Pflegegeld, unbefristet – wann ist eine erneute Begutachtung vorgesehen?

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bondul

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Liebe Foristen*innen,

Helga stellte in 05.2018 einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung und bezieht seitdem Pflegegeld.
Eine erste (vorgesehene) Nachuntersuchung fand in 11/2018 statt, eine weitere sollte in 05/2019 erfolgen.

Stattdessen erhielt sie jetzt einen einfachen Brief der Pflegekasse, dass – „nach der aktuellen Stellungnahme des MDK“ die Voraussetzungen für den Pflegegrad „weiter vorlägen“ und das Pflegegeld „unbefristet weiter gezahlt“ würde. Ende des Zitats.

Nach § 33 SGB XI „hat die Pflegekasse vor Ablauf einer Befristung rechtzeitig zu prüfen und dem Pflegebedürftigen sowie der ihn betreuenden Pflegeeinrichtung mitzuteilen, ob Pflegeleistungen weiterhin bewilligt werden und welchem Pflegegrad der Pflegebedürftige zuzuordnen ist.“

Kann die PK hier einfach nach Aktenlage „prüfen“? Was hat Helga unter „unbefristet“ zu verstehen, sind nun keine weiteren Begutachtungen durch PK/MDK vorgesehen?


LG, bondul
 

HermineL

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Ja das kann die KK/Pflegekasse. Ich würde unbefristet jetzt auch so deuten das keine weiteren Begutachtungen mehr erfolgen.

In meinem Gutachten zum Erstbescheid diese Woche stand, zu meinem absoluten Erstaunen, unter den betreffenden Punkten:
Wird eine Befristung empfohlen ? - Nein
Prognose: In Anbetracht der bestehenden Erkrankungen sind eine Verbesserung der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten nicht zu erwarten.

Im Bescheid selber steht dann auch unbefristet was ich so verstehe das keine Nachbegutachtungen mehr erfolgen. Zumindest solange nicht bis das ich evtl. eine Verschlimmerung geltend mache.
 

bondul

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Prognose: In Anbetracht der bestehenden Erkrankungen sind eine Verbesserung der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten nicht zu erwarten.

Bei Helga wurde noch 11/2018 im Gutachten geschrieben, dass eine Verbesserung zu erwarten wäre, deshalb die erneute Nachbegutachtung in 05/2019. Wie kann jetzt die KK/PK ohne Begutachtung wissen, dass keine Besserung eintrat?

Müsste Helga im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht eine solche mitteilen oder soll sie dies nur bei einer Verschlechterung tun? Was geschieht, wenn sie gar nichts macht, ist "unbefristet" dann befristet bis zu Helgas Tod? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein deutscher Sozialleistungsträger seine Leistungen unendlich lang ohne weitere Prüfung gewährt.

Lg, bondul
 

Porks

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Hi
bei meiner Mutter ist es so alle 6 Monate muss kurz ein Pflegedienst eine Beschau machen ob wir alles richtig machen . Dann gibt er das an die PK weiter und so ist das schon mehrere Jahre.
Das kostet nix und dauert ca 5 Minuten.
 

Kerstin_K

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Ja, das ist so, wenn man die Pflege rein privat organisiert. Dann sind diese Beratungseinsätze vorgesehen, um sicherzustellen, dass der Pflegebedürftige gut versorgt wird.
 
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bondul

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Das ist bei Helga auch so, der Pflegedienst kommt halbjährlich (§ 37 SGB XI), sie wird vom Ehemann gepflegt.
Der Dienst schreibt quasi auf, was Helga und Ehemann ihm sagen, kontrollieren kann er die Pflege nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die PK sich ewig darauf verlässt...
 

HermineL

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bei meiner Mutter ist es so alle 6 Monate muss kurz ein Pflegedienst eine Beschau machen ob wir alles richtig machen . Dann gibt er das an die PK weiter und so ist das schon mehrere Jahre.
Das kostet nix und dauert ca 5 Minuten.
Das wird auch bei mir so sein. Bei Pflegegrad 2 muss man das jedes halbe Jahr machen ab Pflegegrad 3 jedes viertel Jahr, Aber das hat nichts mit einer Nachbegutachtung zu tun. dabei geht es nur darum ob der Pflegende auch seine Sache so macht das die Pflege gewährleistet ist.

Bei einer Nachbegutachtung geht es um die Weitergewährung der Leistungen.
 
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