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Petition für gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbstständige

vidar

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#2
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Moin @Dirk B.,

Solltest Du einen Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit erhalten, zahlst du nur den Beitrag nach der monatlichen Bemessungsgrundlage von 1.487,50 € . Auf Antrag können ggf. aber auch Selbstständige ohne Gründungszuschuss (Härtefallregelung) unter Umständen die Beitragsbemessungsgrundlage auf 1487,50 Euro senken. Siehe hier: Krankenkassenbeitrag fur Selbststandige
 

HartzVerdient

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#3
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Die Härtefallregelung gilt nicht für Selbstständige, die ihr Einkommen aus Kapitalerträgen erzielen.

Bei der Härtefallregelung kannste die Unterhosen jeden Monat runterlassen.

Der richtige Weg wäre eine Reformierung der KK Beiträge für Selbstständige (insebsondere mit geringen Einkommen). Der Genickbrecher schlechthin für Selbstständige sind die KV und PV Beiträge.
 

vidar

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#4
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Moin @HartzVerdient,

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass sich hier jemand befindet, der Selbständig ist und seine Erlöse nur aus Kapitalerträge erzielt. Es sind wohl hauptsächlich Kleingewerbebetreiber oder freiberufliche Dienstleister, die hier anwesend sind. Insofern mach es durchaus Sinn bei der KK einen Antrag auf Reduzierung des Bemessungsbeitrags auf 1487,50 Euro zu stellen. In wie Weit dann jemand bereit ist hierfür auch „die Hosen runter zu lasen“, muss dann halt jeder für sich selbst entscheiden.

So weit ich weiß, ist es auch nicht erforderlich jeden Monat der KK eine z.B. KER (Kurzfristige Erfolgs Rechnung) bereitzustellen. Hier denke ich, dass nur jährlich eine Überprüfung stattfinden wird. Hier reicht dann die BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) des vergangenen Jahres. Dass dann im schlechtesten Fall auch Nachzahlung an die KK entstehen könnten, sollte jedoch bewusst sein.
 

Dirk B.

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#5
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Hallo Vidar,

danke für deinen Beitrag. Ich bin selber als sog "freiwillig Versicherter" Mietglied in einer gesetzlichen Krankenkasse.

Mein Beitrag war weniger als Frage sondern mehr als allgemeine Information gedacht, da vermutlich ziemlich viele selbstständige Foristen davon betroffen sind.

Beste Grüßen, Dirk B.
 

etenüte

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#7
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

zahlst du nur den Beitrag nach der monatlichen Bemessungsgrundlage von 1.487,50 € .[/url]
Schön und gut aber am Thema vorbei.
Du hast denke ich nicht verstanden worum die Petition geht.
Sie geht darum, dass die Krankenkassenbeiträge daran angepasst werden, was man tatsächlich verdient und weg kommt von einer Phantasie-Pauschale.

Ich habe schon unterschrieben und kann es jedem Selbständigen empfehlen!
 

vidar

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#8
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

...was man tatsächlich verdient und weg kommt von einer Phantasie-Pauschale.
Natürlich weiß ich sehr wohl warum es hier geht. Sofern aber deine Erlöse aus der Selbständigkeit nicht einmal 1.487,50 € oder vielleicht sogar noch erheblich weniger betragen sollten, solltest du ggf. mal die Weiterführung deiner Unternehmerschaft mal überdenken. Dass du als Unternehmer sowieso einen höheren KV-Betrag zahlen musst, ist dir sicherlich bewusst. Ein Angestellter zahlt nun mal nur den hälftigen Betrag, da der Arbeitgeber die andere Hälfte übernimmt.
 

franky0815

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#9
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Ein Angestellter zahlt nun mal nur den hälftigen Betrag, da der Arbeitgeber die andere Hälfte übernimmt.
die sauerei dabei ist aber doch die das der beitrag bei arbeitnehmern zusammen mit ag anteil bei ca. 15% vom tatsächlichen einkommen liegt, warum geht das bei selbstständigen nicht auch, wenn unterschiede gemacht werden dann doch höchtens wegen erhöhtem erkrankungsrisiko und nicht nur weil jemand selbstständig ist.

ich zahle zb. jetzt 63,94€ kv incl. ag anteil bei einem 460€ job, vorher habe ich ca. 180€ gezahlt als freiwilig versicherter ohne jegliches einkommen.
 
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#10
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Sofern aber deine Erlöse aus der Selbständigkeit nicht einmal 1.487,50 € oder vielleicht sogar noch erheblich weniger betragen sollten, solltest du ggf. mal die Weiterführung deiner Unternehmerschaft mal überdenken.
An dieser Einstellung krankt der Gesamtkomplex "Selbstständigkeit" in Deutschland.

Warum sollte es keine Selbstständigen geben, die nur so viel wie vergleichbare Angestellte oder Arbeiter verdienen? Bei vielen Menschen würde das zum Auskommen reichen, wenn sie nicht in die KK-Falle* liefen.

Überall sonst auf der Welt hat es "Selbstständige", ob nun im Gewerbe, Kunstgewerbe, Freiberuf, oder irgendeiner sonstigen Unternehmung, ohne daß diesen oktroyiert wird, daß sie gefälligst sofort oder insgesamt eine große Unternehmung zu sein haben - oder gefälligst stattdessen als Lohnsklaven zu arbeiten haben.

Die Betreiberin einer kleinen Strassenküche in Thailand, der New Yorker Schuhputzer, der Straßenkünstler in Rom, die Kunstgewerblerin auf Etsy mit ihren Platzdeckchen oder die Witwe in Frankreich mit der kleinen B&B Pension werden allesamt sicherlich nicht deutsche "Mindestgrenzen" für "Unternehmer" erreichen. Sie sind aber alle selbstständig!

Bei uns müßten sie gleich stattdessen ALGII beantragen, weil man sie zu ihrem "Glück" mit dem Knüppel zwingt. Dort können sie halbwegs auskömmlich arbeiten, hier macht man zwangsweise Bittsteller aus ihnen.

Das ist eine Geisteshaltung aus dem vorletzten Jahrhundert, und sie gehört endlich abgeschafft.



*Die KK-Falle gibts in Deutschland übrigens irrsinnigerweise auch bei den Rentnern. Da bekommt jemand nur 500 Euro Rente, soll aber den KK-Beitrag für 980 Euro abdrücken, auch wenn er es ansonsten schaffen würde, mit dem was er hat über die Runden zu kommen.
 

franky0815

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#11
man sollte als selbstständiger aber auch an später denken, wie willst du mit so geringem einkommen was für die altervorsorge tun, dass ist unmöglich, oder so wenig das im im alter wieder auf staatliche hilfe angewiesen bist.
 

vidar

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#12
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

An dieser Einstellung krankt der Gesamtkomplex "Selbstständigkeit" in Deutschland ... ohne daß diesen (Selbständigen) oktroyiert wird, daß sie gefälligst sofort oder insgesamt eine große Unternehmung zu sein haben - oder gefälligst stattdessen als Lohnsklaven zu arbeiten haben ... Das ist eine Geisteshaltung aus dem vorletzten Jahrhundert, und sie gehört endlich abgeschafft.
Falsch! Wenn du es mit deiner Selbständigkeit es nicht einmal vermagst einen Erlös zu generieren, der adäquat dem des Lohns entspricht, der dann auch sogar nur aus dem gesetzlichen Mindeststundenlohn besteht, dann macht es keinen Sinn sich hier mit einer Selbständig verwirklichen zu wollen. Wie stellst du es dir denn vor mit einem geringen Einkommen aus der Selbständigkeit auch noch für das Leben im Alter vorzusorgen.
Warum sollte es keine Selbstständigen geben, die nur so viel wie vergleichbare Angestellte oder Arbeiter verdienen?... wenn sie nicht in die KK-Falle* liefen.
Deiner Meinung nach sollten die „Kleinselbständigen“ also demnach nur noch den Beitrag zahlen, den auch eine Arbeiter oder Angestellter selbst zu zahlen hat. Für den sonst zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag soll dann der Rest der Versicherten herangezogen werden, oder wie stellst du dir dies vor?
*Die KK-Falle gibts in Deutschland übrigens irrsinnigerweise auch bei den Rentnern. Da bekommt jemand nur 500 Euro Rente, soll aber den KK-Beitrag für 980 Euro abdrücken, auch wenn er es ansonsten schaffen würde, mit dem was er hat über die Runden zu kommen.
Falsch! Dies trifft meistens nur bei Rentner zu, die sich vorher bereits ausschließlich „Privat“ versichert hatten und sich deshalb nun weiter in der Beitragsfalle befinden. Dass die Versicherten hier teilweise über Jahrzehnte hinweg einen nicht unerheblichen Vorteil durch die geringeren Beiträge gehabt hatten, darüber wird kein Wort gesprochen. Deshalb auch, her mit der Bürgerversicherung, in die dann wirklich auch alle verpflichtet sind einzahlen zu müssen.
 

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#13
man sollte als selbstständiger aber auch an später denken, wie willst du mit so geringem einkommen was für die altervorsorge tun, dass ist unmöglich, oder so wenig das im im alter wieder auf staatliche hilfe angewiesen bist.
Und wenigstens während der Lebensarbeitszeit weg vom Amt zu sein, ist garnichts? Alleine schon die verbesserte Lebensqualität und das gehobene Selbstbewußtsein sollte da schon Einiges wert sein.

Mal ganz und völlig davon ab, daß unsereiner (also alle, die derzeit noch wenigstens 10-20 Jahre bis zum Renteintritt haben) ohnehin nur noch auf Grundsicherungsniveau selbst bei voller Rente kommen werden. Stichwort "Rentenlüge".

Falsch! Wenn du es mit deiner Selbständigkeit es nicht einmal vermagst einen Erlös zu generieren, der adäquat dem des Lohns entspricht, der dann auch sogar nur aus dem gesetzlichen Mindeststundenlohn besteht, dann macht es keinen Sinn sich hier mit einer Selbständig verwirklichen zu wollen. Wie stellst du es dir denn vor mit einem geringen Einkommen aus der Selbständigkeit auch noch für das Leben im Alter vorzusorgen.
Würden KV und PV-Beiträge ans Einkommen angepaßt und entsprächen den geminderten Hebesätzen der Arbeitgeber bei Angestellten, könnten sich Selbstständige das sehr wohl leisten.

"Fürs Alter" können wir uns alle den Spaß abschminken. Siehe mein o.a. Antwort.

Deiner Meinung nach sollten die „Kleinselbständigen“ also demnach nur noch den Beitrag zahlen, den auch eine Arbeiter oder Angestellter selbst zu zahlen hat. Für den sonst zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag soll dann der Rest der Versicherten herangezogen werden, oder wie stellst du dir dies vor?
Nee. Aber wenn du nicht verstehen willst, wovon hier geredet wird, dann kann man halt auch nicht mehr helfen.

Falsch! Dies trifft meistens nur bei Rentner zu, die sich vorher bereits ausschließlich „Privat“ versichert hatten und sich deshalb nun weiter in der Beitragsfalle befinden. Dass die Versicherten hier teilweise über Jahrzehnte hinweg einen nicht unerheblichen Vorteil durch die geringeren Beiträge gehabt hatten, darüber wird kein Wort gesprochen. Deshalb auch, her mit der Bürgerversicherung, in die dann wirklich auch alle verpflichtet sind einzahlen zu müssen.
Ich kenne jede Menge Rentner und Rentnerinnen, die durchgängig angestellt gearbeitet haben oder Kinder großgezogen haben, und jetzt immer noch bzw. bis vor kurzem in genau dieser Falle saßen. Viele sitzen dort immer noch, weil sie dank erheblicher Beitragsschulden bis zu ihrem sozialverträglichen Ableben nie wieder in einer normalen (= nicht ruhenden) KV sein werden.
 

vidar

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#14
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

... vorher habe ich ca. 180€ gezahlt als freiwilig versicherter ohne jegliches einkommen.
Das kenne ich übrigens auch noch aus meiner Zeit der "Selbstfindung" in den 70er Jahren. Irgendwie bekam ich es immer wieder hin den Beitrag hierfür zusammen zu kratzen. Gut, dass du dich überhaupt versichert hast. Selbst wenn der Betrag für meine Begriffe hier zu hoch ist, ist nichts wichtiger als sich gegen etwaige Krankheiten zu versichern.
 
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vidar

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#15
Würden KV und PV-Beiträge ans Einkommen angepaßt und entsprächen den geminderten Hebesätzen der Arbeitgeber bei Angestellten, könnten sich Selbstständige das sehr wohl leisten.
Wenn du nur durch die Reduzierung von sage und schreibe ca 0,9 % (zahlt der AG z.Zt. weniger) deine Selbständigkeit besser bestreiten kannst, dann herzlichen Glückwunsch zu deiner betriebswirtschaftlichen Auswertung. Übrigens reden wir hier bei einem Bruttoeinkommen von um und bei 3000 € von gerade 30 €.
Ich kenne jede Menge Rentner und Rentnerinnen, die durchgängig angestellt ...
Auch als abhängig Beschäftigter mit einem entsprechenden Einkommen bzw. als Familienmitversicherter hast du die Möglichkeit (gehabt) dich „Privat“ zu versichern. Dass dann eine Rückkehr in die „normale“ KV nicht so einfach sein könnte, sollte bei Eintritt in die "Private" klar gewesen sein. Vorher ordentlich sparen wollen und jetzt, wo der Krug in dem Brunnen gefallen ist, mal so richtig rumjammern, da fehlt mir einfach das/die? Verständniss.
 

franky0815

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#16
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

Gut, dass du dich überhaupt versichert hast. Selbst wenn der Betrag für meine Begriffe hier zu hoch ist, ist nichts wichtiger als sich gegen etwaige Krankheiten auch versichert zu sein.
seit 2009 geht das ja garnicht mehr ohne, selbst dann wenn man das geld dafür nicht hat.

Auch als abhängig Beschäftigter mit einem entsprechenden Einkommen bzw. als Familienmitversicherter hast du die Möglichkeit (gehabt) dich „Privat“ zu versichern. Dass dann eine Rückkehr in die „normale“ KV nicht so einfach sein könnte, sollte bei Eintritt in die "Private" klar gewesen sein. Vorher ordentlich sparen wollen und jetzt, wo der Krug in dem Brunnen gefallen ist, mal so richtig rumjammern, da fehlt mir einfach das/die? Verständniss.
das ist auch son ding, da gibt es m.m.n. zu viele lücken im gesetz die eine rückkehr in die gkv möglich machen, da gehört dringend nachgebessert, ich will keine beiträge für die vermögenden selbstständigen zahlen die sich dann im alter arm rechnen.



Und wenigstens während der Lebensarbeitszeit weg vom Amt zu sein, ist garnichts? Alleine schon die verbesserte Lebensqualität und das gehobene Selbstbewußtsein sollte da schon Einiges wert sein.
natürlich ist das was wert, ich wollte auch nicht vom amt abhänig sein, trotzdem sollte das ziel doch sein auch im alter abgesichert zu sein, oder ist dein ziel die selbstständigkeit bis zum lebensende, dann ist das was anderes.
 

Kerstin_K

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#17
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

auch, wenn unterschiede gemacht werden dann doch höchtens wegen erhöhtem erkrankungsrisiko
Zum Glück gibt es das in der GKV nicht.
 

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#18
AW: Gerechte Krankenkassenbeiträge für geringverdienende Selbständige

natürlich ist das was wert, ich wollte auch nicht vom amt abhänig sein, trotzdem sollte das ziel doch sein auch im alter abgesichert zu sein, oder ist dein ziel die selbstständigkeit bis zum lebensende, dann ist das was anderes.
Fast alle Selbstständigen, die ich persönlich kenne und kannte, ob nun Ingenieure oder Kioskbesitzer, Künstler oder Gewerbetreibende, waren bis weit jenseits des Rentenalters berufstätig. Oftmals bis sie quasi tot umgefallen sind. Auf Englisch nennt man das "par for the course", etwas "das so (zwangsläufig) erwartet werden muß". Ausnahmen bestätigen da eher die Regel, statt lediglich Ausnahmen zu sein.

Und dieser Zustand ist heute eher schlechter, als früher und wird auch nicht mehr besser werden. Die Zeiten zu denen jeder Selbstständige oder Freiberufler automatisch hochkalorisch verdiente, die sind absolut vorbei, selbst in den früheren "Garantieberufen" wie Arzt oder Rechtsanwalt.

Wer anderes glaubt, verwechselt was. Fabrikanten und Großunternehmer sind zwar Selbstständige, aber absolut nicht die Norm. Waren sie auch noch nie.

Irgendwie hängt an dieser Idee nur noch Deutschland fest, anders ist nicht zu erklären, daß Selbstständige in praktisch allen anderen Ländern weit mehr entgegengekommen wird, die Selbstständigkeit als etwas weitaus Normaleres angesehen wird, als in Deutschland. Dazu gehört, daß es eben jede Menge Selbstständige gibt, die nicht viel mehr verdienen als einfache Arbeiter oder Angestellte.

In Deutschland werden diese Leute über eine ganze Reihe von Mechanismen fast schon zwangsweise in die Arbeitslosigkeit oder in abhängiges Arbeiten gedrängt. Da ist zum einen die überhöhte GKV, aber z.B. auch die Zwangs-IHK-Abgabe, die einem kleinen Lichtlein, das auf dem Wochenmarkt Kunstgewerbliches verkauft, die Luft zum Atmen nimmt. Oder eben was auf dem JC abgeht. Von den unendlichen Vorschriften und Regelungen, die alles generell verkomplizieren mal ganz ab. Bei uns könnte eine Lucy keine Zitronen zu Limonade verarbeiten, wie noch in den Peanuts gezeigt.
 
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