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Praktikum nicht beendet, aber unterbrochen (Maßnahme). Wie vorgehen?

Toni77

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#1
Guten Tag, ich mache momentan ein Praktikum welches 4 Wochen andauert. Es ist an eine Maßnahme geknüpft mit Aussicht auf Anstellung. Von meiner Seite aus kann ich es nicht beenden, da dieses wohl zu einer Sanktion führen würde.

Es kam zu Schwierigkeiten, da ich bereits nach 2 Tagen voll eingesetzt wurde und natürlich wenn auch nur einige Fehler passiert sind. Am nächsten Tag erhielt ich keine Info wann ich da sein sollte aber eine Nachricht, dass man überlege wie und ob man das Praktikum fortsetzt und man nicht die Zeit momentan hat, obwohl das Praktikum zeitlich geregelt ist.

Kann ich dieses auf Grund dessen beenden, da ich auch ein anderes in Aussicht habe (mein eigentlicher Beruf), was mir besser liegt. Zudem meine Frage: Kann ich dieses Praktikum auch beenden, da ich festgestellt habe, dass mir diese Arbeit nicht liegt bzw. die Art wie angelernt wird?

Wie gehe ich allgemein vor; was sage ich meinem Sachbearbeiter?
 

Hyana

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#2
Ist das Praktikum mit dem JC abgeklärt und hast du irgendwas schriftlich?
Manche machen einen Praktikumsvertrag - wo auch die Arbeitszeiten und Aufgaben drin stehen.

Am nächsten Tag erhielt ich keine Info wann ich da sein sollte aber eine Nachricht, dass man überlege wie und ob man das Praktikum fortsetzt und man nicht die Zeit momentan hat, obwohl das Praktikum zeitlich geregelt ist.
Wenn ich so etwas wieder lese wird mir schlecht - ganz ehrlich, möchtest du wirklich bei einem Arbeitgeber sein, der so was bringt?

Entweder hat der AG gemerkt, dass nix is mit "kostenlosen Arbeiter", oder (falls das JC nichts weiß) der AG wurde vom Zoll gecheckt und muss nun gucken wie er den "unangemeldeten Arbeiter" irgendwo unterbringt ohne alle Felle schwimmen zu sehen ...

Entweder nimmt man einen Praktikanten und stellt dafür Ort, Zeit und Betreung, oder man bietet erst garkeins an!

Erinnert mich leider an meine letzte Stelle die ich in Essen hatte . . .
 
G

Gast1

Gast
#3
Das Praktikum nur dann beenden (lassen), wenn sich Praktikumsgeber und Maßnahmeträger über die Beendigung des Praktikums einig sind, ansonsten gibt es ne Sanktion.
 

DonOs

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#4
Wie viel Geld erhälst du bei dem Praktikum? Sag bloß du geht kostenlos Malochen? Schwarzarbeit ist verboten, auch ein Praktikum muß bezahlt werden!

Wenn nicht dann:

L 7 B 321/07 AS ER, Ein Abbruch eines unentgeltlichen Praktikums kann nicht sanktioniert werden kann, da ein Praktikum weder eine Arbeitsgelegenheit, noch eine Ausbildung ist.[7] ..."

https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=78213

(1) Entgegen der Ansicht der Antragsgegnerin hat sich der Antragsteller durch den Abbruch des Praktikums nicht geweigert, eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit fortzuführen. Denn bei dem unentgeltlichen Praktikum handelt es sich nicht um eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit im Sinne des § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c) SGB II.
 
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Toni77

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#5
Ja, es ist mit dem JC abgeklärt. Der AG hat dazu einen Maßnahmebogen ausgefüllt, wo Dauer usw. festgehalten sind. Einen Praktikumsvertrag gibt es nicht.

So wie es jetzt ist, geht es ja bereits gegen die vereinbarte Dauer (festgelegte Zeiten) und ich frage mich, ob ich es deswegen beenden kann?

Ich weiß nicht, ob es zutrifft, dass es keine Arbeit ist, denn es ist ausgelegt als Maßnahme mit Aussicht auf Anstellung...

Wie ist es, wenn ich anderes Praktikum gefunden habe? Kann ich jederzeit das jetzige beenden?

Zudem sind die Umstände dort unzumutbar. Der Chef verhält sich respektlos, sucht Fehler um Ärger abzulassen. Was könnte man da tun?

Betreffs Bezahlung: Ich habe erfahren, dass ein Praktikum erst ab 3 Monaten zu bezahlen ist.

Danke für die Antworten.

edit: Wie ist das eigentlich mit dem Kündigen, da es keinen Praktikumsvertrag gibt?
 
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erwerbsuchend

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#6
Der Chef verhält sich respektlos, sucht Fehler um Ärger abzulassen. Was könnte man da tun?
Wie selbstbewusst bist du? Du könntest in solchen Fällen dieser Person sagen, dass du dich nicht in diesem Ton mit ihr unterhalten willst. Wenn man dir etwas zu sagen hat, dann bitte in einem angemessenem Tonfall. Respekt ist keine Einbahnstraße. Dies musst du dir verinnerlichen und in den entsprechenden Fällen auch anwenden. Was soll schon passieren? Im günstigsten Fall wird man dich ordentlich behandeln. Im schlimmsten Fall wird man dich kündigen. Allerdings müsste dann der AG schon dafür grade stehen, wenn er dich kündigt, weil er selbst keine Ahnung von Menschen- und Mitarbeiterführung hat.

Betreffs Bezahlung: Ich habe erfahren, dass ein Praktikum erst ab 3 Monaten zu bezahlen ist.
Von wem hast du diese Auskunft auf welcher Grundlage erhalten? Hast du diese Auskunft in Schriftform erhalten?
 

Toni77

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#7
Ich habe das im Netz so gelesen, aus mehreren seriösen Quellen sowie in Foren. Falls dem nicht so ist, bitte zögere nicht dies zu widerlegen.

Ich bin schon sehr selbstbewusst, habe mich aber etwas zurückgehalten, da der AG Dinge ja immer anders auslegen kann. Ich sagte ihm bereits, dass es nicht respektvoll ist, was diesem nicht gefiel und worüber er noch "reden wollte". Es ist eine etwas komplizierte Angelegenheit, da ich immer dieses "Nichzustandekommen durch eigenes Verschulden" im Hinterkopf habe. Wenn ich frei handeln könnte, würde ich schon anders reagiert haben. Es sind mitunter auch Missverständnisse, aber die Art und Weise ist nicht angebracht.
Aber ich stimme dir zu, gut dass du mich erinnerst, es ist besser klare Grenzen zu ziehen.
 
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Hyana

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#8
Ich würde jetzt mal ganz trocken behaupten, dass Verhältnis zwischen euch ist bereits vor einer Anstellung nicht das beste - das wird sich danach 100% nicht ändern.

Hast du die Benachrichtigung mit "und ob man das Praktikum fortsetzt" schriftlich?
Dann würde ich in das selbe Horn blasen und um eine feste Stellungnahme bitten, wie das denn nun weitergehe. Du hättest ja auch etwas anderes zu tun, als aus Abruf zu arbeiten (natürlich etwas freundlicher formuliert).

Du kannst natürlich auch zu den festgehaltenen Zeiten dort aufschlagen, immerhin möchtest du deinen Soll ja erfüllen :wink:
Was die andere Seite dann macht, dass kann ich mir zwar fast denken, aber da macht es sich der AG doch etwas zu einfach.

Wir sprechen hier nicht von einem Schülerpraktkum
 

swavolt

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#9
Du kannst das Praktikum gefahrlos abbrechen.
Urteil steht ja schon oben.
Informier dein SB das dass dort unter aller Konone ist und fertig.
 

Toni77

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#10
Du kannst das Praktikum gefahrlos abbrechen.
Urteil steht ja schon oben.
Informier dein SB das dass dort unter aller Konone ist und fertig.
Bist du dir da sicher? Weil der AG hat nämlich mehr Zeugen als ich (Ich habe keine). Die könnte das ohne Probleme anders auslegen. Und das JC würde ja sicherlich dort anfragen was los war. Es ging auf jeden Fall unter aller Kanone zu, das ist wirklich sehr treffend formuliert, wobei es auch gut war mitunter und Potential hatte, aber wie man jemand so angehen kann ist mir unverständlich. Erst wurde gesagt, dass ich vieles ja noch nicht wissen kann und dann trotzdem dafür angekackt. Ziemlich schizophrene Nummer. Also, meinst du wirklich, es ist sicher, mit meinem SB darüber zu reden? Bin mir da unsicher.
 

Kerstin_K

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#11
Mit dem sB reden geht immer. Das heisst ja nicht zwingend abbrechen.
 

Zeitkind

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#12
Bist du dir da sicher? .... Bin mir da unsicher.
Warum stellst Du weitere Fragen, wenn Du den Helfenden eh nicht glaubst?
Ab ► Beitrag #4 sollte doch klar sein, daß ein Abbruch nicht sanktioniert werden kann.
LSG NRW Beschluß vom 02.05.2008 Az: L 7 B 321/07 AS ER
(1) Entgegen der Ansicht der Antragsgegnerin hat sich der Antragsteller durch den Abbruch des Praktikums nicht geweigert,
eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit fortzuführen.
Denn bei dem unentgeltlichen Praktikum handelt es sich nicht um eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit
im Sinne des § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c) SGB II. (Quelle zum Beschluß)
Teile also JC und Praktikumsbetrieb begründet mit, daß Du das Praktikum beendest.
Damit wäre die Eingangsfrage anfürsich ausreichend beantwortet. :icon_wink:
 

Toni77

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#13
Oh, jetzt verstehe ich. Du warst schon auf dem richtigen Weg, dich zu fragen warum ich weitere Fragen stelle ;) Ich schrieb im Ausgangspost, dass es sich um eine Maßnahme handelt, es ist nicht einfach nur ein unentgeltliches Praktikum. Dasselbe steht im Titel und in weiteren Post...just saying Es war zunächst so angedacht, wurde aber dann als Maßnahme veranlasst. Vielleicht nicht die beste Idee das Wort Praktikum überhaupt zu erwähnen, nichts für ungut. Zumindest hätten wir das jetzt geklärt :)

Aber ernsthaft, wie ist es denn, wenn eine Maßnahme einfach unterbrochen wird (ich erhielt die Info per sms)? Weil ich denke, der MT verstößt doch da bestimmt gegen Regelungen.
 
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Gast1

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#14
Aber ernsthaft, wie ist es denn, wenn eine Maßnahme einfach unterbrochen wird (ich erhielt die Info per sms)? Weil ich denke, der MT verstößt doch da bestimmt gegen Regelungen.
Was genau steht denn in dieser SMS?

Stammt diese SMS vom MT oder vom Praktikumsbetrieb?
 

Toni77

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#15
@ schlaraffenland

Die sms stammt vom Betrieb und da stand drin, dass man gerade keine Zeit hätte und sich dann melden würde.

Ich dachte, MT wäre der Betrieb, aber ist wahrscheinlich etwas anderes.

Ok, ich habe jetzt die genaue Bezeichnung: Es nennt sich "Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem AG". Es ist wie ein Praktikum, aber es ist keins, vielleicht könnte ein Mod den Titel ändern, my bad.

Das Besorgende daran ist, dass der AG einen Berichtsbogen ausfüllen muss, falls es zu keiner Einstellung kommt und da werden die wohl kaum ihre eigenen Unzulänglichkeiten erwähnen.

Zumindest bin ich krank geschrieben und daraus geht schon mal hervor, dass das Klima da nicht das schönste war. Ich mache mir allerdings etwas Sorgen, da ich ja keinen Beistand hatte. Ich meine, ich habe zumindest zusätzlich noch die sms über die Unterbrechung. Es ist jetzt auch mittlerweile seitens des AG beendet worden nach mehrmaligem Nachfragen bezüglich des weiteren Ablaufs.

zur weiteren Info: Ich habe mir die Stelle selbst gesucht (kein VV mit RfB) und es wurde auch kein Praktikumsvertrag gemacht. Und demzufolge denke ich jetzt, habt ihr mich vielleicht schon richtig verstanden und da es keine RfB gab, kann auch nicht sanktioniert und meinerseits auch abgebrochen werden. Sehe ich das so richtig?
 
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Gast1

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#16
Hi Toni77,

Die sms stammt vom Betrieb und da stand drin, dass man gerade keine Zeit hätte und sich dann melden würde.
OK.

Ich dachte, MT wäre der Betrieb, aber ist wahrscheinlich etwas anderes.
Nee, "MT" steht für "Maßnahmeträger". Ich dachte, Du wusstest das. Entschuldige bitte.

Ok, ich habe jetzt die genaue Bezeichnung: Es nennt sich "Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem AG". Es ist wie ein Praktikum, aber es ist keins, vielleicht könnte ein Mod den Titel ändern, my bad.
Ist das vielleicht eine Maßnahme gemäß § 16 SGB II in Verbindung mit § 45 SGB III? Das würde in einer entsprechenden Maßnahmezuweisung drinstehen.

Hast Du eine schriftliche Zuweisung in diese Maßnahme (dem "Praktikum") vom Jobcenter erhalten?

Hast Du eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, in der Deine Teilnahme an dieser Maßnahme (dem "Praktikum") festgelegt worden ist?
 

Toni77

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#17
Hallo Schlaraffenland,

Nee, "MT" steht für "Maßnahmeträger". Ich dachte, Du wusstest das. Entschuldige bitte.
Ja :) ich weiß es steht für Maßnahmeträger, aber irgendwas ist durcheinander..Wieauchimmer, kein Problem.


Ist das vielleicht eine Maßnahme gemäß § 16 SGB II in Verbindung mit § 45 SGB III? Das würde in einer entsprechenden Maßnahmezuweisung drinstehen.
Ja, genau das ist es.

Hast Du eine schriftliche Zuweisung in diese Maßnahme (dem "Praktikum") vom Jobcenter erhalten?
Ich hab es mir selbst ausgesucht, bin damit zum JC und es wurde dann vom JC als solch eine Maßnahme eingebettet.Weiß jetzt gar nicht ob ich da zusätzlich noch etwas unterschrieben habe oder ich glaube, ich habe einfach nur den Bogen dafür dem AG gegeben und den wieder zurück ans JC.

Hast Du eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, in der Deine Teilnahme an dieser Maßnahme (dem "Praktikum") festgelegt worden ist?
Speziell für diese Maßnahme habe ich keine EGV unterschrieben. Aber es steht etwas zu Maßnahmen allgemein in der EGV, die ich unterschrieben habe.

Eine RfB scheint, glaube ich, auch nicht damit einhergegangen zu sein. Ist so etwas überhaupt sanktionierbar?
 
G

Gast1

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#18
Hi Toni77,

Du selber hast also definitiv keine Maßnahmezuweisung oder keinen sonstigen Nachweis vom Jobcenter über Deine Teilnahme an der Maßnahme bei diesem Arbeitgeber erhalten?

Toni77 sagte :
Speziell für diese Maßnahme habe ich keine EGV unterschrieben. Aber es steht etwas zu Maßnahmen allgemein in der EGV, die ich unterschrieben habe.
Was genau steht denn in der EGV drin über Deine Teilnahme an Maßnahmen? Unter welchem Hauptpunkt der EGV (wie "4. Zur Integration in Arbeit") steht der entsprechende Passus?
 

Toni77

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#19
Hi Toni77,

Du selber hast also definitiv keine Maßnahmezuweisung oder keinen sonstigen Nachweis vom Jobcenter über Deine Teilnahme an der Maßnahme bei diesem Arbeitgeber erhalten?
Ich weiß nicht, ob es vielleicht doch eine Zuweisung ist, dass man einfach mein Praktikum genommen und als Maßnahme umfunktioniert hat und zusätzlich auch als Zuweisung. Ich glaube jedoch, ich habe dazu nichts Weiteres unterschrieben, es kann aber sein. Wenn man viel um die Ohren hat...Eins steht jedenfalls fest, ich habe kein Schreiben zu Hause, außer das Fahrtkostenschreiben dazu.

Was genau steht denn in der EGV drin über Deine Teilnahme an Maßnahmen? Unter welchem Hauptpunkt der EGV (wie "4. Zur Integration in Arbeit") steht der entsprechende Passus?
Ich kann grade beim besten Willen meine EGV nicht finden. "Integration zur Arbeit" klingt bekannt, das steht da so drin und dass ich an sowas teilnehmen muss.
 
G

Gast1

Gast
#20
Ich weiß nicht, ob es vielleicht doch eine Zuweisung ist, ...
Eine Zuweisung erhält immer (auch) der Zugewiesene.

... dass man einfach mein Praktikum genommen und als Maßnahme umfunktioniert hat und zusätzlich auch als Zuweisung. Ich glaube jedoch, ich habe dazu nichts Weiteres unterschrieben, es kann aber sein.
Zuweisungen werden nicht durch die Zugewiesenen unterschrieben, damit sie Rechtskraft im Sinne der Möglichkeit einer Sanktion entfalten, falls der Zugewiesene gegen die Zuweisung verstößt.

Es kann aber vorkommen, dass der Zugewiesene auf einem extra Schreiben den Erhalt der Zuweisung mittels seiner Unterschrift bestätigen soll.

Wenn man viel um die Ohren hat...Eins steht jedenfalls fest, ich habe kein Schreiben zu Hause, außer das Fahrtkostenschreiben dazu.
Was genau steht auf dem Fahrtkostenschreiben drauf? Stehen da

a) der Name Deines Jobcenters
b) Dein Name
c) Der Praktikums-/Maßnahmebetrieb
d) die § 16 SGB II + § 45 SGB III
e) der Zeitraum, in der Du die Maßnahme bei dem Arbeitgeber (das "Praktikum") machen sollst

drauf?

Sind auf dem Fahrtkostenschreiben irgendwelche Unterschriften vorhanden? Falls ja: Von wem?

Hast Du die Fahrtkosten mittlerweile erhalten, entweder anteilig oder komplett?

Ich kann grade beim besten Willen meine EGV nicht finden. "Integration zur Arbeit" klingt bekannt, das steht da so drin und dass ich an sowas teilnehmen muss.
Du solltest solche Dokumente unbedingt aufbewahren, am Besten chronologisch abgeheftet in einem Aktenordner. Gegenüber einer Behörde verhält man sich idealerweise auch wie eine Behörde ;-)

"Zur Integration in Arbeit" - das ist der Name eines Abschnitts in den EGV'en. In diesem Abschnitt sind die Pflichten des Leistungsbeziehers festgelegt, diese Pflichten sind sanktionsbewehrt. Deswegen ist es wichtig zu wissen, was in Deiner EGV über Deine Teilnahme an Maßnahmen im Wortlaut genau drinsteht.
 

Toni77

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#21
Zuweisungen werden nicht durch die Zugewiesenen unterschrieben, damit sie Rechtskraft im Sinne der Möglichkeit einer Sanktion entfalten, falls der Zugewiesene gegen die Zuweisung verstößt.
Dem Satz kann ich nicht folgen. Meintest Du, dass Zuweisungen auch ohne Unterschrift die Rechtskraft im Sinne der Möglichkeit einer Sanktion entfalten kann?

Was genau steht auf dem Fahrtkostenschreiben drauf?(...)
Es nennt sich "Kostenerstattung bei Teilnahme an einer Maßnahme", den ich auch nicht ausgefüllt hatte, bzw. unterschrieben. Es war mir einfach zu umständlich "die ganzen" Tickets zusammen zu suchen (es hielt sich grad so in Grenzen, da ich 6 Mal da war)

Ansonsten, der andere Bogen ist der Erhebungsbogen, der mit den gewöhnlichen Angaben vom AG ausgefüllt wurde (Dauer, Ort usw.)

Du solltest solche Dokumente unbedingt aufbewahren, am Besten chronologisch abgeheftet in einem Aktenordner. Gegenüber einer Behörde verhält man sich idealerweise auch wie eine Behörde ;-)
Ja, definitiv :), ich habs ganz gut sortiert nach Aktuellem, aber die EGV ist da irgendwie nicht dabei.

"Zur Integration in Arbeit" - das ist der Name eines Abschnitts in den EGV'en. In diesem Abschnitt sind die Pflichten des Leistungsbeziehers festgelegt, diese Pflichten sind sanktionsbewehrt. Deswegen ist es wichtig zu wissen, was in Deiner EGV über Deine Teilnahme an Maßnahmen im Wortlaut genau drinsteht.
Sanktionsbewehrt heißt sanktionierbar, nehme ich an. Da steht drin, dass ich an Maßnahmen teilnehmen muss, auch Details über Bewerbungsverhalten. Aber das kann ich ja dann selber nachschauen. Ok, also demzufolge hätte ich diese Maßnahme nicht einfach abbrechen können.

Wie ist es nun mit dieser merkwürdigen Unterbrechungsnummer? Wäre das ein Anlass für mich gewesen, die Maßnahme abbrechen zu können, da ja klare Zeiten festgelegt wurden?
 
G

Gast1

Gast
#22
Dem Satz kann ich nicht folgen. Meintest Du, dass Zuweisungen auch ohne Unterschrift die Rechtskraft im Sinne der Möglichkeit einer Sanktion entfalten kann?
Ja, richtig.

Es nennt sich ("Kostenerstattung bei Teilnahme an einer Maßnahme"), den ich auch nicht ausgefüllt hatte, bzw. unterschrieben.
Das ist schon mal gut im Sinne einer möglichen Nichtsanktionierbarkeit Deines Verhaltens.

Ansonsten, der andere Bogen ist der Erhebungsbogen, der mit gewöhnlichen Details vom AG ausgefüllt wurde (Dauer, Ort usw.)
Also gibt es einen schriftlichen Nachweis, dass Du tatsächlich an der Maßnahme (dem "Praktikum") teilgenommen hast?

Ich will damit sagen: Sobald es einen direkten oder indirekten Nachweis über Deine Teilnahme an der Maßnahme (dem "Praktikum") gibt, und dieser Nachweis liegt dem Praktikumsgeber und/oder dem Jobcenter vor (der Praktikumsgeber könnte seine Nachweise dem Jobcenter zukommen lassen), hat das Jobcenter - rein logisch betrachtet - eine rechtliche Grundlage dafür um Dir gegenüber eine Sanktion zu verhängen - wenn denn in Deiner EGV festgelegt worden ist, dass Du an jeglicher Maßnahme teilzunehmen hast.

Sanktionsbewehrt heißt sanktionierbar, nehme ich an.
Ja, das ist richtig.

Ich denke, es ist dann so. Da steht drin, dass ich an Maßnahmen teilnehmen muss. Aber das kann ich ja dann selber nachschauen. Ok, also demzufolge hätte ich diese Maßnahme nicht einfach abbrechen können.
Hast Du denn gesagt oder geschrieben, dass Du die Maßnahme abbrichst?

Wie ist nun mit dieser merkwürdigen Unterbrechungsnummer? Ist das ein Anlass für mich die Maßnahme abbrechen zu können, weil ja klare Zeiten festgelegt wurden?
Das weiß ich nicht.
 

Toni77

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#23
Danke Dir für die Infos.

Nein, sie wurde vom AG abgebrochen. Dieser muss jetzt Rückmeldung geben, was mir etwas Sorgen bereitet, wegen möglicher Nichtwiedergabe von Tatsachen.
 
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Gast1

Gast
#24
Danke Dir für die Infos.
Gern geschehen.

Nein, sie wurde vom AG abgebrochen. Dieser muss jetzt Rückmeldung geben, was mir etwas Sorgen bereitet.
Wenn das Jobcenter meint, aufgrund der Rückmeldung Deines Praktikumsgebers eine Sanktion verhängen zu können/müssen, dann wäre der nächste Schritt, der Dich erwartet, eine so genannte Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion auf schriftlichem Wege.

Du müsstest dann in der Antwort auf diese Anhörung quasi eine Gegendarstellung zu dem, was Dir Dein Praktikumsgeber vorwirft, dem Jobcenter zukommen lassen. Ob das Jobcenter Dir glaubt, das ist zur Zeit noch nicht abzusehen.
 

Holler2008

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#25
Das Besorgende daran ist, dass der AG einen Berichtsbogen ausfüllen muss, falls es zu keiner Einstellung kommt und da werden die wohl kaum ihre eigenen Unzulänglichkeiten erwähnen
Um so wichtiger wäre es für mich gewesen, das direkt am selben Tag dem Jobcenter zu melden.
Musst du auf jeden Fall noch nachweißlich machen. Ob jetzt oder in einer eventuellen Anhörung, weiß ich nicht. Keine Ahnung, was nun besser wäre.
 
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