Petition: Erwerbsminderungsrente – Gleiches Recht Für Alle!

Kerstin_K

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Wenn wir von Lebensleistung reden, dann muss so vieled anerkannt werden: Mütter, die zu Hause geblieben sind und ie Kinder grossgezogen haben, Menschen, die Ihre Angehörigen gepflegt haben....Git, das wird jetzt teilweise anerkannt, aber auf einer Stufe mit Erwerbseikommen steht das noch lange nicht.

Und ich halte es auch für eine grossen Fehler, dass aus ALG II keine Rentenbeiträge gezahlt werden.

Es darf nicht passieren, dass Menschen, die 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind.
 

RobbiRob

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Wer gearbeitet hat und viel verdient hat oder einfach nur verdient hat, hat eine hohe LL, Wer viel gearbeitet und wenig verdient hat, hat eine geringe LL erbracht, so muss ich das wohl verstehen.
Ich habe viel gearbeitet und viel verdient.
Und nun?

Jahre x Verdienst. So einfach ist das.
Viele h x normalen Verdienst gibt es auch.

Wie gesagt, diese Argumentation prallt mittlerweile an mir ab, ich kenne persönlich alle Stufen der Einkommensskala und habe in jungen Jahren viel verdient durch sehr viele Überstunden.

So einfach wie Du es darstellst, ist es nämlich meist nicht.
Derjenige der viel verdient, hat meist weniger Jahre, wegen Studium und Schulzeit.

Aber belassen wir es dabei.

Es darf nicht passieren, dass Menschen, die 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind.
Zeig mir doch die vielen Fälle mit Vollzeitjob und 40 Jahre Beitragszahler.
Meist hört es dann auf bei näherer Betrachtung.

Kindererziehung wird gerade für Ungelernte überproportional anerkannt.
Hatte das mal im anderen Thread dargelegt, anhand einer Rechnung.

Und ich halte es auch für eine grossen Fehler, dass aus ALG II keine Rentenbeiträge gezahlt werden
Warum?

Es gibt hier Leute, die sind mehr als 10 Jahre im Alg2.
Auf welcher Grundlage willst Du das rechtfertigen!?

Das Einzige, was ich nicht ok finde, ist der Wegfall des EMR Zugangs, wenn man vorher die 5 Jahre hatte und nicht aufrechterhalten kann.
 

AsbachUralt

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Und das findest Du tatsächlich gut, daß die DRV sich nicht selbst finanzieren kann? Dauerhaft wird das nicht funktionieren.
Du hast dann bestimmt auch eine Alternative zur Hand?

Man könnte die Rente, wie z.B. in den USA, über Aktienfonds finanzieren, mit dem Ergebnis, dass mancher Rentner nicht nur 2008 alles verloren hat und dann mit 80 und älter noch mehrere Billigjobs ausführen muss um zu überleben. Oder dass die Fonds auch gerne einmal geplündert wurden.
Denn anders als bei uns, gibt es in "America first" keine Grundsicherung.
 

saurbier

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Hallo AsbachUralt,

sorry, aber ein noch kapitalistischeres System das sich selbst disqualifiziert gibt es wohl nicht.

hast du mal dabei überlegt, wie oft dieses System bereits zusammen gebrochen ist und damit die darauf bauenden Menschen gleich mal ruiniert hat.

Ja die Schwarz/Gelben würden liebend gerne das Geld der Rentenkasse in die Finger bekommen und alle Renten ab morgen in Aktien anlegen. Dann trägt der Arbeiter noch mehr Risiko und das Solidaritätsprinzip wird mal auf den einzelnen verlagert anstatt wie bisher auf die Gemeinschaft. Klar könnten sich dann die Arbeitgeber langsam und leise heraus stehlen.

Merkst du denn nicht, daß die Schwarz/Gelben bereits seit Jahrzenten daran arbeiten, das im ersten Schritt unser Rentensystem systematisch umgebaut wird - weg vom solidarischem hin zum eigenverantwortlichem. Genau das war das die Idee vom Boss der Bosse (G. Schröder).

Es gab vor einigen Jahren (ich glaub der Sender Arte oder 3sat) mal einen wunderschönen Bericht, was G. Schröder so als Ex-Bundeskanzler so alles noch beruflich macht. Da zeigte man wie er in einem Think Tank, wo sich einmal im Jahr die großen Hedgefont Manager (Big-Player) sich mit einigen ehemals sehr gewichtigen Ex-Politikern in einem Nobelhotel (da war es in Paris) trafen (man ließ ihn mit einem Jet einfliegen). Dort wurde dann über die Auswirkungen des westlichen Wirtschaftssystem diskutiert und welche Weichen gestellt werden müßten damit die Hedgefonts ihre Macht und ihre Gewinne weiter ausbauen können. So z.B. wie die Firmen weniger finanzielle Belastungen stemmen müßen (klar geht ja alles zu Lasten der Gewinne) und welche Weichen die Politik da für die Zukunft stellen muß. Da wurde seitens der Hedgefonts Manager unverholen festgehalten das unser deutsches Sozialsystem eines der größten Hindernisse darstellt, weil die asiatische Konkurenz sowas nicht kennt.

Vergleich mal die Kostenbelastung in Österreich zum Rentensystem mit unserem und frage dich wieso dort ein Rentner eine 13. und 14. Rentenzahlung erhält zu einer bereits gut 500,-€ höheren Rente. Frage dich einmal warum hierzulande seit 30 Jahren über die Rente diskutiert wird anstatt mal was anzupacken. Frage dich mal, welche Auswirkungen eine höhere Rente für unsere Inlandswirtschaft hätte, denn immerhin 20 Mio. Rentner stellen ja eine Kaufkraft dar. Frage dich mal, wer der Nutzniesser von geringen Sozialabgaben ist. In Österreich werden ca. 22,5% für die Rentenkasse vom Lohn abgezogen, hizulande hingegen lediglich 18,6%, allerdings darf ein Arbeitnehmer dann nochmals 4% aus eigener Tasche für seine private Altersvorsorge aufwenden, wenn er im Alter eine Rente haben möchte von der er auch Leben kann. Noch interessanter ist ja der harte Schnitt im System, denn mit der Rentenreform von Schröder wurde ja die Rente sozusagen von einem Tag auf den anderen gekürzt und die Arbeitnehmer sollen dies nun mit ihrem Eigenvorsorge (4%) dann kompensieren, nun wird dabei unterschlagen das eine solche Private Vorsorge mindestens 25 Jahre bedarf (Kapital plus Zinseszins) bis dort ein entsprechender Ausgleichbetrag zustande käme. Wie Anfällig dieses von G. Schröders beratenden Wirtschaftsexperten B. Raffelhüschen (von der Finanzwirtschaft bezahlt) aber auch W. Riester ausgetüftelte System ist, darf man aktuell bewundern (Zinspolitik der EZB). Alleine die deutschen Sparer (und dazu zählt halt die private Altersvorsorge) haben bisher ca. 300 Milliarden verloren. Ich sag nur danke liebe Politik, die natürlich ihre Hände wie immer in Unschuld wäscht.

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@hansklein

Irgenwie has du meine Aussage wohl falsch verstanden.

Ich sage nicht das man schwachen, Kranken, Behinderten oder gar in eine Notsituation geratenen nicht helfen soll - nein das wäre gegen mein Verständnis von solidarer Gemeinschaft.

Ich sage das die Grundrente gegen das Ursprungsprinzip der Rente verstößt. Die Rente ist ein Umlagesystem für alle Beitragszahler, wo die arbeitenden die nicht mehr arbeitenden bezahlen. Geschaffen wurde die Rente um im Alter nicht plötzlich mittellos da zu stehen. Das betrifft dann auch den Ehepartner und die Kinder. Genau deshalb gibt es ja auch die Witwen und Waisenrente in gekürzter Form. Aber auch als Absicherung für den Fall das man plötzlich warum auch immer nicht mehr arbeiten und damit seinen Lebensunterhalt und den der Familie erwirtschaften kann.

Genau dies aber will jetzt H. Heil aushebeln, ja hat sogar die Regierung 2013 bereits mit der Mütterrente massiv ausgehebelt.

Er will jetzt, weil man bei der SPD wohl auch wegen dem Wählerschwund bemerkt hat, welche Auswirkungen das ganze Hartz IV Gesetz auch auf das Rentenniveau und damit indirekt auf den Sozialsystem hat, hier eine Brücke bauen.

Leider kann das so nicht funktionieren, denn damit würde alle Beitragszahler nicht unerheblich benachteiligt, was aber den Herrschaften der SPD in ihrer eigenen Notlage (Wählerschwund) offenbar vollkommen egal ist.

Mit seiner Grundrente versucht man 2 massive Fehler im Hartz IV System zu kaschieren, nämlich 1. das man nicht sofort parallel einen Mindestlohn eingeführt hat und 2. das man keine Rentenbeiträge abgeführt hat mit welchen die ALG-II Bezugszeit in einer späteren Rente angemessen berücksichtigt wird.

Stattdessen will man jetzt Hartz IV-Beziehern die Rente mit bis zum 447,-€/mtl. aufstocken, wenn diese 35 Berufsjahre erreicht haben und nennt dieses dann Lebensleistungsrente.

Was bitte ist denn mit den Menschen, die sich jahrelang mit zig Minijobbs oder extrem geringem Lohn pöus Minijob am Rande der Hartz IV Grenze durchgeschlagen haben, was bitte ist mit denen die z.B. als Teil-EMR und einer schlecht bezahlten Arbeit an der Grenze von Hartz IV leben müßen, was bitte bekommen diese Menschen wenn ihre Renten trotz mehr als 35 Berufsjahre nicht genügend Rentenpunkte ergeben. - Nichts - oder. Genau das ist aber der Fehler im Konstrukt.

Hinzu kommt, was ja wohl kaum groß in der Öffentlichkeit rüber kommt, die Frage was es denn bringt. Wer aus dem Hartz IV Bezug in die Altersrente wechselt, nun der bekommt vom Sozialamt weiter seinen Satz (421,-€ plus KdU). Es kostet dem Staat also Geld. Nun aber soll die geringe selbst erwirtschaftete Rente der Betroffenen von seiten des Staates erheblich aufgestockt werden, womit diese Menschen nun nicht mehr zum Sozialamt müßten, eben weil sie einige Euro mehr hätten als ein dortiger Anspruch zuließe. Ja was ist das für ein Schwachsinn und Verwaltungsaufwand. Ob das Geld von der Rentenkasse mtl. gezahlt wird oder von Sozialamt, welchen Rentner interessiert das wirklich.

Und für sowas erdreistet sich die SPD dann auch noch den Begriff - Lebensleistungsrente - zu verwenden.

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Nicht zu vergessen, daß hier urspünglich diskutierte Thema der Angleichung der EMR für alle Altfälle vor der Rentenreform 2013/2017/2019.

Denn dies stellt eine weitere viel interessanter Aufgabe dar. Unter all den Fällen die H. Heil mit seiner Grundrente ja erreichen will (sollen so ca. 400.000 sein) sind mit Sicherheit auch sehr viele EMR Fälle. Denn viele Teil-EMR landen im Laufe der Jahre über ALG-I leider zwangsweise im Hartz IV System weil sie keinen Arbeitgeber wegen ihrer gesundheitlchen Einschränkungen trotz massiver Fördermöglichkeiten finden. Aber anstatt diese Fälle mit einer anständigen Rente wie z.B. jetzt ab 2019 zu versehen, läßt man die Altfälle unangetastet. Ist das nicht wieder einmal ein schönes Beispiel dafür die raffiniert unsere Spitzenbeamten in den Ministerien arbeiten. Das System der geplanten Grundrente wird über die Jahre hinweg auslaufen, genauso wie die Altfälle bei der EMR - ist alles nur eine Frage der Zeit -.

Wo bitte ist denn hier jetzt die - Lebensleistungsrente - Herr H. Heil. Haben wir als Teil-EMR bzw. EMR nicht bereits unsere Gesundheit für den deutschen Wohlstand geopfert.

Es war im Wahlkampf die liebe Frau Manuela Schwesig, welche die Geschichte ihres eigenen Vaters als EMR öffentlichkeitswirksam erzählte und damals forderte das man die schlechten Renten verbessern müßte. In genau das selbe Horn stieß damals auch Andrea Nahles mit der Geschichte ihrer Vaters. Erstaunlich, daß genau die Damen die ja in Verantwortung standen und noch stehen (M. Schwesig) selbst für ihre eigenen Eltern nichts nachhaltig am System verändern wollen, dürfte ihnen doch gerade die finanzielle Situation der Betroffenen bekannt sein.

Eine SPD die derartige Unterscheidungen billigt ist es nicht wert, daß man ihr dazu verhilft weiterhin als Volksvertreter im deutschen Bundestag zu sitzen.


Grüße saurbier
 

AsbachUralt

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@ Sauerbier
Der Vergleich mit Österreich hinkt auch ein wenig, denn:

Drei Hauptgründe macht Thiede aus, warum die Renten in Österreich höher sind.

Erstens:
Die Österreicher zahlen mehr ein. Der Beitragssatz liegt mit 22,8 Prozent deutlich über dem in Deutschland (18,7). Würde man allerdings die vier Prozent dazuzählen, die beispielsweise für einen möglichen Riestervertrag anfallen, wäre die Belastung nahezu gleich. In jedem Fall aber ist sie anders verteilt: Während sich den Beitrag hierzulande Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte teilen, trägt der Arbeitgeber (12,55 Prozent) in Österreich einen höheren Anteil als der Arbeitnehmer (10,25).

Zweitens: Dadurch, dass auch die Selbstständigen Pflichtbeiträge zahlen, ist der Anteil der Beitragszahler im Erwerbsalter in Österreich (71 Prozent) höher als in Deutschland (64 Prozent).

Und drittens: „Die Österreicher haben eine deutlich bessere demografische Struktur.“ Auf einen Menschen im Rentenalter kommen im Nachbarland 3,4 Personen im Erwerbs-
alter, in Deutschland sind es 2,9. Ein Grund dafür: „Österreich hat seit langer Zeit eine höhere Zuwanderungsrate als Deutschland.“ Auch deshalb müssten laut Thiede die deutschen Beiträge noch über die österreichischen hinaus ansteigen, um hierzulande dieselben Auszahlungen finanzieren zu können.

Dazu kommt: In Österreich werden die Renten voll besteuert, in Deutschland nur zu 74 Prozent. Und: Wer in Österreich vorzeitig in Rente geht, muss höhere Abschläge hinnehmen, wer länger arbeitet, erhält geringere Zuschläge als in Deutschland.
Weiter lesen hier:
 

AsbachUralt

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Die Altersvorsorge ist ein weites Feld. Wenn jedoch der Staat für die Sicherung der Zahlungen über viele Jahre in großer Höhe gerade stehen muß, läuft was falsch.
Du hast wohl vergessen, welche Summen aus den Rentenbeiträgen seit 1990 zweckentfremdet verwendet wurden.
Und zusätzlich leistet die DRV nicht nur Rentenzahlungen, sie muss auch für andere Dinge, wie z.B. Rehabilitation oder LTA und vieles andere eine Menge Geld aufbringen.

Mach doch einen Vorschlag wie man das ändern kann.
 

saurbier

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Hallo AsbachUralt,

sehr schönes Beispiel.

Nur bedarf es da unbedingt einer Klarstellung. Ich glaube wer rechnen kann, kann es locker wiederlegen, oder.

Nun die berümt berüchtigte Einzahlung. Na da krame ich doch einfach die Aussage vom alten Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm einmal aus. Ja was bitte unterscheidet denn den deutschen Beitragszahler so sehr vom Österreichischen, ja genau vom Lohn zahlt er 18,6% und aus eigener Tasche 4%, na das macht wohl was aus, genau 22,6%.

Und ja, in Östereich zahlen die Arbeitgeber mehr, tja das ist so des Volkes wille und nicht wie hier des Arbeitgebers wille sich aus der Parität zu verabschieden. Übrigens, Lohnkosten sind Betriebsausgaben, oder.

Nun wer alles in das Rentensystem einzahlt steht doch auf einem ganz anderen Blatt. Willst du mir etwas erzählen nur weil in Österreich die Selbstständigen dort mit einzahlen (sie bekommen dann ja auch ihre Rente) und hier nicht, macht das gerade den Kohl fett. Das sind mehr als billige Ausreden, denn damit argumentieren die Herrschaften der Schwarz/Gelben Fraktion doch seit Jahrzenten um zu verhindern das alle Erwerbsfähigen in die Rentenkasse einzahlen sollen.

Und hinsichtlich der Erwerbsquote, sorry aber das ist doch Bullshit.

Logisch das nur die etwas heraus bekommen die dort auch einzahlen. Das Deutschland bis heute kein Einwanderungsland ist haben wir wohl wem zu verdanken, doch genau den Schwarz/Gelben. Die verhindern doch seit ewigen Jahren ein Einwanderungsgesetz. Die Herrschaften sind es aber, die im Ausland immer nach Fachkräften rufen und diese dann für weniger Geld hier beschäftigen wollen als die hiesigen Fachkräfte verdienen - billiges Lohndumping -.

Rechne mal aus, was die 2015 hier her geflüchteten ggf. an echte Arbeitskräfte hergeben könnten, wenn man dann seitens der Politik wirklich wollte. Ich glaube da dürften tausende der jungen Menschen sich hierzulande viel zu gerne eine neue Zukunft aufbauen und as sind dann was - ja ganz genau junge Beitragszahler -.

Klar auch da mag es wie überall schwarze Schafe geben, nur die dürften wohl eher in der Minderzahl sein.

NEIN - es ist Schwarz/Gelb als pure Interessen Lobby welche hierzulande keine besseren Renten wollen, a) weil dadurch die Gewinne nicht mehr so sprudeln und b) weil am den Druck auf die arbeitende Bevölkerung nicht mehr ausüben könnte jede nur erdenkliche Arbeit anzunehmen. Schau dir nur mal das neue (RV-Leistungsverbesserungs-und -Stabilisierungsgesetz) an, womit man jetzt den älteren das weiter arbeiten schmackhaft machen will. Ganz dem Motto, arbeite freiwillig für einen Hungerlohn weiter, damit du dann auch etwas mehr Alterrente bekommst. So kann man die Menschen auch langsam ans Arbeiten bis 70 heran führen, oder.

Ja die Rente mit 63 nach 45 Berufsjahren ist ein Fehlentwurf, stattdessen hätte man da besser die EMR verbessern sollen, denn dann hätte es wirklich die fürhzeitig kaputten getroffen. Aber so ist das bei Wahlkampf wenn man um Wählerstimmen kämpft.

Das die Österreicher die Frührentner (die ihre Altersrente früher bekommen) genauso wie hierzulande mit Abzügen bestraft ist doch nichts falsches. Das ist ja eine bewußte freiwillige Entscheidung. Hierzulande werden aber die EMR genauso behandelt wie die welche sich freiwillig dazu entscheiden und das ist eine Fehlentwicklung, meine ich zumindest.


Grüße saurbier
 

ABSW

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Es soll ja Menschen geben, die von unseren Medien immer noch etwas halten. Einzigartig gut kann man beim Thema Rente belegen, wie sie systematisch manipulieren.
Und die Presse spielt wie üblich mit. Sie hat keinen Charakter, denn für sie zählen nur die Anzeigenkunden.Da sieht man, es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen der Politik und der Presse.
Die gesetzliche Rente und das Umlageverfahren geradezu fantastische Instrumente der Altersvorsorge wären, wenn man sie nicht ihrer Leistungsfähigkeit beraubt hätte!!
Wir haben es mit einem ungewöhnlichen Prozess des Totschweigens oder des Miesmachens bezüglich Österreich zu tun. Das ist umso ärgerlicher als das österreichische Rentensystem von seiner Grundkonzeption dem deutschen sehr ähnelt und sehr wohl als Vorbild dienen könnte. Wem würde seine Übertragung auf das deutsche System schaden? Den Arbeitgebern (sie müssten mit höheren Beiträgen rechnen), der Finanzwirtschaft (weniger Einnahmen durch private Vorsorge) und natürlich all jenen, die derzeit großzügig vom Staat alimentiert werden, also vor allem Beamte und Politiker.

Warum sollte dies nicht möglich sein, dass die Arbeitgeber in Deutschland wie in Österreich einen größeren Beitrag zur Altervorsorge aufbringen müssen? Sie nutzen die Arbeitskraft anderer zu ihrem Vorteil.

97 % der Arbeitnehmer in Österreich sind in einer der 7 Gewerkschaften.

Diese haben die Teilprivatisierung der Renten verhindert.


Und die Gewerkschaften in Deutschland haben der Teilprivatisierung der Renten, Agenda 2010 usw.zugestimmt

Wäre der Riester-Rürup-Betrug, die Teilprivatisierung der gesetzlichen RV und die vielen anderen Rentenkürzungen durchgesetzt worden, wenn alle Einkommen gleichermaßen von rentenpolitischen Entscheidungen betroffen wären?

Kaum jemand, der so Zwietracht zwischen den Generationen säen will, leistet selbst für seine Alterssicherung Beiträge. Das gilt für die Arbeitgeberverbände, für die Wirtschaftsinstitute, für die Unternehmensberatungen, für die Beamten, die Juristen und die Politiker. Sie alle sind lediglich scharf darauf, ein sicheres Rentensystem in ein unsicheres, dafür aber Profit versprechendes privates System zu verwandeln, ein System, bei welchem diese Kreise den Rahm abschöpfen.

Die Teufelstabelle der ADG weist rund 750 Milliarden Euro aus, die von der Politik für gesamtgesellschaftliche Ausgaben aus den Rentenbeiträgen zweckentfremdet genutzt wurden.

Abschluss der Direktversicherungen in den 90 er Jahren führte ebenfalls zum Betrug.

Dort wurde dafür geworben, eine Direktversicherung, meist von Sonderzahlungen abzuschließen und minderte für die Zahlungen die Steuern und machte Versprechungen bzgl. der Renditen. 2004 beschloss dann Ulla Schmidt SPD und Seehofer CSU mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz, dass bei Auszahlung dieser Direktversicherung der volle Krankenkassenbeitrag zu zahlen sei und diejenigen, die sich diese Versicherung bei Erreichung der Altersgrenze als Einmalbetrag auszahlen ließen, dafür für 10 Jahre die Krankenkassenbeiträge entrichten mussten.

Hier wurde in bestehende Verträge eingegriffen. Laut Seehofer einer seiner schönsten Nächte.

Wacht auf und kämpft gemeinsam!!
 

saurbier

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Hallo ABSW,

wie wahr - wie wahr.

Schon vor ewigen Zeiten hat die SPD erkannt wie wichtig doch die öffentliche Meinungsmaipulation ist und hat ihr Kapital in diverse Verlage investiert. Das hat damals der Konkurrenz (CDU/CSU) schwer gestunken - weshalb auch sie dann diesen Weg gegangen ist.

Heute sitzen die Herrschaften dazu all wöchentlich in unzähligen Talkshows und verbreiten ihre Wahrheiten dem Volk und überlassen der Presse die Arbeit der öffentlichen Manipulation.

Wie sagte Frau AKK doch vor kurzem so richtig - man darf den neuen Medien keine Wahlmanipulation zulassen -. Ja was bitte macht denn die Presse am laufenden Band. Wo bitte sind denn die Presseredakteure und klären das Volk über all die Machenschaften zwischen Industrie und Politik auf. Ja es gibt vereinzelte Journalisten bzw. Journalistinen die all die vielen Ungereimtheiten aus so manchen Hinterzimmer aufdecken, aber die kratzen leider nur an der Oberfläche auch weil denen die finanziellen Mittel fehlen um so breit aufgestellt zu sein wie Deutschlans große Verlage welche die breiten Massen des Volkes erreichen.

Dies ist um so schlimmer als das die neuen Medien leider viel zu leicht zu manipulieren sind (man schaue sich nur Trumps tägliche Fakenews an).

Und ja ABSW du hast vollkommen recht, unsere Deutschen Politiker sind nicht im geringsten an einem guten und auskömmlichen Rentensystem interessiert, eben auch weil sie heutzutage mehr Lobbyistengesteuert agieren als noch vor 30 Jahren. Alleine die nähe von G. Schröder zu den Big-Playern unter den Hedgefonts (Arte Berichterstattung von einer solchen Sitzung aus Frankreich) zeigte dies deutlich auf. Nichts anderes läuft doch auch bei F. Merz als Blackrock Vertreter wenn er den Deutschen als Altersvorsorge vornehmlich den Aktienmarkt anbiedert, wohl wissend wer dabei als größter Gewinner hervor käme.

Das unsere Politiker das Österreichische Rentensystem systematisch schlecht reden hat System. Aus Sicht der Lobbyisten schadet dies der immer weiter schwächelden Finanzwirtschaft (welche inzwischen eine immer größere Anzahl an Kapitallebensversicherungsverträgen eher an große kapitalverwaltungsgesellschaften verkauft, eben weil wegen der seit Jahren anhaltenden Nullzinspolitik keine Gewinne mehr erziehlt werden können, aber dennoch die vertragslich zugesicherten Renditezusagen eigehalten werden müssen) welche wegen dem Schneeballsystem auf ständig neue und vor allem lukrative Verträge angewiesen sind. Aber auch weil durch eine Anhebung der SV-Beiträge zur RV die Gewinne der Arbeitgeber nicht mehr wie gewohnt üppig sprudeln würden, je größer das Unternehmen je höher die Belastung.

Es ist schon sehr erstaunlich das die heimlich tagende Rentenkommission (welche dem Steuerzahler auch noch viel Geld kostet) sich vor kurzem in Frankreich informierte, nur offenbar wenig Interesse an Österreich hat und wohl noch weniger an dem veröffentlichen Prüfungsergebnis zum österreichischen Rentensystem seitens der EU. Schon erstaunlich das die EU zum eindeutigen Ergebnis gelangt ist, daß das österreichische Rentensystem solide und nachhaltig finanziert ist. Hierzulande setzt man dann eher auf von der Finanzwirtschaft bezahlte Experten mit Zukunftsprognosen und Statistiken alles wunschgerecht errechnen.

Noch weit schlimmer wäre da die Engstirnigkeit der Kommissionsmitglieder, wenn sie nicht sehen wie absurd es wäre das deutsche Altersvorsorgesystem noch weiter in Richtung Privatisierung auszubauen, denn schon heute verkaufen (nenne es mal so) die großen Lebensversicherer weitgehend ihre Altverträge an ausländische Kapitalgesellschaften, eben weil sie die Rendite nicht mehr nach den hiesigen Gesetzvorgaben erwirtschaften können, aber auch weil an diesen Experten ja eigentlich die derzeitige Finanzmarktsituation nicht ahnungslos vorüber gehen dürfte. Das wäre dann ein handeln wieder besseren Wissens. Aber wie sagt der Volksmund so schön - Politiker haben kein Gewissen -.

Aber wir kennen es ja von unseren Politikern nicht mehr anders. Anstatt sich gute Erfahrungen anderen Ländern wohlmöglich zu eigen zu machen, zieht man es lieber vor Jahrelang über ein eigenes Modell zu debattieren, je länger je besser - ist man dann ja beschäftigt.

Und ja, daß System der Direktversicherung ist auch ein Beispiel dafür wie dreist die Politik ins Portemonnaie der Bürger greift, wenn es voll genug ist. Nichts anderes hat Schäuble doch damals mit der Freistellung der Lebensversicherer gemacht, nachdem viele von denen die Kapitalauszahlungen wegen der Nullzinspolitik der EZB nicht stemmen können. Da wurde nachträglich erlaubt die Renditezusage gegen Null zu reduzieren - auch hier ist der Kunde der Dumme und da gibt es noch viele Beispiele wie die Politik uns nachträglich dreist in die Tasche greift.

Das sowas allerdings negative Auswirkungen hat (Vertrauensverlust), daß interessiert in den Ministerien doch niemanden.


Grüße saurbier
 
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ABSW

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Crowdfunding für ein neues Buch: Rente rauf! - Ein Manifest
das 1. Fundingziel ist erreicht – derzeit 17.135,-- €

Es geht um mehr Gerechtigkeit in einer reichen Gesellschaft. Es geht um die Mobilisierung all jener, die höhere Renten fordern und Altersarmut verhindern wollen. Denen liefert das Buch fundierte Argumente, wie eine Rentenwende gelingen kann und muss: Erstens durch eine Einbeziehung aller in die Rente, also auch Beamte, Selbstständige, Freiberufler und Politiker (=Erwerbstätigenversicherung). Zweitens durch die volle Konzentration auf eine effektive und nicht gewinnorientierte gesetzliche Rente. Dies bedeutet auch die Abschaffung der gescheiterten Riester-Rente und das Ende von Betriebsrenten, die von Lebensversicherungskonzernen organisiert werden. Drittens durch eine faire Erhöhung des Arbeitgeber- und des Bundesanteils. Letzteres finanziert sich auch durch die Umwidmung von bisherigen Subventionen für Riester- und Betriebsrenten sowie Pensionszahlungen an Beamte. Das Ergebnis sind Renten, die für sehr viele Versicherte rund doppelt so hoch ausfallen werden wie heute. Insbesondere Geringverdiener werden durch eine Mindestrente deutlich über die Armutsschwelle gehoben. Wir brauchen nichts weniger als eine Neuerfindung der Altersvorsorge.
 

saurbier

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Hallo ABSW,

alles schön und gut, nur ein Buch ist ein Buch und wird eben nicht von den Millionen gelesen, deren leben es verbessern könnte.

Da wird es einige geben die es kaufen, aber wie immer im Leben eben nicht die breite Masse. Ganz einfach weil es viel zu wenige Interessiert.

Die einen wollen ihren Status gar nicht ändern - besser verdienende, Beamte - die anderen haben es nicht nötig - reiche -. Für die für die es interessant wäre wollen dafür recht selten Geld ausgeben, aus diversen Gründen.

Das unser Rentensystem dringend eine vernünftige Reform bedarf ist allen klar, nur die welche dafür verantwortlich sind wollen halt nichts am Status Quo ändern und dafür haben sie viele Gründe die sie unsereins nie sagen werden. Also doktor sie hier und da etwas herum und lassen das ganze sehenden Auges in den Abgrund laufen.

Um da was zu ändern bedarf es Mut bei der Politik und den sehe ich mit den jetzigen Politikern leider nirgens, auch weil das Volk nicht bereits ist dafür auf die Straße zu gehen. Genauso wenig wie der paritätische Wohlfahrtsverband als auch die Gewerkschaften, zu dessen Aufgabe sowas eigentlich gehören sollte treiben das ganze nicht auf die Straße und somit ins breite Volk. Die Herrschaften lieben es eher im Hinterzimmer übereinkünfte zu erzielen.

Wie es gehen kann, nun das zeigt uns doch Österreich. Da gehen die Unternehmen nicht auf die Straße und das Volk ist mit sener Altersvorsorge zufrieden, was will man mehr.


Grüße saurbier
 
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