Pilot Projekt- Peilsender für Obdachlose in Dänemark

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Stuhoy

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In Dänemark startet zur Zeit ein Pilotprojekt.


Im dänischen Odense tragen Wohnungslose neuerdings GPS-Peilsender. Jeder Schritt, jede Bewegung wird von den Behörden aufgezeichnet und analysiert. Totale Überwachung? Die städtische Behörde spricht von einer Hilfsmaßnahme.


Odense - Metallspitzen, die aus dem Boden ragen. Sprinkleranlagen, die öffentliche Plätze bewässern, Stahlzäune, Stinkbomben - es gibt viele Versuche, Obdachlose aus dem Bild europäischer Städte zu verdrängen. Nun nutzt eine Gemeinde in Dänemark Peilsender, um Menschen, die auf der Straße leben, zu überwachen. Die Daten gehen direkt an eine städtische Behörde, die Bewegungsabläufe und Aufenthaltsorte der Obdachlosen auswertet.

"Das Ziel ist, möglichst viel über das Leben der Obdachlosen zu erfahren - wir wollen wissen, wohin sie gehen, wann sie dort hingehen, wie lange sie bleiben", sagt der Sozialarbeiter Tom Roenning, der das Projekt in Odense initiiert hat. Quelle: Im dänischen Odense werden Obdachlose per GPS-Peilsender überwacht - SPIEGEL ONLINE
 

Strolchenmann

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Ist das was neues, in Deutschland lässt sich fast jeder Smartphone Nutzer freiwillig überwachen, sei es per GPS oder Facebook & Co
 
E

ExitUser0090

Gast
Doch die GPS-Ortung sei anonym, heißt es: Welcher Obdachlose welchen Peilsender trägt, werde nicht erfasst und eine individuelle Verfolgung der Teilnehmer sei demnach gar nicht möglich, sagt Tom Roenning. Zudem sei die Datenerfassung zeitlich begrenzt. Eine Woche lang werden die Standorte der Obdachlosen aufgezeichnet, alle sechs Monate soll die Messung wiederholt werden.
Vielleicht sollte er das seiner Oma erzählen. Die glaubt das wahrscheinlich.
 

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Die Betroffenen (aus dem Artikel):


Negative Reaktionen blieben bisher aus, dänische Medien berichten positiv über das Projekt. "Wir haben uns bemüht, alle Beteiligten von Anfang an über die Maßnahme zu informieren und sie einzubeziehen", sagt Roenning. Besonders die Obdachlosen hätten mit Begeisterung auf das Projekt reagiert. Die Überwachung werteten sie als Interesse für ihre Bedürfnisse, nicht als Eingriff in die Privatsphäre, sagt der Sozialarbeiter.

Und im Vergleich zum "deutschen Meldezirkus" (Erreichbarkeit JC) scheint das Ganze ja sehr sinnvoll zu sein.

Dazu der Vergleich:


Berlin - Deutschland wird stetig reicher - doch gleichzeitig reicht es bei immer mehr Menschen in der Bundesrepublik nicht mehr für eine eigene Wohnung. In den Jahren 2010 bis 2012 ist ihre Zahl einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) drastisch um 15 Prozent gestiegen.

Quelle:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/s...deutschland-drastisch-gestiegen-a-914380.html


und der Auszug aus Link in Beitrag 1:

Laut einer Studie des Danish National Centre for Social Research haben sich die Obdachlosenzahlen in Odense von 2009 bis 2013 halbiert - Experten loben die städtischen Behörden für die schnelle Vermittlung in Privatwohnungen und die gute Sozialberatung für Obdachlose.
 
E

ExitUser0090

Gast
Artikel im Freitag zum Thema:


Wir wissen wo du schläfst

Armut Im dänischen Odense werden Obdachlose mit Peilsendern ausgestattet. Die Daten sollen die soziale Infrastruktur verbessern, bergen aber die Gefahr des Missbrauchs

Andererseits besteht die Gefahr, dass die Daten für andere Zwecke missbraucht werden. Der Blick in andere Städte zeigt, wie "kreativ" Stadtverwaltungen vorgehen, um den Kampf gegen Obdachlose aufzunehmen. Mülleimer, die das Flaschensammeln erschweren, musikalische Beschallung, Sprinkleranlagen, Metallspitzen oder abgerundete Bänke auf denen man nicht schlafen kann. Es ist durchaus vorstellbar, dass die GPS-Daten nicht nur für, sondern auch gegen die Obdachlosen verwendet werden könnten. 


https://www.freitag.de/autoren/florian254/wir-wissen-wo-du-schlaefst
 
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