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plötzliche Einstellung von Mietanteil und Alleinerziehenden Zuschuss rechtens?

hannah88

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#1
Hallo,

folgende Situation:
ich bin alleinerzehend und lebe mit meiner 6 jährigen Tochter in einer Bedarfsgemeinschaft.
Desweiteren mache ich grade eine betriebliche Ausbildung und befinde mich seit Sept.´15 im 3. Lehrjahr.

Unseren Lebensunterhalt bestreiten wir mit folgenden Einnahmen:
-Mein Ausbildungsgehalt
-BAB
-Unterhaltsvorschuss
-Kindergeld
-Wohngeld
sowie
-Mehrbedarfe für Auszubildende (Alleinerziehenden Zuschuss) und
-Mietanteil für meine Tochter, beides vom JobCenter.

Letzte beide Punkte wurden mir nun im August ab Sept. versagt mit der Begründung ich hätte Einkommen und eine Nachzahlung von der Wohngeldstelle erhalten von denen ich leben könne und ich möchte bittte Nachweise erbringen.

Das heißt mir fehlen seit Sept. jeden Monat knapp 300€ und meine Schreiben diesbezüglich werden nicht beantwortet und ich bekomme keinen neuen Bescheid.

Hintergrund Infos die evtl wichtig sind:

Einkommen: ist mein Ausbildungsgehalt, welches jeden Monat gleich ist und dem JobCenter selbstverständlich bekannt. Einzige Änderung, es hat sich mit dem Beginn des 3. Lehrjahres um knappe 50€ erhöht. Ist dem jobcenter aber auch mitgeteilt worden.

Wohngeld: musste ich anfang des Jahres (Februar) neu beantragen bzw. weiterbewilligen lassen. Hat sich von knapp 110€ auf 60€ verringert, durch das gestiegene Ausbildungsgehalt und wurde aber auch erst im glaub Juli wieder bezahlt. Daher die Nachzahlung.

Meine Frage ist nun ist die Einstellung der Zahlung von Alleinerziehenden Zuschuss und Mietanteil für meine Tochter unter dieser Begründung korrekt? Und falls nicht wie kann/muss ich beim JobCenter argumentieren? (wollte da jetzt mal persönlich hin da Post und Telefon ja nix bringt)

Meiner Meinung nach haben diese Bezüge ja nichts miteinander zutun.
Das Wohngeld erhalte ich nur für mich da sind die Bezüge meiner Tochter rausgerechnet, und bei Ihrem Mietanteil ist ebenso mein Wohngeld rausgerechnet.
Mein Ausbildungsgehalt reicht bei weitem nicht zum Leben und deckt nichtmal die Miete.

Sämtliche Bescheinigungen über sämtliche Bezüge sowie laufende Gehaltsabrechnungen und einige Kontoauszüge der vergangenen Monate liegen dem JobCenter mehrfach vor.

Wer kennt sich aus und kann mir sagen was korrekt ist und wie meine Rechte sind ?

Freue mich über Antworten und bedanke mich schonmal
 
E

ExitUser

Gast
#2
Kann man denn gleichzeitig Geld vom JC u. Wohngeld beziehen? Ich dachte immer, das gibt es nicht.
 

hannah88

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#3
Schenbar schon, da ich von keiner stelle mehr mietzuschüsse bekommen habe. der Wohngeldstelle sind ja ebenso alle einkünfte bekannt, und sie haben den Antrag positiv beschieden. also muss es wohl gehen.
Ich bin auch erst dazu gekommen nachdem ich bei einer Beratungsstelle war weil ich in der Ausbildung plötzlich weniger Geld zum leben hatte als vorher nur mit hartz4 und dachte na das kanns ja wohl nicht sein, das man noch weniger raus hat wenn man arbeitet. und die meinten ich soll Wohngeld beantragen, das ginge bei mir wohl. Glaube der ausschlaggebende Faktor hatte was mit meiner Tochter zu tun. Also das es nur mit Kindern geht, aber genau weiß ichs leider nicht mehr.
 

Helga40

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#5
Müsste man die Bescheide sehen, sowohl ALG 2 als auch Wohngeldbescheid. Und die anderen Daten wie Brutto/Nettolohn, Höhe BAB usw. kennen.

Die Nachzahlung Wohngeld ist jedenfalls schonmal nicht auf andere Monate als den Monat des Zuflusses anzurechnen. Wenn das JC das gemacht hat, wäre das falsch.
 

Kehro

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#6
Kann man denn gleichzeitig Geld vom JC u. Wohngeld beziehen? Ich dachte immer, das gibt es nicht.
Gibt es eigentlich auch nicht. Entweder Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft oder Wohngeld.
Da scheint generell etwas falsch zu sein.

Edit: Aber ohne die Bescheide tappt man da im Dunkeln.
 

SanIker

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#7
Das gäbe es nur wenn dein Kind den Bedarf durch UH/UHV + Kige selber deckt, dann gibts Wohngeld, aber nicht für dich nur fürs Kind
 

Kehro

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#8
Das gäbe es nur wenn dein Kind den Bedarf durch UH/UHV + Kige selber deckt, dann gibts Wohngeld, aber nicht für dich nur fürs Kind
Dann wäre es aber Einkommen der Tochter.

Offenbar gibt es aber doch eine Möglichkeit Wohngeld+Alleinerziehendenzuschlag zu erhalten während das Kind im SGB II-Bezug bleibt. Ich hatte das oben falsch gelesen und gedacht hannah88 erhält auch einen KDU-Zuschuss.

http://www.harald-thome.de/media/files/Auszubildende-und-Unterkunftskosten.pdf
 

SanIker

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#9
Ah okay, danke.
Erklärt aber noch nicht warum die auf einmal Mietanteil und Aez einstellen.
Ich würde mit allen Unterlagen beim JC aufschlagen und nicht abwimmeln lassen.
300€ sind viel Geld und ich bezweifel das dass rechtens ist.
 

hannah88

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#10
Hallo zusammen, also ich war jetzt am Donnerstag auf dem Jobcenter und die Wohngeld nachzahlung wurde auf 6 Monate umgelegt und wird zusammen mit der laufenden Zahlung in den nächsten 6 Monaten angerechnet. Sie meinte hätte sie es mit einmal angerechnet wäre ich komplett aus dem Bezug rausgefallen... also ist das doch besser so oder ?

Habe eine Teil-Barauszahlung erhalten, der Rest wird überwiesen und den neuen Bescheid bekomme ich per Post. Diesen habe ich jedoch auch noch nciht gesehen vor ort und hoffe da ist dann sonst alles korrekt. Sonst würd ich den hier gerne nochmal zeigen.

Warum das nun 3 Monate lang nicht bearbeitet wurde konnte/wollte sie mir aber auch nicht beantworten -.-
 

Helga40

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#11
Hallo zusammen, also ich war jetzt am Donnerstag auf dem Jobcenter und die Wohngeld nachzahlung wurde auf 6 Monate umgelegt und wird zusammen mit der laufenden Zahlung in den nächsten 6 Monaten angerechnet. Sie meinte hätte sie es mit einmal angerechnet wäre ich komplett aus dem Bezug rausgefallen... also ist das doch besser so oder ?
Das ist aber falsch. Einmalige Leistungen können gem. § 11 Abs. 3 SGB II auf 6 Monate aufgeteilt werden, wenn ansonsten der Leistungsanspruch in einem Monat entfiele. ABER: die Nachzahlung von Wohngeld ist keine Einmalige Leistung, Wohngeld hat den Charakter einer laufenden Leistung und ist daher auch als solche anzurechnen. Das bedeutet, dass die Nachzahlung nur im Monat des Zuflusses angerechnet werden durfte, du in dem Monat keinen Anspruch hättest und dann ab dem nächsten Monat wieder normal (unter Anrechnung des laufenden Wohngeldes natürlich).

Das hat jetzt das BSG in m. W. n. mind. 3 Entscheidungen so bestimmt, die letzte von April diesen Jahres: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=13930
 
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