Praktikum - Nur Probleme!

Mirko1984

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Hallo liebe Gemeinde,

da ich in diesem Forum schon diverse hilfreiche und für mich mützliche Antworten bekommen habe, möchte ich euch mal meine aktuelle Situation schildern und euch zeitgleich um eine persönliche Einschätzung bitten. Ich versuche den kompletten Sachverhalt so kurz wie nur möglich zu schildern, jedoch bitte ich um Verständnis, wenn es doch etwas länger wird.

Ich bin aktuell leider im ALG II - Bezug. Eigeninitiativ hatte ich eine Teilzeit-Stelle (35 Stunden/Woche) an einer Tankstelle einer großen Kette gefunden und mich hierauf schriftlich beworben. Da der Arbeitgeber anonymisiert war, lief dies über eine Dame des Arbeitgeberservices.

Ich musste etliche Wochen warten, bis sich was tat. Eine direkte Absage habe ich nicht bekommen, auch wenn ich wusste, dass ich noch zwei Mitbewerber hatte. Unterstützt durch meine Integrationsfachberaterin (da überbetriebliche Ausbildung) kam irgendwann ein direkter Kontakt mit dem Arbeitgeber zustande, ein Praktikum wurde anvisiert. Dieses Praktikum wurde seitens der Arbeitsagentur ausdrücklich dafür vorgesehen, dass die Stelle noch unbesetzt sei und um meine Eignung hierfür zu prüfen.

So habe ich Anfang November das Praktikum dann angetreten. Vorher gab es eine Wiedereingliederungsvereinbarung, ausgehändigt von meiner Integrationsfachberaterin, welche ich nicht mal mehr unterschreiben musste, wo jedoch von meiner aktiven Mitwirkung die Rede war, würde ich dem in dem Umfang nicht nachkommen, so würde man mich sanktionieren. Schon da kam es mir nicht ganz koscher vor, da ich, damit die Arbeitsagentur (hier: Das Jobcenter) überhaupt eine Sanktionsgrundlage hat, bisher immer unterschreiben musste. Auch berücksichtigte man seitens des Jobcenter meinen berechtigten Wunsch auf Teilzeit nicht und schrieb explizit in das Anschreiben für den Betrieb selber gleich Vollzeit - sprich 8 Stunden täglich, 40 Stunden die Woche. Dem habe ich mich - um meinen guten Willen und meine Motivation zusätzlich unter Beweis zu stellen - dann letztlich stillschweigend gebeugt, auch, wenn ich mich über dieses Vorgehen sehr geärgert habe.

Ich habe das Praktikum Anfang November auch angetreten. Über den Arbeitgeber an sich kann und will ich mich nicht negativ äußern, mir macht die Arbeit wirklich Spaß und ich habe mich recht schnell in doch selbst ganz neue Tätigkeitsbereiche einarbeiten können. Ich werde dort vernünftig und gleichwertig behandelt, sowohl unter Kollegen wie auch von den Vorgesetzten.

Gleich am ersten Tag fragte meine Chefin mich, ob ich denn ein Gesundheitszeugnis habe, denn dies werde für das shopinterne Bistro benötigt. Hatte ich nicht und hatte mir auch keiner gesagt. Ein verständlicherweise "Das hätte Ihnen aber jemand sagen müssen, so werde ich Sie gleich wieder nach Hause schicken!" meiner Chefin ließ mir zuerst einmal alle Gesichtszüge entgleisen. Dann jedoch telefonierte Sie mit meiner Integrationsberaterin und ich bekam sehr kurzfristig für den zweiten Tag einen Termin gleich morgens vor Schichtbeginn bei ihr, um das zu klären.

Die nötige Kostenerstattung dafür - immerhin 33 Euro - sollte ich mir von meinem Sachbearbeiter vom Jobcenter holen. Dort fuhr ich dann gleich im Anschluss hin und sprach bei ihm vor und handelte mir erst einmal ein genervtes: "Sie sind doch Bürokraft, was machen Sie denn an einer Tankstelle!?" ein. Mein Fehler, ich war so spontan leider wieder ohne Begleitperson bei ihm und so schien ihm die Gelegenheit günstig, mich so behandeln zu können, wie er es offensichtlich gerne tut. Er telefonierte dann in meinem Beisein gut 15 Minuten durch das komplette Gesundheitsamt um sich danach zu erkundigen, dass (Zitat) "ein Arbeitsloser der 2-3 Wochen Praktikum in einem Lebensmittelbetrieb macht" wirklich ein Gesundheitszeugnis braucht. Letztlich bekam er gesagt, dass dies nicht zwingend nötig sei. Er legte auf, schaute mich belehrend an und sagte: "Sie haben ja gehört was dabei herum gekommen ist..." Ich habe ihm dann ihn die Augen geschaut und nur gesagt: "Dann muss ich mein Praktikum heute am zweiten Tag gleich abbrechen, denn meine Chefin besteht darauf." Zähneknirschend gab er mir daraufhin dann doch eine Kostenübernahme mit.

Von einer Kollegin habe ich dann später am selben Tag beim plaudern erfahren, dass sie erst ganz neu eingestellt wurde, die selben Konditionen auf die Stelle, auf welche ich mich beworben hatte, haargenau. Ernüchternd schloss ich daraus, dass man mir seitens der Arbeitsagentur dahingehend nicht ganz die Wahrheit gesagt hatte, es war sehr wohl schon jemand gefunden worden und dieser jemand hatte auch schon einen Arbeitsvertrag unterzeichnet. Somit hatte ich das Praktikum unter völlig falschen vorausetzungen angetreten.

Das nächste Problem sind die Fahrtkosten. Natürlich habe ich, auch wenn ich nur 399 € im Monat beziehe in Sachen Fahrtkosten in Vorleistung zu gehen. Ich kenne das schon, eine letztliche abschließende Bearbeitung der Fahrtkosten dauert bei der Arbeitsagentur immens lange. Meine Integrationsfachberaterin hat mir dann gesteckt, dass es gar nicht so einfach sei die Fahrtkosten erstattet zu bekommen. Zuerst einmal würde sich das hiesige Jobcenter schlicht weigern die Kosten für mein Jahresticket für 1 Monat auch nur anteilig für 2 Wochen zu übernehmen, somit müsste man 2 Wochenkarten beantragen, die fast genauso teuer sind wie mein Jahresticket für 1 Monat. Zum anderen verlangt das Jobcenter einen Nachweis, dass ich mir für das Geld eben auch 2 Wochentickets gekauft habe.

Der weitere Verlauf, gerade und vor allem von der Arbeitsagentur im offensichtlichen Zusammenspiel mit dem Jobcenter waren und sind aber die Krönung.

Meine Integrationsfachberaterin bekam kürzlich einen Anruf der Dame vom Arbeitgeberservice. Diese hatte sich eigenständig, ohne irgendwelche Absprachen bei der Chefin darüber erkundigt, wie ich mich so machem würde. Es gab nicht viel zu tadeln was mir nicht selbst bewusst war, eher einiges an Lob, was mir doch sehr geschmeichelt hat. Diese Dame hat sich dann daraufhin mit meinem "Fall-Manager" vom Jobcenter in Verbindung gesetzt und mit diesem ohne meine Kenntnisnahme quasi beschlossen, dass ich an mein zweiwöchiges Praktikum noch 2 Wochen (natürlich unentgeltlich!) anhängen soll und dies ebenfalls meiner Integrationsfachberaterin so mitgeteilt. Diese war - eine sonst sehr ruhige und besonnene Frau - fassungslos über solch ein Vorgehen, genauso wie ich. 2 Wochen zusätzlich mit Aussicht auf -genau- NICHTS.

Nunmehr hatte ich heute ein Dreiergespräch mit meiner Chefin wie auch meine Integrationsfachdame. Dort erfuhr ich, dass auch die Chefin von 2 Wochen zusätzlichem Praktikum nichts gewusst haben will, es aber eine generell eine gute Idee findet, um meine leichten Defizite die ich halt nach 2 Wochen noch habe abzubauen. Meine Integrationsfachdame brachte dann eine Probebeschäftigung ins Spiel, welche ja generell möglich sei. Somit bekäme ich zumindest 2 Monate vollen Lohn und die Chefin die kompletten Lohnkosten zu 100% vom Jobcenter erstattet. Auch hier zeigte sich meine Chefin interessiert, auch, wenn sie ausdrücklich festhielt, dass sie letztlich dann vor der Wahl stünde, sich zwischen 2 Arbeitnehmern entscheiden zu müssen, da nur eine Stelle zu besetzen sei. Sofort schoss mir in den Kopf: Wie soll sowas gehen, wenn die Kollegin erst kürzlich einen Arbeitsvertrag unterschrieben hat?! Probezeit hin oder her, aber ich möchte einfach niemanden wegbeißén müssen, mit dem ich täglich zusammen arbeite und mit dem ich mich darüber hinaus recht gut verstehe - von möglichen Komplikationen wenn die Kollegin das selbst erfährt oder auch nur ahnt mal ganz zu schweigen.

Nunmehr habe ich mir Bedenkzeit erbeten und es arbeitet und arbeitet in meinem Kopf. Fand ich die Idee Anfangs mit der Probebeschäftigung noch gar nicht sooo schlecht, so mehren sich jetzt doch die Zweifel.

- Unter welcher Zielsetzung soll ich einen Probearbeitsvertrag eingehen, wenn doch im Grunde gar keine Stelle mehr vakant ist?

- Sobald der Probearbeitsvertrag in trockenen Tüchern wäre, so würde mir das Jobcenter wegen Arbeitsaufnahme sofort meine Bezüge einstellen. Die Folge wäre, dass ich einen ungedeckten Monat hätte, welchen ich WOMÖGLICH durch ein Darlehen in Höhe des SGB II-Regelsatzes abdecken könnte. Dieses Darlehen hingegen könnte ich nie und nimmer in diesen 2 Monaten zurückzahlen, wenn (und davon muss man ausgehen) danach Endstation für mich in dem Betrieb wäre und selbst wenn man eine 40 Stundenwoche auf Basis des gesetzlichen Mindestlohnes ansetzen würde. Ich würde finanziell drauf und vor allem selbst im alten Dilemma Hartz IV fröhlich abzahlen, von dem eh schon wenigen Geld.

- Die Konditionen eines solchen Probearbeitsvertrages sind darüber hinaus für mich noch völlig unbekannt. Im Praktikum selber wurden Schichtzusagen nicht eingehalten, so kam es vor, dass ich sehr kurzfristig von Spät- auf Frühschicht umwechseln musste und dadurch für mich eigentlich echt wichtige Termine verschieben oder gar absagen musste.

Im besonderen Maße enttäuscht bin ich allerdings von der Arbeitsagentur und dem Jobcenter. Ich habe mich eigeninitiativ um diese Stelle beworben, ich habe alle Formalitäten selbst erledigt und dann entscheidet man so willkürlich über meinen Kopf hinweg. Ich möchte arbeiten, ich möchte meine Arbeit gut machen, ich möchte das man mit mir zufrieden ist, aber ich möchte gerade nach einem untentgeltlichen Praktikum nicht nur warme Worte ernten und letztlich mit leeren Händen wieder gehen müssen!

Nun denke ich natürlich schon weiter und ich rechne nach diesen Aktionen ehrlich gesagt mit nichts Gutem. Aufgrund oben genannter Aspekte überlege ich ernsthaft, ob ich das Angebot für eine Probebeschäftigung unter diesen Umständen ablehne. Und ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, wenn gerade mein "Fall-Manager" im Jobcenter hierin eine prima Steilvorlage für eine Sanktion von 30% für die Dauer von 12 Wochen sähe.

Was denkt ihr darüber? Wie kann ich mich wehren wenn der Fall der Fälle eintritt? Ich bin für jede Meinung und jeden Rat dankbar.


Liebe Grüße,


Mirko
 

Gogi14

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Mirko1984;1980081 - Was denkt ihr darüber? Wie kann ich mich wehren wenn der Fall der Fälle eintritt? Ich bin für jede Meinung und jeden Rat dankbar. [/QUOTE meinte:
Hallo Mirko,
du hast um Meinung erbeten.
Ich bin kein Pädagoge oder Erziehungsmensch,aber ein bisschen Erfahrung habe gesammelt. Auch 6 Monate kostenloses Praktikum habe ich schon auch gemacht. Es ist so. Man sagt,wir leben in Praktikum etc. Zeitalter.:icon_mrgreen: Übrigens ich könnte dir auch ein kostenloses Praktikum anbieten.:icon_stop:

Was ich persönlich denke,es ist reine Sklaverei,weil normal würde man den Menschen zeitlich nahe anstellen !!! Darunter verstehe ich max.1-2 Wochen. Ich kann so gut sein,aber des bringt mich nicht weiter, nur den AG.Und ewiges Praktikum will ich nicht machen. Um im Alter zu sagen,ich war ein Praktikant ???Auch um dich zu beurteilen, muss man nicht übertreiben,aber man kann!:biggrin: Ich hatte angehende Doktoren gekannt,die ein Praktikum machten und nix bekamen.Es ist die Sache der Verhandlung.Manche kriegen Kohle wenn sie Kaffee trinken.

Aber wenn ich so lese,würde ich keinem dauerhaftes Praktikum empfehlen.

Was die evtl.Sanktionen angeht bin ich überfragt,da damals nicht damit zu tun gehabt.
Es werden dir bestimmt einige helfen können.

Gogi
 

Mirko1984

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Hallo Mirko,
du hast um Meinung erbeten.
Ich bin kein Pädagoge oder Erziehungsmensch,aber ein bisschen Erfahrung habe gesammelt. Auch 6 Monate kostenloses Praktikum habe ich schon auch gemacht. Es ist so. Man sagt,wir leben in Praktikum etc. Zeitalter.:icon_mrgreen: Übrigens ich könnte dir auch ein kostenloses Praktikum anbieten.:icon_stop:
Das ist ja richtig und im Grunde wehre ich mich auch nicht gegen ein Praktikum, sonst hätte ich es ja nicht angetreten und so engagiert durchgezogen. :) Aber - und das ist doch das Entscheidende - ist es schlicht unredlich, jemanden zuerst berechtigte Hoffnung zu machen, letztlich auch seine Arbeitsleistung für gut zu befinden, aber dann irgendwas hervor zu kramen warum es dann doch nicht geht. Hatte ich im letzten Praktikum auch schon was 4 Wochen ging. Zitat der Personalleiterin: "Sie waren einer der mit Abstand besten Praktikanten bei uns. Und wir würden Sie gerne einstellen. Aber wir haben nunmal derzeit keine Vakanzen und Sie werden sicherlich verstehen, dass wir einem anderen Mitabeiter nicht einfach kündigen können." Vor dem Praktikum hingegen hat diese Frau gesagt dass es durchaus Bedarf gäbe! Ich weiß, sowas passiert vielen Menschen in diesem Land und ich finde es schlicht unerträglich, dass diesem Gebahren nicht endlich mal ein Riegel vorgeschoben wird.

Hast du einen eigenen Betrieb bzw. bist selbstständig? :)

Was ich persönlich denke,es ist reine Sklaverei,weil normal würde man den Menschen zeitlich nahe anstellen !!! Darunter verstehe ich max.1-2 Wochen. Ich kann so gut sein,aber des bringt mich nicht weiter, nur den AG.Und ewiges Praktikum will ich nicht machen. Um im Alter zu sagen,ich war ein Praktikant ???Auch um dich zu beurteilen, muss man nicht übertreiben,aber man kann!:biggrin: Ich hatte angehende Doktoren gekannt,die ein Praktikum machten und nix bekamen.Es ist die Sache der Verhandlung.Manche kriegen Kohle wenn sie Kaffee trinken.
Man erwartet ja gar nicht mal mit Kusshand genommen zu werden. Auch die Bereitschaft, stetig an sich zu arbeiten ist ja durchaus vorhanden - keiner ist perfekt. Aber wenn man in einem Gespräch mit der Chefin extra noch betont dass man sich jeden Tag auf die Arbeit freut (und das ist nicht mal gelogen!) und gesagt bekommt: "Da sind Sie einer unserer ganz wenigen Mitarbeiter mit der Einstellung!" dann denkt man doch schon 2,3 Schritte weiter und stellt für sich fest: Moment, irgendwas stimmt da nicht...

Was die evtl.Sanktionen angeht bin ich überfragt,da damals nicht damit zu tun gehabt.
Es werden dir bestimmt einige helfen können.
Etwaige Sanktionen nur weil man angesichts der Beurteilung der Gesamtsituation für sich keine Perspektive sieht - und vor allem auch das eigenmächtige Vorgehen einiger Herrschaften im Bürostuhl ohne auch nur eine Rückfrage - wären in diesem Fall für mich die Überschreitung des Erträglichen. Ich lasse mir (womöglich viel zu oft) einiges gefallen, aber ich denke, dann ist Schluss und dann bitteschön: Dann kommen alle Fakten auf den Tisch.


Liebe Grüße

Mirko
 

Gogi14

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Hast du einen eigenen Betrieb bzw. bist selbstständig? :)
Ja bin ich,aber zu kaputt,um zu arbeiten.Hoffentlich hast du verstanden, dass als Spass gemeint war.
Und wenn. P., dann nicht zu solchen Bedienungen, da muss ich mich nicht wiederholen.:biggrin:

Dir würde jeder P. anbieten,fragt sich nur zu welchen Bedienungen? Kostenlos,bitte, auch Mühl austragen würde gehen.:biggrin:

Es ist nicht die Frage ob Praktikum,sondern hat jemand von dir Respekt als Person!?
Rest muss sich jeder mit sich selber ausmachen.


MfG
 

Gogi14

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Aber - und das ist doch das Entscheidende - ist es schlicht unredlich, jemanden zuerst berechtigte Hoffnung zu machen, letztlich auch seine Arbeitsleistung für gut zu befinden, aber dann irgendwas hervor zu kramen warum es dann doch nicht geht. Hatte ich im letzten Praktikum auch schon was 4 Wochen ging. Zitat der Personalleiterin: "Sie waren einer der mit Abstand besten Praktikanten bei uns. Und wir würden Sie gerne einstellen. Aber wir haben nunmal derzeit keine Vakanzen und Sie werden sicherlich verstehen, dass wir einem anderen Mitabeiter nicht einfach kündigen können." Vor dem Praktikum hingegen hat diese Frau gesagt dass es durchaus Bedarf gäbe! Ich weiß, sowas passiert vielen Menschen in diesem Land und ich finde es schlicht unerträglich, dass diesem Gebahren nicht endlich mal ein Riegel vorgeschoben wird.
Und diese Frage hast du schon schon selbst beantwortet.
Ausnutzung pur! Aber wer wird schon nicht Kohle machen wollen? Ein gutes P. Zeugnis inklusive.
Es heisst nicht, dass es keine gute P. gibt !!! Aber wo ist man sich sicher?

Denkst du die Politiker haben keine Termine bei Lobbyisten?? Oder umgekehrt?
Im Bundestag wurden Leute beschäftigt, die kein Mindestlohn erhielten.

Alles im TV gezeigt.

"Denken heisst vergleichen."
Walter Rathenau

MfG :biggrin:
 

Regensburg

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Hu Hu Mirko :)

was Du da machst ist reine Schwarzarbeit. Arbeiten ohne Geld zu verdienen - und Sozialabgaben nicht abführen. Es greift in keinem Fall die etwaige aussage - Du bekommst das Geld vom JC (Hartz4).

LG aus der Ostfront
 

dagobert1

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Richtig.
Und nebenbei versaust du mit dem umsonst arbeiten das ohnehin schon beschi$$ene Lohnniveau noch weiter.
 
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Gast1

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Regensburg und dagobert1: Habt Ihr schon mal, was Praktika übers Jobcenter betrifft, von den "Maßnahmen bei einem Arbeitgeber", den MAG's gehört?

Ich gehe davon aus, dass der Themenersteller Eingliederungsvereinbarung bzgl. einer MAG bei der Tankstelle unterschrieben hat. Weil ja das Praktikum des Themenerstellers vom JC abgesegnet ist.

Hier liegt also sehr wahrscheinlich keine Schwarzarbeit vor.

Umumstritten jedoch die Tatsache, dass hier der Tankstellen-Arbeitgeber eine für ihn kostenlose Arbeitskraft abgreift, die er sehr offensichtlich gar nicht fest einstellen will. Was nicht in Ordnung ist.
 

Regensburg

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Gogi14

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Hier wird MAG (oder was anderes) eindeutig missbraucht. Meine Meinung....
Ja,gerade dass ist ja der Unterschied. Alle wissen,dass es nicht ok ist.

Aber beim Burschen eine" Dunkle " Beschäftigung zu unterstellen,ist was Anderes!

Das System ist n.i. Ordnung und er ist nun ein Teil davon geworden.

Er weiss dass und möchte nicht es weiterhin sein.
 

Regensburg

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Ja,gerade dass ist ja der Unterschied. Alle wissen,dass es nicht ok ist.
:icon_daumen:
Aber beim Burschen eine" Dunkle " Beschäftigung zu unterstellen,ist was Anderes!
Sei mir bitte nicht Böse, aber was ist das denn sonst? Dagegen muss man unbedingt vorgehen (Meldung an KK, Zoll usw.), sonst landen wir ALLE irgendwann im Dauerpraktikum. Mirko lernt nichts (dazu ist das Praktikum eigentlich da) Mirko ARBEITET!

LG aus der Ostfront
 
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Regensburg: wie kann eine MAG Schwarzarbeit sein?
Weil es Betrug von Sozialversicherungsbeiträgen ist, auch wenn es nur ein/-eine Tag/Stunde/Minute ist. Wer arbeitet muss auch dafür Entlohnt werden. Man kann sein Lohn auch nachträglich Einklagen beim Arbeitsgericht, wenn sich vorher alle Stunden aufgeschrieben hat die man gearbeitet hat.

Das ist Staatlich geförderte Zwangsarbeit. Siehe dazu die Links, dass sind meine Erfahrungen zum Thema Probearbeit/ zwangs MAG, in denen mir meine selbst gesuchten Stellen als Zwangsarbeit aufgedrückt wurden vom JC.

https://www.elo-forum.org/antraege/151615-bezahltes-probearbeiten-tage-angerechnet.html

https://www.elo-forum.org/alg-ii/158719-anhoerung-uberzahlung-einkommen-praktikum.html
 
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Buddy, ich verstehe Deine Kritik an den MAG's ja. Sehe ich ja auch so.

Trotzdem sind MAG's keine Schwarzarbeit.
 

nightangel

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Also würde die Chefin ja mal fragen, wenn sie wirklich so zufrieden mit dir ist und auch noch eine Stelle frei hat, warum dann noch zwei Wochen dran hänen und nicht gleich einen Arbeitsvertrag mit dir abschliessen.
Der beinhaltet ja eh noch mal eine Probezeit.
Dann einfach mal abwarten wie sie darauf reagiert.
Kommen dann irgendwelche Ausflüchte wäre es das für mich gewesen.

Und was heißt nich kleine Defizite? Die hat jeder und fast immer, denn es kommt doch immer irgendwas neues hinzu wo man sich wieder einfinden muss.
Sei es dass das Kassensystem aktualisiert/geändert wird, Warensortiment umgestellt wird, neuer Lieferant wo man dann bestellen muss usw. usf.
Irgenwas ist immer wo man sich erst wieder einfinden muss, soll man deswegen sein leben lang als Praktikant oder Probearbeiter arbeiten? Nein, sicher nicht.

Also einfach fragen
"Eine Stelle ist wirklich noch frei und zu haben?"
"Sie sind zufrieden mit meiner Arbeit?"
Wenn beides mit Ja beantwortet wird wäre die nächste Frage
"Warum dann weiter Praktikum oder Probearbeit und nicht gleich Arbeitsvertrag, der beinhaltet ja auch noch eine gewisse Probezeit."
Dann dürfte die Chefin wohl erstmal ins Trudeln geraten wenn sie nicht völlig abgezockt und eiskalt ist.
 
E

ExitUser

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Buddy, ich verstehe Deine Kritik an den MAG's ja. Sehe ich ja auch so.

Trotzdem sind MAG's keine Schwarzarbeit.
Nein ? Wozu dienen die dann. Und jetzt komm nicht mit der Leier, es hat schon viele Menschen in reguläre Arbeit gebracht. Die Zahl die Glück hatten ist so groß wie das Gehirn einer Fruchtfliege.
 
E

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Also würde die Chefin ja mal fragen, wenn sie wirklich so zufrieden mit dir ist und auch noch eine Stelle frei hat, warum dann noch zwei Wochen dran hänen und nicht gleich einen Arbeitsvertrag mit dir abschliessen.
Der beinhaltet ja eh noch mal eine Probezeit.
Dann einfach mal abwarten wie sie darauf reagiert.
Kommen dann irgendwelche Ausflüchte wäre es das für mich gewesen.

Und was heißt nich kleine Defizite? Die hat jeder und fast immer, denn es kommt doch immer irgendwas neues hinzu wo man sich wieder einfinden muss.
Sei es dass das Kassensystem aktualisiert/geändert wird, Warensortiment umgestellt wird, neuer Lieferant wo man dann bestellen muss usw. usf.
Irgenwas ist immer wo man sich erst wieder einfinden muss, soll man deswegen sein leben lang als Praktikant oder Probearbeiter arbeiten? Nein, sicher nicht.

Also einfach fragen
"Eine Stelle ist wirklich noch frei und zu haben?"
"Sie sind zufrieden mit meiner Arbeit?"
Wenn beides mit Ja beantwortet wird wäre die nächste Frage
"Warum dann weiter Praktikum oder Probearbeit und nicht gleich Arbeitsvertrag, der beinhaltet ja auch noch eine gewisse Probezeit."
Dann dürfte die Chefin wohl erstmal ins Trudeln geraten wenn sie nicht völlig abgezockt und eiskalt ist.
Weil die Betriebe von heute Sozialversicherungsbeiträge sparen wo sie nur können.
 

gelibeh

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Trotzdem sind MAG's keine Schwarzarbeit.
Sobald Du aber die selben Tätigkeiten ausführt, wie ein fest angestellter Kollege, dann ist es das, meiner Meinung nach, schon. In einer MAG soll man eben vorwiegend nicht solche Arbeiten ausführen,
 
G

Gast1

Gast
Buddy, ich differenziere zwischen den beiden Tatsachen:

a) MAG's sind keine Schwarzarbeit

b) an MAG's bereichern sich Arbeitgeber, indem sie unentgeltliche Arbeitskräfte, wohl oft unter Zwang, durch die Jobcenter und die Agenturen für Arbeit zur Verfügung gestellt kriegen.

Ich vermische aber a) und b) nicht.
 
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