@erwerbslosenforum.de
https://www.erwerbslosenforum.de

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