Post von meiner PI-TH 5 JAHRE nach Restschuldbefreiung, wegen Steuer-Plus aus PI-Zeiten ;-)

Doppeloma

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Hallo Allerseits,

habe mal eine Frage in eigener Sache, denn ich bekam Post von meiner PI-Treuhänderin, immerhin "schon" volle 5 Jahre nach Erteilung der Restschuldbefreiung.
Das Verfahren ist also lange abgeschlossen (die Verfahrenskosten konnte ich aus meiner EM-Renten-Nachzahlung decken), sogar meine Schufa ist wieder "blütenrein" inzwischen. :peace:

Eigentlich hatte ich schon fast vergessen wie diese "Dame" hieß, da schreibt sie mir, dass sie noch ein Guthaben (ein Betrag wurde in dem Schreiben nicht genannt) aus der Steuererklärung 2011 in ihrer Kasse habe und ich ihr doch bitte eine Kontonummer für die Überweisung mitteilen möge.

Etwas verwundert nahm ich das zur Kenntnis und suchte mir den betreffenden Steuer-Bescheid heraus, solche Sachen gehen bei mir nicht verloren und die Erstattung sollte laut Bescheid rund 35 € betragen ...

Also kurz die Bankverbindung hingeschickt (per Einschreiben natürlich, man gönnt sich ja sonst nix) ohne mich weiter zu meinem "Erstaunen" zu äußern, dass sie volle 5 JAHRE brauchte das zu merken ...

Nun bekam ich eine Überweisung von rund 18 € auf mein Konto und frage mich wo der Rest geblieben ist ???

Zudem ist mir aufgefallen, dass es auch für 2010 eine Überweisung von Steuer-Guthaben an meine Treuhänderin gegeben hatte, das wurde mir auf Rückfrage beim (damals zuständigen) Finanzamt auch bestätigt ...

Meine Frage dazu lautet, ob die Treuhänder KEINE "Abrechnung" dazu machen müssen, welche Gelder sie so in der PI-Zeit eingenommen haben und wo das Geld letztlich geblieben ist ... bei Abschluss der PI.

Ich hatte damals eine Stundung von Verfahrens- und TH-Kosten, die Beträge vom Gericht müsste ich noch mal heraussuchen.
Daraus hat doch (meiner Denke nach) auch die TH dann (bei der Abschlussrechnung am Gericht ?) ihre Kosten erstattet bekommen (ich musste nie selbst was überweisen dafür) ???

Mich stört diese Differenz schon ein wenig und ich frage mich auch, ob sie das Steuer-Geld von 2010 vielleicht auch noch irgendwann findet (oder finden sollte ?), denn wir haben ja damals nicht mal die Steuerbescheide vom Finanzamt bekommen ???

An den Gläubiger wurde NICHTS ausgereicht, weil der seine Forderung gar nicht "gemeldet" hatte und sie hat meinen Bausparvertrag damals aufgelöst / eine Prämie meiner Firma kassiert und den Löwen-Anteil meiner EM-Renten-Nachzahlung musste ich zunächst auch noch auf das TH-Konto überweisen.

Eine ordentliche Abrechnung habe ich eigentlich nie von ihr bekommen, sie hat mir dann später einen Betrag X überwiesen, nachdem die Verfahrenskosten komplett bezahlt waren ...

Nun kann es ja sein, dass es so "üblich" ist und man das als ehemaliger Schuldner nicht mehr zu erfragen hat, aber ihr plötzliches "Erwachen" nach so langer Zeit hat meine Denkmaschine dazu doch wieder in Gang gesetzt ...

Noch habe ich nicht reagiert auf die Überweisung dieses mageren Betrages ...
Aber es "juckt" mich schon in den Fingern wenigstens mal anzurufen oder ihr ein nettes Briefchen zu schreiben, dass ein anderer (höherer) Betrag in der Steuererklärung von 2011 angegeben ist, als sie mir überwiesen hat.

Sie hat schon damals versucht mit der Kfz-Steuer zu tricksen und schickte mir eine "Zahlungs-Aufforderung" für einen Teilbetrag, obwohl die Jahressteuer (für unseren PKW) bereits voll bezahlt war.

Hatte dann auch beim Finanzamt (damals kassierten die noch die Kfz-Steuer) angerufen und nachgefragt und die SB dort haben mir sehr freigiebig mitgeteilt, "dass die TH das gerne mal versuchen" um ein "Steuer-Plus" beim Finanzamt dann anschließend abkassieren zu können.

Diese (angebliche) "Nachzahlung" brauche ich aber nicht machen, meine PKW-Steuer sei ja bereits komplett bezahlt ... :idea:

Ich war also damals schon so Einiges gewöhnt von ihr ... eure Meinung zu der aktuellen Angelegenheit würde mich daher sehr interessieren.

MfG Doppeloma
 

axellino

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Guten Abend Doppeloma :wink:

ich persönlich kann leider nix zu dein eingestellten Thema beitragen, denn dazu fehlen so wie Dir und natürlich auch mir Informationen, wurde z.B. eine Nachtragsverteilung angeordnet etc. pi pa po und das 5 Jahre nach erteilter Restschuldbefreiung der Treuhänder kommt, das ein anteiliges Guthaben explizit aus einer Steuerstattung an dich auszuzahlen ist, so etwas habe noch nie erlebt und wurde mir auch noch von niemanden zugetragen. Natürlich könnte ich versuchen deine und hier durchaus auch meine Neugierde zu befriedigen, indem ich jetzt wild draufhin spekuliere, aber im enddefekt bringt es ja leider nix.

Meine Frage dazu lautet, ob die Treuhänder KEINE "Abrechnung" dazu machen müssen, welche Gelder sie so in der PI-Zeit eingenommen haben und wo das Geld letztlich geblieben ist ... bei Abschluss der PI.
Der Treuhänder hat den Gericht ein Schlussbericht vorzulegen und daraufhin wird eine Schluss +Kostenrechnung erstellt und so eine solltest Du aus meiner Sicht vom Gericht eigentlich erhalten haben. Eine Verpflichtung einer Berichtsabgabe, auch einer detaillierten, besteht von seiten des Insolvenzverwalter /Treuhänder aber nur gegenüber dem Insolvenzgericht und der Gläubigerversammlung/Gläubigerausschuß.

Im weiteren, kann ein Insolvenzschuldner und auch Gläubiger kein direkten Auskunftsanspruch gegen den Insolvenzverwalter/Treuhänder geltend machen, dies ist im Gesetz nicht vorgesehen und der Insolvenzverwalter muss keine Auskünfte erteilen. In § 58 InsO ist nur geregelt, das der Insolvenzverwalter gegenüber dem Insolvenzgericht auskunftspflichtig ist und auch Sachstandsberichte abzugeben hat.

Insolvenzschuldner und Insolvenzgläubiger haben somit kein direkten Anspruch, Auskünfte gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend zu machen. Hierzu werden meistens beide auf die regelmäßig stattfindenden Gläubigerversammlungen verwiesen (§ 74 InsO), dort können sie Informationen erhalten.

Häufig wird auch das Insolvenzgericht auf Auskunft in Anspruch genommen. Das Insolvenzgericht muss aber auch keine Auskünfte erteilen. Es gibt die Insolvenzbekanntmachungen im Internet: www.insolvenzbekanntmachungen.de.
Dort haben Interessierte Zugang zu Informationen über die Insolvenzverfahren. Die dort veröffentlichten Auskünfte sind natürlich häufig nicht befriedigend für die eigenen Auskunftsansprüche. Dennoch besteht keine Verpflichtung des Insolvenzgerichtes darüber hinaus Auskünfte zu erteilen.

Noch habe ich nicht reagiert auf die Überweisung dieses mageren Betrages ...
Aber es "juckt" mich schon in den Fingern wenigstens mal anzurufen oder ihr ein nettes Briefchen zu schreiben, dass ein anderer (höherer) Betrag in der Steuererklärung von 2011 angegeben ist, als sie mir überwiesen hat
Vielleicht versuchst Du es dann auch hier erstmal mit einen freundlichen Anruf oder einen netten Briefchen und wenn Du eine Antwort erhalten solltest, stellst Du diese hier ggfls. ein, wenn Du magst, wäre sicher intressant :wink:

Viele Grüsse
axellino
 
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