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PKW geerbt

Wari30

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#1
Hallo liebe Elo Gemeinde,

ich brauche mal wieder einen Rat von Euch.

Die Mutter meiner Untermieterin ist vor kurzem verstorben. Ein PKW der auf den Namen Ihrer Mutter zugelassen war muß nun auf den Namen meiner Untermieterin zugelassen werden (Ü25, ALG2, alleinerziehend 1 Kind). Sie hat einen 400€ Job für den der PKW notwendig ist. Der PKW wurde schon immer von meiner UM genutzt was dem Amt auch bekannt ist. Die Frage ist nun ob es irgendwelche Probleme beim Amt geben kann wenn der PKW (derzeitiger Wert ca. 3500 €) auf meine UM zugelassen wird.

MfG
 

Wari30

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#3
Der PKW gehörte Ihrer Mutter, war auf diese Zugelassen. Nach Ummeldung und Erhalt des Fahrzeugsbriefs geht der PKW ja in den Besitz meiner UM über. Als Schenkung kann man das wohl nicht deklarieren. Ob man das nun ein Erbe nennt weiß ich allerdings auch nicht genau. Fakt ist ja aber das durch die Besitzübernahme ja ein erheblicher Wert in den Besitz meiner UM übergeht.
 

silka

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#4
Ja, schon klar.
aber der Eigentumsübergang passiert doch erst nach Ummeldung und Zulassung auf die Tochter der Verstorbenen.
Deswegen fragte ich ja, ob das irgendwo steht, daß die Tochter nun den PKW erbt?

Daß der PKW auf sie zugelassen/umgemeldet wird, kann ja auch anders vonstatten gehen.
 

Wari30

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#5
Ja, schon klar.
aber der Eigentumsübergang passiert doch erst nach Ummeldung und Zulassung auf die Tochter der Verstorbenen.
Deswegen fragte ich ja, ob das irgendwo steht, daß die Tochter nun den PKW erbt?

Daß der PKW auf sie zugelassen/umgemeldet wird, kann ja auch anders vonstatten gehen.

Nein das steht nirgendwo. Der PKW wurde von Ihren Eltern mal als Unterstützung für Ihre ehemalige Selbstständigkeit gekauft, finanziert und, bis auf Benzin, bezahlt. (Versicherung, Steuern, Rep. usw.) Alleinerbe ist laut Testament Ihr Vater. Er überlässt Ihr das Auto nun. Sie muß sich in Zukunft aber selber um die Kosten, Zulassund, Versicherung kümmern.
 

silka

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#7
@Purzelina,
ja, vielleicht.
wenn das Auto allerdings als Erbe bezeichnet ist und die Tochter das Auto erben soll, dann gehts nicht so, wie ich im Hinterkopf denke;-)
 

silka

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#9
@Wari
dann ist deine Fragestellung evtl. nicht so richtig??

Was die Eltern (jetzt sinds Eltern??) der Tochter früher mal gesponsort haben, ist doch jetzt nicht relevant.
Jeder kann ein Auto fahren, obwohl er nicht der Eigentümer ist.

Eigentümer des PKW war die Mutter (was ist denn mit dem Vater?), die ist nun leider verstorben.

Wenn nirgends steht,wer das Auto ERBT, dann gibt es eben kein Erbe. Jedenfalls kein Auto.

Wer könnte dieses Auto für billig Geld kaufen??
 

Wari30

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#10
@Wari
dann ist deine Fragestellung evtl. nicht so richtig??

Was die Eltern (jetzt sinds Eltern??) der Tochter früher mal gesponsort haben, ist doch jetzt nicht relevant.
Jeder kann ein Auto fahren, obwohl er nicht der Eigentümer ist.

Eigentümer des PKW war die Mutter (was ist denn mit dem Vater?), die ist nun leider verstorben.

Wenn nirgends steht,wer das Auto ERBT, dann gibt es eben kein Erbe. Jedenfalls kein Auto.

Wer könnte dieses Auto für billig Geld kaufen??

Richtig, Eigentümerin war Ihre Mutter, Ihr Vater ist im Testament als Alleinerbe eingesetzt. Also gehört der PKW nun Ihm. Er überlässt Ihr den PKW nun. Sry wenn meine Fragestellung etwas verwirrt. Kenne mich in Sachen Erbe nicht wirklich aus.
Die eigentliche Frage ist eigentlich nur wie meine UM das Fahrzeug übernehmen kann ohne Prob. mit dem Amt zu bekommen.
 
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#11
Man darf doch einen PKW bis zum Wert von 7500.-€ besitzen wo ist dann das Problem?
Da würde ich garnix sagen/mitteilen da unter Wert, um des FriedensWillen je nach wie dein SB tickt kannst es auch "melden", aber passieren darf da nix da unter der Grenze.
 

Purzelina

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#12
Man darf doch einen PKW bis zum Wert von 7500.-€ besitzen wo ist dann das Problem?
Ja, wenn man ihn bereits besitzt, das hier wäre aber eventuell ein anrechenbarer Zufluss.
 

nightangel

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#14
Der Vater schenkt ihr also das Auto jetzt. Man darf doch im Alg2 Bezug ein Auto besitzen bis zu einem gewissen Wert (die Höhe des Wertes weiß ich gerade nicht aber sicher noch jemand anderes hier).
Bei einem Wert von 3.500€ glaube ich nicht das die Grenze überschritten ist.
Ich würde es einfach auf meinen Namen ummelden und gut ist. Sollte das JC Probleme machen einfach vom Vater ein Schreiben aufsetzen lassen wo er bestätigt das er ihr das geerbte Fahrzeug nun schenkt.
 

gast_

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#15
Richtig, Eigentümerin war Ihre Mutter, Ihr Vater ist im Testament als Alleinerbe eingesetzt. Also gehört der PKW nun Ihm. Er überlässt Ihr den PKW nun. Sry wenn meine Fragestellung etwas verwirrt. Kenne mich in Sachen Erbe nicht wirklich aus.
Die eigentliche Frage ist eigentlich nur wie meine UM das Fahrzeug übernehmen kann ohne Prob. mit dem Amt zu bekommen.
Bitte alle mal beachten: Der Titel wurde falsch gewählt!

Es geht hier nicht um ein geerbtes Auto!

Ein Autobesitzer will ein Auto weitergeben...an einen ALG II Empfänger.
 

nightangel

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#16
Na dann soll der Vater die Schenkung schriftlich bestätigen und gleich mit rein nehmen das Tochter das Auto nur unter der Bedingung, es selber zu nutzen und nicht zu verkaufen, geschenkt bekommt.
Oder eben Vater bleibt Eigentümer (auf dem Papier) aber Tochter Besitzerin, dann kann Tochter das doch ganz normal auch auf ihren Namen anmelden. Nur verkaufen könnte sie es nicht weil Vater ja noch der Eigentümer ist.
 

silka

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#19
OCH, @Wari
dann hat also der Witwer das Auto geerbt. Der Vater deiner UM ist der Erbe.
Warum will der das Auto nun verschenken?
Da kann der Vater das Auto doch lieber einfach ummelden auf seinen Namen. Zahlt Vers+Steuer.
Fertisch.
Alles andere bleibt für deine UM wie gehabt.

Da gibts noch weniger Probs, also gar keine.
 

ZynHH

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#20
Die UM kann doch Steuern und Versicherung zahlen sowie Halter des PKW sein. Der Vater bleibt Eigentümer.
 

rechtspfleger

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#21
Die Anmeldung/Ummeldung/Zulassung eines PKW hat mit den zivilrechtlichen Eigentumsverhältnissen an diesem PKW nichts zu tun.
 

Sprotte

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#22
Richtig, Eigentümerin war Ihre Mutter, Ihr Vater ist im Testament als Alleinerbe eingesetzt. Also gehört der PKW nun Ihm.
Auch wenn es ein Testament gibt,berührt das nicht den Pflichtteil,der steht der Tochter zu.Ausnahmen gibt es nur,wenn sie sich Pflichtteilsunwürdig verhalten hat.War der Wagen Besitz der Mutter,gehört er in die Erbmasse.

Deshalb hat Purzelina recht,den Erbe ist während des Bezuges Zufluss.
Besonders intressant für das Amt,weil es bei einem Pflichtteil lediglich einen Geldzahlungsanspruch gegen den Erben gibt.Der selbst berechnet und gefordert werden muss........

Ja, wenn man ihn bereits besitzt, das hier wäre aber eventuell ein anrechenbarer Zufluss.
 

gast_

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#23
Auch wenn es ein Testament gibt,berührt das nicht den Pflichtteil,der steht der Tochter zu.Ausnahmen gibt es nur,wenn sie sich Pflichtteilsunwürdig verhalten hat.War der Wagen Besitz der Mutter,gehört er in die Erbmasse.
Sorry, aber nicht in jedem Fall erbt ein Kind, wenn ein Elternteil stirbt.

Schon mal was vom „Berliner Testament“ gehört?
In einem Berliner Testament setzen sich Ehegatten gegenseitig als alleinige Vollerben ein und die Kinder als Schlusserben nach dem Längerlebenden.

Für die Kinder bedeutet dies eine Enterbung in Bezug auf den ersten Erbfall, weil der überlebende Ehegatte Alleinerbe wird.
 

Wari30

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#24
Sorry, aber nicht in jedem Fall erbt ein Kind, wenn ein Elternteil stirbt.

Schon mal was vom „Berliner Testament“ gehört?

Hab grade mal nachgefragt. Genau dieses "Berliner Testament" wurde gemacht. Sonst wäre da auch noch etwas mehr für meine UM drin gewesen.
 

silka

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#25
Dann ist es doch ganz einfach:
Es bleibt für deine UM, wie es ist.

Der Eigentümer des Autos ist der Vater.
DER meldet um.
Deine UM nutzt das Auto wie jetzt auch. Und zahlt wie jetzt auch.

Das JC ist ganz draußen.
Deine UM muß noch nicht mal irgendwas melden. Keinem.
 
G

Gelöschtes Mitglied 38337

Gast
#26
Sorry, aber nicht in jedem Fall erbt ein Kind, wenn ein Elternteil stirbt.
Schon mal was vom „Berliner Testament“ gehört?
Und?
Der Pflichteil ist davon nicht verschont und könnte den "pflichtbewusstem Duchschnitts-SB" ggf. auf einige Ideen bringen...:icon_kinn:

vg nochten
 

gast_

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#27
Und?
Der Pflichteil ist davon nicht verschont
Heißt was?

Zitat
In einem Berliner Testament setzen sich Ehegatten gegenseitig als alleinige Vollerben ein und die Kinder als Schlusserben nach dem Längerlebenden.

Für die Kinder bedeutet dies eine Enterbung in Bezug auf den ersten Erbfall, weil der überlebende Ehegatte Alleinerbe wird.
nicht gelesen?

Googeln macht auch schlau, wenn man auf den richtigen Seiten schaut.
 
E

ExitUser

Gast
#28
Das durch das Berliner Testament zunächst enterbte Kind kann dennoch auf seinen Pflichtteil klagen:

Googlen hilft:

http://www.finanzfrage.net/frage/steht-sohn-pflichtteil-zu-auch-wenn-ein-elternteil-noch-lebt-

Berliner Testament

wiki sagt:

Das Pflichtteilsrecht der Kinder kann mit dem Berliner Testament nicht ausgeschlossen werden; jedoch werden die (oft gemeinsamen) Kinder meist ohnehin gesetzliche Erben oder Nacherben nach dem Tod des zweiten Ehepartners und verzichten daher auf den Pflichtteil.
Ist die Frage, ob das JC die Untermieterin nicht sogar zwingen kann, auf den Pflichtteil zu klagen.



Hoffen wir mal, daß jemand, den sie lesen kann, Kiwi darauf aufmerksam macht, daß sie vielleicht doch nicht die richtigen Seiten gegooglet hat. :cool:


Edit:

Man kann (muß aber nicht) im Berliner Testament eine Strafklausel aufnehmen, worauf ein Kind, das seinen Pflichtteil einfordert, dann auch beim Tod des zweiten Elternteils auf den Pflichtteil zurückgesetzt wird. Je nach Höhe des Erbes kann das einen empfindlichen Verlust bedeuten. Je geringer das Erbe, um so geringer wäre allerdings auch der Verlust. Und ob im Falle der Eltern der Untermieterin eine solche Klausel überhaupt enthalten ist, wissen wir eh nicht.
 

jockel

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#29
Na dann soll der Vater die Schenkung schriftlich bestätigen und gleich mit rein nehmen das Tochter das Auto nur unter der Bedingung, es selber zu nutzen und nicht zu verkaufen, geschenkt bekommt.
Oder eben Vater bleibt Eigentümer (auf dem Papier) aber Tochter Besitzerin, dann kann Tochter das doch ganz normal auch auf ihren Namen anmelden. Nur verkaufen könnte sie es nicht weil Vater ja noch der Eigentümer ist.
Richtig, der Vater tritt an die Stelle der verstorbenen Mutter und alles bleibt beim Alten. Erst wenn der Vater mal verstirbt, lebt das Erbproblem für die Tochter wirklich wieder auf.

Und das kann sehr bald passieren, wenn man dem FDP-Propheten Rösler mit seinen 2013er Ankündigungen der Sozialverschlechterungen glauben schenken darf.

Hauptsache genau dieser FDP-Drecksack staffiert seine Parteigenossen in seinem Bundeswirtschaftsministerium wieder mit protegierten Luxusposten derweil aus, weil sie ja so notleidend sind.

Wenn ich das hier lese und gleichzeitig diese Pressenachricht vom Rösler im Hinterkopf habe, dann platzt mir der Kragen.
 

silka

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#31
Was hat jetzt bittschön die bundesrepublikanische Politik mit der Untermieterin des TE zu tun?
Schön bei Sache bleiben bitte!

Bei dieser Sache gibts wenigstens kein Problem. Bei der Untermietrein und dem Auto.
 
E

ExitUser

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#32
Die Anmeldung/Ummeldung/Zulassung eines PKW hat mit den zivilrechtlichen Eigentumsverhältnissen an diesem PKW nichts zu tun.

Genau so ist es!

Das Auto kann beruhigt auf die Untermieterin zugelassen werden. Eigentümer bleibt der Vater. Somit muss dem JC nichts gemeldet werden.


Das Erbe würde ich vollkommen außen vor lassen.
Das JC kann auch beim Berliner Testament u.U. den nicht eingeforderten Pflichtteil auf sich überleiten.
 

Sprotte

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#33
Sorry, aber nicht in jedem Fall erbt ein Kind, wenn ein Elternteil stirbt.

Schon mal was vom „Berliner Testament“ gehört?
Natürlich.Auch das sogenannte "Berliner Testament" setzt den Pflichtteil nicht ausser Kraft,ein weit verbreiteter Irrtum.

Das Nachlassgericht befasst sich nicht mit Pflichtteilsansprüchen,es kümmert sich auch nicht um die Berechnung oder Auszahlung.Es erteilt ebenfalls keine rechtliche Beratung.
Die Verjährungsfrist für die Pflichtteilforderung beträgt 3 Jahre und beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres in dem der Berechtigte Kenntnis vom Erbfall und vom Testament erhalten hat,durch das er von der Erbfolge ausgeschlossen wurde,hier "Berliner Testament" .
Hat er keine Kenntniss,verjährt der Anspruch erst nach 30 Jahren.

Der Berechtigte hat kein Recht auf bestimmte Gegenstände aus dem Erbe.Allerdings muss der Erbe den Pflichtteil auf Verlangen auszahlen.....und genau das,kann für das JC interressant sein,falls die sich mit Erbrecht auskennen........
 

Sprotte

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#35
Das Kind erbt aber erst nach dem Tod des zweiten Elternteils.
Beansprucht das Kind den Pflichtteil nicht oder verzichtet,kann es uU sogar leer ausgehen.

Ein Verzicht muss notariell Beglaubigt werden,sonst ist er ungültig.
Bei Leistungsbezug ist ein Verzicht nicht möglich ohne gravierende Folgen.
 
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