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Pflegegeld

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Jean r-d

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Mrz 2007
Beiträge
163
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#1
Hallo,
wie ich ja schon mal geschrieben habe,habe ich eine Tochter die 100%
behindert ist.
Ich habe ja dank eurer Tips im April Pflegegeld beantragt und wir bekommen es auch.
Nun meine Frage:Ich bekomme Pflegegeld ja nur ab dem Datum der
Antragstellung!Wir haben aber uns vor 4 Jahren erkundigt,bei der
KK ob sie uns einen Antrag zu schicken können,das hies es" brauchen
sie nicht,ihre Tochter hat keinen Anspruch drauf"
Also haben wir es dabei belassen,haben 4 Jahre lang alles selbstbezahlt
(Medikamente,Pflegemittel die die KK nicht bezahlt)!
Jetzt habe ich irgendwo gelesen,das die Pflegekasse bzw. KK verpflichtet
ist den Patienten zu beraten.Hat sie aber nicht getan.
Weis das jemand von euch,sind sie dazu verpflichtet?Dann würde ich nämlich zum Anwalt gehen und die Kk verklagen.
LG
Jean
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hallo Jean, in dem Fall würde ich dir raten, dich direkt bei einem guten Fachanwalt für Sozialrecht über die Erfolgsaussichten einer Klage zu informieren.

Es dürfte nicht einfach sein, und nach vier Jahren wohl auch schwer nachweisbar.
 

Helga Ulla

Elo-User/in

Mitglied seit
21 Jan 2007
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#3
Ja hoffentlich hast Du es damals schriftlich gemacht, und die Durchschrift noch, dass würde es dann etwas erleichtern. Selbst wenn Du weist, mit wem Du gesprochen hast, werden die es abstreiten.
Etwas was immer falsch gemacht wird, den Behörden zu vertrauen.
Aber ich bin auch Rüdigers Meinung, sucDir einen guten Anwalt des Sozialrechtes evtl. könnte dieser dann noch erreichen, das ein Teil erstattet wird, dann wäre Euch ja schon etwas geholfen.
Alles Gute.
 

Frank2

Elo-User/in
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28 Feb 2006
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#4
Du kannst solche Leistungen 4 Jahre rückwirkend bekommen.
Wir haben Verhinderungspflegegeld beantragt, auch für 4 Jahre rückwirkend (4 x 1432,- Euro!).
Wir haben uns auch auf die falsche Beratung berufen!

Zuerst wollte die Kasse nur ab Antragstellung bezahlen, ich habe aber gesagt, dass ich bereits vor 4 Jahren angefragt habe, ob man Verhinderungspflege bekommt, und da wurde mir gesagt, dass das Verhinderungspflegegeld komplett vom Pflegegeld abgezogen wird.
Man hat mich damals aber nicht darauf hingewiesen, dass bei einer stundenweise Verhinderungspflege mit weniger als 8 Stunden pro Tag durch nicht direkt Verwandte bis 2. Grades (also z.B. durch Freunde, Nachbarn etc..) das Geld komplett gezahlt wird und nicht abgezogen wird.
Auch heute noch verschweigen nahezu alle Pflegekassen, dass man Verhinderungspflegegeld ohne Abzug vom Pflegegeld bei stundenweiser Pflege in Höhe bis zu 1432,- pro Jahr bekommt! Ich habe das recherchiert! Die Kassen rücken m.E. mit Absicht nicht damit raus. Viele pflegende Angehörige wissen das nicht und wurden auch erst durch Internet darauf aufmerksam.

Okay, das Ende vom Lied: wir haben das Geld für 4 Jahre rückwirkend bekommen, da wir mit unserem Outlook-Kalender die Pflegestunden lückenlos nachweisen konnten (ja, es zahlt sich aus, wenn man ein Backup der Kalendereinträge hat!).

4 Jahre Pflegegeld rückwirkend sollten somit auf jeden Fall möglich sein!

Siehe SGB IV:

§ 25
Verjährung

(1) Ansprüche auf Beiträge verjähren in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem sie fällig geworden sind. Ansprüche auf vorsätzlich vorenthaltene Beiträge verjähren in dreißig Jahren nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem sie fällig geworden sind.

---
Und nicht vergessen! Ihr könnt auch bis zu 1432,- Euro Verhinderungspflegegeld bekommen!
Ihr müsst nur per Quittung nachweisen, dass ihr jemanden zur Betreuung stundenweise da habt (kann Student, Nachbar, Freundin, Verwandte etc. sein) und diese Person stundenweise bezahlt (bei uns 8,- pro Stunde) als Aufwandsentschädigung.
Das gilt dafür, dass man wegen Krankheit, wichtigen Termin, Arztbesuch, mal Ausspannen etc. verhindert ist.

mfg
Frank
 
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