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Pflichten eines 1€ Jobbers bei Arbeit ?

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Nicht offen für weitere Antworten.

bengel

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Apr 2009
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#1
Hallo mal wieder,

ich habe mir die Frage gestellt:

Welche Pflichten hat ein 1€ Jobber während dieser Arbeit eigentlich wirklich ?

Reicht es nicht einfach nur anwesend zu sein ?

lg

bengel
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hallo mal wieder,

ich habe mir die Frage gestellt:

Welche Pflichten hat ein 1€ Jobber während dieser Arbeit eigentlich wirklich ?

Reicht es nicht einfach nur anwesend zu sein ?

lg

bengel

Wie unterscheiden sich 1-Euro-Jobs und "normale" Arbeitsverhältnisse?

Sie sind besondere Beschäftigungsverhältnisse ohne Arbeitsvertrag. Nach der ausdrücklichen Regelung in § 16 Abs.3 Satz 2 haben 1-Euro-Jobber keinen Arbeitsvertrag und darum auch nicht die mit einem Arbeitsvertrag verbundenen Rechte und Pflichten. Ihre Rechte und Pflichten ergeben sich in erster Linie aus dem SGB II, insbesondere aus der vereinbarten Eingliederungsplanung (§15), den Mitwirkungspflichten der §§ 56 ff und den Sanktionsvorschriften (§ 31), die bei Verweigerung, eine zumutbare Arbeit oder Arbeitsgelegenheit aufzunehmen oder fortzuführen, gelten. Aus dieser Beschäftigung erwirbt man keine Ansprüche in der Sozialversicherung - also nicht für die Renten-, Kranken und Arbeitslosenversicherung.
Quelle
 

Yogy

Forumnutzer/in

Mitglied seit
28 Aug 2008
Beiträge
83
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#3
Hallo erstmal,

ich möchte diese Frage aufgreifen. Welche Rechte und Pflichten hat ein 1-Euro-Jobber praktisch, wenn von ihm Leistungen seitens des Trägers gefordert werden, die nicht zusätzlich usw. sind. In dem Moment, wo sie gefordert werden!

Beispiel: In der Altenbetreuung wird von dem 1-Euro-Jobber gefordert Essen oder Trinken zu reichen, Toelettengänge durchzuführen, saubermachen, Küchendienst, Wäschedienst u.s.w.
Wohlgemerkt, er kann in dem Moment, wo dies von ihm gefordert wird, ja keine Zeugen oder eine Begleitung, die mitschreibt wird aus der Tasche zaubern. Es ist auch kein Kamerateam dabei, das mit versteckter Kamera filmt, was da gerade passiert. Ist es z.B. rechtens, dass man vom Träger vor Antritt eine genaue Tätigkeitsbeschreibung verlangen kann, welche Tätigkeiten man zu erledigen hat (vorlesen oder ähnliches)?

Wie darf man sich in dem Moment wehren, ohne dass ihm das zum Nachteil ausgelegt werden kann. Es ist doch letzlich so, dass man im nachhinein beweisen muss, dass man im Recht war und bestimmte Tätigkeiten abgelehnt hat, weil sie nicht gefordert werden durften.

LG Yogy
 
E

ExitUser

Gast
#4
Hallo erstmal,

ich möchte diese Frage aufgreifen. Welche Rechte und Pflichten hat ein 1-Euro-Jobber praktisch, wenn von ihm Leistungen seitens des Trägers gefordert werden, die nicht zusätzlich usw. sind. In dem Moment, wo sie gefordert werden!

Beispiel: In der Altenbetreuung wird von dem 1-Euro-Jobber gefordert Essen oder Trinken zu reichen, Toelettengänge durchzuführen, saubermachen, Küchendienst, Wäschedienst u.s.w. (alles nicht zusätzlich).

Ich würde fragen wer das macht, wenn ich nicht da bin. Denn das sind definitiv keine zusätzlichen Tätigkeiten.

Wohlgemerkt, er kann in dem Moment, wo dies von ihm gefordert wird, ja keine Zeugen oder eine Begleitung, die mitschreibt wird aus der Tasche zaubern. Es ist auch kein Kamerateam dabei, das mit versteckter Kamera filmt, was da gerade passiert.

Tagebuch schreiben ist möglich.
Am Ende der Schicht würde ich meine aufgeschriebenen Notizen dem Chef vorlegen zum Abzeichnen, mit den Worten, dass ich das bräuchte für meine Akten und als eventuellen Nachweis, dass ich den EEJ ausführe.
Vielleicht erledigt sich damit schon alles, denn wer will das schon unterzeichnen?

Ist es z.B. rechtens, dass man vom Träger vor Antritt eine genaue Tätigkeitsbeschreibung verlangen kann, welche Tätigkeiten man zu erledigen hat (vorlesen oder ähnliches)?

Sollte schon in der Zuweisung drin enthalten sein. Nur das musst du auch machen... wenn denn auch die Zuweisung rechtens ist.
Vorlesen oder Ähnliches niemals:icon_evil:, schriftlich zählt.

Vielen Dank schon mal im Voraus für Euere Beiträge.

Yogy

PS: Ich frage mich eh, welche Tätigkeit zusätzlich sein kann, oder im öffentlichen Interesse liegt, insbesondere in Bereichen Altenpflege o.ä. , die nicht einen regulären Arbeitsplatz darstellt.

Schöne Spiele machen, spazieren gehen, Schwätzchen halten, vorlesen.



Wie darf man sich in dem Moment wehren, ohne dass ihm das zum Nachteil ausgelegt werden kann. Es ist doch letzlich so, dass man im nachhinein beweisen muss, dass man im Recht war, bestimmte Tätigkeiten abgelehnt hat, weil sie
Dich wehren ohne Nachteile zu befürchten müssen, ich glaube das geht nicht. Wenn es deinem Chef oder SB bei der Arge nicht passt, dann werden die schon was zurecht basteln, um dich in die Knie zu zwingen.
Hier hilft oft nur seine Rechte zu kennen, diese versuchen zu bekommen, notfalls mit gerichtlicher Hilfe.
 
Mitglied seit
29 Jun 2008
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#5
Die Tätigkeiten, die Du ausführen sollst, müssen vorab von der Arge benannt werden, nicht vom Träger der AGH. Zu weiteren Tätigkeiten, insbesondere nicht-zusätzlichen, sehe ich keine Verpflichtung.

Pflegetätigkeiten in einem Altenheim sind z. B. ebenso wenig zusätzliche Tätigkeiten wie das Beaufsichtigen von Kindern in einem Kindergarten, das Ausräumen einer Spülmaschine im Krankenhaus usw.

Im übrigen würde ich solche nicht-zusätzlichen Tätigkeiten gerade dann verweigern, wenn sie sehr personenbezogen sind und Fachkenntnisse voraussetzen. Welche Konsequenzen könnte sowohl für die Person als auch für mich haben, wenn ich als Laie z. B. einen Pflegebedürftigen falsch versorge? Solche Risiken würde ich nicht eingehen.

Sollten nicht-zusätzliche Aufgaben an Dich herangetragen werden, kannst Du freundlich ablehnen und dies alles in einem Tagebuch dokumentieren. Bestenfalls verliert der Träger der AGH schnell sein Interesse an Deiner weiteren Mitarbeit. Wenn er die Zusammenarbeit abbricht und nicht Du, kann Dir nicht viel passieren. Sanktionsandrohungen musst Du möglicherweise abwehren.
 

Muzel

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#6
Ich würde mir auch über alles, was ich tun müsste Notizen anfertigen. Ansonsten würde ich ziemlich langsam arbeiten. Wenn das irgendjemanden stört, würde ich sagen, dass der Lohn so niedrig ist, dass ich vor Hunger ganz geschwächt bin und deshalb nicht schneller arbeiten kann.
 
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