Phlegma überwinden

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wahlvieh

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Ist die geplante Demo am Samstag bereits vorher schon wieder zum scheitern verurteilt? Millionen von Arbeitslosen und ausgebeutete Inhaber von Minijobs müßten doch gegen dieses Unrecht, das ihnen zur Zeit angetan wird, zu Hunderttausenden kämpfen. Aber was passiert? Nichts! Einige 10.000 werden erwartet. Wo sind die anderen 5 Millionen? Wollt Ihr, daß die Regierenden und die Konzernchefs wieder einmal über uns lachen, weil wir noch nicht einmal in der Lage sind, unsere LeidensgenossInnen zu mobilisieren?
Warum gibt es keinen Sternmarsch innnerhalb Berlins von den sozialen Brennpunkten zum Alexanderplatz, beginnend z.B. in Neukölln und Kreuzberg, Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen?
Warum gibt es keine Flugblattaktionen mit Einwurf in die einzelnen Haushalts-Briefkästen? Ich selbst hätte vermutlich gar keinen Handzettel erhalten, wenn ich nicht zufällig gerade zur Arbeitslosenverwaltung, also der Agentur für Vermögenslosberatung, in die Neuköllner Sonnenallee hätte gehen müssen. Es gab sogar Leute in der (morgens um 7.30 Uhr) mehrere hundert Meter langen Warteschlange, die den Zettel noch nicht einmal annahmen, unglaublich angesichts des himmelschreienden Unrechts, das uns tagtäglich widerfährt. Die Mehrheit der Wartenden konnte die verteilten Zettel gar nicht lesen, weil es Bürger mit Migrationshintergrund waren.
Solange wir alle es nicht schaffen, unsere Nachbarn vom Fernseher, Computer oder seiner Playstation wegzuziehen und zur Demo zu zerren, solange wird die "Große Koalition gegen Arbeitslose" einen Teufel tun, sich für die Schwächsten in diesem Staat einzusetzen.
Ich könnte kotzen, wenn ich morgen abend in den Nachrichten höre, daß wieder nur 10 oder 20.000 demonstriert haben werden. Wenn wir wirklich ernst genommen werden wollen, dann müssen wir uns genauso professionell organisieren wie es das Kapital und die von ihnen korrumpierten Poitiker und Gewerkschaftsführer gegen uns tut.
Wenn wir nicht wollen, daß Demonstrationen wirkungslos verpuffen, dann müssen wir endlich anfangen, uns politisch zu organisieren, ohne sich an eine der degenerierten Parteien anzuhängen oder von denen instrumentalisieren zu lassen und ggf. eine eigene Partei gründen.
Bereits jetzt ist es höchste Zeit, für die septemberwahlen mobil zu machen und die Leute zu informieren, wie man sinnvoll Protestwählt. Streicht alle Parteien auf dem Wahlzettel durch und schreibt alle: "Ich lasse mich nicht mehr verarschen" darauf. Nur dann wird sich etwas ändern. Die Zeit des zusehens und reagierens ist vorbei. Es wird höchste Zeit, endlich aktiv zu werden. Wenn uns das nicht gelingt, dann fallen wir zurück in den Klassenkampf des 19. Jahrhunderts zu Zeiten der Industrialisierung. Ich schäme mich, daß wir uns das, wofür meine Eltern und Großeltern gekämpft haben, für Mitbestimmung, für geregelte und angemessene Arbeitszeiten, für Arbeits- und Urlaubsgeld, für eine Sozialversicherung, die ihren Namen längst nicht mehr verdient, alles unter dem Vorwand der Globalisierung und Wettbewerbsfähigkeit kampflos wegnehmen lassen. Laßt uns die Heuschreckenschwärme ausrotten mit Stumpf und Stiel!
 
E

ExitUser

Gast
gut gebrüllt löwe

o ja ganz bestimmt wir brauchen ganz dringend eine weitere partei :x

die die bereits politisch aktiv sind tun was sie können

und du :kinn:
 

Arania

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Mir erschliesst sich jetzt nicht was wir aus diesem Beitrag folgern sollen, was soll wie gemacht werden ausser keine Partei mehr zu wählen?
 
E

ExitUser

Gast
Neue Partei in Berlin oder Bundesweit?

Wie wäre es mit

Freiheit
Recht
Und
Soziale
Traditionen

kurz FRUST-Partei?

Was nützt aber eine neue Partei, wenn die alten "neuen" sich auch schon selbst zerfleischen? Jeder will erst mal einen Posten, labert viel, dann Gründung und dann lange nichts, weil ihnen nichts einfällt.
Sei es beim Programm oder der Umsetzung, von der Öffentlichkeitsarbeit ganz zu schweigen.

Sowas mit "Aufstehen und Protestieren" ist leicht gesagt, aber vielleicht die meisten haben schon resigniert und brauchen erstmal wieder etwas, an das sie glauben können.

Ich gehe auch zu keiner Demo, denn mir kommen diese nur als "Werbeveranstaltung" vor mit teilweise verlogenen Parolen oder Solidaritätsbekundungen.
 

Arania

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Parteien sind schwerfällig in ihren Strukturen (schon alleine in den Voraussetzungen, dann Satzungen, dann dem ganzen Prozedere der Wahlen und Posten und Arbeitskreisen) und vor allen Dingen ist es eben so, dann will wieder jeder einen Platz an der Sonne haben, die Verteilungspostenklopperei geht los, das sehe ich auch nicht als Mittel an uns Arbeitslosen zu helfen
 

jones

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Was wir haben, ist ein technisches Problem. Wie kann man die 5 Millionen arbeitslosen Menschen in Deutschland erreichen, sie ansprechen und informieren und zwar zeitnah, so daß eine Organisation überhaupt möglich ist. Die einzige Institution die alle Namen und Adressen hat, zumindest der als arbeitslos gemeldeten Bürger, ist die Bundesagentur für Arbeit und die ist wohl kaum auf unsere Seite. Nicht jeder hat Internet, nicht jeder hat Fernsehen (schon gar nicht, wenn er Hartz IV Empfänger ist).
Die einzige Möglichkeit die ich sehe ist, auf vorhandene Strukturen zurückzugreifen, d.h. die bereits organisierten Gewerkschaften wären in der Lage die Menschen zu erreichen und zu aktivieren. Problem ist aber, das, würden auch die arbeitenden Menschen mit einbezogen werden, es sich um einen politischen Streik handeln würde und der ist in Deutschland verboten. Tun es aber einfach alle, dann haben wir zivilen Ungehorsam und dann ist es eben so ;-)
5 Millionen demonstrierender Menschen auf den Strassen Deutschlands oder sogar in Berlin (Sternmarsch ist natürlich die ulitmative Drohung) bekommen jeden Willen durchgesetzt. Der Ruf nach einer bundesweiten Organisation aller Millionen arbeitsloser Menschen ist verständlich und auch richtig, aber wie gesagt, wir haben ein technisches Problem.
Und wer kennt die Lösung? Her damit, ich bin Dein erster Jünger. :)
 
E

ExitUser

Gast
Toll

aber wenn man dann mit solchen Forderungen wie 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich und anderen Dingen auf die Strasse geht, der macht dann die Ganze Idee kaputt.

Genauso das mit den 10 Euro/Stunde

Ich weis zwar nicht, wer diese Forderungen aufgestellt hat, aber man sollte zumindest etwas machbares "verlangen".

Mit Forderungen, die sogar für einzelne Erwerbslose schon unsinnig sind, bekommt man auch keine Menschenmenge zusammen, denn die gehen lieber für eine Sache bzw. Forderungen auf die Strasse, die sinnvoll sind.

Eine Gesetzesinitiative, die die Arbeitszeit bei EEJ auf 20 Stunden/Woche festlegt, bei einer Bezahlung von 1,5 - 2 Euro wäre vielleicht sinnvoller gewesen.

Ideen hat bestimmt jeder, nur sollte man sich nicht nur auf einige Gruppierungen oder Partein verlassen.

Ich sehe nur den ganzen Protest durch solche Forderungen ins lächerliche gezogen.

So denke ich zumindest.
 
A

Arco

Gast
upssssssss - ich glaube da hat sich einer jetzt ganz schön unbeliebt gemacht :pfeiff: :pfeiff:
 
E

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Gast
Falls ich das war, der sich unbeliebt gemcht hat.....na und?

So sehe ICH das zumindest und wenn jemand was anderes denkt, soll er/sie das schreiben. So könnte zumindest mal eine konstruktive Diskussion zustande kommen.
 

pixelfool

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Eine Gesetzesinitiative, die die Arbeitszeit bei EEJ auf 20 Stunden/Woche festlegt, bei einer Bezahlung von 1,5 - 2 Euro wäre vielleicht sinnvoller gewesen.
Stimmt - und in Schritt 2 des Widerstandes fordern wir dann Lammfellpolster für unsere Fußketten!!!
Das wird unsere Mächtigen ins Schwitzen bringen :lol:
 

Christian51987

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Urviech meinte:
Eine Gesetzesinitiative, die die Arbeitszeit bei EEJ auf 20 Stunden/Woche festlegt, bei einer Bezahlung von 1,5 - 2 Euro wäre vielleicht sinnvoller gewesen.
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
 
E

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Gast
hier in Bayern wird meist bis zu 34,5 Stunden/woche gearbeitet, für 1 Euro/h.

Anscheinend bekommt man aber nur unsinnige Kommentare oder Antworten.
 

pixelfool

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Nein Urvieh, da missverstehst Du etwas! Ich bin grundsätzlich bereit, mich über realistische Ziele im Streben zu einer gerechteren und faireren Gesellschaft zu unterhalten - aber eine Forderung nach der 20-Stundenwoche für 1-Euro-Jobber ist für mich dermaßen weit entfernt von der Lösung all unserer Probleme wie der Ruf nach dem Paradies! Für mich ist die 1-Euro-Praxis keine Erscheinung, an der man mit Minimalforderungen herumdoktoren kann, sondern eine, die weg muss - nicht mehr, nicht weniger! Arbeit unter Zwang angesichts von Millionen von Menschen, die gerne arbeiten würden, ist Idiotie pur! Und die unterstütze ich nicht durch Forderungen nach minimalen Korrekturen.

Allerdings können wir gerne darüber diskutieren, wie wir unsere Forderungen das nächste mal so formulieren, dass sie von mehr Menschen wahrgenommen und unterstützt werden. Dass kann aber m.E. eben nicht bedeuten, dass ich meine Forderungen derart runterschraube, dass auch noch der Letzte damit übereinstimmt (den dann bleibt alles beim alten).
 
E

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Gast
DAS verstehe ich und unterstütze es auch.

Allerdings müsstest auch Du verstehen, das es mit einem "Weg mit Hartz IV" auch nicht gehen wird, denn es gibt noch zu viele in Berlin, die dieser "Reform" zugestimmt haben.

Und ob die anderen Parteien es nicht genauso gemacht hätten ist auch nicht klar.

Das mit der 20 h/woche sollte auch nur als Denkanstoß gelten oder auch als Anfang. Einige sind froh, das sie zumindest einen EEJ bekommen haben.
Der Gedanke war eigentlich, das die "Gemeinnützigen Gesellschaften" usw. mit den 20 Stunden nichts halbes und nichts ganzes bekommen, wenn sie wollen das ihre "Schützlinge" mehr arbeiten, sollten sie auch erheblich mehr bezahlen, z. B. sozialversicherungspflichtig.
So sollte es auch möglich sein, das ALLE Arbeiten, die über 20 Stunden/Woche hinaus gehen, dann soz.vers.pfl. bezahlt werden sollten.

War zumindest eine kleine Überlegung von mir.
 

oc2pus

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Urviech meinte:
DAS verstehe ich und unterstütze es auch.

Allerdings müsstest auch Du verstehen, das es mit einem "Weg mit Hartz IV" auch nicht gehen wird, denn es gibt noch zu viele in Berlin, die dieser "Reform" zugestimmt haben.

Und ob die anderen Parteien es nicht genauso gemacht hätten ist auch nicht klar.

Das mit der 20 h/woche sollte auch nur als Denkanstoß gelten oder auch als Anfang. Einige sind froh, das sie zumindest einen EEJ bekommen haben.
Der Gedanke war eigentlich, das die "Gemeinnützigen Gesellschaften" usw. mit den 20 Stunden nichts halbes und nichts ganzes bekommen, wenn sie wollen das ihre "Schützlinge" mehr arbeiten, sollten sie auch erheblich mehr bezahlen, z. B. sozialversicherungspflichtig.
So sollte es auch möglich sein, das ALLE Arbeiten, die über 20 Stunden/Woche hinaus gehen, dann soz.vers.pfl. bezahlt werden sollten.

War zumindest eine kleine Überlegung von mir.
Hallo Urviech.

Ich verstehe, wenn man an der gestrigen Aktion - die nach wie vor nur ein Auftakt sein soll - bemängelt, dass die skandierten Forderungen (10€-Mindestlohn, Absenkung der Wochenarbeitszeit etc.pp.) für den gemeinen deutschen Politiker bzw. denjenigen Bürger, der der irrigen Annahme unterliegt, ein ALG-II-Empfänger sei faul und habe keine Lust, was zu arbeiten, nach einem Platz an der Sonne klingen. Keine Frage...
Allerdings muss man diese Parolen durchleuchten und im Gesamtkontext sehen, ebenso wie man dringend folgende Annahmen einmal überdenken sollte. https://www.flegel-g.de/zusammenhaenge.html

Wenn du diese theoretischen Annahmen einmal durchdenkst, dann wirken auch die Parolen ganz anders, die für eine solche Veranstaltung notwendig sind, damit das nicht aussieht wie ein Trauermarsch.
 
E

ExitUser

Gast
Die Meinungen und Berichte von Herrn Flegelskamp sind immer sehr interessant.
Aber gegen die immer schneller werdende „Volksverblödung“ gibt es leider viel zu wenige, die noch mitdenken. Es wird lieber der „coole Vogelgrippesong im …Sparabo“ herunter geladen, statt sich mit Problemen auseinander zu setzen.
Sei es weil viele selbst mit großen Problemen behaftet sind, oder weil sie einfach nicht nachdenken wollen, sich mit Parolen selbst in die „herrschende Gesellschaft“ einfügen wollen oder ganz einfach nur resigniert haben.

Da wird zum Beispiel gejammert, das Deutschland in der „Pisa-Studie“ nicht so gut abschneidet, dann wird gesagt, dass sie noch mehr fördern wollen und im Endeffekt werden die Gelder für Bildung und Weiterbildung „durch Sparmaßnahmen“ gekürzt.
Warum? Weil sich „Dumme“ leichter regieren lassen. Die überlegen nicht mehr, hinterfragen die Entscheidungen der „Volksvertreter“ nicht und lassen alles mit sich machen, ein Mensch der sich Gedanken darüber macht ist dann ein „Feind“ der mit allen Mitteln bekämpft werden muss.

Ich selbst habe es auch schon versucht, die Menschen, zumindest auf meine bescheidene Weise, auf zu rütteln, aber außer einige Besucher in der Statistik kamen weder Kritik, Anmerkungen noch Zustimmungen und das deprimiert auch. Dies machte ich schon, bevor ich die flegel-g.de HP (eher durch Zufall) gefunden habe.

Wie sollte man aber etwas auf die Beine stellen, also eine Gruppe „selbstständig Denkender“ zusammen bringen, ohne das einige erstmal hohe Posten haben wollen, Animositäten gegenüber anderen herrschen oder einige nur Groß reden ohne selbst Ideen ein zu bringen?

Man müsste sich doch nur die ganzen Foren von „neuen Parteien“ oder „Vereinen“ anschauen, da gibt es meistens sehr viele die „Mitmischen“ wollen, aber selbst nichts auf die Reihe bekommen.

Das man evtl. eine „neue Partei“ braucht ist eigentlich klar, aber Leute dazu zu bringen, die wirklich und mit eigenen Ideen zusammen arbeiten wollen, die findet man sehr schwer. Entweder werden die Abgeworben von anderen Gruppen oder sie werden boykottiert oder oder …

Leider gibt es auch keine Partei, die ihre Wählerinnen und Wähler nicht belügt, denn anscheinend bekommt man in der heutigen Zeit keine Stimme mehr mit Ehrlichkeit oder „gutem Willen“. Die Leute wollen anscheinend belogen werden und das finde ich sehr traurig.

Dazu käme evtl. die Angst, selbst so zu werden wie die, die man eigentlich „bekämpfen“ will und das ist auch abschreckend.

Ich sehe in absehbarer Zeit zumindest keine politische Kraft, die wirklich das machen will, dass sie ja propagieren.
Ich bin auch nicht der Meinung, das Politiker oder Gewerkschaften uns Erwerbslose richtig vertreten können, denn die wissen eigentlich nur vom „Hörensagen“ wie es einem „Hartz4er“ geht, obwohl sie in manchen Diskussionen sagen „ich kann sie gut verstehen“

Ob es mal eine Lobby für uns geben wird, bleibt auch fragwürdig. Eine offene Rebellion würde auch nichts bringen, also bleibt nur die Aufklärung und die Hoffnung, zumindest dadurch etwas zu erreichen. Vielleicht gibt es einige die sich mit den Gesetzen befassen würden und dann zumindest etwas herausfinden, wie man die bestehenden Gesetze gegen die „Macher“ anwenden könnte, also die Politik mit ihren eigenen Waffen schlägt. Das kann man genauso mit den Medien versuchen.
 

Rinzwind

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Urviech meinte:
Toll

aber wenn man dann mit solchen Forderungen wie 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich und anderen Dingen auf die Strasse geht, der macht dann die Ganze Idee kaputt.

Genauso das mit den 10 Euro/Stunde

Ich weis zwar nicht, wer diese Forderungen aufgestellt hat, aber man sollte zumindest etwas machbares "verlangen".


Mit Forderungen, die sogar für einzelne Erwerbslose schon unsinnig sind, bekommt man auch keine Menschenmenge zusammen, denn die gehen lieber für eine Sache bzw. Forderungen auf die Strasse, die sinnvoll sind.

Eine Gesetzesinitiative, die die Arbeitszeit bei EEJ auf 20 Stunden/Woche festlegt, bei einer Bezahlung von 1,5 - 2 Euro wäre vielleicht sinnvoller gewesen.

Ideen hat bestimmt jeder, nur sollte man sich nicht nur auf einige Gruppierungen oder Partein verlassen.

Ich sehe nur den ganzen Protest durch solche Forderungen ins lächerliche gezogen.

So denke ich zumindest.
Die Propaganda durch PolitikerInnen und Wirtschaftsbonzen unter zu Hilfe nahme der Mainstreammedien scheint wirklich gut bei dir gewirkt zu haben!!! :cry: die aufgestellten Forderungen sind nicht nur machbar, sonddern unumgänglich, ansonsten wird es hier über kurz oder noch kürzer zu Bürgerkriegs-ähnlichen Zuständen kommen, in denen Gewalttaten an der Tagesordnung sind und das will doch wohl keineR von uns!

Wenn 30 Stunden pro Woche nicht möglich sind, warum forderst du dann die 20-Stunden-Woche? Außerdem handelt es sich bei der Vergütung des EEJ nicht um eine "Bezahlung" sondern um einen "Mehraufwand", wobei (wie hier im Forum zu lesen ist) einige "Sklaven dafür kämpfen müssen, ihren Mehraufwand überhaupt voll ersetzt zu bekommen, um nicht am Ende mit weniger Geld dazustehen als ohne EEJ! :tonne:

Ich für meinen Teil sehe es so, dass die Pfeffersäcke versuchen möglichst viele Menschen aus der Lohnarbeit freizusetzen, um durch subventionierte Niedriglöhne und EEJ ihre eigenen Gewinne über das unermessliche (jetziger Zustand) hinaus zu erhöhen. :kotz:

Es ist genug für ALLE Menschen da, es muss nur gerecht verteilt werden!

Der 03.06. war der Anfang. Jetzt dürfen wir nur nicht den Fehler machen uns gegenseitig aufhetzen zu lassen, sondern wir müssen die Machenschaften offenlegen und gemeinsam weiter mobilisieren, damit ab jetzt regelmäßig Proteste stattfinden, durch die wir nach und nach alle Betroffenen, womit nicht nur die Arbeitsfreien gemeint sind, aktivieren. Um das zu erreichen wäre es auch sinnvoll, wenn sich die einzelnen Interessengruppen solidarisieren. Z. B. können wir Erwerbslosen auch mal darüber nachdenken, die Studentenproteste gegen unbezahlbare Studiengebühren (auch im Interesse unserer eigenen Kinder, denen sonst aus finanziellen Gründen der Zugang zu den Unis verwehrt bleibt) oder auch die (noch) Beschäftigten bei Tarifkonflikten zu unterstützen.

keine Spaltung, sondern gemeinsam gegen die Aggressoren vorgehen, muss die Devise sein!!!

Schönen Gruß, Andreas
 
E

ExitUser

Gast
@Rinzwind

das mit dem vertreiben aus der lohnarbeit sehe ich genauso. Ich bin mir auch sicher, das es die EEJs bald auch in der idustrie geben wird. denen fällt immer wieder etwas blödes ein.

Das mit dem gemeinsamen vorgehen gegen die aggressoren sollte auch endlich mal anfangen, wenns bestimmt auch sehr schwer fallen würde.

nur denken halt manche etwas anders, auch wenn es in die gleiche richtung geht, liegt vielleicht auch in der ausdrucksweise.
 

commie

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Urviech meinte:
aber wenn man dann mit solchen Forderungen wie 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich und anderen Dingen auf die Strasse geht, der macht dann die Ganze Idee kaputt.

Genauso das mit den 10 Euro/Stunde

Ich weis zwar nicht, wer diese Forderungen aufgestellt hat, aber man sollte zumindest etwas machbares "verlangen".


Über die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wird schon ewig diskutiert, und ich bin der Meinung, dass diese THEORETISCH ohne weiteres möglich wäre. Aber da unsere Politik vom Großkapital diktiert wird und dieses Angst um ihre Profite hat, ist es zwar MACHBAR, aber nicht GEWÜNSCHT und daher nicht durchsetzbar.


die aufgestellten Forderungen sind nicht nur machbar, sonddern unumgänglich,

Unumgänglich ist nur der Sozialismus.


ansonsten wird es hier über kurz oder noch kürzer zu Bürgerkriegs-ähnlichen Zuständen kommen, in denen Gewalttaten an der Tagesordnung sind und das will doch wohl keineR von uns!

Wollen sicherlich nicht, aber ich halte diese ganze Kapitalismusverbesserungs-Chose (Bürgergeld, 30-Stunden-Woche) für unlogisch und realitätsfern. Ihr könnt doch das Finanzkapital nicht beherrschen oder ihm wesensfreme soziale Eigenschaften reindrücken. Seit der Systemgegner im Osten weg ist, gibt es keine geographischen Grenzen mehr fürs Kapital, weshalb inzwischen auch die Nationalstaaten zunehmend gegeneinander ausgespielt werden. Ich halte es daher für unumgänglich, den Sozialismus in Deutschland einzuführen. Begonnen wird mit der Vergesellschaftung der Produktionsmittel, verbunden mit der Rückführung der Wirtschaft auf den Nationalstaat (also "Sozialismus in einem Land"). Natürlich wird dagegen Widerstand laut werden, und die jetzige Oberschicht wird sich ihre Macht nicht einfach so nehmen lassen (wäre geschichtlich das erste Mal); daher wird es natürlich zunächst zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen, aber da muss man durch. Und wenn dann erstmal der Staat in der Hand der Arbeiterklasse ist, können endlich die notwendigen Reformen durchgeführt werden - also 30-Stunden-Woche etc. Ergebnis ist eine massive Stärkung der Menschenrechte, Brot und Arbeit für alle. Wenn das erreicht ist, kann damit begonnen werden, die Revolution in andere Länder zu "exportieren", etwa im Stil der Komintern, wobei am Ende die Weltrevolution steht.


Natürlich ist das alles ggw. vollkommen utoptisch, da große Teile der Bevölkerung sozialistisches/kommunistisches Gedankengut offenkundig ablehnen. Da aber der Kapitalismus ggw. dabei ist, sich sein eigenes Grab zu schaufeln, ist es nur eine Frage der Zeit bis zum Systemzusammenbruch. Soziale Reformen im Kapitalismus werden nicht erfolgen; das Geld wird sich im Gegenteil zukünftig noch wesentlich krasser in einigen wenigen Händen versammeln. Und ironischerweise ist genau DAS unsere einzige Hoffnung. Denn erst, wenn die Arbeiterklasse vollkommen zerschmettert ist, kann sie sich auflehnen.


Es ist genug für ALLE Menschen da, es muss nur gerecht verteilt werden!

Doch das ist im Kapitalismus nicht möglich (siehe oben); es geht in diesem System nicht darum, irgendetwas gerecht zu verteilen. Der Kapitalismus basiert doch auf Ausbeutung und Unterdrückung; Versuche, den Ausbeuter zu zähmen, sind, wie gesagt, irreal. Wer das für möglich hält, hat das System offensichtlich nicht verstanden.
 
A

Arco

Gast
@ hi commi ....

darf ich dich mal wirklich was fragen ????

.... evtl. auch per PN oder mail :pfeiff:

wer bist du ?

was bist du ?

was hast du bisher gelernt ?

wie alt bist du ?

(bitte ich meine es wirklich ernst mit meinen Fragen - ich würde zu deinen Beiträgen etwas mehr persönliches Hintergrundwissen haben - auch um in einigen Fällen "besser" auf deine Thesen antworten zu können)

Ich hasse es einfach nur so auf eine Thematik oder Beitrag zu antworten - ich meine jetzt nur mich alleine :hmm:
 
E

ExitUser

Gast
Arco meinte:
@ hi commi ....

darf ich dich mal wirklich was fragen ????

.... evtl. auch per PN oder mail :pfeiff:

wer bist du ?

was bist du ?

was hast du bisher gelernt ?

wie alt bist du ?

(bitte ich meine es wirklich ernst mit meinen Fragen - ich würde zu deinen Beiträgen etwas mehr persönliches Hintergrundwissen haben - auch um in einigen Fällen "besser" auf deine Thesen antworten zu können)

Ich hasse es einfach nur so auf eine Thematik oder Beitrag zu antworten - ich meine jetzt nur mich alleine :hmm:
*kopfschüttel* :x *aufdieknieklopfe* :lol:
was es nicht alles gibt :lol:
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
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welchen von den Beiträgen meinst Du? :pfeiff:
 
A

Arco

Gast
@ cementwut

ich sehe du hast meine Intension nicht verstanden :shock:

.... schade :pfeiff: :pfeiff:
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
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Intention= Absicht, nur zum Verständnis :pfeiff:
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
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