Post-Streik: Post und ver.di beenden Tarifstreit

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iSlave

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Post-Streik: Post und ver.di beenden Tarifstreit | ZEIT ONLINE

Die rund 140.000 Beschäftigten erhalten der Einigung zufolge zum 1. Oktober 2015 eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie zum 1. Oktober 2016 zwei Prozent und zum 1. Oktober 2017 noch einmal 1,7 Prozent mehr Lohn. Der Kündigungsschutz für die Mitarbeiter wurde bis 2019 verlängert

Bisschen mehr Lohn. Knapp über Inflationsausgleich.

Die Gewerkschaft konnte sich nicht damit durchsetzen, dass die Post ihre neu gegründeten Gesellschaften aufgibt, in denen die rund 6.500 Mitarbeiter weniger Lohn als ihre Kollegen im Mutterkonzern erhalten

Also wird die Post/DHL jetzt auch Stück für Stück eine Billigbude. Agenda 2010 machts möglich.

Langer Streik und dann kommt sowas? Ich habe ein besseres Ergebnis erwartet.....
 
E

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Eine Eindeutige Niederlage für die Gewerkschaft.

Das Ende des Post-Streiks: Ein "umfassendes Sicherungspaket" (für die, die drin sind) und ein verlorener Kampf gegen die Billig-Post

Jetzt ist er also vorbei, der unbefristete Streik bei der Deutschen Post. Man hat sich geeinigt. Bei der Gewerkschaft Verdi ist die entsprechende Meldung dazu überaus und nicht ohne Grund dürftig überschrieben: Einigung bei der Deutschen Post. Sieges- oder Erfolgsmeldungen werden anders verpackt. Man muss an dieser Stelle in Erinnerung rufen, dass die Härte der Auseinandersetzung auch und vor allem dadurch bedingt war, dass man neben den "normalen" Tarifforderungen gegen die Auslagerungsbestrebungen des Postmanagements ankämpfen wollte. Die Ausgründung von Billig-Tochtergesellschaften (DHL Delivery) und die zwischen 20 und 30 Prozent geringere Bezahlung der dort Beschäftigten wurde völlig zu Recht erkannt als eine Rutschbahn nach unten für die gesamten Beschäftigungsbedingungen im Konzern.
Man kann es drehen und wenden wie man will: Rolf Schraa hat Recht mit der Überschrift über seinen Artikel, der im Wirtschaftsteil der Rhein-Zeitung vom 06.07.2015 (Print-Ausgabe) erschienen ist: "Verdi hat Kampf gegen billige Post verloren". So ist das.

Aktuelle Sozialpolitik: Das Ende des Post-Streiks: Ein "umfassendes Sicherungspaket" (für die, die drin sind) und ein verlorener Kampf gegen die Billig-Post
 

AnonNemo

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Nagelt mich nicht fest, bzw., es kann sein das ich etwas verwechsle. Aber ...

Da die Postmitarbeiter in einem unbefristeten Streik waren, dafür war (doch?) eine Urabstimmung notwendig, dann müsste (doch?) auch eine Abstimmung erfolgen, ob der Streik beendet wird?

Dann könnten die Postmitarbeiter - falls genügend(!!) verärgert sind - diesen (Tarif-)Abschluss noch kippen?

So ist es jedenfalls abgelaufen, als mein alter Arbeitgeber versucht hat aus dem Arbeitgeberverband auszutreten.
 
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Dann könnten die Postmitarbeiter - falls genügend(!!) verärgert sind - diesen (Tarif-)Abschluss noch kippen?

Unwahrscheinlich. Die bekommen seit Wochen nur Streikgeld. Auf die Krankenversicherung und Rentenversicherung hat der wochenlange Streik ebenfalls Auswirkungen (die Beiträge laufen nicht automatisch auf ewig so weiter), und in der Bevölkerung gibt es keinen Rückhalt mehr.
 
E

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Für mich wiederein Zeichen, dass sich eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft nicht wirklich lohnt.
Höchstens wegen dem Rechtsschutz.
Denn die Arbeitnehmer, die eine vernünftige Einigung nötig gehabt hätten, stehen mit leeren Händen da.
Nämlich alle Briefverteiler und Paketauslieferer, die über Zweitfirmen für die Post arbeiten.
 
E

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Für mich wiederein Zeichen, dass sich eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft nicht wirklich lohnt.
Höchstens wegen dem Rechtsschutz.
Denn die Arbeitnehmer, die eine vernünftige Einigung nötig gehabt hätten, stehen mit leeren Händen da.
Nämlich alle Briefverteiler und Paketauslieferer, die über Zweitfirmen für die Post arbeiten.

Leute, die sind nicht mal organisiert, wie soll die Gewerkschaft diese denn vertreten???

Lösungsansätze wanted!!!!
 

Bananenbieger

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Unwahrscheinlich. Die bekommen seit Wochen nur Streikgeld. Auf die Krankenversicherung und Rentenversicherung hat der wochenlange Streik ebenfalls Auswirkungen (die Beiträge laufen nicht automatisch auf ewig so weiter), und in der Bevölkerung gibt es keinen Rückhalt mehr.

Gleicher Meinung.

Das Schlimme ist, dass sich große Teile der Bevölkerung sich (mehr oder weniger) auf Seiten der Arbeitgeber schlagen.
"Das ist ja so schlimm, wenn gestreikt wird. Die Gewerkschaft ist Schuld, dass gestreikt wird". Das sind solche Experten, die einen Postmitarbeiter fehlende Qualifikationen vorwerfen und die auch noch viel Geld dafür bekommen.
Man muß mehrere Stunden arbeiten und bekommt sogar weniger Lohn. :icon_confused:
Der Wettbewerb, wer weniger Lohn bekommt und mehr arbeitet ist in.

Die Arbeitgeber lachen sich einen, über soviel Blxdheit.
Vor Jahrzehnten hätte ein AG nichtmal offiziell daran gedacht, seine MA schlecht zu zahlen.
 

wolliohne

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Ver.di gibt grünes Licht für den Billig-Paketboten

Ver.di muss sich geschlagen geben: Die Post spaltet sich auf in eine alte und eine neue Post. Eine Billigtochter übernimmt nach und nach die Paketauslieferung – und zahlt deutlich niedrigere Löhne. […]
Vier Wochen Poststreik bedeuten aber auch: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten muss eine Gewerkschaft bei der Post einer ganz wesentlichen Weichenstellung des Vorstands zustimmen, die sie eigentlich verhindern wollte.
“Es ist nicht gelungen, die Deutsche Post AG von einer Rücknahme der DHL Delivery GmbHs zu überzeugen”, ist als dünner Satz in der Mitteilung von Ver.di nach der Tarifeinigung zu lesen. […]
Den Kompromiss aber hat die Gewerkschaftsseite gemacht. Denn wohin die Entwicklung der Post gehen wird, das steht in diesem eher nüchternen Satz der Mitteilung: “DHL Delivery-Gesellschaften sind Plattform und Wachstumstreiber des boomenden E-Commerce Geschäfts in Deutschland.” […]
Vor diesem Hintergrund ist die Ankündigung zu verstehen, dass in den Delivery-Paketgesellschaften Tausende neue Stellen entstehen sollen: Von jetzt 6500 Mitarbeitern soll diese Zahl bis zum Jahr 2020 auf 20.000 Beschäftigte steigen. Aber genau das hatte die Post schon vor dem Beginn der Tarifrunde mitgeteilt.
Quelle: WELT Anmerkung unseres Lesers J.A.: Die “Gewerkschaft” ver.di sollte sich einfach auflösen und Platz schaffen für eine Gewerkschaft.
 
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AW: Ver.di gibt grünes Licht für den Billig-Paketboten

Wozu braucht man noch solche Gewerkschaften?? Es wäre kostensparend, die gleich im Vorzimmer der Arbeitgeber unterzubringen. Gleich und gleich gesellt sich ja gern.
 

nowork

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AW: Ver.di gibt grünes Licht für den Billig-Paketboten

Das war ein Stück weit zu erwarten! Nicht anders sieht es z.B. bei Lufthansa mit ihren Billiglohn-Töchtern aus!
Große Dax-Unternehmen gliedern massiv interne Bereiche aus (Service-Einheiten, Personalabt., Kantinen, selbst konzerneigene Zaf's soll es geben).

Die Gewerkschaften haben es einfach versäumt frühzeitig Gegenposition zu beziehen und aktiv dagegen vorzugehen!

:icon_motz:
 

nowork

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AW: Ver.di gibt grünes Licht für den Billig-Paketboten

Wozu braucht man noch solche Gewerkschaften?? Es wäre kostensparend, die gleich im Vorzimmer der Arbeitgeber unterzubringen. Gleich und gleich gesellt sich ja gern.

Nö! Die könnte man gleich mit einem Effizienzsteigerungs-Projekt einsparen!

:icon_mrgreen:
 
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AW: Ver.di gibt grünes Licht für den Billig-Paketboten

Aus einem Artikel von Anfang 2015:

Die Post will in den 49 Regionalgesellschaften unter dem Namen DHL Delivery Gmbh bis zu 20.000 Arbeitsplätze für die Paketzustellung schaffen. Der Plan wird insbesondere von Gewerkschaftsvertretern scharf kritisiert, weil in den Regionalfirmen nicht nach dem Haustarif, sondern nach den Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche gezahlt werden soll. Heute beim Mutterkonzern befristet beschäftigte Mitarbeiter, deren Verträge bald auslaufen, sollen der Post zufolge bevorzugt in den neuen Gesellschaften eingestellt werden.

Die Beschäftigten sollen also die ganzen Post-Extrawürste nicht mehr bekommen, sondern genauso bezahlt werden, wie im Rest der Branche auch. Ehrlich: Finde ich gut!
 
E

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AW: Ver.di gibt grünes Licht für den Billig-Paketboten

Don't feed the troll.
 
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AW: Ver.di gibt grünes Licht für den Billig-Paketboten

Na ja, wenn man seine ganzen Beiträge so liest:icon_evil:
Bestimmt irgend so ein Unternehmerar..., der seine eigenen AN ausbeutet, und sich die 100er in die feuchte Hose steckt.
 

AnonNemo

Super-Moderation
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Teile der Bevölkerung stellen sich ja noch auf die Seite der AG.
"die sollen endlich aufhören zu streiken, denn ich will meine Post (auch wenn das Meiste nur Werbung ist (Privathaushalte))."
... diejenigen sind dann die ersten bzw. lautesten die gegen die eigene Gewerkschaft/Streikenden stänkern wenn in der eigenen Firma/Branche gestreikt wurde und die Anfangsforderungen nicht zu 100% erreicht wurden!
(M)Ich :icon_kotz2: "diejenigen" sowas von an!
 
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