Post vom Inkasso-Service: Jobcenter fordert von Kindern Hartz-IV-Geld zurück

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Hartzeola

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Jobcenter fordert von Kindern Hartz-IV-Geld zurück

Vater rettet Sparbüchsen der Geschwister

Wilkau-Haßlau. Als Madeleine Müller dieser Tage Post vom Inkasso-Service Süd der Bundesagentur für Arbeit ins Haus flatterte, traute sie ihren Augen nicht: Mahnschreiben, gerichtet an ihren fünfjährigen Sohn und dessen vier Jahre alte Schwester. Beide werden aufgefordert, jeweils 23,84 Euro zu zahlen. Und dann gleich noch dieser Hinweis: Sollte die Zahlung ausbleiben, wird die "zwangsweise Einziehung der Forderung" veranlasst. Anders gesagt: Wenn die beiden Knirpse nicht blechen, klopft demnächst womöglich der Gerichtsvollzieher an ihrer Kinderzimmertür und klebt den Kuckuck auf ihre Sparbüchsen.

Mit der Mahnung fordert das Jobcenter Zwickau einen Teil der Kosten zurück, die es für Heizung und Miete im November 2011 an Müllers gezahlt hatte. Seinerzeit war die vierköpfige Familie auf Hartz IV angewiesen. Allerdings erzielte André Müller während des Erstattungszeitraumes ein zu hohes Einkommen. "Wir hatten das Weihnachtsgeld des Arbeitgebers, darum geht es bei dem höheren Einkommen, gegenüber der Sachbearbeiterin wahrheitsgemäß angegeben. Bei der Hartz-IV-Berechnung ist das dann anscheinend nicht berücksichtigt worden", vermutet der Familienvater. Inzwischen sind Müllers zur eigenen Freude raus aus Hartz IV.
Jobcenter fordert von Kindern Hartz-IV-Geld zurück - Freie Presse
 

hartaber4

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".......klopft demnächst womöglich der Gerichtsvollzieher......"

????

Macht das für die BA nicht der Zoll ?
 
E

ExitUser

Gast
Wenn es um Rückforderungen geht zb. Nebenkosten , dann bekommt jeder von uns anteilig einen Rückforderungsbescheide auch die Kinder .
Mit den gleichen Drohungen wie für uns Erwachsene.
Früher wurde es immer mit den laufenden Leistungen verrechnet ,seit ca. einem Jahr muss es immer gesondert zurückgezahlt werden .
Und dann gleich "wenn sie bis dann und dann nicht dann droht die Zwangsvollstreckung :icon_neutral:
 

XxMikexX

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Bei mir, ist schon ein paar Jahre her, ging es im eine Wasserkostenrückerstattung von ca. 18 €.

Ich bekam 3 Briefe, innerhalb einer Woche, jedesmal über denselben Vorgang und jedesmal eine übergeordnete Behörde!

Da haben sich eine Menge Leute Gedanken gemacht.:biggrin:

Ich stand nach dem Ton der Schreiben mit dem Rücken an der Wand und kurz vor der Inhaftierung.:biggrin:

Es hätte mich auch nicht mehr gewundert, wenn das SEK meine Wohnung gestürmt hätte.:biggrin:

Ich habe dann die 18 € zurück überwiesen, es wäre aber auch einfacher und billiger gegangen.:biggrin:

Aber echt, die haben das Ernst gemeint, so ein Schwachsinn!:icon_kotz:
 

Hartzeola

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Und dann gleich "wenn sie bis dann und dann nicht dann droht die Zwangsvollstreckung :icon_neutral:

Interessant ist, wie eine solche Zwangsvollstreckung bei Kindern aussehen soll. Kräftig aussehende Männer in schwarzer Uniform dringen in die Wohnung ein und beschlagnahmen Kindersparschwein?
 

Lecarior

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Wo ist das Problem? Beim ALG II gilt das Prinzip des Individualanspruchs, sodass die Rückforderung auch individualisiert abläuft - auch bei Kindern.
 

gila

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Wo ist das Problem? Beim ALG II gilt das Prinzip des Individualanspruchs, sodass die Rückforderung auch individualisiert abläuft - auch bei Kindern.

... was allerdings SO nicht sein soll.

Rückforderung ALG II | Sozialberatung Kiel

"Aufhebung und Rückforderung können sich nur auf den jeweils individuell zu Unrecht erbrachten Betrag richten. Aufhebungs- und Erstattungsbescheide sind aus diesem Grunde grundsätzlich an den jeweiligen Betroffenen zu adressieren.

Da minderjährige Kinder grundsätzlich von ihren Eltern vertreten werden, sind richtige Adressaten der Bescheide die Eltern der Kinder."
 
E

ExitUser

Gast
Wo ist das Problem? Beim ALG II gilt das Prinzip des Individualanspruchs, sodass die Rückforderung auch individualisiert abläuft - auch bei Kindern.

Ich denke, genau das IST im vorliegenden Fall das Problem. Nicht die individualisierte Berechnung an sich, die ist richtig! Ärgerlich, auch in Bezug auf die Außenwirkung der Behörde, ist die Tatsache, dass in der JC-Verwaltung niemand auf die Idee kam, mal zu sagen:

"Hoppla, das ist ja ein Kind, an das wir da unser Schreiben adressieren. Das ändere ich mal besser und verschicke es an den sorgeberechtigten BG-Vorstand, dem ich darlege, dass sich das Schreiben auf das Kind bezieht."

Unabhängig davon, was verfachrenstechnischer Standard ist, wäre das menschlich richtig und im Rahmen der im JC propagierten Service- und Dienstleistungsorientierung geboten gewesen.

Aber in einem Land, in dem selbst langjährig tote Mathematiker Aufforderungen zur Zahlung der Rundfunkgebühr erhalten, wundert nichts mehr. :icon_wink:
 

hemmi

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"Hoppla, das ist ja ein Kind, an das wir da unser Schreiben adressieren. Das ändere ich mal besser und verschicke es an den sorgeberechtigten BG-Vorstand, dem ich darlege, dass sich das Schreiben auf das Kind bezieht."

Nun gehst du davon aus daß ein SB Briefe frei formulieren kann.
Wer nur mit Textbausteinen arbeitet wir es mit der Zeit verlernen frei zu formulieren.:biggrin:
 
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