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Pflichtteilsanspruch vom Amt?

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ArmerPapa44

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#1
Hallo.

Vor kurzem ist ein Elternteil von mir gestorben. Sie hatten einiges an Vermögen und ein Berliner Testament.
D.h. ich (HarzIV Empfänger)erbe erst nach dem Tod des anderen Elternteils.
Nun hörte ich, wenn das Amt Wind davon bekommt, dass ein Elternteil gestorben ist, können sie meinen Pflichtteil bei dem noch lebenden Elternteil geltend machen.
Ist das richtig oder kann ich etwas dagegen unternehmen?

Gruß.
Armer Papa.
 
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#2
D.h. ich (HarzIV Empfänger)erbe erst nach dem Tod des anderen Elternteils.
M.E. ist das kein Grund zur Sorge.

Du erbst ja aktuell gar nichts, sondern erst nach dem Ableben des 2. Elternteils. Da du demnach auch nicht enterbt bist hat der Pflichtteil damit gar nichts zu tun, sodass dich niemand zu etwas zwingen kann.

Sollte das Amt das anders sehen, solltest du dir anwaltliche Hilfe besorgen.
 

ArmerPapa44

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#3
Pflichtteil

Danke für deine Antwort.
Nein, momentan erbe ich noch nicht. Aber ich könnte trotz Berliner Testament mein Pflichtteil einfordern.
Nun sagte man mir, dass genau diesen Pflichtteil das Amt einfordern kann, bzw. mich zwingen, dass ich ihn gegen den noch lebenden Elternteil geltend machen kann. Und somit eben auch kein Harz IV mehr bekomme.
Ich möchte aber meine Eltern damit nicht belasten, bzw. behelligen.
Deswegen meine Angst.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Da Du im Moment nichts erbst, gibt es auch nichts, was Du der Behörde melden müßtest und anderweitig werden sie davon nichts erfahren.
 

ArmerPapa44

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#5
Ex

Ich denke da auch nicht an mich, sondern an meine Ex, die das möglicherweise der Behörde stecken könnte...
 

judith11

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#6
Also so ganz positiv sehe ich das nicht das das Amt/Arge da nichts machen könnte - denn
Das Pflichtteilsrecht der Kinder kann mit dem Berliner Testament nicht ausgeschlossen werden; jedoch werden die (oft gemeinsamen) Kinder meist ohnehin gesetzliche Erben oder Nacherben nach dem Tod des zweiten Ehepartners und verzichten daher auf den Pflichtteil. Unter Umständen kann durch Pflichtteilsstrafklausel wie die Jastrowsche Formel darauf hingewirkt werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Testament

Also würde hier in diesem Falle ein Hilfsbedürftiger auf sein (momentan) Pflichtteil verzichten, also auf finanzielle Mittel die die Hilfsbedürftigkeit verringern würde und im Bezugszeitraum als Einnahme gelten könnte ! !

Hier ist so oder so eine rechtliche Beratung angebracht würde ich mal meinen wollen .....
 
E

ExitUser

Gast
#7
Ich habe es mir noch einmal genauer angesehen. Es wäre zu prüfen, wie hoch der Pflichttteil wäre. In der Regel meist ja kein üppiger Betrag. Dann wäre ergänzend noch eine Beratung wohl doch sinnvoll.
 

ArmerPapa44

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#8
Pflichtteil

Also, meine Eltern hatten gemeinsam eine Eigentumswohnung, Geld angelegt, Schmuck, Münzen ect.
Mein Pflichtteil würde im Schnitt bei ca. 120.000 Euro oder mehr liegen.
Aber ich möchte den noch lebenden Elternteil nicht damit belasten und ich habe nun Angst, dass meine Ex dies dem Amt zwecks Unterhaltszahlungen mitteilt.
D.h., wenn nun die ARGE mitbekommt, dass ein Elternteil gestorben ist, dass sie nun meine Familie auf den Pflichtteil belangen können ( meinen Pflichtteil eben, den ich momentan ja nicht haben will).
 

Lilian

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#9
Hallo Armer Pappa,


nachdem ich zum Thema "Berliner Testament" und "Jastrowsche Formel" bei Wikipedia gelesen habe, denke ich folgendes:
Du wirst nicht umhin können, das Testament von einem Erbrechtsfachmenschen genau in seinen Formulierungen prüfen zu lassen hinsichtlich der Frage, wie es mit deinem Pflichtteil aussieht. Wenn deine Ex vom Tod des Elternteils erfahren hat und es bestehen Unterhaltsansprüche, kann es für dich sonst sehr brenzlig werden. Leider ist die Frage, was du gerne möchtest und ob der Hinterbliebene gerne sein Vermögen veräussern mag um dich auszuzahlen, rechtlich betrachtet unerheblich. Ob die Eigentumswohnung selbst bewohnt oder vermietet ist, dürfte eine grosse Rolle spielen, denn selbst bewohntes Eigentum wird anders bewertet.

Du solltest dir klar machen, dass die ARGE ein gefährlicher Gegner ist, der ohne mit der Wimper zu zucken Beziehungen und Familien zerstört. Armut soll isolieren, das ist neben Ersparnis und Lohndumping ein wichtiger politischer Zweck des SGB II. Menschen werden in die Pflicht genommen, füreinander einzustehen und dafür ggf. fast ihr gesamtes Hab und Gut zu verkaufen, nur damit die ARGE einen Euro weniger bewilligen muss. Ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Gegner ist eine Exfrau, die auf ihren Unterhalt pocht.

Es tut mir sehr leid für dich, aber 120.000 Euro sind keine Peanuts. Man wird dich für diese Summe verfolgen bis Jericho, da kannst du Gift drauf nehmen! Andererseits könntest du überlegen, was man alles mit soviel Geld anfangen kann, da du es so oder so wirst einfordern müssen.


Schönen Gruss,
Lilian
 
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