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Pfui - In Würde Müll sammeln

wolliohne

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#1
Nie mehr im Kübel nach Flaschen wühlen: Initiativen fordern »Pfandringe« für Abfallbehälter. SPD und Grüne wollen teure Neuerung in mehreren Städten durchsetzen
Seit Inkrafttreten der Agenda 2010 unter der Bundesregierung von SPD und Grünen ist die Armut in der Bundesrepublik rasant gestiegen. Immer mehr Menschen sammeln die Reste der Wegwerfgesellschaft, um über die Runden zu kommen. Pro Pfandflasche oder -dose gibt es bei Rückgabe acht, 15 oder 25 Cent. Seit gut zwei Jahren machen sich in einigen Städten vor allem Sozialdemokraten und Grüne dafür stark, daß Betroffene nicht zu tief im Abfall »graben« müssen. Sie setzen sich für die Installation sogenannter Pfandringe an Abfallbehältern ein. Das sind kranzförmige Metallvorrichtungen, die um Mülleimer gehängt werden. Leergut kann hineingestellt werden und ist so für Flaschensammler leichter greifbar. Das sei gut für die Umwelt und menschenwürdiger für diejenigen, die auf die Einnahmen aus dem Recycling angewiesen sind, appellieren mehrere Initiativen im Internet unter dem Motto »Pfand gehört daneben«. (…)
Die ersten Exemplare produzierte dann auch die Arbeitsloseninitiative »Jack in the Box« in Ketz’ Heimat Köln-Ehrenfeld. Seit dem vergangenen Wochenende hängen dort die ersten zehn Behältnisse. Der Designer selbst brachte sie zusammen mit SPD-Bezirksrat Andreas Pöttgen an öffentlichen Abfallkübeln an. Darüber berichtete unter anderem der regionale Fernsehkanal Center-TV. Zunächst hatten die Ehrenfelder Sozialdemokraten nach eigenen Angaben monatelang vergeblich versucht, das »Projekt« politisch durchzusetzen. Gescheitert sei es an unklaren Zuständigkeiten und fehlenden Finanzen. So koste jedes individuell angepaßte Stück etwa 300 Euro. Mit Spenden habe die SPD die zehn Ringe schließlich erworben und der Kölner Abfallwirtschaft geschenkt, lobte der Ortsverein der Partei zu Wochenbeginn in einer Mitteilung.
Der Kölner Stadtrat Berthold Bronisz (Die Linke) geißelt das Projekt in einer Erklärung hingegen als »eine Methode, die ähnlich wie Tafeln die Armut weiter verfestigt«. »Es hat schon was, wenn eine Partei, die Millionen Menschen in materielle Not zwingt, sich als deren Anwalt aufspielt und den Pfandring als ultimative Waffe gegen Armut ins Spiel bringt«, findet Bronisz. Die Maßnahme ändere nichts daran, daß Hartz-IV-Bezieher, Obdachlose und andere Mittellose sozial gedemütigt und von Behörden drangsaliert würden. »Wer dafür ist, Armut zu verringern, muß dafür sorgen, daß Renten, Regelsätze und Löhne auf ein menschenwürdiges Niveau steigen«, so Bronisz.
Quelle: junge Welt Anmerkung HR: Es kann der Eindruck entstehen, dass die kommunalen Funktionäre von SPD und Grünen das Elend, das ihre eigenen Partei”freunde” (u.a. Joschka Fischer, Renate Künast und Jürgen Trittin sowie Wolfgang Clement, Franz Müntefering und Gerhard Schröder) und deren Gesetzgebung auf Bundesebene (Stichwort: Hartz 1-4) vielen Menschen zugefügt haben, nicht mehr ansehen möchten. Wahre Hilfe sieht anders aus: Wer in Not geratenen Menschen (und nicht etwa Designern) helfen möchte, sollte nicht lediglich dafür sorgen, dass sie eventuell leichter an Pfand kommen, sondern sich für die Änderung/Verbesserung der entsprechenden Gesetze einsetzen.
Schlecht recherchiert hat die “jW” jedoch:

  1. dass Cloppenburg eine Nachbarstadt Bambergs sei. Cloppenburg liegt jedoch nicht in Bayern, sondern im nordwestlichen Niedersachsen, worauf der Name der erwähnten Zeitung hindeutet;
  2. heißen die jungen Mitglieder der SPD JungsozialistInnen und (zumindest immer noch) nicht “Junge Sozialdemokraten”, was im Erst-Artikel korrekt angegeben ist: SPD beantragt Testlauf für Pfandringe.
 
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#2
AW: Pfui In Würde Müll sammeln

Sie setzen sich für die Installation sogenannter Pfandringe an Abfallbehältern ein. Das sind kranzförmige Metallvorrichtungen, die um Mülleimer gehängt werden. Leergut kann hineingestellt werden und ist so für Flaschensammler leichter greifbar.
Schöner Gedanke. Aber die Pfandflaschen werden doch meist von betrunkenen Jungmenschen einfach abgestellt, die am Wochenende Party machen. Die juckt doch kein Pfandring oder sowas. Die stellen die Flasche ab und gehen nach Hause.
 
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#3
AW: Pfui In Würde Müll sammeln

Ich kriege das kalte :icon_kotz2: wenn ich sowas lese......in Grund und Boden soll das Pack sich schaemen :icon_dampf:
 

Indeclinabilis

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#4
M.A.n ist das gar nicht so verkehrt, weil sich so die Verletzungs- und Infektionsgefahr, die das Sammeln so mit sich bringt, minimieren lässt.

:icon_pause:
 

2010

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#5
Ich glaube kaum, daß der Bürger seine Pfandflaschen überwiegend in vorgesehene Behälter entsorgt. Würde er es mit der Entsorgung so genau nehmen, würde er die Fl. im Laden mit Pfandrückgabe entsorgen.
Ich könnte mir vorstellen, daß, da ja dann nicht mehr gesucht werden muß, sich Handgreiflichkeiten entwickeln. Nach dem Mott "Ich war zuerst am Behälter, die Fl. gehören mir"

Die Idee könnte durchgesetzt werden. Hält der Michel dies mit Sicherheit für eine tolle soziale Maßnahme.
 

Indeclinabilis

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#6
[...]
Ich könnte mir vorstellen, daß, da ja dann nicht mehr gesucht werden muß, sich Handgreiflichkeiten entwickeln. Nach dem Mott "Ich war zuerst am Behälter, die Fl. gehören mir"

[...]
Diese Form der Auseinandersetzung gibt es jetzt schon. Nur bezieht sich diese noch nicht auf den Pfandbehälter sondern auf das "Revier" oder den einzelnen Mülleimer. Was aber die Bereitschaft handgreiflich zu werden steigern dürfte, ist der Umstand, dass ein voller Pfandbehälter natürlich mehr Wert ist als eine einzelne Mülltonne.

m.M

:icon_pause:
 
E

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Gast
#7
M.A.n ist das gar nicht so verkehrt, weil sich so die Verletzungs- und Infektionsgefahr, die das Sammeln so mit sich bringt, minimieren lässt.

:icon_pause:

Nur leider würde es in der Praxis scheitern, wie auch schon bemerkt wurde, Pfandbehälter werden oft wild entsorgt. In größeren Städten hält sich doch niemand an Regeln wie '' Mülltrennung '' wenn er sein Gewicht loswerden will.

Solche Ideen haben nur eins zur Folge: Mehrkosten... Symptome anstelle von Ursachen behandeln bringts ja nun auch nicht wirklich.
 

Indeclinabilis

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#8
Nur leider würde es in der Praxis scheitern, wie auch schon bemerkt wurde, Pfandbehälter werden oft wild entsorgt. In größeren Städten hält sich doch niemand an Regeln wie '' Mülltrennung '' wenn er sein Gewicht loswerden will.

Solche Ideen haben nur eins zur Folge: Mehrkosten... Symptome anstelle von Ursachen behandeln bringts ja nun auch nicht wirklich.
Jein. Das sich "niemand" an die Mülltrennung hält und jeder alles wild entsorgt - sei es nun in einem Pfandbehälter oder sonst wo - ist sicherlich zu verallgemeinert. "Viele", trifft es da wahrscheinlich besser. Aber einen Punkt hast du vollkommen Recht. Dauerhaft Symptome zu behandeln anstatt die Ursache selbst anzugehen, stellt auf Dauer keine Lösung dar.


m.M

:icon_pause:
 
E

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Gast
#9
Hier hat es sich eingebürgert, daß die Leute ihre leeren Pfandflaschen sichtbar unter den Papierkorb (Mülleimer) stellen.
Meist sind die auch innerhalb kürzester Zeit entsorgt.
 

JulieOcean

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#10
Das sei gut für die Umwelt und menschenwürdiger für diejenigen, die auf die Einnahmen aus dem Recycling angewiesen sind, appellieren mehrere Initiativen im Internet unter dem Motto »Pfand gehört daneben«. (…)
:icon_hmm:

Wie wäre es denn, statt dessen Regelsätze, Löhne, Renten usw. zu erhöhen?

Dann bräuchte es auch keine Diskussion mehr darüber, wie Arme ihre (staatlich abgesegneten) Mini-Einkünfte aufbessern können.

Aber wie so oft wird nur an den Symptomen herumgedoktort, anstatt das Problem als solches zu greifen.
 
E

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#11
300 Euro kostet ein so'n Ding? Ja, nee, is klar, das Geld könnte man bestimmt nicht sinnvoller einsetzen. Ich hätte ja gerne mal ein Foto gesehen von dem Ding. Bei den öffentlichen Mülleimern, wenn ich mir da so einen Ring drum vorstelle, mehr als 8 Flaschen oder so passen da dann doch eh nicht rein. Davon abgesehen, dass das wahrscheinlich eh nicht genutzt wird. Und dafür so viel Geld?????????

Eine der sinnlosesten Anschaffungen in meiner Stadt waren die öffentlichen Mülleimer mit Extraschlitz für Zigarettenkippen. Auf die Straße werfen soll man die nicht. In die Mülleimer aber auch nicht, weil es ja brennen könnte. Und unsere Mülleimer haben jetzt oben so eine runde Öffnung für Kippen. Aber: die fallen dann einfach durch ganz normal in den anderen Müll. :icon_lol:

Ich bin gegen so eine unsinnige Anschaffung. Ist der Designer verwandt mit einem Politiker oder warum soll der für so einen Unfug haufenweise Geld scheffeln?

Designer und 300 Euro, wenn ich das schon lese. Wenn es darum ginge, die Verletzungsgefahr für die Flaschensammler zu minimieren, könnte man auch ganz undesignt einfach kostengünstig Körbe für die Flaschen an die Müllbehälter hängen bzw. irgendwie schrauben, damit die nicht so flott geklaut werden können. Da braucht es keinen stylischen "Pfandring" für 300 Euro.
 
E

ExitUser

Gast
#12
Und unsere Mülleimer haben jetzt oben so eine runde Öffnung für Kippen. Aber: die fallen dann einfach durch ganz normal in den anderen Müll.
Kenn ich. Dann ist dieser Einsatz für die Kippen nicht mehr da. Als Resultat raucht schon mal, je nach Füllung, der ganze Mülleimer stundenlang vor sich hin. Weil viele Raucher (bin selbst einer) leider ihre Zigaretten vorher nicht richtig ausdrücken können bzw. sie gleich ohne Ausdrücken reinwerfen.
 

JulieOcean

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#13
300 Euro kostet ein so'n Ding? Ja, nee, is klar, das Geld könnte man bestimmt nicht sinnvoller einsetzen. Ich hätte ja gerne mal ein Foto gesehen von dem Ding.
Klick mal hier:
Pfandring hat 'ne eigene Seite

Da gibt es ein Foto und ein Video. Außerdem lernst du auch gleich Möglichkeiten kennen, den Pfandring zu "individualisieren" - "Welche Farbe hätten Sie denn gern?" :icon_neutral:

Eine "Logo" kann man auch anbringen lassen: Vielleicht in Form einer kleinen Werbeaufschrift? Damit der Pfandring auch was einbringt. Und das Ganze getarnt als Pseudo-Unterstützung für finanziell Schwache - echt widerlich.
 

Celeste

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#15
Echt absurd...das ist doch, als ob man einem Verhungernden einen Sarg zur Verfügung stellen würde, in den er sich zum Sterben legen könnte, ihm aber nichts zu essen gibt. :icon_motz:
 

Sparks

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#16
Da gibt es auf dieser Seite von Berthold Bronisz
Berthold Bronisz - Neue Waffe gegen die Armut - Der Pfandring
einen recht interessanten Artikel
Vielen Dank, dass du auf meine Seite verlinkst. Da ist seit ein paar Tagen der Bär los.:icon_smile:

Vielleicht ist es erlaubt, dass ich einen eigenen Artikel auch einmal selber posten darf. Insbesondere auch vor dem Hintergrund einiger "Medienberichte" zur geplanten "Reform" von Hartz IV, die vermutlich bis Ende des Jahres durchgepeitscht sind.

Wenn bei der SPD SOZIAL großgeschrieben bleibt.

Ich hoffe, dass ihr es nicht als Wahlwerbung ansieht. Es war mir nur ein Bedürfnis diese Zeilen auf meiner Seite niederzuschreiben, da ich das Plakat erst heute bei mir um die Ecke gesehen habe.
 

Sparks

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#17
Da gibt es auf dieser Seite von Berthold Bronisz
Berthold Bronisz - Neue Waffe gegen die Armut - Der Pfandring
einen recht interessanten Artikel
Ich will den Thread nicht extra wieder hoch holen, aber der Link zu dem Beitrag hat sich geändert, da aus der Seite ein Blog geworden ist. Dies ist jetzt der richtige Link. Und es gibt einen neuen Artikel, da man in Berlin die Würde des Menschen steigern möchte. So. Und wenn ihr gestattet, gehe ich mich nun ein bisschen übergeben ...
 

ThisIsTheEnd

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#18
In den mehrschichtigen Behältern konnten Bürger ihre leeren Pfandflaschen hinterlassen. Das mit den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) und der gemeinnützigen »Trias-Gesellschaft« verwirklichte Projekt, so Engelmann damals, könne dazu beitragen, das Schicksal der Menschen mit geringem Einkommen zu lindern und menschenwürdiger gestalten.
Da schrauben sich die Menschen mit geringem Einkommen die Behälter direkt selber an den Laternenpfahl. Eine Win-Win-Situation.
 

doppelhexe

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#19
Jonas Kakoschke sieht ein weiteres Problem. Der Gründer des Internetportals »Pfandgeben.de« befürchtet, dass sich an den öffentlich aufgestellten Pfandbehältern auch Menschen bedienen, die nicht bedürftig sind: »Damit könnten Leute, die gerade auf dem Weg zum Späti sind, mal eben ein paar Cent sparen wollen.« Vereinzelt habe er das bereits in Berlin beobachtet.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/978681.fuer-ein-bisschen-mehr-wuerde.html

ähm ja ...

wer "darf" sich denn bedürftig genug nennen, diese flaschen dann zu entnehmen?

das ich Hartz4 bekomme sieht man mir nun nicht unbedingt an, eigentlich kenne ich keinen, bei dem man das "am äußeren" erkennen kann... (ich nehm aber die flaschen auch nicht, komm halbwegs klar auch ohne... )

obdachlose? müssen auch nicht mehr in lumpen rumlaufen, gibts aber vereinzelt noch ...

wie erkennt der gute kokoschke denn nun die wirklich bedürftigen oder eben die dreisten "diebe"?

immer dieses beurteilen der menschen, ohne die hintergründe zu kennen... *koppschüttl*
 

Dagegen72

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#20

Bananenbieger

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#21
wer "darf" sich denn bedürftig genug nennen, diese flaschen dann zu entnehmen?

das ich Hartz4 bekomme sieht man mir nun nicht unbedingt an, eigentlich kenne ich keinen, bei dem man das "am äußeren" erkennen kann... (ich nehm aber die flaschen auch nicht, komm halbwegs klar auch ohne... )
----sarkasmus on: Wir sollen alle Binden (hatten wir im letzen Jahrhundert schon) tragen Sarkasmus off

Warum einfach und billig? Man könnte ja mehr Leistungen o.ä. zahlen. Aber das ist ja zu einfach.
 

roterhusar

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#22
Flaschensammler sind meist keine ganz armen Leute, ebenso wie die Suppenküchen - Herausgeber. Die haben noch Substanz uund machen das, um hier und da ins Gespräch zu kommen oder die Langeweile zu bekämpfen.
8c pro Flasche, wer denkt da an Kasse auffrischen.
 

doppelhexe

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#23
... Warum einfach und billig? Man könnte ja mehr Leistungen o.ä. zahlen. Aber das ist ja zu einfach.
es geht ja nicht nur darum, das menschen es dringend brauchen...

als echtes ddr-kind und auch ein bissl "öko" bin ich generell gegen verschwendung von rohstoffen ... warum also in den müll mit wiederverwertbarem?

ich finds gut, das es menschen gibt, die sich nicht zu schade sind, im müll zu graben, um "vielleicht auch ein bissl die welt zu retten" ... das es viele tun müssen, um überleben zu können macht mich krank ...

8c pro Flasche, wer denkt da an Kasse auffrischen.
glaub mal, es gibt sie ... für die 10 flaschen am tag ein vermögen sind und es brauchen, um zu überleben...

traurig für deutschland ... und eigentlich für die welt...
 

Flodder

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#24
Nur wirklich Arme bücken sich noch nach 8 ct.-Bierflaschen. Bier-, Coladosen und Einwegplastikflaschen für kohlensäurehaltige Getränke sind mit je 25 ct wesentlich lukrativer.

2,50 Euro und mehr hat man da mit etwas Glück schon innerhalb 30 Minuten zusammen und können einen schon den Tag retten.
 

Bananenbieger

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#25
es geht ja nicht nur darum, das menschen es dringend brauchen...

als echtes ddr-kind und auch ein bissl "öko" bin ich generell gegen verschwendung von rohstoffen ... warum also in den müll mit wiederverwertbarem?

ich finds gut, das es menschen gibt, die sich nicht zu schade sind, im müll zu graben, um "vielleicht auch ein bissl die welt zu retten" ... das es viele tun müssen, um überleben zu können macht mich krank ...

traurig für deutschland ... und eigentlich für die welt...
Die Sortierung von Flaschen und Müll machen Maschinen (Inrarot o.ä.) in einer Abfallfabrik.
Das ist für die Maschine kein Problem. Dafür ist sie gedacht.
Nur ein Bsp. https://de.wikipedia.org/wiki/Müllsortieranlage

Es braucht keine Flaschensammler.
Nur dadurch, dass es Pfand gibt, wühlen Flaschensammler im Müll.
 

XxMikexX

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#26
Nur dadurch, dass es Pfand gibt, wühlen Flaschensammler im Müll.
Rohstoffe haben einen Wert!


Guck mal beim Schrott oder Kupfer?

Da werden unter Strom stehende Leitungen geklaut!


Altmetall, frag mal Betriebe die Edelstahl verarbeiten, was da los ist bei dem Abfall!


Wahnsinn!


Reaktion der Politik - Keine, die interessiert es nicht mal wenn Einbrecher die Bürger massenhaft ausrauben!
 

doppelhexe

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#27
Die Sortierung von Flaschen und Müll machen Maschinen (Inrarot o.ä.) in einer Abfallfabrik.
Das ist für die Maschine kein Problem. Dafür ist sie gedacht.
Nur ein Bsp. https://de.wikipedia.org/wiki/Müllsortieranlage
hier bei uns erfolgt die müllsortierung teilweise noch per hand... aber darum gehts doch nicht...

es gibt wirklich leute (vielleicht nicht bei euch, kann ich nichts zu sagen... ) die es NICHT nötig hätten, aber trotzdem im müll nach verwertbarem suchen. wer wahren mangel erlebt hat, vielleicht damit groß geworden ist, der kann manchmal nicht anders...

Es braucht keine Flaschensammler.
Nur dadurch, dass es Pfand gibt, wühlen Flaschensammler im Müll.
und schon wieder wird pauschalisiert... die motivation des einzelnen kannst DU garnicht beurteilen, höchstens einen kleinen ausschnitt betrachten...
ich seh hier leute, die altes brot aus den tonnen klauben, nicht wiel sie hunger, dafür aber nen arsch voll hühner haben...
und auch nicht-pfandflaschen werden herausgeholt, um sie im dafür vorgesehenen container zu entsorgen...
 

libertad

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#28
Nur wirklich Arme bücken sich noch nach 8 ct.-Bierflaschen. Bier-, Coladosen und Einwegplastikflaschen für kohlensäurehaltige Getränke sind mit je 25 ct wesentlich lukrativer.

2,50 Euro und mehr hat man da mit etwas Glück schon innerhalb 30 Minuten zusammen und können einen schon den Tag retten.
In einer Stunde wären das ja sogar 5 €! Wahnsinn.

Billige Müllentsorgung unter dem Mindestlohn
 

Albertt

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#29
Ja, PFUI, das ist genau DAS richtige Wort, um das Verhalten der Politik(er/innen) zu beschreiben.

Ich könnte mir vorstellen, daß, da ja dann nicht mehr gesucht werden muß, sich Handgreiflichkeiten entwickeln. Nach dem Mott "Ich war zuerst am Behälter, die Fl. gehören mir"
Das denke ich auch.. Gibt hier ein anderes Thema, wo ein User beobachtete, wie ein Sammler an einer Bahnhofstonne von anderen verdrängt wurde. Wäre also nichts neues.

Hat jetzt zwar nichts mit Pfandflaschen zu tun, aber mir ist in der Vergangenheit häufiger aufgefallen, dass der Verkauf der Straßenzeitung in rumänischer Hand zu sein scheint. Wieso ist das so?
 

Bananenbieger

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#30
es gibt wirklich leute (vielleicht nicht bei euch, kann ich nichts zu sagen... ) die es NICHT nötig hätten, aber trotzdem im müll nach verwertbarem suchen. wer wahren mangel erlebt hat, vielleicht damit groß geworden ist, der kann manchmal nicht anders...
Wenn bei uns in Nürnberg, mehr Geld vom Amt bekommt (z.B. 300€ mehr), würden sich diese (meistens sind es Rentner), garantiert nicht aufmachen und im Müll rumwühlen.


und auch nicht-pfandflaschen werden herausgeholt, um sie im dafür vorgesehenen container zu entsorgen...
Bei mir nicht. Nicht-Pfandflaschen (falls sofort sichtbar) werden links liegen gelassen.
 

Bananenbieger

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#31
Rohstoffe haben einen Wert!


Guck mal beim Schrott oder Kupfer?

Da werden unter Strom stehende Leitungen geklaut!


Altmetall, frag mal Betriebe die Edelstahl verarbeiten, was da los ist bei dem Abfall!
Stahl oder Kupfer ist eine ganz andere Hausnummer

Da bekommst Du für 100kg viel.

Bei uns kamen alle 3Monate Schrotthändler, um in unsere Gitterboxen zu suchen. Kann mich erinnern, da hatten wir eine 2,5 Tonnen Transportsicherung. Da gab es dann Zaster beim Abholen (rief den bestbezahlenden Schrotthändler an). Den Zaster verteilte ich dann in der Firma und wir konnten außerdem noch davon einen Ausflug machen.


Aber Flaschen? Machen bei einem der sich ans Gesetz hält, gerademal 4€ am Tag. Einer (der sich aber nicht erwischen lassen darf), macht da 40€/Tag.
 

roterhusar

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#32
jürgen würde sagen: "Als Kind zu früh auf das Töpfchen gesetzt und dann hat die Mama es ihm weggenommen und darum fängt es als Erwachsener an mit Sammeln, und muss das wiederholen und wiederholen.
 
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