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Politiker in der Wirtschaft - nicht korrupt, aber korrumpiert

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druide65

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#1
Da wechselte Gerhard Schröder vom Kanzleramt in den Aufsichtsrat des Konsortiums für die Ostsee-Pipeline, nachdem er zuvor das Projekt befördert hatte und auch ansonsten die Interessen der beteiligten Energiekonzerne gut bedient hatte. Da übernahm Hildegard Müller den Chefposten beim Bundesverband der Energiewirtschaft, und nutzt dort das wertvolle Kontaktnetzwerk, das sie zuvor als Staatsministerin im Kanzleramt von Angela Merkel weben konnte. Da kürte die Deutsche Bank den früheren, für die Bankenaufsicht zuständigen SPD-Finanzstaatssekretär Kajo-Koch-Weser zum „Vice-President“ oder der grüne Staatssekretär Matthias Berninger wechselte direkt vom Verbraucherschutzministerium zum Nahrungsmittel-Konzern Mars. Auch in umgekehrter Richtung gibt es erstaunliche Karrieren. So leitet etwa derzeit Gerhard Hennenhöfer die Abteilung Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium, obwohl er zuvor als Generalbevollmächtigter dem Stromkonzern und Atomkraftbetreiber Eon diente. Auch Ottmar Issing, Ex-Chefökonom der Europäischen Zentralbank wurde von der Kanzlerin zum Leiter der „Expertengruppe neue Finanzmarktarchitektur“ berufen, obwohl er gleichzeitig beim US-Geldkonzern Goldman Sachs als Berater unter Vertrag steht. Und das ist nur eine kleine Auswahl. Wer mehr wissen will, der konsultiere die Webseite der Organisation Lobbycontrol (LobbyControl. Initiative fr Transparenz und Demokratie) , deren Aktivisten vorbildlich das dichte Geflecht zwischen Politik und Wirtschaft dokumentieren und so zumindest ein wenig Transparenz in einem ansonsten höchst undurchsichtigen Feld schaffen.
Kontrapunkt: Politiker in der Wirtschaft - nicht korrupt, aber korrumpiert - Meinung - Tagesspiegel
 

physicus

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#3
davon abgesehen das ein politiker in der führung eines wirtschaftsunternehmens nichts verloren hat, gehe ich ganz stark davon aus, das wenn er dort sitzt seine aufgabe darin besteht vorteilsnahme zu betreiben, sowie die investoren zu schützen indem er staatliche gelder locker macht um pleiten und verluste ab zuwenden.

beispiele gibts da genug siehe nur philipp holzmann AG ;)

so lange wie sich politiker auf den chefsesseln der unternehmen breit machen wird es dort immer korruption, vorteilsnahme und andere gesetzeswiedrige dinge geben, die fein säuberlich von der selben klientel gedeckt werden.

mfg physicus
 

Feind=Bild

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#4
...
so lange wie sich politiker auf den chefsesseln der unternehmen breit machen wird es dort immer korruption, vorteilsnahme und andere gesetzeswiedrige dinge geben, die fein säuberlich von der selben klientel gedeckt werden.
...
Daher bin ich dafür, daß das MdB-Mandat ein reines Ehrenamt (mit Aufwandsentschädigung in vernünftigem Rahmen) wird und die Angebordneten deutlich machen müssen (von mir aus mit Sponsor-Namen am Kragen wie bei Sportlern), wessen Interessen sie vertreten.
 

druide65

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#5
Daher bin ich dafür, daß das MdB-Mandat ein reines Ehrenamt (mit Aufwandsentschädigung in vernünftigem Rahmen) wird und die Angebordneten deutlich machen müssen (von mir aus mit Sponsor-Namen am Kragen wie bei Sportlern), wessen Interessen sie vertreten.
Ich glaube in diesem Fall reicht der Kragen dafür nicht aus....
 

ThisIsTheEnd

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#7
Daher bin ich dafür, daß das MdB-Mandat ein reines Ehrenamt (mit Aufwandsentschädigung in vernünftigem Rahmen) wird und die Angebordneten deutlich machen müssen (von mir aus mit Sponsor-Namen am Kragen wie bei Sportlern), wessen Interessen sie vertreten.
Sehe ich anders.
Wenn dieses Parteiensystem gerettet werden soll, muß das Hauptziel unabhängige Politiker sein. Also Diäten um mindestens die Hälfte erhöhen. Verbot von Parteispenden und Nebentätigkeiten. Drastische Reduzierung von Pensionsansprüchen aus Abgeordnetentätigkeit. Finanzierung der Partein ausschließlich anhand der aktuellen Wahlergebnisse.
 

Feind=Bild

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#8
Sehe ich anders.
Wenn dieses Parteiensystem gerettet werden soll, muß das Hauptziel unabhängige Politiker sein. Also Diäten um mindestens die Hälfte erhöhen. Verbot von Parteispenden und Nebentätigkeiten. Drastische Reduzierung von Pensionsansprüchen aus Abgeordnetentätigkeit. Finanzierung der Partein ausschließlich anhand der aktuellen Wahlergebnisse.
Wäre vielleicht wünschenswerter. Aber meins vermutlich realistischer. :biggrin:
 

Clint

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#9
Daher bin ich dafür, daß das MdB-Mandat ein reines Ehrenamt (mit Aufwandsentschädigung in vernünftigem Rahmen) wird und die Angebordneten deutlich machen müssen (von mir aus mit Sponsor-Namen am Kragen wie bei Sportlern), wessen Interessen sie vertreten.
Da ist wirklich mal von Amerika lernen gleich siegen lernen.
Da kann sich jeder entscheiden ob er Bayer, Krupp oder Mercedes in den Senat, den Kongress oder als Gouverneur wählen will.
Dort muß jeder $ Spende angegeben werden.
Warum das bei uns nicht geht??? Einen Vorstoß in die Richtung gabs mal, ist aber auf breiter Linie im Bundestag gescheitert.

LG

Clint
 

Volker

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#10
Strickte trennung zwischen kirche und Staat, warum nicht auch strickte trennung zwischen

viel Privatbesitz, Wirtschaft und Staat?

Aber was reden wir. Der kapitalismus kämpft gerade mit seiner
tödlichen Krankheit. Da wirds auch schon mal ungemütlich.
Fürs Volks ungemütlich.

:icon_pause:
 

trx123

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#11
Sehe ich anders.
Wenn dieses Parteiensystem gerettet werden soll, muß das Hauptziel unabhängige Politiker sein. Also Diäten um mindestens die Hälfte erhöhen.
Und wenn du denen dreimal mehr zahlst, ändert sich nichts.

Unser Parteiensystem hat den Fehler, das es eigentlich eine Art Filtersystem ist.

Nur machtgeile Opportunisten* schaffen es bis nach oben.

Idialisten müssen sich anpassen oder gehen ein, weil sie keine Unterstützung bekommen.

Das Geld ist nicht ihr oberstes Interesse sondern Einfluss, denn das ist gut fürs Ego.

Wohlhabend sein ist kein Garant für Ehrlichkeit.



*Opportun heißt „herangetragen“ (wörtlich), „gelegen“ (figurativ), und bezieht sich auf eine günstige Gelegenheit; der Opportunist geht weiter, er nutzt eine günstige Gelegenheit ohne Rücksicht auf Konsequenzen oder eigene Wertvorstellungen zu seinem Vorteil. Es ist ein überwiegend negativ besetzter Begriff: Der Opportunismus stellt die Zweckmäßigkeit über die Grundsatztreue.

In der Ökologie bezeichnet Opportunismus ein Verhalten von an sich harmlosen Parasiten, die bei einer Abwehrschwäche des Wirtes zu gefährlichen Krankheitserregern werden (siehe unter Parasitismus).
Opportunismus
 
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