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Pflege einrichtungen!

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soziales

Elo-User/in
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#1
hallo,
Frage an die experten für pflege Einrichtungen bzw.Altenheime.
wer oder was entscheidet da rüber ab wann man in eine Pflegeeinrichtung kommt.und ist das vom einkommen oder alter abhängig?
 

AlexiRB

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#2
Also, ich bin kein Experte, aber ich weiß von meiner Oma, dass sie das solange hinausgezögert hat, bis der Hausarzt gesagt hat, jetzt gehts nicht mehr, sie muss ins Pflegeheim!

Meine Oma wollte nie in eine Einrichtung, hat in einem Haus alleine gewohnt. Entweder hätte jemand von der Familie hinziehen müssen um sie zu versorgen, oder sie geht ins Heim. Da von der Familie sich keiner bereit erklärt hatte, ging sie ins Heim, bzw. mußte dahin, auch wenn sie es nicht wollte. Aber meine Oma war unterernährt, weil sie Essen auf Rädern immer wieder abbestellte und selbst es kaum noch schaffte zu kochen, geschweige denn Einkaufen zu gehen. Zusätzlich hatte sie Wahnvorstellungen, hatte daher in aller Regelmäßigkeit die Polizei gerufen und war körperlich auch angeschlagen. Der Endpunkt war, als sie im Haus stürzte und nicht mehr aufstehen konnte, daraufhin musste die Wohnung/Haus aufgebrochen werden und an diesem Tag beschloss der Hausarzt, nach dem Krankenhaus darf sie nicht mehr zurück. Seit dem ist sie im Heim. Da für uns das alles lieber war, als ständig Angst zu haben, ihr passiert was im Haus und es merkt keiner, sind wir hier auch nicht gegen vorgegangen. Diesen Punkt habe ich nur erwähnt, weil ich nicht weis ob man bei so einem Urteil gegen den Arzt angehen könnte.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit freiwillig in eine Pflegeeinrichtung zu gehen, oder erstmal betreutes Wohnen in Anspruch zu nehmen.
 

AlexiRB

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#3
PS: Pflegeeinrichtungen sind weder vom Einkommen noch vom Alter abhängig! Eklar müssen Pflegeeinrichtungen bezahlt werden. Wenn die Pflegeperson Einkommen hat und vermögend ist, dann muß zum Pflegegeld der Rest aus eigener Tasche gezahlt werden. Ist die Pflegeperson nicht vermögend, dann muß das Sozialamt für die Unterdeckung aufkommen.
 

Kerstin_K

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#4
Das ist eine ganz heikle Geschichte. Es gibt Länder, z. B. Skandinavien, da hat man es geschafft, Pflegeheime abzuschaffen. Die Leute werden zu Hause betreut und versorgt. Auch bei uns gint es Pflegedienste, betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhäuser. Alten-WGs, Hausnotruf.... Sicher ist das auch eine Kostenfrage. Die Pflegeversicherung reicht für die Kosten leider nicht aus und ist vom Gesetzgeber auch nicht als Vollversicherung gedacht.

Mit dem Engagment von Angehörigen ist das auch ein Problem. Das ist schon eine anstrengende Angelegenheit, wenn man es mit Demenz zu tun hat. Ich merke das gerade selber. Ich bin selber stark gehbehindert und voll berufstätig. Ich lebe mit ,einer Mutter in einem Haushalt, die seit einigen Monaten pflegebedürftig ist. Altersdemenz und körperlich sehr stark schwankender Zustand. Die Pflegestufe 1 reicht gerade mal dafür, dass der Pflegedienst sie Morgens ankleidet und abends auszieht inkl. Kompressionsstrümpfe und einmal in der Woche duscht. Machen die mehr, müssen wir zahlen. Dass meine Mutter tagsüber alleine zu Hause ist, geht auch nur noch deshalb, weil wir ein gutes Netzwerk in der Nachbarschaft haben und sowohl ich als auch meine Schwester über den Tag immer mal wieder anrufen und bei Bedarf Hilfe alamieren. Dazu haben halt ganz viele Nachbarn, Pfleger, Therapeuten usw. Wohnungsschlüssel. Momentan geht dasnoch so, aber ich weiss nicht, wie lange noch. Dadurch, dass ich alles regeln muss bin ich manchmal ganz schön am Ende. 8 Stunden Schlaf am Stück sind ein unglaublicher Luxus.

Der Hausarzt kann eine Verlegung in ein Heim anregen. Erzwingen kann man die aber wohl nur über eine Betreuung, denke ich.

Wenn da Sozalamt die Kosten übernimmt, kommt noch hinzu, dass dann oft gesagt wird, der betroffene muss ins Heim, da das billiger ist.

Interessantes zum Thema auch unter Daheim statt Heim
 

Muzel

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#5
5. Welche Anträge muss ich V O R Heimaufnahme stellen?
5.1 Bei der Pflegekasse einen Antrag auf Leistungen für vollstationäre Pflege. Bitte unbedingt vor dem
Einzug in ein Pflegeheim die schriftliche Zustimmung der Pflegekasse einholen, weil sonst nicht
sichergestellt ist, daß Ihre Pflegekasse die vollen Leistungen gewährt.
5.2 Beim Sozialamt einen Antrag auf Sozialhilfe (falls Leistungen der Pflegekasse, Pflegewohngeld und
eigenes Einkommen nicht ausreichen, um die Kosten zu decken). Sozialhilfe wird nicht rückwirkend
gewährt. Deshalb muß auch ein solcher Antrag möglichst vor der Heimaufnahme gestellt werden.
Bei der Antragstellung sind sämtliche Unterlagen über das Einkommen und Vermögen und möglichst
die Entscheidung der Pflegekasse vorzulegen.
 

Nelia

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#6
Hallo Soziales,

ich bin ex. Altenpflegerin, habe mehrere Jahre in einem Heim gearbeitet. Ich persönlich würde immer dafür sorgen, daß keiner meiner Angehörigen in ein Pflegeheim kommt. Mehr brauch ich nicht dazu zu sagen. Würde es mit ambulanter Pflegestation und wenn dies nicht ausreicht mit privater Pflegekräfte versuchen. Solltest du dennoch dich für ein Heim entscheiden, kann ich nur empfehlen, sich dieses vorher genau anzuschauen, sprich mal einen Tag auf einer Pflegestation zu verbringen, es gibt schon gravierende Unterschiede. Doch eines bedenke, in der heutigen Zeit steht und fällt alles im Heim mit ausreichendem Pflegepersonal.
LG Nelia
 
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