Praktikum nicht gestattet

Aalmudder

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Hallo,

ich bewerbe mich für das Jahr 2012 um eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker, da ich wegen langer Selbstständigkeit leider noch keine abgeschlossene Berufsausbildung habe. Seit zwei Jahren beziehe ich ALG II und bemühe mich jetzt intensiv um einen Ausbildungsplatz, da ich als Ungelernter auf dem freien Markt so gut wie keine Chancen habe.

Ich habe meine "Jobvermittlerin" gefragt, ob es in Ordnung wäre, wenn ich in einer KFZ-Werkstatt ein zwei bis vierwöchiges Praktikum machen würde, wenn ich dadurch meine Bewerbungsbemühungen nicht schleifen lassen würde und natürlich weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe und entsprechend auch Vorstellungsgespräche innerhalb der Praktikumszeit wahrnehme.

Sie verneinte dies jedoch und sagte, es sei lediglich ein Praktikum möglich, wenn die Firma mich potentiell übernehmen würde und dies vorher dem Jobcenter schriftlich mitteilt. Dass ein Praktikum meine Kenntnisse in dem Bereich und meine Bewerbungschancen erhöhen würde, war für sie kein Argument.

Jetzt ist die Frage, was ich dagegen tun kann, ob ich nicht doch ein Praktikum machen könne, ob sie mir das überhaupt verbieten könne, bzw. ob sie mich dann mit Sanktionen auf legalem Wege belegen könnte oder wie ich dagegen vorgehe.

Grüße

eure Aalmudder (trotz des Namens maskulin ^^)
 

Aalmudder

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Vielen Dank, das mit der Versicherung habe ich nicht bedacht.

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Bleibt nur noch offen, ob ich die Zustimmung zu einem Praktikum unter den oben genannten Gründen von meiner Jobvermittlerin "erzwingen" kann.

Grüße
 

sammy

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Vielen Dank, das mit der Versicherung habe ich nicht bedacht.

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Bleibt nur noch offen, ob ich die Zustimmung zu einem Praktikum unter den oben genannten Gründen von meiner Jobvermittlerin "erzwingen" kann.

Grüße
Deinen Berufswunsch "kostenloser Praktikant" kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber ein Praktikum um des Praktikums willen, ist nicht förderbar. Maßnahmen bei einem Arbeitgeber sind maximal auf vier Wochen begrenzt und sind nur möglich, wenn sie auf eine beitragspflichtige Beschäftigung gerichtet sind.

Nachstehend mal der Gesetzestext, natürlich in Verbindung mit § 16 SGB II:

§ 46 SGB II
(1) Ausbildungsuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose können bei Teilnahme an Maßnahmen gefördert werden, die ihre berufliche Eingliederung durch
1.
Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt,
2.
Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen,
3.
Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung,
4.
Heranführung an eine selbständige Tätigkeit oder
5.
Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme
unterstützen (Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung). Versicherungspflichtige Beschäftigungen mit einer Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden wöchentlich in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind den versicherungspflichtigen Beschäftigungen nach Satz 1 Nr. 3 gleichgestellt. Die Förderung umfasst die Übernahme der angemessenen Kosten für die Teilnahme, soweit dies für die berufliche Eingliederung notwendig ist. Die Förderung kann auf die Weiterleistung von Arbeitslosengeld beschränkt werden.
(2) Die Dauer der Einzel- oder Gruppenmaßnahmen muss ihrem Zweck und ihrem Inhalt entsprechen. Soweit Maßnahmen oder Teile von Maßnahmen nach Absatz 1 bei oder von einem Arbeitgeber durchgeführt werden, dürfen diese jeweils die Dauer von vier Wochen nicht überschreiten. Die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen in Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung darf die Dauer von acht Wochen nicht überschreiten. Maßnahmen zur Förderung der Berufsausbildung sind ausgeschlossen.
(3) Arbeitslose können von der Agentur für Arbeit die Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung verlangen, wenn sie sechs Monate nach Eintritt ihrer Arbeitslosigkeit noch arbeitslos sind.
(4) Das Vergaberecht findet Anwendung. Die Vergütung richtet sich nach Art und Umfang der Maßnahme und kann aufwands- und erfolgsbezogen gestaltet sein; eine Pauschalierung ist zulässig.
 

Aalmudder

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Es geht ja nicht um einen "Berufswunsch" als Praktikant oder um eine Maßnahme, sondern um ein schlichtes Praktikum, durch das ich praktische Erfahrungen in meinen gewünschten Beruf sammeln kann, einen Einblick in eben diesen erhalte und somit meine Chancen bei den Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen erhöhen kann.

Gruß
 
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