Petition zur Künstlersozialkasse UNTERSCHREIBEN!

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klara1

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Hier geht's zum Prozedere:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_06/_10/Petition_43188.nc.html

:danke:
Petition 43188
Sozialversicherung - Prüfung der Abgabeflicht zur
Künstlersozialversicherung durch Rentenversicherung
Petitionsausschuss
Hauptpetent Herr Hans-Jürgen Werner
Text der Petition Der Deutsche Bundestag möge die Deutsche Rentenversicherung gesetzlich dazu
verpflichten, im Rahmen ihrer Betriebsprüfungen - spätestens alle vier Jahre - zu
kontrollieren, ob die Unternehmen, die freischaffende Künstler und/oder
freischaffende lehrende Künstler beschäftigen, ihrer Abgabeverpflichtung nach dem
Künstlersozialversicherungsgesetz nachgekommen sind.
Begründung Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft oder lehrt;
Publizist ist, wer als Schriftsteller, Journalist oder in ähnlicher Weise publizistisch
tätig ist oder Publizistik lehrt.
Die Künstlersozialversicherung (KSV) ist Teil der gesetzlichen Sozialversicherung.
Sie verpflichtet freischaffende Künstler und Publizisten zur gesetzlichen Kranken-,
Pflege- und Rentenversicherung.
Der Finanzbedarf wird zur Hälfte aus Beiträgen der Versicherten aufgebracht. Die
andere Beitragshälfte tragen die Steuerzahler über einen Zuschuss des Bundes und
die „Verwerter“ von künstlerischen Leistungen in Form der pauschal umgelegten
„Künstlersozialabgabe“, welche im Jahr 2012 3,9 % aller Honorarzahlungen an
einen selbständigen Künstler oder Publizisten betrug und im Jahr 2013 bereits 4,1 %
beträgt. In den Folgejahren ist mit weiteren und erheblicheren Steigerungen zu
rechnen.
Die Künstlersozialkasse (KSK) ist in ihrer Existenz gefährdet, da immer weniger
Unternehmen und Einrichtungen ihrer Abgabeverpflichtung nachkommen. Dies
berichtete »Journalist Online«. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) sollte nach
dem Entwurf eines Gesetzes zur Neuorganisation der bundesunmittelbaren
Unfallkassen, zur Änderung des Sozialgerichtsgesetzes und zur Änderung anderer
Gesetze gesetzlich verpflichtet werden, diejenigen Einrichtungen oder Unternehmen,
die freischaffende Künstler oder Journalisten beschäftigen, auf korrekte Entrichtung
ihres Anteils an der Finanzierung der Kasse hin, zu kontrollieren. Der
Gesetzesentwurf sah die Durchführung der Kontrolle im Rahmen der
Betriebsprüfungen vor. Die Koalitionsfraktionen veranlassten die Bundesregierung,
den Gesetzesentwurf insoweit zurückzuziehen.
Die Gesetzgebungsorgane müssen den ursprünglich vorgesehenen Entwurf wieder
zur Verabschiedung einbringen.
Dies ist unbedingt erforderlich, weil
Petition 43188 - Einreichedatum der Petition: 10.06.2013
Seite 2
- dies das Selbstverständnis Deutschlands als Kulturstaat untermauert,
- dies die Existenz der dafür unabdingbaren Künstlersozialversicherung sichert,
- dies verhindert, dass die Steuerzahler, die keine künstlerischen Leistungen in
Anspruch nehmen, die finanziellen
Löcher der Künstlersozialkasse stopfen müssen,
- dies zur Abgabengerechtigkeit führt, indem tatsächlich alle Einrichtungen und
Unternehmen, die freischaffende
Künstler und Publizisten – auch lehrende – beschäftigen, zur Zahlung der
Abgabe herangezogen werden,
- dies der ständigen Steigerung der Abgabenlast der Einrichtungen und Unternehmen
nachhaltig entgegenwirkt.
Petition 43188 - Einreichedatum der Petition: 10.06.2013
 

StPaul

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Sorry, das ist der letzte Müll und die totale Ungerechtigkeit, KSK gehört in der letzigen Form abgeschafft. Oder wie auch immer, so wie es jetzt ist, ist es eine mehr als ungerechte Pflichtabgabe für Unternehmen.

Aus einem Kommentar zur Petition von _Guido:
"Die KSK in der aktuellen Form gehört abgeschafft.

Webdesigner A ist nicht Mitglied bei der KSK und hat null Anspruch auf Leistungen der KSK.
Webdesigner A erstellt für Unternehmen X eine Website im Wert von 10.000 EUR.
Künstlersozialkasse sagt: Ein Webdesigner ist ein Künstler.
Unternehmen X darf bei der nächsten Betriebsprüfung ca. 400 EUR an die KSK nachzahlen, obwohl Webdesigner A weder Mitglied noch anspruchsberechntigt bei der KSK ist.
KSK sagt: Ein Webdesigner ist ein Künstler. Zahle.
Finanzamt sagt: Ein Webdesigner ist KEIN Künstler. Zahle (Gewerbesteuer).

Das sind unerträgliche Widersprüche. Da kann man viel Willkür und wenig Rechtsstaat erkennen. Solange das so ist, gehört die KSk abgeschafft."

Genauso ist es! Denn so ist es mir auch schon als Webdesigner passiert: ich bin selber NICHT in der KSK, habe ein Gewerbe laufen, und Unternehmen, für die ICH Webseiten erstellt habe, mussten an die KSK Abgaben entrichten.

Das ist ein bodenlose Frechheit, mir kommen da echt übelste Gedanken, da werd ich richtig wütend.
 

MichaelaA

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Könnte man das Erstellen von Webseiten denn nicht anders als Webdesign nennen? Also in der Rechnung "Programmierarbeiten" oder "Programmieren einer Webseite" schreiben?

Also es mag ja sehr aufwändig gestaltete Webseiten geben, aber in den meisten Fällen spielt die künstlerische Gestaltung der Seite doch sicher eine untergeordnete Rolle und es geht mehr um den Code, der geschrieben wird.
 

StPaul

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ja könnte man...
der entscheidende Punkt ist doch aber dass die ihren Beitrag von meinem Kunden abkassieren obwohl ich garnicht in der KSK bin.

Diese Befugnis der KSK in Deutschland ist bestimmt mal wieder weltweit einmalig, vergleichbar mit der neuen Rundfunkgebühr, die kassieren auch ab, selbst wenn man keinen Fernseher hat.

Also nee, da krieg ich echt die Wut.
 

klara1

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@StPaul

mir fällt gerade die Kinnlade runter, sorry... du gibst in deinem Profil als Interesse an, "Musik produzieren" - aber hallo - in Konserven, am Fließband, mit Mehrwertsteuer, verpackt, eingetütet und SEELEN-LOS. Ist ja nett, dass du was mit "Sound-Systemen" zu tun zu haben scheinst, aber - krieg' mal bitte deine unternehmerischen Affekte in den Griff, sonst sag' ich dir was du nicht bist :icon_wink:
 

StPaul

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??? :icon_kratz:

versteh ich nicht. Es geht ja nicht um mich hier, oder? Und Du weisst doch gar nichts über mich, wie kommst Du darauf dass meine Musik seelenlos ist? Diesen Kommentar könnte man auch als unverschämt bezeichnen, aber ich seh da jetzt mal drüber weg :icon_hihi:

Es geht um die KSK, mit der ich bereits in Berührung gekommen bin. Und es geht darum dass ich an denen was auszusetzen habe. Und das habe ich begründet.

P.S.: auf meinen Kritikpunkt gehst Du interessanterweise überhaupt nicht ein :biggrin:
 

musiker01

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Es gibt die KSK nicht umsonst. Künstler jedweder Art haben nunmal i.d.R. ein EXTREM schwankendes Einkommen, das liegt im Beruf selbst bergründet. Und wer meint, andere selbständige Tätigkeiten hätten ebenfalls ein adäquates schwankendes Einkommen, dem rate ich, sich mal als Künstler zu versuchen, um zu Vergleichen.

Ich bin FÜR die KSK. Jaja, bin ja auch Musiker :icon_razz:
 

StPaul

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@ musiker: und Du findest das ok dass die KSK von einem Kunden von mir abkassiert obwohl ich NICHT in der KSK bin?

Ist DAS gerecht? frage ich Dich.

Bisher geht hier niemand auf diesen Punkt ein. Kann mir schon denken warum ;-) Schön, wenn man von der KSK profitiert. Ungerechtigkeiten hingegen am besten ganz schnell vergessen oder ignorieren.
 

ZynHH

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@ musiker: und Du findest das ok dass die KSK von einem Kunden von mir abkassiert obwohl ich NICHT in der KSK bin?

Ist DAS gerecht? frage ich Dich.

Bisher geht hier niemand auf diesen Punkt ein. Kann mir schon denken warum ;-) Schön, wenn man von der KSK profitiert. Ungerechtigkeiten hingegen am besten ganz schnell vergessen oder ignorieren.


Ist letztlich nichts anderes als die Gema oder VGWort....
 

Martin Behrsing

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sag mal, wie bist du denn drauf? Schlägst Du dich detzt auf die neoliberale Seite. Natürlich sollen Unternehmen ihren sozialen Verpflichtungen nachkommen; und dazu gehört auch: das Künstler ihre Kunst betreiben können und auch mit schwankenden Einkommen zurecht kommen. Wie soll sich denn Kunst weiter entwickeln, wenn Künstler nicht mal neues ausprobieren können, ohne dass das sofort Gewinn einbringt?

Es ginge auch in unserem Forum zu weit, wenn wir Partei für Unternehmen ergreifen. Die drücken sich eh schon genug um ihre soziale Verantwortung und haben ein hohes Interesse, dass sie für die von ihnen verursachte Arbeitslosigkeit nicht aufkommen müssen. Was glaubst du wshalb es Hartz IV gibt? Es ist eine billige Möglichkeit Überflüssige billigst auf der Halde zu entsorgen.
Sorry, das ist der letzte Müll und die totale Ungerechtigkeit, KSK gehört in der letzigen Form abgeschafft. Oder wie auch immer, so wie es jetzt ist, ist es eine mehr als ungerechte Pflichtabgabe für Unternehmen.

Aus einem Kommentar zur Petition von _Guido:
"Die KSK in der aktuellen Form gehört abgeschafft.

Webdesigner A ist nicht Mitglied bei der KSK und hat null Anspruch auf Leistungen der KSK.
Webdesigner A erstellt für Unternehmen X eine Website im Wert von 10.000 EUR.
Künstlersozialkasse sagt: Ein Webdesigner ist ein Künstler.
Unternehmen X darf bei der nächsten Betriebsprüfung ca. 400 EUR an die KSK nachzahlen, obwohl Webdesigner A weder Mitglied noch anspruchsberechntigt bei der KSK ist.
KSK sagt: Ein Webdesigner ist ein Künstler. Zahle.
Finanzamt sagt: Ein Webdesigner ist KEIN Künstler. Zahle (Gewerbesteuer).

Das sind unerträgliche Widersprüche. Da kann man viel Willkür und wenig Rechtsstaat erkennen. Solange das so ist, gehört die KSk abgeschafft."

Genauso ist es! Denn so ist es mir auch schon als Webdesigner passiert: ich bin selber NICHT in der KSK, habe ein Gewerbe laufen, und Unternehmen, für die ICH Webseiten erstellt habe, mussten an die KSK Abgaben entrichten.

Das ist ein bodenlose Frechheit, mir kommen da echt übelste Gedanken, da werd ich richtig wütend.
 

StPaul

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Huhu, was hat meine Antwort mit Neoliberalismus zu tun? Irgendwie wird hier an meinem Kritikpunkt konsequent vorbeiargumentiert.

Drück ich mich so schwer verständlich aus?

Also noch mal: die KSK kassiert einen Beitrag, ich mein Geld, von einem Kunden von mir ab. Und das obwohl ich NICHT in der KSK bin, was ist daran so schwer verständlich? Ich profitiere nicht davon. Ich bin bei der Techniker KK, ich bin KEIN Künstler. Aber die KSK sagt "ach da steht 'Design' in der Rechnung, also -> Zwangsabgabe. Ist ja egal ob der Auftragnehmer auch tatsächlich Künstler ist und bei uns geführt wird".

Martin, ich hab große Achtung vor Deinem Engagement und ich bin schon immer eher auf der linken Seite gewesen.

Aber es geht hier doch nicht um Politik! Wir reden doch nicht über Parteiprogramme oder HartzIV. Wieso wird hier ständig vom Thema abgeschweift?

Wie kann man denn diese Praxis gutheissen dass die KSK Geld eintreibt obwohl ich nichts mit der KSK zu tun habe? Das ist ja fast schon wie die GEZ oder GEMA mit ihren Zwangsabgaben.

Habe ich irgendwo gesagt dass die KSK an sich schlecht ist? Habe ich gesagt dass man Künstler nicht unterstützen soll? Nein! Aber ich habe gesagt dass sie in der jetzigen Form - damit meine ich mit ihrer jetzigen Art Geld einzutreiben - total ungerecht ist.

Das ist meine Meinung und dabei bleibe ich.

Niemand, wirklich niemand hier geht auf diesen Kritikpunkt ein, ich frage mich warum?
 

klara1

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Halbe Miete bei der KSK-Petition: Nach nur 1,5 Wochen liegt die Zahl der Online-MitzeichnerInnen bei 25249 (19.7. 18:30 Uhr). - Weiter so: Es werden bis zum 6. August 50.000 "Unterschriften" benötigt, damit sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Thema befassen muss.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_06/_10/Petition_43188.nc.html

Huhu, ich mache mal wieder das Sprachrohr. Ist nicht so wirklich hittig, inhaltlich nicht auf die Grafiker-"Problematik" einzugehen. Bin aber froh, etwas dazu beitragen zu können. Vielleicht einfach nur mal soviel: Autoren und Pädagogen sind beitrags-berechtigt. Und gerade die Pädagogen werden m.E. zu Recht gefördert, weil ich Platon/Aristoteles studieren musste, um irgendeine Idee zu Psychagogik zu bekommen. Und diese Herren Philosophen setzten sich mit utilitaristisch geprägten Vorstellungen auseinander - holldrioh :icon_rolleyes:
 

klara1

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:icon_hug: :icon_stern: :icon_klatsch:

Rettet die Künstlersozialkasse

Hell die Gläser klingen!
Wir haben das Quorum erreicht. Wir hören aber nicht auf, denn jede zusätzliche Stimme ist ein gutes Argument für die Petition.
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_06/_10/Petition_43188/forum/Beitrag_275807.$$$.batchsize.10.html

Ich mache mich nochmal zum Sprachrohr - und bedanke mich für die hochkontroverse aber genauso substantielle Teilnahme an der Rechte-Ausübung.
 

StPaul

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@StPaul:
Warum gehst du bzw. Webdesigner A aus deinem Beispiel nicht in die KSK?

Erst mal Glückwunsch an alle Befürworter der KSK, für euch ist das natürlich ein Erfolg, mehr als 50.000 Unterschriften bei der Petition.

Ich selber will nicht in die KSK
1. weil ich als Künstler dann auch rentenversicherungspflichtig wäre, soweit ich das verstanden habe. Ich mag keine Zwangsabgaben, ich will selber entscheiden was ich mache. Von daher mag ich auch nicht die KSK, GEMA oder GEZ.

2. weil ich mit dieser mafiösen Vereinigung nichts zu tun haben will. KSK, das ist einmalig in Deutschland, ein dermassen staatlich abgesegneter Freibrief zum Abkassieren von Firmen. Für mich gleiche Kategorie wie IHK-Zwangsabgabe, GEZ, GEMA etc. Typisch für Deutschland!

Sehr aufschlussreich das Interview auf spiegel.de mit dem Initiatior der Petition: Künstlersozialversicherung: Streit über zu lasche Kontrollen - SPIEGEL ONLINE Zitat: "Sobald jemand regelmäßig künstlerische Leistungen, die von Freiberuflern erbracht werden, in Anspruch nimmt." … ist zu zahlen. Mit keinem Wort wird aber darauf eingegangen dass auch abkassiert wird wenn der Freiberufler gar kein Künstler ist.
Ihr glaubt mir noch immer nicht? dann lest euch mal beispielhaft diese 3 Kommentare aus dem Forum durch:

Künstlersozialkasse: "Viele Unternehmen drücken sich einfach"

Künstlersozialkasse: "Viele Unternehmen drücken sich einfach" - Seite 2

Künstlersozialkasse: "Viele Unternehmen drücken sich einfach" - Seite 2

Sowas wie die KSK gibt es nur in Deutschland, und warum Selbständige und Freiberufler (Webdesigner, Grafiker und all die anderen), die aber nicht Künstler sind, aber genauso wie Künstler um ihr Überleben kämpfen wegen Auftragsflauten etc. NICHT subventioniert werden, das bleibt ausserdem schwer vermittelbar.

Wie man dann noch ernsthaft die KSK befürworten kann bleibt mir ein Rätsel. Aber legt euch weiter die rosarote Brille auf und träumt von der tollen Vereinigung die für Künstler so unterstützend und so hilfreich ist . Man muss ja Künstler unterstützen, wegen der freien Entfaltung und so… Aber nicht so!

@Klara1: bist Du selber in der KSK? ich weiss es ja nicht. Aber wenn, dann freu Dich über Deine subventionierten Krankenkassenbeiträge, teilweise auch bezahlt von Unternehmen, die überhaupt keine Leistungen von Künstlern in Anspruch genommen haben.

@ all, auch an Martin Behrsing: was will ich mit meinen Beiträgen erreichen? Ich will einen kritischeren Umgang mit der KSK erreichen, wenn ich auch nur ein paar von den Befürwortern zum Nachdenken gebracht habe, dann habe ich mein Ziel erreicht.

Und an alle die hier selbständig sind und die KSK erst mal befürworten: spätestens wenn ihr ne Homepage von einem Webdesigner machen lasst und die KSK Abgaben zahlen müsst, obwohl der Webdesigner garnicht bei der KSK ist, spätestens dann werdet ihr das auch mit anderen Augen sehen, da bin ich mir sicher!
 

MichaelaA

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Zitat: "Sobald jemand regelmäßig künstlerische Leistungen, die von Freiberuflern erbracht werden, in Anspruch nimmt." … ist zu zahlen. Mit keinem Wort wird aber darauf eingegangen dass auch abkassiert wird wenn der Freiberufler gar kein Künstler ist.
Lies doch mal, was du selbst zitiert hast. Da heißt es nicht, dass der Freiberufler dessen Leistungen in Anspruch genommen werden Künstler sein muss, sondern dass bei regelmäßiger Inanspruchnahme von durch Freiberuflern erbrachten künstlerischen Leistungen zu zahlen ist. Demnach sind die Art der Leistung (künstlerisch) und die Häufigkeit (regelmäßig) die entscheidenden Kriterien dafür ob der Leistungsnehmer bei durch Freiberufler erbrachten Leistungen zu zahlen hat.

Wenn du deine Rechnung ganz oder teilweise auf eine Design erstellende Leistung ausstellst, ist ja die Annahme, dass es sich um eine künstlerische Leistung handelt nahe liegend und begründet.

Also noch einmal meine Frage, die du ja oben eher uninteressiert übergangen bzw beiseite geschoben hast: Wenn du eine Webseite erstellst und dafür eine Rechnung schreibst, warum Stellst du die Rechnung nicht dementsprechend aus und benennst die Leistung "Programmieren einer Webseite"? Du kannst ja auch etwas detaillierter schreiben, solltest allerdings das Erstellen eines Designs nicht unbedingt benennen. Das ganze gern in Absprache mit dem Kunden, der ja eher geneigt sein dürfte sich deiner Ansicht anzuschließen, wo es doch um sein Geld geht, da er ja die Abgabe zahlen müsste.

Design ist bei Webseiten eh so eine Sache. Man kann es ja so sehen, dass jede Webseite irgend ein Design hat. Egal wie schlecht, einfach oder schlicht es sein mag. Nicht immer oder sogar nur selten kann man da von Kunst oder künstlerischer Leistung reden. Wenn man ein vorgefertigtes Design verwendet, oder eines aus vorhandenen Bausteinen zusammensetzt, muss man das ja nicht unbedingt in Rechnung stellen bzw so aufführen in der Rechnung. Die Leistung ist ganz einfach "Das Erstellen einer Webseite auf PHP basierend und mit einer SQL-Datenbank"

Nur so eine Idee von mir. So habe ich es oben schon gemeint.

Eine ähnliche Diskussion gibt es auch unter Muss der Kunde für Webdesign an Künstlersozialkasse zahlen?

Edit: Anderes Beispiel. Wenn ein Fliesenleger ein aufwendiges Mosaik gestaltet und das selbst als Kunst oder künstlerische Leistung in der Rechnung aufführt, muss er sich dann ja nicht wundern, wenn es auch als solche ausgelegt wird. Und er hätte sich sicher nicht strafbar gemacht, wenn er stattdessen eine für seinen Kunden vorteilhaftere Rechnung für das "Verlegen von 10 qm Mosaikfliesen und Nebenarbeiten" geschrieben hätte.
 

Texter50

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Ist letztlich nichts anderes als die Gema oder VGWort....
Nicht ganz korrekt, aber nahe bei
GEMA = gibt Taler für Mucke.
VG-Wort = gibt Taler für Texter(50)!!! :biggrin: :icon_mrgreen: :icon_klatsch:
KSK =nimmt beide Gruppen auf, wenn das Berufsbild der Prüfung entspricht, wie bei Texter50. Vor der Mitgleidschaft in der KSK ist ein dickes Formular zu bewältigen, das Level der Mitarbeiter bei der KSK ist teils nicht besser als das der JC - is leider so. Wennet mal läuft, dann isset gut.
Nicht jeder, der mal ne Seite "gestaltet" hat, gilt eben als Künstler. Eine passende Ausbildung hilft da echt weiter. :biggrin:
Ich weiß, gibt böse Kommentare, aber et hilft ja nix... :popcorn:
 

Texter50

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Erst mal Glückwunsch an alle Befürworter der KSK, für euch ist das natürlich ein Erfolg, mehr als 50.000 Unterschriften bei der Petition.
Danke, find ich lieb von Dir! :biggrin:

Ich selber will nicht in die KSK
1. weil ich als Künstler dann auch rentenversicherungspflichtig wäre, soweit ich das verstanden habe. Ich mag keine Zwangsabgaben, ich will selber entscheiden was ich mache. Von daher mag ich auch nicht die KSK, GEMA oder GEZ.
Weil Du Dich vor den gesetzlichen Abgaben drücken willst, sollen andere das auch? Was meckerst Du, Du musst da nicht rein, kannst das auch alles freiwillich machen - oder eben lassen. Good Luck!
Oder haben se Dich nicht gewollt... :icon_daumen:

2. weil ich mit dieser mafiösen Vereinigung nichts zu tun haben will. KSK, das ist einmalig in Deutschland, ein dermassen staatlich abgesegneter Freibrief zum Abkassieren von Firmen. Für mich gleiche Kategorie wie IHK-Zwangsabgabe, GEZ, GEMA etc. Typisch für Deutschland!
Geh doch inne Politik und änder das! Das darfst Du, die freuen sich!

Sowas wie die KSK gibt es nur in Deutschland, und warum Selbständige und Freiberufler (Webdesigner, Grafiker und all die anderen), die aber nicht Künstler sind, aber genauso wie Künstler um ihr Überleben kämpfen wegen Auftragsflauten etc. NICHT subventioniert werden, das bleibt ausserdem schwer vermittelbar.
Ich persönlich finde diese Möglichkeit sehr gut und die sollte überall eingeführt werden! Es ist nicht jeder ein Künstler, der sich dazu berufen fühlt. Das Internet ist ein sehr gutes Beispiel dafür.

Wie man dann noch ernsthaft die KSK befürworten kann bleibt mir ein Rätsel. Aber legt euch weiter die rosarote Brille auf und träumt von der tollen Vereinigung die für Künstler so unterstützend und so hilfreich ist . Man muss ja Künstler unterstützen, wegen der freien Entfaltung und so… Aber nicht so!
Eben, wir wollen uns frei entfalten. Schließlich zahle ich auch für Opernhäuser, deren Kosten ich mittragen darf. :icon_mrgreen:
@ all, auch an Martin Behrsing: was will ich mit meinen Beiträgen erreichen? Ich will einen kritischeren Umgang mit der KSK erreichen, wenn ich auch nur ein paar von den Befürwortern zum Nachdenken gebracht habe, dann habe ich mein Ziel erreicht.
Ja, das mit den Nachdenken über Dein Anliegen könnte auch nach hintenlosgehen. Wieso müssen sich die Leute immer so künstlich aufregen, die eben nicht mitmachen wollen?

Und an alle die hier selbständig sind und die KSK erst mal befürworten: spätestens wenn ihr ne Homepage von einem Webdesigner machen lasst und die KSK Abgaben zahlen müsst, obwohl der Webdesigner garnicht bei der KSK ist, spätestens dann werdet ihr das auch mit anderen Augen sehen, da bin ich mir sicher!
Was für ein Glück, dass ich mir meine Seite komplett mit Datenbankanbindung selber basteln könnte - wenn ich es denn wollte.

Ach so, Du hast noch die VG-Wort vergessen. Solltest Du mit einbeziehen. :biggrin:
 
E

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Nicht ganz korrekt, aber nahe bei
GEMA = gibt Taler für Mucke.

Gemessen an der Zahl derer, die Mucke machen: eher nicht. Da sehen noch nicht mal diejenigen etwas, die ihre Kleinveranstaltungen selbst angemeldet haben und wissen, was der Veranstalter dafür abgedrückt hat.

Nicht jeder, der mal ne Seite "gestaltet" hat, gilt eben als Künstler. Eine passende Ausbildung hilft da echt weiter. :biggrin:
Ich weiß, gibt böse Kommentare, aber et hilft ja nix... :popcorn:

Stimmt. Das war nur eine Maßnahme, um der KSK zu Mehreinnahmen zu verhelfen. Der Webdesigner zahlt derweil seine KK-Beiträge voll, wie andere Selbständige auch.
 
E

ExitUser

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Weil Du Dich vor den gesetzlichen Abgaben drücken willst, sollen andere das auch? Was meckerst Du, Du musst da nicht rein, kannst das auch alles freiwillich machen - oder eben lassen. Good Luck!
Oder haben se Dich nicht gewollt... :icon_daumen:

Vielleicht hat er sich einfach bei der DRV erkundigt und den Spaß dann durchgerechnet? Die KSK erspart einem den halben Krankenversicherungsbeitrag, das ist richtig. Dafür kommt die Rentenversicherung und will sichtlich mehr, als die Krankenkasse ohne KSK-Unterstützung haben wollte. Der Vorteil wird der KSK wird dann überschaubar.

Mancher kann in der Situation entweder

a) aufhören oder
b) sich Gedanken machen, wie er damit umgeht

Da Du b) nur als Umgehungstatbestand ansiehst, ...
 

Texter50

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Vielleicht hat er sich einfach bei der DRV erkundigt und den Spaß dann durchgerechnet? Die KSK erspart einem den halben Krankenversicherungsbeitrag, das ist richtig. Dafür kommt die Rentenversicherung und will sichtlich mehr, als die Krankenkasse ohne KSK-Unterstützung haben wollte. Der Vorteil wird der KSK wird dann überschaubar.

Mancher kann in der Situation entweder
a) aufhören oder
b) sich Gedanken machen, wie er damit umgeht

Da Du b) nur als Umgehungstatbestand ansiehst, ...
Das mit dem "Umgehungstatbestand" erklärste mir bitte erst mal, damit ich weiß, ob ich das ansehen kann...
Ich warte. :icon_mued:

Das mit der KSK hasse nicht wirklich vollumfänglich mitbekommen. Wenn die Dich aufgenommen haben, was an Mindestanforderungen gebunden ist, dann achte drauf:

- Schätzt Du Dein Jahreseinkommen erst mal selber ein und teilst die Einnahmen der KSK mit :icon_klatsch:
- davon werden, wie bei allen andern Leuten auch, die fälligen monatlichen Beiträge für die Krankenkasse (ich mein sogar mitsamt Pflegeversicherung) und die Beiträge zu Rentenversicherung berechnet (an die gestzliche Rentenversicherung) :icon_daumen:
- von den Beiträgen bezahlt die KSK die eine Hälfte, die andere zahlt das Mitglied :icon_kinn:
- gezahlt wird an die KSK, die wieder anne Krankenkasse und an die Rentenversicherung abdrückt, selber nur der Mittler ist :biggrin:

Die KSK hat bestimmte Voraussetzungen, die Du auf deren Seite angucken kannst.
Die Teilnahme ist freiwillich und wers nicht will, der lässt es einfach. :icon_daumen:
 
E

ExitUser

Gast
Das mit der KSK hasse nicht wirklich vollumfänglich mitbekommen.

Kann sein. Allerdings war auch der Mann bei der DRV etwas schräg drauf. Der wußte zwar, daß "Publizisten" rentenversicherungspflichtig sind, nicht aber, was alles unter dem Begriff subsummiert wird. Also eigentlich wußte er nichts, denn die geschilderte Konstellation ist so ausgefallen nun auch wieder nicht.

Die Frage ist eben, ob man als Renteversicherungspflichtiger die Beiträge nach Tabelle schuldet oder man sich bis zum finanziellen Aufblühen Zählmonate zum Mindestsatz kaufen kann, so man das denn haben will.

Wenn die Dich aufgenommen haben, was an Mindestanforderungen gebunden ist,

Das Aufnehmen scheitert mitunter nicht nur daran, daß man die Mindestanforderungen nicht erfüllt, sondern auch daran, daß man noch Geld für anderes als Kunst und Publizistentätigkeit annimmt.
 

Texter50

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Du brauchst nicht zu warten. Dein Beitrag steht schon da: "Weil Du Dich vor den gesetzlichen Abgaben drücken willst, ..."
Ich kenn mich mit diesen Begriffen nicht so aus. Danke. :icon_daumen:
Was ist schlimm daran, wenn ich Dinge hinterfrage wie die Teilnahme aller am System der Sozialversicherung?
Statt die Leute anzumachen, die inner KSK sind, wäre es doch in meinen Augen sinnvoller, das generell so zu handhaben. Jeder zahlt dann nur die Beiträge, die zu seinem Einkommen passen. :icon_klatsch:

Warum den Leuten was wechnehmen, statt sich dafür einzusetzen, dass alle nach so nem Modell einbezogen werden? :icon_kinn:
Was wird als nächstes kommen, das Verbot unter ALG II eine Selbstständigkeit auszuüben? :biggrin:
 
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