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Plfegebedürftigkeit und Selbstbehalt

verona

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Hallo,

habe mal eine Frage, die nicht dirket mit Sozialgeld zusammenhängt.
Wenn jemand ca. 900,-Eruo Rente erhält und wird durch einen Pflegedienst betreut, inwieweit muss die Rente eingesetzt werden?
Im Pflegeheim bleibt ja nur ein Betrag von ca. 120,-Euro übrig für den Betroffen, aber zu Hause? Besteht ein Selbstbehalt, Schonvermögen?
 
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Gast
Verona,

bei der häuslichen Pflege gibt es keinen Selbstbehalt. Wenn die Rente zusätzlich zu den Pflegeleistungen der Kasse nicht ausreicht muß Grusi dazu beantragt werden.
 
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Gast
verona

Pflegestufe ??? Wie oft kommt der Pflegedienst am Tag ??? Hilfestellung durch Angehörige???

Es gibt Beispiel - Rechner von Krankenkassen wo örtliche Pflegedienste ihre Leistungen nach meinen genannten Kriterien ausrechnen lassen.

Da musst du eingeben: Pflegestufe, wie oft kommen am Tag, welche Verrichtungen (zb. große Morgen/Abendtoilette, Windeln, Unterstützung durch Angehörige usw...

Da sieht du dann wie viel diese verlangen bzw. was vom Pflegegeld über bleibt.


liesa
 
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Gast
Die Situation wurde hier schon mal geschildert:

http://www.elo-forum.org/schwerbehinderte-gesundheit-rente/126959-rente-pflegebeduerftigkeit.html

Lies Dir das Urteil bitte durch, was passiert wenn die Pflege nicht durch Angehörige sichergestellt werden kann. Wenn Bruder und Schwägerin nicht pflegen und die Rente der alten Dame nicht reicht, wird die Pflegekasse bei der halbjährlichen Überprüfung der Pflege hellhörig.

http://www.curendo.de/pflegegeld/pflege-muss-bei-pflegegeld-gesichert-sein.html

Das kann bis zur Einstellung der Pflegeleistungen gehen, mit allen Folgen. Z. B. das die alte Dame in ein Heim eingewiesen, und eine amtsrichterliche Betreuung angeordnet wird. Was dann an Schulden aufläuft geht im Zweifel an die Angehörigen, nach Prüfung der finanziellen Lage (hier gibt es schon gewisse Selbstbehalte). D. h. auch ein vorgezogenes Erbe (10 Jahresfrist) wie im Falle Deines Bruders wird zur Sicherstellung der Pflege herangezogen.
 
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Gast
hier nochmals:

Pflegeversicherung -:- Pflegestufe 2

Bei Pflegestufe II werden ab dem 1.1.2012
440 € Pflegegeld bzw. 1100 € als Sachleistung ausgezahlt.
Wenn eingeschränkte Alltagskompetenz (siehe BRi, Seiten 73-4) bescheinigt wurde, können seit 2008 bis zu 2400 € pro Jahr für die Nutzung gerontopsychiatrischer Zusatzangebote in Anspruch genommen werden. Mit der Pflegereform 2012 wurde beschlossen, dass ab dem 1.1.2013 für diesen Personenkreis zusätzlich zu den Leistungen der Pflegestufe II monatlich 85 € Pflegegeld oder bis zu 150 € für Sachleistungen pro Monat gezahlt werden.


Wenn nur die Sachleistung, also der Pflegedienst übernimmt, werden lediglich die 1100€ bezahlt, dazu kommen max. 200€ für die eingeschränkte Alltagskompetenz. Die Pflege ist eine Versicherungsleistung und keine Sozialleistung die rechnet lediglich Pauschalen ab. D. h. eben auch unter vollem Einsatz des Vermögens, Rente, Einkommen, wenn die Versicherungsleistung der Pflegekasse nicht ausreichen. Wenn die Pflegesachleistung und die Rente in dem Falle nicht ausreichen muß eben geprüft werden in wie weit die GruSi einspringt.

Auch wenn es hart klingt, dann können im Zweifel lediglich die Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden, die von der Pflegekasse übernommen werden. Der Rest an Pflege muß sonst wie sichergestellt werden, durch Angehörige, Bekannte, Freunde.

ein kleine Bemerkung, eine 24 h Pflege/Betreuung über einen Pflegedienst der korrekt nach Tarif bezahlt und günstig mit der Pflegekasse abrechnet würde letztendlich knapp 14 000€ (!) im Monat kosten, das haben wir mal auf der Arbeit ausgerechnet.

Die Alternative dazu kommt aus dem Sklavenmarkt in Fernost über Argenturen die junge Damen vermitteln um ihre "Sprachkenntnisse" zu verbessern und im 3 Monats Turnus wechseln.....Mit dieser fragwürdigen Option könnte von der Rente noch was über bleiben.
 

verona

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Die Situation ist inzwischen so:

Es ist eine 24- Stunden-Haushaltshilfe notwendig, die nun auch vor Ort ist. (Polnische Kraft, die nicht über ein deutsches Büro läuft).
Sie hat (leider nur) Pflegestufe I.
Zunächst wird, wie gesetzlich vorgeschrieben, das Vermögen der Mutter zur Finanzierung verbraucht. Allzuviel ist das jedoch auch nicht. Danach muss der Bruder ran. ( da er das Anwesen erbt und bis jetzt 20 Jahre mietfrei wohnen konnte, er gut verdient, dürfte das nicht allzu leidvoll für ihn sein). Die Rente soll, bis auf ein kleines Taschengeld, dann mit einfliessen. Und hier setzt meine Frage an. Ich hörte mal, dass in so einem Fall ein Selbstbehalt der Rente besteht, wie aber auch ein Schonvermögen von 2.400 Euro.
Dies ist auch bei Sozialgeld ähnlich. Der Regelbedarf wird ja auch nicht mit verrechnet und ein Schonvermögen (1800,-?) bleibt auch.
Warum sollte es bei einer Rente anders sein?
 
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Gast
Das ist eine private Entscheidung und keine gesetzliche Regelung. Ein Privatier muß sich an keine sozialen Vorgaben halten, die poln. Hilfskraft bekommt ja wohl auch keinen tarifl. Mindestlohn bezahlt vom Bruder, oder?
 

verona

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Das ist eine private Entscheidung und keine gesetzliche Regelung. Ein Privatier muß sich an keine sozialen Vorgaben halten, die poln. Hilfskraft bekommt ja wohl auch keinen tarifl. Mindestlohn bezahlt vom Bruder, oder?
Das ist keine private Entscheidung, da er vorsorgebevollmächtigt ist und somit gesetzlichen Regelungen unterliegt. Was die Haushaltshilfe bekommt ist davon erstmal unabhängig und vom Bruder wird sie noch nicht bezahlt.
 
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