Praktikum abbrechen bei Unglücksfall in Familie? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

bernd22

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 November 2005
Beiträge
3
Bewertungen
0
Hoffe mal, das ist das richtige Forum dafür. Falls nicht einfach verschieben.

Zunächst die Kurzfassung:
Was gibt es (außer Krankmeldung) für Möglichkeiten ein BA-Praktikum abzubrechen, bei einem Unglücksfall in der Familie den man regeln muss? Ist dazu irgendwas geregelt?

Jetzt die Langfassung: Folgende Situation:
Ein Bekannter von mir (Markus, 30) wohnt in A-Stadt und steckt gerade in einer Trainingsmaßnahme(Praktikum) des ARGE A-Stadt, von der jetzt noch 3 Wochen übrig sind (von 8 insgesamt).

Sein Bruder und seine Mutter wohnen ca. 200 km entfernt in B-Stadt. Die Mutter erholt sich gerade selber von einem schweren Verkehrsunfall, und vorgestern hatte sein Bruder auch einen schweren Verkehrsunfall, und es ist sicher, dass er vom Hals abwärts gelähmt bleiben wird. Fest steht jedenfalls, dass Markus jetzt erstmal nach B-Stadt fahren wird, um seiner Mutter (die sonst niemanden in B-Stadt hat) Beistand zu leisten, und alles zu regeln was dort jetzt z.B. an Papierkram anfällt.

Die Frage ist nun, wie Markus aus der Trainingsmaßnahme der BA herauskommen kann, ohne dass ihm die Leistung gekürzt wird, und ohne dass er nach B-Stadt umziehen muss. Jemand bei der BA hat ihm geraten, sich für die restlichen 3 Wochen krank zu melden (hat er gemacht), anschließend müsse er nach B-Stadt umziehen, weil er ja dem ARGE in A-Stadt nicht mehr zur Verfügung steht.

Umziehen will er aber nicht, warum habe ich nicht genau mitgekriegt. Wahrscheinlich um den Stress (von dem er jetzt genügend hat) und die Kosten eines Umzuges zu vermeiden, oder damit er nicht dort als "Bedarfsgemeinschaft" weniger ALG2 bekommt. Kann man den Umzug irgendwie verhindern?
 
E

ExitUser

Gast
Ich versteh jetzt nicht, wieso er in A stadt nach seiner Genesung nicht weiter zur Vwerfügung stehen soll.
Und wieso ist es weniger Stress die 250 Km immer zu fahren, als einmal umzuziehen?
Er kann ja in B stadt sich eine eigene Wohnung suchen, dann ist er eine eigene BG.
Fragen über Fragen.
 
E

ExitUser

Gast
Dein Bekannter sollte sein Problem erst mal seiner Arge schildern. Und, wenn es da Probleme gibt, kann dein Bekannter sich natürlich auch an unser Forum wenden. Dürfte wohl kein Problem sein, dass er sich hier registriert.
 

bernd22

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 November 2005
Beiträge
3
Bewertungen
0
Danke schon mal für die Tipps soweit (auch die, die jetzt wegeditiert sind). Hab ich mal weitergeleitet. Ich sollte halt mal für ihn im Internet nachschaun, was es für Möglichkeiten gibt; ob es zu sowas irgendwelche Regelungen (SGB?) gibt.

Rüdiger_V meinte:
Dein Bekannter sollte sein Problem erst mal seiner Arge schildern. Und, wenn es da Probleme gibt, kann dein Bekannter sich natürlich auch an unser Forum wenden. Dürfte wohl kein Problem sein, dass er sich hier registriert.
Die Antwort vom Arge (stand oben schon): Er kann gerne bis zum Ende der Trainingsmaßnahme krank machen. Ihm selber fehlt nichts, so rein medizinisch gesehen, er muss sich eben nur um seine Familie kümmern, weil jetzt außer ihm alle Pflegefälle sind.

Weshalb er nicht umziehen will hab ich auch nicht so richtig verstanden... wäre aus meiner Sicht auch vorteilhafter statt dauernd 200km zu reisen wenn das Arbeitsamt was von ihm will.
 

narssner

Elo-User*in
Mitglied seit
1 November 2005
Beiträge
150
Bewertungen
1
wichtiger Grund für Abbruch kann vorliegen

Hier kann ich nur nach meiner Erfahrung eine persönliche einschätzung geben.
Die Arge kann menschlich sein und sagen, die Maßnahme wird ohne nachteilige Folgen vorzeitig beendet, zum Beispiel auf Weisung der Arge. Das wäre die Lösung, die wir uns alle wünschen.
Bricht der Betroffene ab, Begrüdung, Unfall, Mutter bleibt gelähmt und wird vielleicht oder wahrscheinlich zum Pflegefall, liegt an sich ein sogenannter wichtiger Grund vor. Verwandter ersten Grades ist auf Hilfe durch Sohn angewiesen.
Eine gute Begründung könnte sein, der Sohn muß klären, ob er der Pflege seiner Mutter gewachsen ist (menschliche Richter hören so etwas gerne).
Sperrt oder kürzt die Arge, muß ein langer Rechtsweg gegangen werden. Ich persönlich schätze, ein Richter entscheidet hier eher zugunsten des Sohnes als zugunsten der Arge.
Aber das ist halt nur eine Schätzung und in der heutigen zeit kann man sich auf nichts mehr verlassen.
Es gibt sicher auch Urteile, die ungefähr in diese Richtung passen. Aber Suchen würde länger dauern.
einen freundlichen Gruß
narssner
 

bernd22

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 November 2005
Beiträge
3
Bewertungen
0
Danke, der Fall hat sich erledigt. Dass man das als "wichtigen
Grund" angeben kann, hatte Rüdiger schon geschrieben.
Das hat er dann gemacht, und dann hat das Arge eingelenkt.
Ein paar Tage ist er noch "krank" geschrieben, und für den
Rest darf er Urlaub nehmen. Und er zieht dann auch um.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten