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Petition über Assessments von Hartz IV-Bezieher ist Online

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Nicht offen für weitere Antworten.

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
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#1
Berlin - Piotr Kraczkowski Petent fordert, dass das Assessment (Personalauswahlverfahren)/Profiling (Stellenprofil in Verbindung mit dem Kandidatenprofil) von ALG II-Beziehern zu Gunsten der Vermittlung von PC-Kenntnissen reduziert wird.

Begründung:
Die Hartz IV-Bezieher werden im Auftrag der ARGE dem Assessment unterzogen. Berichtet werden der ARGE Merkmale wie: Kritikfähigkeit, Frustrationstoleranz, Teamfähigkeit u. ä. Die Firmen fragen bei der Agentur für Arbeit die Ausprägung der Merkmale des Arbeitnehmers nach – bspw. „Loyalität: gut“.

Die Beurteilung ist jedoch sehr subjektiv. Viele von diesen Merkmalen sind stark kontexbezogen. Die „Loyalität“ des AN hängt von der Loyalität des Arbeitgebers ab. Man kann nicht sagen, dass dieser Arbeitsloser mehr loyal als ein anderer wäre, wenn es nicht bekannt ist, gegenüber wem. Wie wird „Loyalität“ gemessen? Derselbe Mensch kann in einer Lebensphase in manche Teams sehr gut, und in andere schlecht passen. Derselbe ALG II-Bezieher würde von bundesweit verschiedenen Assessoren ungleich beurteilt und die Unterschiede würden oft genug unvertretbar groß sein. Diese unvertretbar großen Unterschiede werden aber vom Staat – im Wege der Firmen-Anfragen – zwischen den einzelnen Arbeitssuchenden und Unternehmen mehr oder weniger wirksam geschoben.


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E

ExitUser

Gast
#2
Aus dem Link

Verpasst wird eine Gelegenheit, die „digitale Spaltung“ der Gesellschaft zu mildern. Die Unkenntnis der Computer ist ja mit dem Analphabetentum aus der Vergangenheit gleich zu setzen. Viele ALG II-Bezieher wissen nicht, wie man ein USB-Stick benutzen oder Email senden kann.Die Zeit, die gewonnen würde, indem das Papierkram und überflüssige psychologische Tätigkeiten reduziert würden, könnte für die zusätzliche Vermittlung der PC-Kenntnisse eingesetzt werden. Diese sollten von Sozialpädagogen vermittelt werden, weil sie dabei mit dem Einfühlungsvermögen und Beobachtung ca. 90% ihrer Kunden ausreichend kennen lernen könnten, um sie in drei Klassen einzuteilen.
Hat jemand Zahlen, die belegen können, wieviele das tatsächlich nicht können? :icon_eek:
Immer diese Sche.. Verallgemeinerungen.
 

Donauwelle

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#3
Hat jemand Zahlen, die belegen können, wieviele das tatsächlich nicht können? :icon_eek:
Immer diese Sche.. Verallgemeinerungen.
So wenige sind es nicht - müssen aber auch wirklich alle etwas mit PC anzufangen wissen, auch wenn sie beruflich nie in deren Wirkungskreis kommen werden und privat nichts damit zu tun haben wollen?

Der ungelernte Bauarbeiter, der nur Maloche auf dem Bau will - braucht der einen PC und muss der unbedingt in allem firm sein? Jobs in diesen Bereichen werden ja noch häufig ohne Bewerbungsschreiben vergeben - Telefonat, Vorstellung, Vorlage der Bewerbungsunterlagen (den Lebenslauf kann ausnahmsweise ja jemand anderes erstellen) - Einstellung.

Der Metzger mit 55 - muss der das auch unbedingt noch lernen?

Für die Küchenhilfe, den Hilfsarbeiter am Band etc. ist es doch ähnlich.

Ich hatte den Spaß 6 Wochen ein sog. Bewerbungstraining mit genau solchen Leuten zu machen - fehlende Deutschkenntnisse, bei den Deutschen häufig so viele Schreibfehler bzw. auch Unkenntnis der Schriftsprache und des Formulierens - noch nie zuvor einen PC gesehen... Der Nutzen für meine Bewerbungen ging gegen Null - ich habe eigentlich nur für andere getippt.

Diese Leute werden für ihr Berufsleben keinen PC brauchen und wohl auch nur rudimentäre Schriftkenntnisse. Müssen die dann wissen, wie man einen USB-Stick verwendet?
 
E

ExitUser

Gast
#4
So wenige sind es nicht - müssen aber auch wirklich alle etwas mit PC anzufangen wissen, auch wenn sie beruflich nie in deren Wirkungskreis kommen werden und privat nichts damit zu tun haben wollen?
Diese Leute werden für ihr Berufsleben keinen PC brauchen und wohl auch nur rudimentäre Schriftkenntnisse. Müssen die dann wissen, wie man einen USB-Stick verwendet?
Da hast du eigentlich recht, sie müssen es nicht. Es sei denn, sie wollen nicht auf dem beruflichen Stand stehen bleiben.
Um Bewerbungen zu schreiben, gibt es auch andere Lösungen. Die Arbeitsämter sehen das wohl anders.
Dann gibt es auch noch die Menschen, die trotzdem fit sein wollen, auch wenn sie ungelernt sind.
 

Nimschö

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#5
Einmal ganz abgesehen davon, daß wieder rumgehackt wird "Hartz-Empfänger sind und können nix":

Ich war jetzt mit nem Sack voll Sekretärinnen die z.T. seit 20 Jahren im Beruf sind in ner Fortbildung und von denen wußten die meisten nicht wie man in Word nen Serienbrief erstellt, was nen "Ordner" ist und wo man auf nem PC was Gespeichertes wiederfindet...
Zitate:
F: "Was machsu denn, wenn Du mal an ganz viele Leute den gleichen Brief schreiben mußt?"
A: "Dann tipp ich den ohne Anschriftfeld und ohne Namen, druck den aus, kopier den so oft wi eich den brauche und trage handschriftlich die Daten ein..."


Ich dachte ich fall hinten über...
 

Mario Nette

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#7
Lacht mal jetzt nicht, aber ich weiß auch nicht, wie man einen Serienbrief in Word erstellt. Weil ich es nicht brauche.

Ein Computer ist kein Allheilmittel. Beispielsweise die angesprochenen Bauarbeiter sollten lieber einen Kurs bekommen, der ihnen neuste Techniken, Materialien und Vorgehensweisen am Bau näherbringt, als diese fummelige Technik. Damit kann man sie weitaus mehr qualifizieren.

Mario Nette
 

ethos07

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#8
Piotr Kraczkowski Website ist aufschlussreich
Piotr Kraczkowski
Er scheint halt auch als Älterer aus Polen emigrierter Ökonom einfach verzweifelt auf Arbeitssuche zu sein. Und sieht die Sache stark aus diesem Blickwinkel.

Eine Petition einzureichen - wäre immerhin eine neue, orginelle Variante der Arbeitssuche.

@ piotr k. Falls Sie/du hier lesen/liest, eine kleine gutgemeinte Empfehlung - ich mache das übrigens bei mir selbst auch so :icon_kinn:: bevor wichtigere Texte wie eine Petition an die Öffentlichkeit gehen, diese von einem sprachlich gewandten Muttersprachler nochmals gründlich durchlesen lassen. Deutschland ist zwar nicht ganz so schlimm wie Frankreich, Leute sofort abzuqualifizieren, wenn sie die Sprache nicht perfekt beherrschen, aber man stolpert halt auch hier als erstes darüber und macht ein Fragezeichen.
 

Nimschö

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#9
Lacht mal jetzt nicht, aber ich weiß auch nicht, wie man einen Serienbrief in Word erstellt. Weil ich es nicht brauche.

Ein Computer ist kein Allheilmittel. Beispielsweise die angesprochenen Bauarbeiter sollten lieber einen Kurs bekommen, der ihnen neuste Techniken, Materialien und Vorgehensweisen am Bau näherbringt, als diese fummelige Technik. Damit kann man sie weitaus mehr qualifizieren.
Jap, da hassu recht...
Ich hatte hier anderenorts schon von sinnigen Fortbildungsmaßnahemn der ARGE berichtet... Da ging es um "Stilsicheres Auftreten im Beruf" udn es wurde unter anderem Bauarbeitern versucht Farb- und Stilberatung angedeihen zu lassen... Das war n Brüller... :D
Ne, das mit den serienbriefunfähigen Sekretärinnen ist im Vergleich so, als wüßte ein Straßenarbeiter nicht, wie man nen Presslufthammer bedient und alles mit der Spitzhacke machen würde...
 
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