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Petitionen - demokratische Bürgerbeteiligung?

HajoDF

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#1
Anlass zu diesem Thema ist die öffentliche mediale Aufregung über die Petitonen insbesondere von Inge Hannemann bezüglich der Sanktionen im Sozialgesetzbuch, aber vor allem auch die Petition gegen Markus Lanz und sein mißbräuchliches Verhalten als TV-Moderator im öffentlichen Fernsehen.
Sind die Urteile über den Sinn und Zweck der Hannemann-Petition noch gemäßigt, fallen sie im Falle Markus Lanz zumindest in den Mainstream-Medien verheerend aus.
Ganz offensichtlich hat die massive Bürgerbeteiligung im letzteren Fall die meinungsmachenden Medien geschockt.
Die Reaktionen reichen von aggressiven, unqualifizierten Angriffen über Erschrockenheitsstatements bis hin zur verbalen Veralberung solcher Bürgeraktionen:
Dieter Nuhr startet Online-Petition gegen Online-Petitionen

...Nuhr will damit nach eigenen Angaben gegen eine Petitionsflut im Internet aufmerksam machen. Der Aufruf unter dem Motto „Gegen digitales Mobbing, binäre Erregung und Onlinepetitionswahn“, die Nuhr am Sonntag startete, wurde allerdings wenige Stunden später von der Plattform „openPetition“ gelöscht.
Quelle

Der Schock der Medien und ihrer Mietmäuler und -schreiber scheint tiefer zu gehen, als ich angenommen habe: offensichtlich gibt es neben der vierten Gewalt im Staate (journalismus) nun auch noch eine Fünfte, nämlich das Internet als neue Möglichkeit der öffentlichen Diskussion und Information.

Zu den jetzt immer wieder angeführten Begründungen zählt auffallend oft die Aburteilung der Petitionsteilnehmer als anonym, dümmlich, alltags-frustriert. Alles nur Lemmige, die einem Wortführer nachlaufen - "alles auf gar keinen Fall ernst zu nehmen."

Doch das klingt wie das Pfeifen im Walde...

Darüber würde ich gern mit euch diskutieren.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Eine tolle Idee :icon_daumen:. Wobei es mir selbst sehr übel aufstieß, wie die konservativen öffentlichen Medien darauf reagieren.

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine Petition gegen Petitionen, wie nun von Dieter Nuhr gestartet. Welche Art von demokratischem Verständnis verbirgt sich dahinter? Das ist noch nicht mal mehr Comedy, das heißt wohl eher nachtreten.

Ein kleiner Wink an die bisherigen konservativen Medien; das Net reagiert prompt, sofort. Kein ellenlanges Telefonieren oder das Thema beim nächsten Stammtisch durchkauen. Nein, im Net ist man sofort bei seiner Community, sogar oft zeitgleich.
 
E

ExitUser

Gast
#3
@Hajo

Das ist ein interessanter Aspekt. Ich hätte nicht erwartet, dass diese Petitionen solche Wirkungen nach sich ziehen! :icon_daumen:

An der Reaktion, also der Komik, der durch Dieter Nuhr initiierten Gegenpetition, entnehme ich, dass diese nun medial ausgeschlachtet werden soll..

Wer sich allerdings solch eine Mühe macht, der nimmt dies auch ernst!
 

Roter Bock

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#4
Davon abgesehen, das die Wirksamkeit von Petitionen eher gegen Null gehen dürfte (Wir leben im IIII. Reich, Parallelen zum III. Reich sind beabsichtigt) sehe ich das Internet noch als echte Möglichkeit den "Meinungsbildenden" auf die Füsse zu treten.

Diese denken kraft eigener Wassersuppe (...oder Dank Polsterung duch Lobbyistenschecks) die Meinung der Mehrheit zu vertreten ohne das Sie diese wirklich vertreten.

Kommt dann eine Petition ins Ziel ist man überrascht! Huch da denkt ja eine Menge Leutz gegen den Mainstream.

Sowas wie den Nuhr kann man eigentlich nur mit einem gezielten Schlag mit einer "Neumann-Flasche" aus den Studios vertreiben und das sollte man auch tun! Der Mann hat die Mechanik der (Pseudo) Demokratie nicht begriffen.

Oder hat er Sie begriffen? Auch möglich - dann würde der Abschaffung der Petition die hässliche Fratze der Demakratur folgen!

Auch nicht schlecht. Ich denke die Verfasser jenes Machwerkes auf dem sich unsere sogenannte Demokratie der Demo-Kretins gründet, wären entsetzt wenn Sie heute noch am Leben wären.

Höchste Grab Rotationsgefahr.

Roter Bock
 

HajoDF

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#5
Hier noch mal eine weitere TV-Stimme, die die Szenerie argumentativ im Sinne der Medien "beleuchtet"
TV N24

Da ist von Shitstorm die Rede, also ohnehin die Einordnung in die abfällige Schublade.

Dabei ist eine Petition nie ein Shitstorm, sondern ein mehr oder weniger sachlich formuliertes Begehren der Unterzeichner.

Artikel 17 Grundgesetz
Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.

Das Petitionsrecht gehört zu den verfassungsrechtlich verbrieften Grundrechten der Bundesrepublik Deutschland. Artikel 17 garantiert damit jedem das Recht, eine Petition einzureichen – unabhängig davon, ob er oder sie volljährig ist, Ausländer ist oder im Ausland lebt. Voraussetzung ist nur, dass die Petition schriftlich oder online mithilfe des Onlineformulars und mit Angabe der Adresse eingereicht wird. Natürlich muss die Eingabe darüber hinaus auch im Zuständigkeitsbereich des Deutschen Bundestages liegen. Petitionen, die nicht in die verfassungsmäßige Zuständigkeit des Bundes fallen, werden an den Petitionsausschuss des jeweiligen Landesparlaments abgegeben, soweit eine Landeszuständigkeit gegeben ist.
Quelle

Doch den Medien ist gleichgültig, dass selbst der Bundestag das Mittel der Petition als demokratische Bürgerbeteiligung billigt und diesem Recht den entsprechenden Stellenwert einräumt:
Artikel 45c Grundgesetz
(1) Der Bundestag bestellt einen Petitionsausschuss, dem die Behandlung der nach Artikel 17 an den Bundestag gerichteten Bitten und Beschwerden obliegt.
Ich stelle mir gerade vor, wie Dieter Nuhr seine "Petiton gegen die Petition" auf der Bundesplattform einstellt und wie die Bundestagsplattform damit umgehen würde.
 

HajoDF

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#6
Jetzt outen sich die Mietmäuler gleich reihenweise, unglaublich für mich zu sehen, wer uns da in der Vergangenheit so seine Meinung "gesagt" hat.

Hajo Schumacher mit einem fast brachialen Artikel, der endet:
Jemandem einfach mal eine reinzuhauen, digital und anonym, das scheint ein ewiges Bedürfnis zu sein, ganz wie früher in der Schule, als sich die Horde großer Jungs sehr stark vorkam, weil sie den bebrillten Schwächling kopfüber in den Mülleimer gestopft hatten. Was manche Schwarm-Intelligenz nennen, ist bisweilen animalische Rudel-Aggression. Höchste Zeit für eine Online-Petition gegen schwachsinnige Online-Petitionen.
Quelle

Oder auch ein lauer Herr Lauer
Christopher Lauer, für die Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus, wirbt um Unterschriften zu der These"Markus Lanz soll mal bitte seine Show so machen wie er will, immerhin ist er ja erwachsen". Er startete die Petition am Samstag und hatte bis zum Montagmittag gut 280 Unterstützer. Lauer findet, es gebe mindestens zehn Dinge, die wichtiger seien als Markus Lanz und sein Moderationsstil. Wer in dessen Sendung gehe - Lauer war schon mehrfach zu Gast (wie H.Schumann, Anmerk ich)-, müsse sich des Show-Charakters der Talkshow bewusst sein. Der Piraten-Politiker schließt mit den Worten: "Leute, für sowas wurden weder Internet-Petitionen erfunden noch ist es sinnvoll so viel Zeit für so einen Quark draufgehenzulassen."
Quelle: SPON
Da verwundert schon, dass Herr Lauer auf so "viel Quark" soviel Energie verwendet
 

Texter50

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#7
Wie war das denn, wenn bislang in den Medien was schief gelaufen ist? Es wurden maximal dümmliche Textbausteine als Antwort rausgeschoben, wenn es überhaupt eine Reaktion auf Briefe oder Mails gab. Beschwerden gingen in die Tonne, wer wollte das schon kontrollieren. Solange die Bürger zwangsweise jeden Mist finanzieren läuft doch alles wie am Schnürchen. :icon_neutral:
Jetzt kann der Bürger selber für Öffentlichkeit sorgen, was in den entsprechenden Kreisen durchaus Ängste auf den Plan ruft. Wer wird der Nächste sein? Peinliche Figuren gibt es doch reichlich, eigentlich müsste man wöchentlich ne Petition aufstellen.

Wie immer, wenn es den vermeindlich Mächtigen nicht passt, kommen dieselben Argumente, die in Verunglimpfung der Kritiker übergehen, da sie das mit der Selbstkritik nicht kennen und nun merken, wie ihnen die Felle wegschwimmen. :biggrin:

Und was den Nuhr betrifft, mit seinen per Vorgabe klatschenden Zuschauern, der hat den Unterschied zwischen lustich und peinlich doch schon lange aus den Augen verloren. :icon_neutral:
 

HajoDF

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#8
Nun, Herr Nuhr wird die Hand nicht beißen, die ihn füttert. Eine Jahresgage für seine 12 TVauftritte "Satire Gipfel" beträgt summasumarum 1,4 Mio Euro.
Lecker, lecker...

Interessant an dem breiten medialen Echo sind natürlich die Leserreaktionen, die den einzelnen Print medien nun so ins Haus flattern, z.B. hier:
Pro und Contra Markus Lanz

Bemerkenswert die Leserbriefe und Kommentare. Das ist nicht das erwünschte Echo und sorgt nun zusätzlich für eine breite Diskussion.
Die Bumerangs kommen zurück...:icon_klatsch:
 

Wasnun

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#9
Träumt Ihr nur weiter! Petitionen sind Müll, dienen aber zur Beruhigung.
Mich würde echt mal interessieren, wieviele Petitionen es bis zum Bundestag geschafft haben und noch mehr: wieviele davom positiv im Sinne des Pentanden entschieden wurden. Das wird wohl gegen Null sein - und genauso wird die hier so gepushte Petition gegen Sanktionen ausgehen.
Herzliches Beileid !:icon_neutral::icon_neutral:
 

Paolo_Pinkel

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#10
Die Angst der Mietmäuler und Meinungsmonopolisten sind durchaus begründet. Konnte man früher seine Meinung nur verbreiten, wenn man das entsprechende Geld oder die entsprechenden Kontakte vorweisen konnte, kann man das heute völlig zwanglos im Internet tun. Ohne das ein Redakteur o. ä. das nochmal gegen liest und unangenehme Teile zensiert. Die Meinungsmonopolisten haben durch das Internet ihren Einfluss auf die (Massen)Meinungsgestaltung verloren und das ist gut so!
 

HajoDF

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#11
Hier mal der volle Text der Nuhr-Petition, um herauszustellen, mit welchen Gegenargumenten gearbeitet wird:
"Ich möchte erreichen, dass ich zum König des Internets erklärt werde und dann bestimmen darf, wer sich äußern darf und wer nicht. Bitte unterstützen Sie mich! Da heute jeder mit ein paar Klicks eine Onlinepetition starten kann, sich anonym äußern und unter Pseudonym unerkennbar bleiben kann, sind der digitalen Mobbildung und der allgemeinen Verbreitung des gesunden Volksempfindens keine Grenzen mehr gesetzt. Jeder kann sich per Tastendruck als Revolutionär fühlen. Das führt zur Renaissance des Lynchmobs und zeigt, wohin es führt, wenn sich anonyme Massen in Bewegung setzen. Verantwortliches Zusammenleben ist nur möglich, wenn jeder für sein Tun haftbar gemacht werden kann. Die Anonymität des Internet führt somit zur Bildung eines unzivilisierten öffentlichen Raumes, vergleichbar mit den rechtsfreien Räumen der prähistorischen Gesellschaften, Räume, in denen der Stärkere den Schwächeren, die Masse den Einzelnen zerstören kann, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Rückgewinnung zivilisatorischer Grundgesetze ist deshalb nur durch Einsetzung eines guten König zu erreichen."
Quelle Gegenpetition

Was da comedyhaft daher kommt, ist in Wirklichkeit eine arrogante Aburteilung des "Mobs".

Da liegen selbst kabarettistisch gestählte Nerven offenbar sehr blank.
 
E

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#12
Hier mal der volle Text der Nuhr-Petition, um herauszustellen, mit welchen Gegenargumenten gearbeitet wird:
Quelle Gegenpetition

Was da comedyhaft daher kommt, ist in Wirklichkeit eine arrogante Aburteilung des "Mobs".

Da liegen selbst kabarettistisch gestählte Nerven offenbar sehr blank.
Hajo, das könnte man durchaus als Satire werten. Weil der Text maßlos übertrieben und einseitig und zugleich abwertend ist.

"Ich möchte erreichen, dass ich zum König des Internets erklärt werde.... ] [Die Rückgewinnung zivilisatorischer Grundgesetze ist deshalb nur durch Einsetzung eines guten König zu erreichen." ]


 
E

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#13
Christopher Lauer ist von den Piraten? es ist doch gerade deren Anliegen gewesen: Demokratie Direkt? Oder irre ich mich.

Nun kommt er daher und startet eine Petition für diesen Lanz. Weil er ja seine Talkshow machen darf wie er will. Nein nicht vom Geld des Gebührenzahlers. Der Begriff Talk-Show könnte dann ja auch Mono-Show lauten. Ich sehe mir so etwas an wenn ich jemandem zuhören will, dem Gast, und nicht den Kaspereien des Talkmasters!
 

HajoDF

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#14
Hi essps,
klar, könnte...
Allerdings sind die Argumente trefflich der medialen Resonanz entnommen und nur seine Rahmenforderung "Nuhr als König und Bestimmer" hat eine gewisse satirische Verkleidung.

Hier noch Leserstimmen aus FAZ.NET
Also mal ehrlich: Der Bürger kann sich durchaus eine Meinung bilden und braucht dazu keine Journalisten. Das ist mal ein Vorzug des Internets. Und darum wird die Petition auch unisone von den Großmedien kritisert. Motto: Wegschreiben dürfen nur wir!
 

Texter50

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#15
Die Rückgewinnung zivilisatorischer Grundgesetze ist deshalb nur durch Einsetzung eines guten König zu erreichen."
Schade auch, noch imer ist der Nutzer der König des Internets und keine peinlichen Witzchenerzähler.
Das mit dem vonne Piraten versteh ich auch nicht. Aber: unser LAW AND ORDER Innenminister Schily war auch mal bei den Grünen (?) und dann bei der SPD und dann war er einfach zu alt für noch nen Wechsel. So was pasiert eben...
 
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#16
Hi essps,
klar, könnte...
Allerdings sind die Argumente trefflich der medialen Resonanz entnommen und nur seine Rahmenforderung "Nuhr als König und Bestimmer" hat eine gewisse satirische Verkleidung.

Hier noch Leserstimmen aus FAZ.NET
Es ist durchaus wahrscheinlich, dass es sich hierbei um eine Mogelpackung handelt und unter diesem Aspekt bekommt das Ganze ein Geschmäckle!

Im Zuge der laufenden Petition von Frau Hannemann konnte man ja durchaus das Totschweigen durch die Presse beobachten.

Damit sollten wir dann kritischer beleuchten, welche Aufgaben die Presse hier in unserem Land noch wahrnimmt.

"Ich möchte erreichen, dass ich zum König des Internets erklärt werde und dann bestimmen darf, wer sich äußern darf und wer nicht. Bitte unterstützen Sie mich! Da heute jeder mit ein paar Klicks eine Onlinepetition starten kann, sich anonym äußern und unter Pseudonym unerkennbar bleiben kann, sind der digitalen Mobbildung und der allgemeinen Verbreitung des gesunden Volksempfindens keine Grenzen mehr gesetzt. Jeder kann sich per Tastendruck als Revolutionär fühlen. Das führt zur Renaissance des Lynchmobs und zeigt, wohin es führt, wenn sich anonyme Massen in Bewegung setzen. Verantwortliches Zusammenleben ist nur möglich, wenn jeder für sein Tun haftbar gemacht werden kann. Die Anonymität des Internet führt somit zur Bildung eines unzivilisierten öffentlichen Raumes, vergleichbar mit den rechtsfreien Räumen der prähistorischen Gesellschaften, Räume, in denen der Stärkere den Schwächeren, die Masse den Einzelnen zerstören kann, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Rückgewinnung zivilisatorischer Grundgesetze ist deshalb nur durch Einsetzung eines guten König zu erreichen."
Oder ist ein Shitstorm etwa nicht legitim? :icon_mad:
 

HajoDF

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#17
Ein shitstorm ist gerade das, was die Mainstreammedien loslassen,
nämlich massenhafte "öffentliche" Entrüstung, die dazu führt, dass sachliche Kritik mit zahlreichen unsachlichen Beiträgen bis hin zur Schmähkritik vermischt und eine sinnvolle Diskussion dadurch verhindert wird.
Quelle

Merkwürdigerweise wird die Petition gegen das Verhalten eines Moderators (Lanz) im von Bürgern bezahlten TV heftig abgelehnt, gleichzeitig wird Herr Lanz oft im selben Artikel aber der Mittelmäßigkeit und Langeweile geziehen. Schon fast schizophren.
 
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#19
Ich frage mich was würde ein Lanz oder Nuhr wohl dazu sagen sich in einem Theater echtem Live Publikum zu stellen? Ich meine ohne "instruiertes Publikum"? Was wäre wenn da Tomaten fliegen und Buhrufe?

Das kam mir in den Sinn, weil mir eine Begebenheit einfiel. Mein Mann, meine Eltern und ich waren mal vor gut 15 Jahren in einem Studio als Gäste wo aufgezeichnet wurde. Wir (das Publikum) wurden instruiert wann wir zu klatschen oder zu lachen hatten, wenn der Witz etwas hängte half ein Animateur nach. Nach ca. 20 Min. wurden wir in Studio N°2 gebeten um dort ebenfalls Statisten Publikum abzugeben, weil nicht genügend Gäste vorhanden waren. Dasselbe Spielchen nochmal, das geschah dann auch noch in Studioaufzeichnung N° 3, wohin wir gebeten wurden. Wir wussten zu guter Letzt gar nicht für welche Shows das Publikum aufgezeichnet wurde. Später fand ich heraus, das diese Praxis ganz normal ist, wenn Touristen zur Besichtigung von Fernsehstudios kommen.
 

ThisIsTheEnd

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#20
Christopher Lauer ist von den Piraten? es ist doch gerade deren Anliegen gewesen: Demokratie Direkt? Oder irre ich mich.
Ach, der Lauer, der trollt nur rum. :biggrin:

Niggi hat es mal wieder auf den Punkt zusammengefasst, mit vielen Beispielen, wie abstrus die Presse auf die Petition reagiert.
So mögen sie Gulaschsuppe essen: Eine Kritik der Kritik an der Lanz-Petition

[Hier geht es nur am Rande um Markus Lanz. Bitte haben Sie ein paar Zeilen Geduld.]
Ist doch klar: Weil im Internet ein schlimmer Mob regiert, der per se »unverhältnismäßig« agiert, weil er es nicht erträgt, wenn seine virtuellen Fackeln und Mistgabeln mal für eine Minute unbenutzt in der Ecke herumstehen.

Kühn unterscheidet zwischen »Zuschauern« und »dem Internet«:
Die Zuschauer werden es [Lanz] verzeihen. Das Internet tut es nicht.
In der Art, wie die professionellen Medien über die Kritik an Lanz im Netz berichten, werden wieder die Ressentiments der richtigen Journalisten gegen die unqualifizierten Normalbürger sichtbar, die im Netz plötzlich einfach die Absetzung von Moderatoren im öffentlich-rechtlichen Fernsehen fordern dürfen und dafür sogar Aufmerksamkeit bekommen. Beides war früher Journalisten vorbehalten.
So mögen sie Gulaschsuppe essen: Eine Kritik der Kritik an der Lanz-Petition « Stefan Niggemeier
 
E

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Gast
#21
Dann verstehen die Medienmacher und ihre bezahlten Nulpen nicht mehr ihren Auftrag. Journalistische Arbeit darf nie nur Selbstzweck sein. Genau dazu ist er verkommen.

Nun es gibt ja auch Hartz4 für arbeitslose Journalisten, in des "Bürgers" wohlgelittener sozialer Fürsorge....:icon_lol: mal sehen wie das denen schmeckt.
 
E

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#22
Dann verstehen die Medienmacher und ihre bezahlten Nulpen nicht mehr ihren Auftrag. Journalistische Arbeit darf nie nur Selbstzweck sein. Genau dazu ist er verkommen.

Nun es gibt ja auch Hartz4 für arbeitslose Journalisten, in des "Bürgers" wohlgelittener sozialer Fürsorge....:icon_lol: mal sehen wie das denen schmeckt.
Ich fand es schon mehr als befremdlich, dass Journalisten seit vielen Jahren kaum noch Festanstellungen finden, sondern zu reinen Mietmäulern verkommen sind, die Jedermann ihre Auftragsrecherchen verkaufen!
 
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#23
Ich fand es schon mehr als befremdlich, dass Journalisten seit vielen Jahren kaum noch Festanstellungen finden, sondern zu reinen Mietmäulern verkommen sind, die Jedermann ihre Auftragsrecherchen verkaufen!
Deswegen interessiert sich der journalistische Nachwuchs auch mittlerweile für die Arbeit in PR-Agenturen und Pressestellen. Bei einer Zeitung zu arbeiten erscheint Vielen mittlerweile unattraktiv. Zumal die beruflichen Rahmenbedingungen eben nicht stimmen. Die haben Abitur, die haben studiert, und die wollen eine Festanstellung. Und zwar eine, die gut bezahlt wird. Kann ich ihnen nicht verdenken.
 
E

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#24
Deswegen interessiert sich der journalistische Nachwuchs auch mittlerweile für die Arbeit in PR-Agenturen und Pressestellen. Bei einer Zeitung zu arbeiten erscheint Vielen mittlerweile unattraktiv. Zumal die beruflichen Rahmenbedingungen eben nicht stimmen. Die haben Abitur, die haben studiert, und die wollen eine Festanstellung. Und zwar eine, die gut bezahlt wird. Kann ich ihnen nicht verdenken.
Bei Zeitungsverlagen, die im Arbeitgeberverband sind gibt es noch nicht so viele weiße Flecken. (also Tarifbindung) Ich meinte eher die vielen Kleinen "Meinungsmacher" anderswo, deren Sklaven diese Journalisten sind, die ich beschrieb.

Dass Tarifflucht in dieser Branche besteht, zum Zwecke der kurzfristigen Profitsteigerung, bestreite ich nicht. Dies wurde aber in den letzten zwei Jahren massiv bekämpft und durch Haustarifverträge und Rückkehr eingedämmt.
 
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Gast1

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#25
Wer stellt eine Online-Petition im Internet ein, in der dazu aufgerufen wird, dass dieser "Nuhr aus meiner GEZ-Gebühr raus" soll?

Bin da zu faul zu :biggrin:
 
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#26
Christopher Lauer ist von den Piraten? es ist doch gerade deren Anliegen gewesen: Demokratie Direkt? Oder irre ich mich.

Nun kommt er daher und startet eine Petition für diesen Lanz. Weil er ja seine Talkshow machen darf wie er will. Nein nicht vom Geld des Gebührenzahlers. Der Begriff Talk-Show könnte dann ja auch Mono-Show lauten. Ich sehe mir so etwas an wenn ich jemandem zuhören will, dem Gast, und nicht den Kaspereien des Talkmasters!
Kann ja auch sein das der Lauer nur sauer ist das diese Petition nicht von den Piraten kam oder jemandem der denen nahe steht , falls es davon überhaupt noch welche gibt.


Eine Truppe die darüber Twittert welche Getränke in den Getränkeautomaten der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus kommt , fängt an sich über die Petittion zu mokieren, ist doch einfach l ä c h e r l i c h !:icon_lol::icon_lol::icon_lol:
 

HajoDF

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#27
Es scheint nicht nur so: das System ist in Aufruhr, fast schon in Panik.
Die Bitte (Petition) einer Fernsehzuschauerin alarmiert mit einem Schlag sämtliche namhaften System-Journalisten. Mit spitzer Feder zieht man zu Felde gegen diese mündige Bürgerin, mal arrogant, mal schmähend, mal grob, mal beleidigend, weil sich innerhalb kurzer Zeit über 226.000 andere Bürger dieser Bitte angeschlossen haben. Der Hauptgrund ist wohl, dass immer mehr Bürger keinen Bock mehr darauf haben, von einem Medium, dass sie auch noch selbst finanzieren, sich ihre Denkungsart vorschreiben zu lassen. Lanz ist schon lange nicht mehr der Inhalt der Petition, sondern nur der Anlass.
Man diffamiert die Petentin, die Mitpetenten, das Internet.

Lanz als einer der gut bezahlten System-Moderatoren "greift ja nicht zum ersten mal ins Klo", Genug ist genug!

Doch jetzt sieht man die Gefahr: die Deutungshoheit der gesellschaftlichen Verhältnisse liegt nicht mehr uneingeschränkt beim System, sondern ein neues Medium ("Neuland") greift diese monopolitische Macht an.

Der Postillion glaubt, "dass nunmehr angesichts der Tatsache, dass die Anti-Lanz-Petition auch nach über 1000 gut verlinkten Medien-Berichten über die Petition stetiges Wachstum verzeichnen kann, die großen Medienhäuser Deutschlands die Einrichtung eines gemeinsamen Rechercheteams planen. Aufgabe der erfahrenen Medienjournalisten soll es sein, die Hintergründe des großen Erfolgs der Petition zu erforschen und in einer längeren Artikelserie zu dokumentieren." Quelle :icon_party:
 
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#28
Hier mal der volle Text der Nuhr-Petition, um herauszustellen, mit welchen Gegenargumenten gearbeitet wird:
Quelle Gegenpetition

Was da comedyhaft daher kommt, ist in Wirklichkeit eine arrogante Aburteilung des "Mobs".

Da liegen selbst kabarettistisch gestählte Nerven offenbar sehr blank.
Stimmt, selbstherrlich, arrogant, überheblich, verlogen,
antidemokratisch, elitär, die wahren Asis seit ihr da oben.
Engelhai - Die wahren Asis (seid ihr da oben) - YouTube
(Die wahren Asis seit ihr da oben - Engelhai 2007)

Sie teilen sich die Welt auf, wie es ihnen gefällt.
Die Opfer ihres Globalisierungswahns, sind ihnen egal.

Für mich persönlich sind DAS, die Helfer der
neuen wirtschaftsfaschistischen Bewegung
die im demokratischen Deckmäntelchen daherkommt,
Menschenleben zählen für sie nichts mehr.

Andere nennen das Neoliberal, ich nenne es den
neuen Menschenverachtenden Faschismus.

Dieser Artikel trifft es wenn es um die Medien geht:
Die Fratze der Medien zeigt sich - Lanz die zweite!

Dessen war ich mir sicher. Bisher. Doch nun unterlief den Medien ein Fehler. Überzeugt davon, dass Lieschen und Michel Müller gehirngewaschen genug seien, die größten Unverfrorenheiten, Diffamierungen und Anstandslosigkeiten hinzunehmen und fest daran glaubend, dafür auch noch gefeiert zu werden, sandten sie Markus Lanz in die Schlacht, um dies zu beweisen. Doch dieser Ansturm gegen die kläglichen Reste gesunden Menschenverstandes fachte dessen fast erkaltete Glut an. Anstatt die noch schwach glimmenden Feuer des Anstands, der Fairness und der Fähigkeit frei zu denken endgültig mit Medienabschaum zu löschen, goss ihr Getreuer, die unbezwingbare Macht hinter sich wissend, Benzin in die Glut. Das Unfassbare nahm seinen Lauf, ein medienverseuchtes Volk zeigte Anzeichen von geistiger Gesundung.
Kundgetaner Unmut 100tausender eines für geistig verarmt erklärten Volkes, in dessen Gehirnen Synapsen begannen sich neu zu verknüpfen, lähmte die Stimmbänder der Medienmaschinerie, verhinderte deren Endsieg und ließ sie, völlig unerwartet in die Defensive geraten. Gewohnt, das Schlachtfeld siegreich zu verlassen, verstummte die Journallie für Tage, ließ keine Gegenwehr erkennen. Doch nun, sich um den Endsieg betrogen fühlend, sich des Verlusts ihrer Allmacht bewusst werdend und deshalb den Trotz eines Kleinkinds oder pubertierenden Jugendlichen nachahmend, versuchen die Medien, willfährige Vasallen eines immer demokratiefeindlicher werdenden Systems, zum Gegenschlag auszuholen.

Die stolzen Recken Johannes von Dohnanyi und Oliver Stock wurden entsandt, dem dreisten Treiben des Volkes, das es wagt, sich im Kampf gegen seine Beeinflussung widerlicher populistischer Mittel zu bedienen, ein Ende zu bereiten. Entsandt, das Aufbegehren hunderttausender Couchpotatos, die es wagten einen der ihren mit Petitionsgülle zu übergießen, im Keim zu ersticken. Entsandt, das lästige Volk an seinen angestammten Platz, dem Staub zu Füßen der Elite, zurückzutreten.

Da hat das doofe Volk wohl den richtigen Nerv getroffen. Die Journallie, die endlich den schon längst überfälligen Schuss vor den Bug bekommen hat, sollte sich genau überlegen, ob es ihr ansteht, Petitionszeichner als feige Couchpotatos zu bezeichnen.

Wie verkommen Teile der schreibenden Zunft schon sind, machen folgende Zitate deutlich:
Zitatanfang - Eine Online-Petition gegen einen einzelnen, ... - so etwas ist eine Anmaßung der Mutlosen. Markus Lanz und das ZDF können sie getrost ignorieren. - Zitatende (Quelle: Handelsblatt - Oliver Stock)
oder
Zitatanfang - Denn wo kämen wir hin, sollten sich die Petitionsschreiberin und ihre Unterstützer durchsetzen? Wenn … . Wenn per digital-scheindemokratischem Votum von Minderheiten demnächst nicht mehr "nur" Moderatorenköpfe, sondern grundsätzliche politische RichtungsZitatende (Quelle: arcor.de - Johannes von Dohnanyi)
Ja wo kämen wir dann hin? Besser gefragt, wo kämt ihr dann hin, liebe Systemschreiberlinge?

PS: Dieser Beitrag soll keine Lanze für die Linkspartei brechen, er soll nur darstellen, wie anmaßend und selbstherrlich ein seine Aufgaben nur mehr schlecht erfüllender Journalismus geworden ist.
Quelle:Die Fratze der Medien zeigt sich
dsdwä
 
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#29
Laut Mitteilung von Maren Müller hatte das ZDF in der Mediathek den Beitrag rausgenommen , jetzt ist er jedenfalls wieder drin.Falls das so war scheinen die da jedenfalls ziemlich verwirrt zu sein.:icon_twisted:
 

HajoDF

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#30
Auch der Tagesspiegel reiht sich erfolgreich ein in das Publikumsbashing und widmet sich erst der "eigentlichen Kern-Frage" über die Qualitäten des Herrn Lanz als "Wetten das..."-Moderator zu,.....
nachdem sich jeder dazu (gemeint ist die Petition) geäußert hat und dabei jeder noch so unglaubliche Schwachsinn dazu geschrieben wurde (unter anderem, dass alle Journalisten deshalb auf der Seite von Markus Lanz stünden, weil man die Machtverhältnisse stützen wolle)
Quelle

Der Kampf um die Alleinstellung der be- und verurteilenden Journalisten gegen das schwachsinnige Publikum geht munter weiter.
Der Tagesspiegel montiert dazu sogar eine Umfrage zur Person Lanz
 

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#31
Interessant ist zu beobachten bei der Petition von Frau Müller dass sich die Zahl ständig auf- und ab bewegt, wenn man die Seite alle paar Sekunden aktualisiert. Da scheinen einige Stimmen nicht gezählt zu werden. Weil's vielleicht Fake-Unterschriften sind?
 
E

ExitUser

Gast
#34
Der Kampf um die Alleinstellung der be- und verurteilenden Journalisten gegen das schwachsinnige Publikum geht munter weiter.
Der Tagesspiegel montiert dazu sogar eine Umfrage zur Person Lanz
Journalisten buhlen heute um die Gunst ihrer Auftraggeber, da kann eine breite Mehrheit nur störend wirken.

Wenn sie jetzt erst gemerkt haben, dass diese Mehrheit eine potentielle Macht darstellt und Stimmungen erzeugen kann, tja dann kann man nur von dem berühmten Elfenbeinturm reden.

(Trotzdem gibt es immer noch viel zu viele Menschen, die dem Mainstream an den Lippen hängen)
 

HajoDF

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#35
Bereits vor zwei Jahren, am 24.2.2912 titelt die FAZ:
Das ist das Ende des Journalismus (<- Quelle, click)
Philipp Rösler bei Markus Lanz
Denn bei ihm wird das Machtkalkül zum gespielten Witz. Er redet so süß über „die Angela“ und „den Philipp“, dass einem schlecht wird. Erst fasst Rösler Lanz am Arm, wie Gauck es mit ihm gemacht habe, dann Lanz „den Philipp“. „Jetzt mal ehrlich,“ sagt der Markus dann, „die Angela“, die „ham Sie doch über den Tisch gezogen.“ Über den Tisch gezogen werden an diesem Abend aber alle, die diese Sendung sehen. Denn es wird ihnen eine Heldengeschichte erzählt, die von vorn bis hinten nicht stimmt. Hintergründe und Handlungsmaximen werden hier in ihr Gegenteil verkehrt.
Der Artikel bleibt völlig folgenlos für Lanz und ZDF - wer liest schon im Feuilleton der FAZ?
Doch jetzt kommt eine Frau Müller aus Leipzig, macht zum Kernthema Systemkonformismus eine Petition und Tausende schließen sich ihr an.
Und nun entsteht ein totaler Systemkonfusionismus in der deutschen Meinungsindustrie.
Das macht mich sehr nachdenklich.

Nach vier Tagen unermüdlichen Kampfes gegen Frau Müller sinken die Systemgaranten erstmal ermattet zurück.
Die Petition aber geht weiter.
 

HajoDF

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#37
Hi freak...,
ich habe gerade per Kontaktformular an die n-tc-Redaktion geschrieben:
Sehr geehrte n-tv-Redaktion.
ihr online-Artikel von Diana Bade: "Lanz witzelt...." ist des n-tv eigentlich nicht würdig:
"Zum ersten Mal fordert die Netzgemeinde den Rauswurf eines Talkmasters und klickt sich im Schutz der Anonymität in Rage. Anlass ist Markus Lanz' journalistisch missglückter Talk mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht. "Raus mit Markus Lanz aus meinen Rundfunkgebühren", blökt die Internet-Gemeinde deshalb." (Zitat D.B.)
Nicht die Netzgemeinde, sondern eine Frau Müller aus Leipzig fordert, dass ein solcher Journalismus in einem öffentlich rechtlichen, zuschauerfinanzierten TV-Sender nichts zu suchen hat. Hierin wird sie überraschend stark unterstützt, wobei dies nicht anonym geschieht, sondern unter Verifizierung des Absenders - übrigens genau so wie bei der Petitionsplattform des Bundestages.
Ich habe nicht anonym, sondern mit Namensnennung unterschrieben, war mir aber nicht bewusst, dass ich damit eine Umwandlung vom denkenden Menschen zum Schafbock machen würde.
Deshalb kann ich nunmehr auch nur mit einem freundlichen Blöken grüßen.
HajoDF
 

HajoDF

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#38
Das wurde aber bitter nötig Herr Müller, bravo!
Nachdenkseiten

Übrigens, diesen Link habe ich unter den Google-Nachrichten nicht gefunden... seltsam:confused:
 

freakadelle

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#40
Hey Hajo,

sehr guter Text. :icon_daumen:
Ich werde auch eine Mail an die Redaktion von n-TV schreiben, denn so wie die Schreiberin Diana Bade es darstellt, macht es auf mich den Eindruck als soll hier der Zuschauer/Leser aufs Korn genommen und die ganze Sache runtergespielt werden. Dieser Zynismus der Schreiberin zwischen den Zeilen ist nicht von der Hand zu weisen. Irgendwie versuchen ständig irgendwelche Schreiberlein von den Massenmedien die Kernaussage der Petition zu verzerren. Es geht m.M.n. nicht NUR um diese eine Sendung mit Wagenknecht und eigentlich auch nicht NUR um diesen Lanz. Auch wenn das jetzt den Stein ins rollen gebracht hat.

Doch dabei ist der Tenor - für mich zumindest - ganz klar: öffentlich rechtliches Fernsehen ist Qualitativ minderwertig und schon gar nicht objektiv - das soll ein jeder von uns bezahlen? Sehe ich irgendwie nicht ein. Darum habe ich auch die Petition unterschrieben, selbstverständlich nicht anonym.
 

HajoDF

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#41
Ich verlinke mal den thread von wollione hier im Forum

Die durchweg unsachliche, fast wütende Reaktion der Funktionsmedien zeigt, dass mit der Petition ein Nerv getroffen worden ist:
"Der Bürger soll nur Konsument sein und im Übrigen die Klappe halten."

Doch wie soll und kann er sich äußern?
Demonstrationen werden kontrolliert, behindert, verhindert und von den Medien weitgehend ignoriert.
Eingaben an die Institutionen werden nicht beachtet, nicht beantwortet, finden nicht den Weg in die Öffentlichkeit.
Einzelaktionen, Leserbriefe ? Wirkungslos

Doch es wird sich nur etwas verändern, wenn sich der informelle Zustand der Gesellschaft ändert. Das gilt für Hartz 4 genau wie für alle anderen gesellschaftspolitischen Probleme.
Dazu aber ist notwendig, das Informationskartell aufzubrechen.
 

HajoDF

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#42
Zum Thema Lanz hier ein aktuelles Interview mit ihm im Stern
Lanz kritisiert in dem Gespräch auch das Bashing im Internet. "Wenn der Shitstorm kommt, müssen Sie in der Lage sein, gedanklich einfach mal die Spülung zu drücken." Lanz weiter: "Wenn Sie das nicht tun, gehen Sie kaputt."
Quelle zum ganzen Interview

Selbstreflexion scheint ihm ein Fremdwort, dafür strotzt er vor arroganter Kraft. Hochmut kommt vor dem Fall.


...denn ansonsten geht das Interviem und der Sternkommentar leider für ihn nicht gut aus.
Fazit des Stern: der Gottschalk muss wieder her.
 

HajoDF

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#43
Die Petition wird heute vorzeitig geschlossen. Der Übergabetermin wird von Maren Müller noch bekannt gegeben.

Doch sollte der Grundgedanke nach mehr demokratischer Bürgerbeteilgung sich noch viel mehr in vielen Bereichen unseres Lebens gefordert werden. Es kann nicht immer nur heißen, wir bezahlen und halten ansonsten die Klappe.

So gibt es jetzt zumindest einen konkreten Ansatz zur künftigen Mitsprache in den ö.r. Medien: ein Vorschlag zu einem Publikumsrat

Die Plattform ist noch im Aufbau.

Nachtrag
Allerdings beschweren sich viele Bürger zu Recht, dass Programminhalte ausgedünnt werden – zuletzt wurde die Sendezeit für politische Dokumentationen verringert zugunsten von Unterhaltungsformaten. Auch kritisieren Zuschauer/innen, dass sie sich im Rundfunkrat nicht vertreten fühlen. Durch unsere Rundfunkgebühren gehen wir als Bürger und Bürgerinnen nicht nur als Zuhörer- und Zuschauer/-innen, eine Beziehung mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten ein, sondern begreifen uns auch als stakeholder (engl. Anspruchsträger, Interessengruppe).
 
E

ExitUser

Gast
#44
Eine gute Idee, der man sich als Aktivist für mehr soziale Gerechtigkeit und eine transparente Demokratie nicht verschließen sollte!

Wobei ich es bedauere das die Petition vorzeitig geschlossen wurde.

Die Petition wird heute vorzeitig geschlossen. Der Übergabetermin wird von Maren Müller noch bekannt gegeben.

Doch sollte der Grundgedanke nach mehr demokratischer Bürgerbeteilgung sich noch viel mehr in vielen Bereichen unseres Lebens gefordert werden. Es kann nicht immer nur heißen, wir bezahlen und halten ansonsten die Klappe.

So gibt es jetzt zumindest einen konkreten Ansatz zur künftigen Mitsprache in den ö.r. Medien: ein Vorschlag zu einem Publikumsrat

Die Plattform ist noch im Aufbau.

Nachtrag
 

HajoDF

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#45
Ich glaube dass Frau Müller zu dieser journalistischen Entgleisung auch nicht mehr einfällt:
Josef Joffe (Zeit, Herausgeber) glaubt den Unsinn heute noch und verweist in seiner aktuellen Kolumne sogar auf den Artikel von damals. Er zitiert daraus das Urteil seines Kollegen Peter Kümmel: »Eigentlich handelt es sich beim Shitstorm um eine Steinigungs– und Verwünschungskultur.« Und hatte wohl das Gefühl, noch einen draufsetzen zu müssen. Und so setzte er noch einen drauf:
In analogen Zeiten hieß es: »Kauft nicht beim Juden!« Heute ist die Verwünschungskultur digital.
Mir fällt zu diesem Vergleich nichts mehr ein.
Da bin ich mal gespannt, ob sich die jüdische Gemeinde zu diesem Vergleich mit ihrer Verfolgungsgeschichte äußern wird.
 
E

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#46
Damit hat sich "Die Zeit" wohl auch aus dem etwas gemässigten Journalismus mit einem gewissen Niveau wohl auch endgültig verabschiedet.
 

HajoDF

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#47
Ja, bestimmt, auch qualitativ-journalistisch, denn weder Herr Peter Kümmel (Zeit) noch sein Chef Josef Joffe haben realisiert, dass der Caveman-Artikel eine mächtige Satire ist!!!

Wie dumm muss man eigentlich sein.....
 

ThisIsTheEnd

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#48
Doch sollte der Grundgedanke nach mehr demokratischer Bürgerbeteilgung sich noch viel mehr in vielen Bereichen unseres Lebens gefordert werden.
Aber eine Plattform wie openpetition kann nicht wirklich der richtige Weg für mehr Bürgerbeteiligung sein. Beispielsweise hat der Petent in der jetzigen Form Zugriff auf sämtliche Adressdaten der Unterzeichner. Das beinhaltet jede Menge Missbrauchsmöglichkeiten.

Eine Petition ist eben nur eine Bittschrift, daher ist sie mMn das falsche Instrument für mehr Bürgerbeteiligung.
 

HajoDF

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#49
Aber eine Plattform wie openpetition kann nicht wirklich der richtige Weg für mehr Bürgerbeteiligung sein. Beispielsweise hat der Petent in der jetzigen Form Zugriff auf sämtliche Adressdaten der Unterzeichner. Das beinhaltet jede Menge Missbrauchsmöglichkeiten.

Eine Petition ist eben nur eine Bittschrift, daher ist sie mMn das falsche Instrument für mehr Bürgerbeteiligung.
Das mag schon stimmen, aber es können aus so einer Petition auch demokratische Aktivitäten entstehen oder - wie hier der Publikumsrat - einen größeren Bekanntheitsgrad oder Unterstützerkreis finden.

In jedem Fall ist die Petition ein Votum vieler, dass sonst nie bekannt worden wäre - jedenfalls nicht in den Systemmedien.
 

HajoDF

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#50
Eine gute Idee, der man sich als Aktivist für mehr soziale Gerechtigkeit und eine transparente Demokratie nicht verschließen sollte!

Wobei ich es bedauere das die Petition vorzeitig geschlossen wurde.
Und schon triumphiert auch das Fernsehen zum Thema. Zunächst natürlich das RTL Nachtjournal unmittelbar nach der Schließung der Petition. Herr F. Pleitgen redet dem Mainstream das Wort.
Leider ist der Livestream hierzu noch nicht aktiv, werde ihn nachtragen, wenn möglich.

Inzwischen habe ich eine Anfrage an den Zentralrat der Juden geschickt wegen der unseligen Äußerung von Herrn Joffe. Die Antwort steht noch aus.
 

HajoDF

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#51
Warum Frau Müller die Petition hier abbricht, bleibt unklar, warum sie sich mit einem Gemeinplatz entschuldigt, "falls sie jemanden verletzt haben sollte", bleibt auch unklar, immerhin "tröpfelten" jeden Tag noch zwischen 2000 und 3000 Petenten dazu.
Eins wird jetzt jedoch schnell klar: die Medien frohlocken.
So äußert sich auch Ortfried Fischer
Indes äußerte sich Kabarettist Ottfried Fischer zur Causa Lanz. Er bezeichnete die Online-Petition als anonymisierte "politische Kriegsführung", wie er über sein Management mitteilte. "Die Leute haben keine Scheu, einem Moderator, der alles andere ist als extremistisch, nein, nur weil einem die Nase nicht passt, per anonymen Knopfdruck, und dadurch von Schuld und Gewissen befreit, die Existenz zu zerstören." Seit Christian Wulff sei "die Menschenjagd salonfähig". Fischer rief das ZDF auf, stark zu bleiben. Der Sender dürfe "Markus Lanz auf keinen Fall dem Pöbel vorwerfen".
Quelle

Nun, die Jagd auf Christian Wulff fand ja wohl nicht im Internet statt.
Deutschland, Deine Meinungsmacher...systemhörige Schreiberlinge und mainstreamtreue Megaphone.

Nieder mit der Demokratie!

Nieder mit der Demokratie...
(3. erweiterte Fassungslosigkeit, geändert aus aktuellem Anlass)

Despoten wurden abgeschafft,
Gefolgsleut’ sind dahingerafft
und wir sind frei als wie noch nie.
Wir spielen jetzt Demokratie.
Wir wählen nun die Volksvertreter
Und wer nicht mitwählt ist Verräter.
Der Hahn vom Mist kräht: Kikeriki,
wir spielen jetzt Demokratie.

Gesetze sind nun aufgeschrieben:
wen wir hassen, wen wir lieben.
So frei geliebt ha’m wir noch nie.
Wir spielen jetzt Demokratie.
Ein Kodex gar wird nun verfasst,
doch: Einzelne sind gut verglast!
Kritik verpönt an Andren? - Nie!
Wir üben jetzt Demokratie
.
Wir charmieren, animieren
intrigieren, spionieren,
reden Sachen, schreiben Sachen,
die anderen keine Freude machen,
wir schmähen links und loben rechts
unabhängig des Geschlechts,
versprechen viel und halten nichts
und manchem, ja, ja, dem gebricht’s
am guten Stil, am rechten Sinn.
Die meisten hören gar nicht hin.
Sie sind zu dumm und doch zu dreist,
im Lesen ungeübt auch meist
und wollen doch „mitschnabeln“.
Sie löffeln Suppe mit den Gabeln!
Sie denken nur Unwichtiges,
gänzlich Blödes, Nichtiges,
sie reden Müll, verstehen nie:
wir spielen jetzt Demokratie.

Es wird diskreditiert, disqualifiziert,
ganz ungeniert wird infiltriert:
das Bilden einer Lobby
ist nun aller Hobby.
Da wird interpretiert,
da wird auch zensuriert
und uns wird suggeriert,
es sei zum Besten aller.
Das ist der größte Knaller!....

Die Suppe!! - ich muss mal Pipi!
Spielt derweil schön Demokratie!

Doch auf dem Lokus sitzend,
den Kopf in meine Hände stützend,
spür’ ich Unbehagen,
Übelkeit im Magen:
Ist das alles demokratisch
oder eher symptomatisch?
Brauchen wir nicht Vordenker?
Brauchen wir nicht Richtungslenker?
Brauchen wir nicht Vorschreiber?
Brauchen wir nicht Vorantreiber?
Braucht’s nicht die Davongejagten,
die uns früher so sehr plagten?
Mit Ellenbogen auf dem Knie
gibt’s leider nie Demokratie!

Hauen, stechen oder knuffen,
andren in die Rippen puffen,
verleumden, lügen, denunzieren
und... harmlos durch den Park spazieren,
so als würde gar nichts sein
außer eitel Sonnenschein.
Stehlen, stänkern und verdrängen,
andere in Jacken zwängen
gewaltsam und faschistoid.
Das nenn’ ich „demokratisch Lied.“
Deine Freiheit?? Meine Freiheit
ist die Freiheit zur Gemeinheit!
Für die anderen ist der Zorn
Wichtig ist, Ich bin ganz vorn.
Mein ist der Ruhm, mein ist der Nutz,
Bestechung leg’ ich unter Putz
und wer mir da dazwischen kommt
wird weggesperrt, wird weggebombt!
Wer’s noch nicht merkt: Ich herrsch’ alleine!
Wer das nicht will, dem mach ich Beine!
Also halt das Maul, sei still,
duck dich weg, wenn BILD es will,
denn das Meinungsmonopol
will doch nur uns aller Wohl.

Ach! bei all den Übeln
hilft ja wohl kein Grübeln.
Wisch Dir ab den Hintern,
- lerne überwintern -
spüle danach gründlich
-sei nicht so empfindlich –
Schließ den Deckel, wasch die Hände
- jede Knechtschaft geht zu Ende -
und wasch sie, bitte, säuberlich
bis sie wieder unschuldig:
„Du hast ja auch nicht mitgemacht
und hast ja auch mitgelacht.“

Beim Waschen kommt mir ein Gedanke
fast mit Gewalt – so dass ich wanke,
erscheint mir jetzt ein Großes, Wahres(!),
etwas einfach völlig Klares:
Wir brauchen Vorbeter
genau wie Ziegenpeter,
wir brauchen keine Vorsager
genauso wenig Versager,
sie sind so nötig wie ein Kropf!
Wir brauchen dringend einen kühlen Kopf!
Wir brauchen „Wahr“-Sager
und auch die Nein-sager,
wir brauchen unbedingt die „Etwas-Wager“,
wir brauchen’s fetter, nicht so mager!
Wir brauchen keine Top-Asse
mit den Händen in der Kasse!
Weg mit Jörges, Lanz und Co,
die doch nur dreschen leeres Stroh
Dann klappt auch alles wie am Schnürchen,
geschlossen sind die Hintertürchen
zu Gewalt und Despotie
und der Hahn kräht: „Kikeriki! –
Vielleicht gibt’s doch Demokratie....“
So, wie noch nie
So, wie noch nie

© 2014/3.Fassung HF
 
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#52
Warum Frau Müller die Petition hier abbricht, bleibt unklar,







© 2014/3.Fassung HF
Üblich ist das wohl nicht eine Petition vorzeitig zu beenden, das scheint ihr nicht klar zu sein ,ich denke sie ist von dem ganzen etwas überrollt worden.

Eigentlich macht man auch dann noch weiter wenn das Quorum erreicht ist.

Kann sein das sie befürchtet in den nächsten Wochen würde sich die ganze Sache medientechnisch totlaufen...
 

HajoDF

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#53
Wie SPON berichtet, will sie ihre Kraft wohl jetzt hier einbringen
Publikumsrat

Übrigens kann ich den Artikel zu dem Thema bei SPON tatsächlich empfehlen:icon_daumen:
 

HajoDF

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#55
Ja, gibt es...
die Übergabe der Unterschriften <--click ist für Montag, den 24.02.2014 um 14:00 Uhr im ZDF-Landesstudio in Dresden geplant.

ZDF Landesstudio Sachsen
Königstr. 5A
01097 Dresden
 
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