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Pflege vom Opa und Hartz4

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snowflake80

Elo-User/in

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#1
hallo,
ich habe wieder mal einen meldetermin bei der sozialagentur, der mir sorgen macht.:icon_rolleyes:
und zwar ich habe ab juli 09 die pflege von meinen großeltern übernommen (beide pflegestufe2),beziehe weiterhin hartz4, durch nachweise die ich erbracht habe hat mich die sozialagentur erstmal nicht weiter in 1€ jobs gesteckt oder anderweitig beschäftigt. nun ist meine oma aber jetzt im januar verstorben und ich habe nur noch meinen opa zur pflege der schwer demenzkrank ist und rund um die uhr beaufstichtigug bzw. pflege benötigt. ich habe angst, das die sozialagentur das nicht mehr anerkennt und mich trotzdem vermittelt.
wie soll ich mich bei dem gespräch verhalten?
 
E

ExitUser

Gast
#2
Zunächst einmal solltest du die Richtlinien für die Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit bei gleichzeitiger Pflege von Angehörigen (§ 10 SGB II) kennen:
http://www.arbeitsagentur.de/zentra...n/pdf/Gesetzestext-10-SGB-II-Zumutbarkeit.pdf

Bei Pflege einer Person in Pflegestufe II ist dem Grundsatz nach eine Tätigkeit mit bis zu 6 Stunden Arbeitszeit täglich zumutbar.

Du solltest hier aber darauf hinweisen, daß die Einzelumstände eine Ausnahmeregelung notwendig machen:
1) keine Möglichkeit, daß jemand anders die Pflege übernimmt
2) Notwendigkeit ständiger Beaufsichtigung und Pflege, so daß du keine genügend lange zusammenhängende Zeitspanne für Arbeit oder Teilnahme an Maßnahmen zur Verfügung hast.

Ist bei deinem Opa im Pflegegutachten bzw. Pflegegeldbescheid wegen der Demenz ein "erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung" gemäß § 45b SGB XI festgestellt worden? Wenn ja, darauf verweisen.

Ebenso könntest du unter Umständen überlegen, ob bei der Pflegekasse ein Antrag auf Höherstufung in Stufe III sinnvoll ist.
 

ela1953

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#3
Bei einer Maßnahme ü 50 (da brauchte man nur sporadisch ein bis zwei Stunden erscheinen) war auch eine Frau, die ihre demenzkranke Mutter zu Hause hatte.

Der Maßnahmeträger verlangte von ihr, dass sie sich für Vollzeit bewerben muss. Auch sollte sie von heute auf morgen noch einen Bewerbungskurs und Mobilitätstraining belegen

Sie hat dann beim Jobcenter angerufen. Daraufhin brauchte sie nicht mehr an der Maßnahme teilzunehmen.

Das Jobcenter war nämlich auch der Ansicht, dass man bei der Pflege Demenzkranker nicht noch aushäusig arbeiten braucht.
 
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