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Praktikum ... wie läuft dies ab?

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meles

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#1
Hallo,

ist das denn dann jetzt echt so, dass ich nicht einfach ein Praktikum machen darf, um meine Berufchancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?
Können die mir dann echt die Leistungen (Alg2) streichen???

Soll man nicht alles unternehmen, um wieder in den Arbeitsmarkt integriert zu werden? Ein Praktikum gehört ausdrücklich dazu, finde ich.
 

Martin Behrsing

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#2
Du kannst jederzeit ein Praktikum machen, wenn die mit der Arbeitsagentur oder ARGE abgesprochen ist. Abereinfach so, geht natürlich nicht.

Wo ist denn das Problem, dies vorher abzusprechen?
 
E

ExitUser

Gast
#3
Hallo,

ist das denn dann jetzt echt so, dass ich nicht einfach ein Praktikum machen darf, um meine Berufchancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?
Ein Praktikum ist keine Verbesserung deiner Lage im Hinblick auf den Leistungsbezug!

Wenn du also ein Praktikum ohne Vorherige Absprache mit deinem SB antritts kann dir genau das passieren!

Wer also vorhat ein Praktikum zu absolvieren muss sich zuvor das schriftliche OK des SB einholen , den nur so ist gewährleistet das die Leistungen nicht gestrichen oder gekürst werden.

Ein PRaktikum entbindet dich auch nicht automatisch von der Verpflichtung deine Situation zu verbessern, sprich :

- Teilnahme an einem EEJ oder Weiterbildungsmaßnahme
- Bewerbungen
etc.
 

meles

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#4
Hallo Martin,

ein Problem mit vorheriger Absprache habe ich eigentlich nicht.
Aber meine Fallmanagerin hat mir ja schon angekündigt, dass sie mir ein Praktikum blockieren würde, da ich während dieser Zeit nicht mehr für den allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen würde.
Ich kenne das Problem schon von der Zeit der Arbeitslosenhilfe.

Das ist Irrsinn!

Hatte dieses Problem kürzlich auch ins Forum gestellt und hoffnungsvolle Antworten erhalten.
Aber wie ist die Rechtslage denn jetzt eindeutig?
Kann ich meine Fallmanagerin zur Schnecke machen :D
Mache natürlich niemanden, schonmal aus rechtlichen Gründen, zur Schnecke!

Mir ist klar, dass ich während meines Praktikum weiterhin nach einem richtigen Arbeitsplatz suchen muss und sinnvollerweise auch suchen werde.
Ein Praktikum im Inland ist meistens ein ausnutzen der billigen Arbeitskraft, aber das was man bei einem guten Praktikum lernen kann, ist unbezahlbar für seine Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Hattest du meine Mail wegen Dienststelle und so.... erhalten?
Darf ich dir noch meine neue Eingliederungsvereinbarung (5 Tage alt) in Word hacken und zur kurzen Prüfung zuschicken?
Die ist ziemlich einseitig ausgerichtet.

Danke für Deine und auch Unterstützung aller hier im Forum!!!
 

achim2

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#7
Einstein sagte :
Wer also vorhat ein Praktikum zu absolvieren muss sich zuvor das schriftliche OK des SB einholen , den nur so ist gewährleistet das die Leistungen nicht gestrichen oder gekürst werden.
Gilt das auch für ein Aufbaustudium? Diese dauern in der Regel ja ca. 4 Semester.

Klar ist, man steht dem Arbeitsmarkt weiterhin zur Verfügung und bewirbt sich auch parallel zum Studium weiter.

LG Achim
 

Martin Behrsing

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#8
Hallo Achim,

du musst dies mit dem FM absprechen. Dieser hat hier eine Ermessensentscheidung, die er auch notfalls darlegen muss. Also wenn es mündlich Probleme gibt, einen Antrag stellen und um ausführlich und schriftliche Stellungnahme bitten.
Dagegen kann man dann Rechtsmittel einlegen.
 

achim2

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#9
Martin Behrsing sagte :
Dieser hat hier eine Ermessensentscheidung, die er auch notfalls darlegen muss. Also wenn es mündlich Probleme gibt, einen Antrag stellen und um ausführlich und schriftliche Stellungnahme bitten.
Dagegen kann man dann Rechtsmittel einlegen.
Hallo Martin, kurz nochmal zum Verständnis:

Der FM muß(?) ein "Nein" darlegen, auch mündlich denke ich.

Heißt das dann, so wie ich Dich jetzt verstehe, wenn ich beim FM vorspreche und er sagt "Nein" (mit mündlicher Begründung), dass ich dann trotzdem diesselbe Anfrage (hinsichtlich Aufbaustudium) nochmals an denselben Fallmanager schicke, obwohl ich von ihm schon ein (mündliches) "Nein" bekommen habe, um dann gegen dieses Schreiben (mit entsprechender dann schriftlicher Begründung) Widerspruch einlegen zu können?

Ich weiß, klingt kompliziert, weiß aber nicht, wie ich es sonst formulieren soll, sorry!

LG Achim
 

Martin Behrsing

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#10
ja genauso. Mündlich ist immer schlecht, deshalb schriftlich einen Antrag stell und und ausdrücklich auf eine schriftliche und ausfühliche Begründung der Ermessengründe bitten.
Hier muss sich ein FM dann schon was einfallen lassen. Denn dies müsste dann schon einer rechtlichen Überprüfung standhalten.
Also auf gehts Antrag stellen (das Wort Antrag muss enthalten sein) und das ganze per Einschreiben zum FM, damit Du sicher bist, dass es auch angekommen ist.
 

achim2

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#11
Martin Behrsing sagte :
Also auf gehts Antrag stellen (das Wort Antrag muss enthalten sein) und das ganze per Einschreiben zum FM, damit Du sicher bist, dass es auch angekommen ist.
Hallo Martin, vielen Dank für die schnelle Info!

Kurz noch zur Formulierung des Antrages:

Antrag auf Bewilligung eines Aufbaustudiums

Hiermit beantrage ich die Bewilligung eines Aufbaustudiums während des Bezuges der Grundsicherung für Arbeitssuchende (ALG2).

So in etwa?

LG Achim
 

meles

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#12
Hi,

das hört sich kompliziert an.
Aber versuchen werde ich es, wenn ich ein gutes Praktikum finden sollte.

Ist aber dann auch etwas problematisch, da dies dann ein herumrechten bringen würde, welches wiederum das Praktikum beeinträchtigen würde.
Z.B. heute 14.11. , einstellung am 1.12. - mündliche Ablehnung jetzt - schriftliche Ablehnung vom FM am 28.11. oder erst viel später.
Ich müsste rechtlich dagegen vorgehen und das Praktikum würde sich verzögern bzw. sich gleich ganz erledigen.

Warum ist sowas nicht klar geregelt, so dass ich dies meinem FM um die Ohren hauen kann? :(
 

meles

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#13
hmmm....

Oder kann ich den Antrag generell stellen und dann ein Praktikum suchen?
Dann könnte ich jetzt herumrechten und mich ärgern und dann mit konkreten Angaben mich bewerben.

Macht dies Sinn?

Danke für deine und euere Unterstützung!!
 

achim2

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#14
Hallo Martin,

ein Problem mit vorheriger Absprache habe ich eigentlich nicht.
Aber meine Fallmanagerin hat mir ja schon angekündigt, dass sie mir ein Praktikum blockieren würde, da ich während dieser Zeit nicht mehr für den allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen würde.
Ich kenne das Problem schon von der Zeit der Arbeitslosenhilfe.
Du stehst doch in dem Moment dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, wenn Du Dich auf Stellen des Arbeitsamtes bewirbst und parallel zum Praktikum schaust, wo Du Dich bewerben kannst, sofern
es halt was zum Bewerben gibt.
Insofern stehst Du doch weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, sehe ich zumindest so.

LG Achim
 

meles

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#15
Hallo Achim,

da stimme ich dir zu 100% zu.
Das ist genau meine Meinung.
Aber in Ämtern denkt man nunmal anders. :kinn:
 

achim2

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#16
meles sagte :
Oder kann ich den Antrag generell stellen und dann ein Praktikum suchen?

Macht dies Sinn?
Denke persönlich, das dies am sinnvollsten ist.
Außerdem finde ich schon, dass berufsbezogene Praktika zur Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt beitragen. Gefährlich ist es nur, dabei nicht von den Betrieben ausgenützt zu werden.
Hatte diesbezüglich mal eine Sendung von fertigen Betriebswirtschaftlern gesehen, die nach dem Studium von einem Praktikum zum anderen gekommen sind ohne Aussicht übernommen zu werden.

LG Achim
 

meles

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#17
Hallo Achim,

ich weiß aus vielen Erfahrungsberichten von Freunden oder wiederum deren Freunden, dass man meistens während des Praktikum ausgenutzt wird.
Oft wird einem versprochen dass man übernommen wird, solange man wichtig ist und Leistung bringen muss.
Aber sowas ist in Deutschland ein Glücksfall.
Da bin ich Realist genug!

Nur wenn man ein Praktikum im Ausland machen würde, siehts wieder anders aus. So haben schon viele nen Job gefunden.

Doch da gibt es wieder das Problem mit Auslandsaufenthalt und Harz 4.
Irgendwie muss man in Deutschland dann auch noch seine Wohnung bezahlen können. Aber das ist mal nebensache.

Ich will ein berufsbezogenes Praktikum in Deutschland durchbringen.
In einem guten Praktikum kann man sehr viel lernen und dies ist extrem wichtig, um nen Job zu finden. Dem Lebenslauf tut dies dann auch noch ordentlich gut.

Gut. Glaube habe verstanden.
Muss Antrag stellen und die Ablehnung anfechten.
Eine Ablehnung passt irgendwie nicht in den vernünftigen Menschenverstand hinein. Soll ich jetzt alles unternehmen, um wieder zu einem Arbeitsplatz zu kommen oder nicht?
Wenn alles machen heißt, dass man brav seinen 1€ Job machen muss ohne aufzumucken, dann passt hier was nicht *sauer bin*
 

achim2

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#18
Einstein sagte :
Ein PRaktikum entbindet dich auch nicht automatisch von der Verpflichtung deine Situation zu verbessern, sprich :

- Teilnahme an einem EEJ oder Weiterbildungsmaßnahme
- Bewerbungen
etc.
Kritische Anmerkung meinerseits:

Die Teilnahme an einem Ein-Euro-Job kann meines Erachtens meine Situation nicht verbessern, da keinerlei Qualifikation stattfindet. Zumindest was ich bislang weiß.
Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren!

LG Achim
 

meles

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#19
ich vermute mal dass mein 1 € - JOb, bei dem ich mich morgen vorstellen muss, mir auch nichts außer zeittotschlagen bringen wird.
Meine Zeit kann ich sinnvoller verbringen als in nem 1 € - JOb, wo die Stadt Arbeitskräfte bzw. Kohle einsparen kann.
Vermute mal, dass so ein 1€ - Job auch viele Möglichkeiten bieten kann, die Leistungen zu streichen. Also doppelte Einsparungen.

Außerdem muckt man dann nicht mehr so auf, da man nicht mehr soviel Zeit fürs Nachdenken hat.

Kurz gesagt ich gehe ebenfalls wie du davon aus, dass 1€ - Job, Müll ist!!

Ich bin fürs Praktikum (auch wenn man dabei ausgenutzt wird) !!!
 

achim2

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#20
Status
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