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Praktikum ?

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kohlhaas

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#1
Immer wieder hört und liest man heute, dass einige Firmen Leute nicht direkt einstellen (mit etwa 6monatiger Probezeit), sondern vorher ganz gern den zukünftigen (oder auch nicht) Mitarbeiter mal einige Zeit kostenlos malochen lassen. Man will ja schließlich wissen, ob der Herr oder die Dame überhaupt die erforderlichen Qualifikationen aufweist und ob man zueinander passt. Früher wurde das in der Probezeit rausgefunden, und heute .... Ja, und nun hätt ich mal die Frage wie so ein "Praktikum" eigentlich funktioniert, wie lange sollte es dauern, muß ARGE informiert sein, Fahrtkosten etc.

Weiß da jemand Genaueres ? :)
 

kohlhaas

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#2
Mir wäre schon sehr damit gedient, wenn jemand wüßte, für wie lange ein solches Praktikum normalerweise (schriftlich ?) mit einem Unternehmen vereinbart wird ? Ich würde mich allerdings mehr als unwohl (oder besser schwer ausgenutzt) fühlen, wenn man von mir verlangen würde, mehr als 2 Wochen gratis zu arbeiten - und danach kommt dann : Ja, vielen Dank, aber tut uns leid ...
 

claridge

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#3
re.

Schau dir das mal an:
http://gansel-rechtsanwaelte.de/meld...et-werden-.php
http://www.sit.de/lagsh/ehome.nsf/un...56FEF003E2DEB/
http://www.sit.de/lagsh/ehome.nsf/68ac4c4aa4e1fc16c12570a4004588f1/9541a78a99fd3bd9c1256fef003e2deb/$FILE/U_4Sa11-05%2017-03-2005.pdf
und auch eine Diskussion zu diesem Thema:
http://www.arbeitslosennetz.de/forum/showthread.php?t=4605

Grundsätzlich das Amt davon in Kenntnis setzen. Wenn es vom Amt genehmigt wird bekommst du Fahrtkosten erstattet. Ansonsten ist es ein reguläres Arbeitsverhältnis (s. Links).
Was du für Chancen hast wenn du das dem potentiellen Arbeitgeber versuchst klarzumachen ist dann wieder eine andere Sache.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Eine Probearbeit kannst Du selbst vorschlagen, genauso wie die Länge.

Schreibst Du eine Bewerbung und bietest eine "Probearbeit" an, liegt es an Dir, ob Du 3 Tage oder 1 oder 2 Wochen arbeitest. Du sollst in der Zeit "beweisen" bzw. zeigen, wie schnell Du Dich "in die Materie einarbeiten kannst".

Von einer gesetzlichen Vorschrift weis ich nichts, es ist nicht mal vorschrift, das Du überhaupt "zur Probe" arbeiten sollst. Der ARGE solltest Du aber sagen, das Du z. Zt. "auf Probe" arbeitest. (warum auch immer, aber so ist es mir mal gesagt worden, vielleicht auch wegen den Fahrtkosten.)

Also mit dem AG evtl. absprechen.
 

Arania

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#5
Nun mir hat ein SB mal gesagt ich könnte gerne umsonst arbeiten, ich sollte das einigen Firmen doch anbieten, er würde das unterstützen
 

claridge

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#6
Eine Probearbeit kannst Du selbst vorschlagen, genauso wie die Länge.
Vorschlagen kann man das schon. Nur der Sinn einer solchen Aktion geht mir zur Gänze abhanden.
Wozu ist dann in aller Regel eine Probezeit im Arbeitsvertrag verankert?
Wenn mit dem "Probearbeiten" Hospitieren gemeint sein sollte ist das wieder was ganz anderes. Dort geht es darum das der potentielle Arbeitnehmer sich ein Bild vom betrieblichen Ablauf machen kann (und nicht kostenlos knechtet). Für alles andere steht dann die arbeitsvertragliche Probezeit.
 
E

ExitUser

Gast
#7
Vorschlagen kann man das schon. Nur der Sinn einer solchen Aktion geht mir zur Gänze abhanden.
Wozu ist dann in aller Regel eine Probezeit im Arbeitsvertrag verankert?
Wenn mit dem "Probearbeiten" Hospitieren gemeint sein sollte ist das wieder was ganz anderes. Dort geht es darum das der potentielle Arbeitnehmer sich ein Bild vom betrieblichen Ablauf machen kann (und nicht kostenlos knechtet). Für alles andere steht dann die arbeitsvertragliche Probezeit.
Hmm, vielleicht dann so?

Probearbeit ist freiwillig und von Dir aus. Man kann es machen, muss aber nicht.

Probezeit hat irgendwas gesetzliches (oder so) und darf nicht länger als 2 (?) Jahre sein.

Bei der Probearbeit bekommst Du nichts, hast keinen Urlaubsanspruch usw.
Bei der Probezeit bekommst Du Lohn, hast Urlaubsanspruch usw.

Probearbeit ist eher Unsinn, denn man hat davon nichts, ausser das einige AG und ARGEs sagen, das sie Deine "Chancen erhöhen".

Ich würde und werde keine Probearbeit machen, solange ich nicht absolut sicher bin, das ich auch eine reelle Chance hätte, übernommen zu werden.

So sehe ich das zumindest :)
 

Rounddancer

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#8
Nun, bei Praktika gibt es halt den Unterschied zwischen der glorreichen Idee, daß da Arbeitgeber und potentieller Arbeitnehmer sich ausprobieren können, ohne daß das den Arbeitgeber was kostet oder ihn verpflichtet.,-
und der Praxis, bei der Praktika im Arbeitgebermarkt mehr und mehr dazu genutzt/mißbraucht werden, auf Dauer Menschen gratis wie ein Esel schuften zu lassen, immer mit dem in Riechhöhe gehaltenen Futter ("Chance auf Einstellung/Übernahme in festes Arbeitsverhältnis"),- um dann gegen Ende des Praktikums diese Menschen ihre eigenen Nachfolger einarbeiten zu lassen,- auch als Praktikanten für Monate oder ein Jahr.

Als Arbeitsloser/Erwerbsloser kriegst Du im Praktikum Dein Alg, bist über das AA krankenversichert, und wenn nötig, bekommst Du Fahrtkosten. Mußt Du während des Praktikums Dir vor Ort ein Zimmer nehmen (billig halt), dann kriegst Du die Kosten dafür auch vom AA, bzw. Jobcenter,- wenn nicht Dein Praktikumsgeber einen Teil oder alle Kosten dafür trägt.
Leider arbeiten nicht nur Konzerne wie Kaufhof/Metro auf diese Weise legal mit den kostenlosen Mitarbeitern, sondern auch Bundestagsabgeordnete.

Wir hier im Kurs "Betriebs-Manager Qualität" sollen ja auch während des Kurses bis zu 70 Tage gratis in einem Betrieb ein Projekt für diesen Betrieb erledigen. Ohne Garantie, daß wir überhaupt einen Traineebetrieb finden werden,- und natürlich ohne Übernahmegarantie.
Wer einen von uns ein Praktikum in seinem Betrieb machen läßt, unterschreibt dazu einen Trainee-Vertrag,- darin steht, daß der Praktikant/Trainee/Hospitant vom Träger des Kurses unfallversichert ist,
daß der Betrieb dem Trainee eine faire Chance bietet, evtl. eingestellt zu werden,- daß aber keine Verpflichtung dazu bestünde. Und daß der Traineebetrieb rechtzeitig vor Ende des Projekts den Kursträger davon informiert, ob er den Trainee nach Kursende übernehmen wird, oder nicht.

Heinz
 

kohlhaas

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#9
Probearbeit ist eher Unsinn, denn man hat davon nichts, ausser das einige AG und ARGEs sagen, das sie Deine "Chancen erhöhen".

Ich würde und werde keine Probearbeit machen, solange ich nicht absolut sicher bin, das ich auch eine reelle Chance hätte, übernommen zu werden.

So sehe ich das zumindest :)
So sehe ich's auch. Trotzdem möchte ich mal bei einer der nächsten schriftlichen Bewerbungen vorschlagen, kostenlos zur Probe zu arbeiten. Ich überlege nur immer, was wohl die anderen Bewerber schönes anbieten ? Wie weit gehn die mit den Gehaltsvorstellungen runter, was können die (angeblich oder tatsächlich) alles, wie lange wollen die (kostenlos) zur Probe arbeiten ? Oder bringen die sogar noch geld mit ? Fragen über Fragen, die man sich als Arbeit Suchender stellt, wenn immer wieder Absagen kommen - oder überhapt keine Reaktion ... (Vom Amt kommt schließlich überhaupt keine Hilfe bzw. Förderung)

P.S. danke für die Antworten.
 

Bruno1st

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#10
So sehe ich's auch. Trotzdem möchte ich mal bei einer der nächsten schriftlichen Bewerbungen vorschlagen, kostenlos zur Probe zu arbeiten. Ich überlege nur immer, was wohl die anderen Bewerber schönes anbieten ? Wie weit gehn die mit den Gehaltsvorstellungen runter, was können die (angeblich oder tatsächlich) alles, wie lange wollen die (kostenlos) zur Probe arbeiten ? Oder bringen die sogar noch geld mit ? Fragen über Fragen, die man sich als Arbeit Suchender stellt, wenn immer wieder Absagen kommen - oder überhapt keine Reaktion ... (Vom Amt kommt schließlich überhaupt keine Hilfe bzw. Förderung)

P.S. danke für die Antworten.
ich habe gestern einen ehemaligen Vereinskollegen getroffen, der mich auch noch erkennen wollte und dadurch erst erfuhr, daß ich wegen ALGII aufhören mußte.
In deren Firma ist eine Reinigungsfirma (sehr groß) - dort arbeiten die möglichen "Neuen" zuerst mal 3 (drei) Monate zur Probe. Aber irgendwann muß man auch Bargeld mitbringen oder gleich einer Bewerbung als Bearbeitungsgebühr beilegen.

In meiner EGV hat die ARGE zwar ein Praktikum "Angebot: Trainingsmaßnahme in einem Call-Center im Bereich 1st Level, Inbound als Call-Center Agent, zur Eignungsfeststellung in Form eines Praktikums bei einem Arbeitgeber" leider keine weiteren Informationen (Dauer, Fahrtkosten, usw.) und vor allem, war das meine Idee zum gegenseitigen "beschnuppern" für max. 14 Tage, weil bei mir ein Umzug auf jeden fall notwendig wird - aber auch unter Vorbehalt, falls der mögliche Arbeitgeber nur Zuschüse abzocken möchte und ich irgendwann aber absehbar wieder draußen bin.
 
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