Plusminus vom 15.02.11- ein PAV wehrt sich...

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Rounddancer

Gast
Gestern Abend war im ARD-Magazin 2plusminus" mal wieder das Thema Hartz IV angesagt.

Dabei kam u.a. heraus, daß die Jobcenter einem bekannten ERwerbslosen-Beschäftigungsunternehmen rund 3,28 Euro pro Mann und Stunde zahlen, damit diese die Hartz IV-Empfänger u.a. mit Glasmalerei beschäftigt.


DasErste Mediathek [ARD] - Plusminus - Hartz IV: Förderprogramme in der Kritik

Da Plusminus nebenbei aber im Rundumschlag auch noch gegen die ja nur bei Erfolg (=Erwerbsloser kommt für mind. sechs Wochen, bzw. mind. 6 Monate in Arbeit) honorierten privaten Arbeitsvermittler wetterte, wehrt sich nun ein solcher privater Arbeitsvermittler:

plusminus - bewusste Lüge oder nur schlampige Recherche
 

ethos07

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Wir sind ja immer echten Argumenten gegenüber offen

Wo dieser PAV sicher schon mal gar nicht recht hat: dass die 'kleinen dummen Arbeitnehmer' von dieser Billig-Herumschubserei einen "sozialen Gewinn" hätten.

Was er z.B. auch nicht beschreibt: das viele PAVs in Absprachen mit Hotelketten u.ä. Arbeitgebern kooperieren: die Billigarbeitskräfte - wie Zimmerboys und -girls etc. (hatten wir hier ja auch mal User hier, die das so beschrieben haben) werden nach ca. 7 Wochen einfach wieder ausgetauscht - und schon blüht ein lukratives Geschäft für die PAVs bei eigentlich Null Arbeit.
 

JayCON

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Wir sind ja immer echten Argumenten gegenüber offen - ob der PAV rechnerisch recht hat, gilt es also zu prüfen!

Wo er sicher schon mal gar nicht recht hat: dass die kleinen Dummen Arbeitnehmer von dieser Billig-Herumschubserei einen "sozialen Gewinn" hätten - .

Sorry - ich habe da nichts gelesen von Billig-Herumschubserei - woher hast Du diese Zusatzinformation?


... Was er z.B. nicht beschreibt: das viele PAVs in Absprachen mit Hotelketten u.ä. Arbeitgeber arbeiten: die Billigarbeitskräfte - wie Zimmerboys und -girls etc. (hatten wir hier ja auch mal User, die das so beschrieben haben) werden nach ca. 7 Wochen einfach wieder ausgetauscht - und schon blüht ein lukratives Geschäft für die PAVs bei eigentlich Null Arbeit.

Ebenfalls beschreibt er nicht, dass der Private Arbeitsvermittler keinerlei Möglichkeit hat, Druck auf den Kunden auszuüben - unterschreibt der zu vermittelnde also einen Vertrag (und nur dann verdient der Private Arbeitsvermittler sein Geld), hat dieser das wissentlich und willentlich getan, also scheinbar die Konditionen akzeptiert.

Aber ich will mit meinen Fragen nicht ablenken - Deine Eingangsäußerung lautete

... ob der PAV rechnerisch recht hat, gilt es also zu prüfen!

Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

LG JayCON
 

Stefan26

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Dieser Adalbert Jablonski bringt das ARD-Magazin Plusminus in Misskredit, indem er scheinheilig fragt:
https://www.pav.arbeitweg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=25:plusminus-bewusste-luege-oder-nur-schlampige-recherche&catid=2:news meinte:
mit welchem Vorwurf kann man einen Redakteur besser treffen:Inkompetent recherchiert zu haben oder wissentlich die Unwahrheit zu berichten?


Um sodann mit seiner Verachtung über diese Sendung herauszurücken:
https://www.pav.arbeitweg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=25:plusminus-bewusste-luege-oder-nur-schlampige-recherche&catid=2:news meinte:
Ich überlasse Ihnen die Entscheidung – zugegeben hier nur zwischen Pest und Cholera - aber mehr haben Sie meines Erachtens in diesem Falle nicht verdient.


2.000,- € pro Vermittlung zocken die ab. Aber nicht beim Arbeitgeber, nein beim Steuerzahler. :icon_kotz:


Er behauptet
https://www.pav.arbeitweg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=25:plusminus-bewusste-luege-oder-nur-schlampige-recherche&catid=2:news meinte:
Sie bringen eine Branche in Misskredit


Ich sage: Hoffentlich!
 

JayCON

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Hallo Stefan,

wenn im Gesetz steht, dass die erste Provisionsrate nach 6 Wochen, die zweite nach 6 Monaten bezahlt wird, der Redakteur aber schreibt "Durch Vermittlungsgutscheine kassieren sie für jeden Arbeitslosen, dem sie Arbeit beschaffen, Geld beim Staat, egal wie lange er beschäftigt bleibt"
sind wir uns da einig, dass das demzufolge eine Lüge oder eine schlampige Recherche sein muss?

Mit dem Satz Pest oder Cholera wird nicht die Verachtung über eine Sendung ausgedrückt, sondern in der wörtlichen Rede der Redakteur gefragt, ob ihm aufgrund seiner falschen Formulierung lieber Irrtum (schlechte Recherche) oder Absicht unterstellt werden soll.

Die 2.000 Euro pro Vermittlung, die "abgezockt werden", kann er nur "abzocken", weil ein Arbeitsuchender diesen Vertrag unterschreibt - dieser macht es nur deshalb, weil er weiß, dass der Steuerzahler für ihn bezahlt. Das ganze Procedere hat der Gesetzgeber so im Gesetz festgelegt - insofern ist das Geld nehmen genau so legal, als wenn ein Anwalt sich - aufgrund eines Beratungsgutscheins vom Steuerzahler - für die Hilfe eines Bedürftigen honorieren lässt.

Lass uns doch fair beim Thema bleiben.
 

Martin Behrsing

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Wieso wird diesem PAV soviel Raum hier gegeben. Seine PM interessierte die Medien nicht im geringsten. Duch unser Forum jetzt leider schon.
 
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Rounddancer

Gast
2.000,- € pro Vermittlung zocken die ab. Aber nicht beim Arbeitgeber, nein beim Steuerzahler.

Nun, wie selbst bei "Fiddler on the roof" dokumentiert, wurden Vermittler mindestens bei Erfolg stets entlohnt,- auch beim biblischen Volk des Herrn, und somit, seit es die Welt gibt.

Das bedeutet eigentlich im Falle der Arbeitsvermittlung, daß bei erfolgreicher Vermittlung eines Arbeitsplatzes entweder der Arbeitnehmer,- oder der Arbeitgeber bezahlen müßte,- oder sie sich das Honorar irgendwie teilten.

Nur: Der Arbeitnehmer, so dankbar er -erst recht aus langer Erwerbslosigkeit heraus - für die Vermittlung ist,- und so gerne er das Honorar zahlen würde,- meist ist er durch die lane ERwerbslosigkeit wirtschaftlich so sehr geschwächt, daß seine Taschen leer sind.
Dies bedeutet: Eigentlich sollte dann die Ehrenpflicht, das Vermittlerhonorar zu zahlen, am wirtschaftlich stärkeren Partner, dem Arbeitgeber.

Das war so, und das sollte eigentlich so sein. Eigentlich.
Doch leider hat die größe Erwerbslosigkeit die Arbeitgeber in ihrer Marktmacht immens steigen lassen,- denn Arbeitsplätze sind rar, erwerbslose Menschen leider nicht.
Und so können die Arbeitgeber die Konditionen festsetzen, unter welchen sie Leute einstellen. Dabei ist es eingerissen, daß nun Arbeitgeber kaum noch für Kosten des Bewerbers zum Vorstellungsgespräch aufkommen, und sie weigern sich vielfach, die Arbeitsvermittler zu bezahlen.

Da der Staat aber nicht auf so massig vielen erwerbslosen Menschen sitzenbleiben, sondern wenigstens die in Arbeit bringen will, für die Stellen da sind, -und weil die eigenen Arbeitsbehörden damit überfordert sind, -muß halt der Staat die privaten Arbeitsvermittler bei Erfolg entlohnen.

Immerhin: Jeder Mensch mehr in Arbeit, schöpft nicht nur wieder Hoffnung, pumpt nicht nur sein Selbstwertgefühl wieder auf,- und schüttelt die Depression ab, nein, jeder Mensch in Arbeit zahlt auch wieder Steuern und Sozialversicherungsbeitrage selbst.
Darum ist es eine notwendige Ersatzlösung, wenn der Staat das Erfolgshonorar des PAV bezahlt.
 

JayCON

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Wieso wird diesem PAV soviel Raum hier gegeben. Seine PM interessierte die Medien nicht im geringsten. Duch unser Forum jetzt leider schon.

Hallo Martin,
hallo liebes Forum,

kann es sein, dass der Private Arbeitsvermittler hier als Feindbild dient? Was ist der Grund dafür?

Liebe Grüße
JayCON
 
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