Petition: Erwerbsminderungsrente – Gleiches Recht Für Alle!

ABSW

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Ich habe intern nachgefragt.
Warum mein Beitrag gelöscht worden ist.
Ich habe nicht gegen Forenregeln verstossen.
Ein Forum lebt von den Usern und ihren Meinungen und Informationen.
Auch kritische Meinungen gehören dazu.
Kommen wir zum eigentlichen Thema wieder zurück.

Danke
 

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Ich habe intern nachgefragt.
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Und ich habe intern nachgesehen was von dir gelöscht wurde und dir darauf geantwortet.
Noch ein letztes mal: Beiträge oder Themen die nur einen Link enthalten sind hier im Forum unzulässig und werden gelöscht.

Und erwähnst du hier zukünftig nochmal das Wort Zensur unsererseits, wenn Du Fehler machst, dann klicke ich ohne weitere Warnung auf die ShutUp Taste. :mad:
 

Larsson

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Ich würde ja mitgehen auf die Strasse. Allerdings bin ich einer der EM Rentner, die nicht kapieren ob mir bei irgendwelchen Änderungen Nachteile entstehen oder ob ich ungerechter behandelt werde als andere EM Renter. Weil es mir aufgrund meiner Erkrankung nicht gelingt, diese Änderungen schlicht zu verstehen.

Was ich verstehe, ich bin seit 2010 in EM Rente, seit Sommer 2018 dauerhaft bis zur regulären Altersrente. Meine Rente ist nicht schwindend hoch. Ich habe keinen Anspruch auf Grundsicherung, dafür ist sie zu hoch. Zum Leben reicht es gerade so, wenn Kosten für Unterkunft abgezogen sind dann bleibt mir im Schnitt der Hartz IV Satz zum Leben. Ich habe aber ein Haus, für ein Haus braucht es Rücklagen, von meiner Rente bleibt nix übrig um etwas zu sparen. Bekäme ich Grundsicherung, dann würden Instandhaltungs- / Wartungskosten übernommen, so muss ich selbst dafür aufkommen. Also gehe ich 6 Std in der Woche arbeiten, was für mich schon absolut grenzwertig ist.
Würde ich zur Miete wohnen, dann würde ich übrigens Grundsicherung bekommen.
Alles in Allem aber bin ich recht zufrieden. Ich bin nicht mehr auf irgendwelche Ämter angewiesen, muss mich nicht schikanieren lassen und mich nackig machen.
 

saurbier

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Hallo Larsson,

Ich würde ja mitgehen auf die Strasse. Allerdings bin ich einer der EM Rentner, die nicht kapieren ob mir bei irgendwelchen Änderungen Nachteile entstehen oder ob ich ungerechter behandelt werde als andere EM Renter. Weil es mir aufgrund meiner Erkrankung nicht gelingt, diese Änderungen schlicht zu verstehen.
Nun muß ich mich aber doch ernsthaft fragen, was an den Änderungen bei den Leistungen zur EMR seit 2014 nicht zu verstehen gibt, ist es wirklich mangelndes Interesse oder verstehen viele inzwischen die politisch gewollte Kompliziertheit des Systems nicht mehr.

Damals hat die Bundesregierung einen ersten Schritt vollzogen und die Anrechnungszeit bei uns Frührentner (genannt EMR und da auch gleichgültig ob volle EMR oder Teil-EMR) von bisher bis 60 Jahre auf nunmehr 62 Jahre angehoben. Damit gab es dann 2 Eckpunkte mehr in der Rentenberechnung, welche als Standartwert inzwischen ca. 32,-€/mtl. Rente ausmachen. Also man erhielt mit dieser Gesetzesänderung ca. 64,-€/mtl. mehr an Rente.

Nun bei der letzten Änderung die ja zu 2019 voll wirken soll, wurden die Anrechnungszeiten nochmals erhöht - auf inzwischen 65+ Jahre, damit erhalten alle EMR Neuzugänge nun nochmals 3 Eckpunkte mit ca. 96,-€/mtl. mehr, als noch zuvor die Fälle zwischen 2014 und jetzt.

Dadurch hat sich für die jetzigen Neufälle bei der EMR die Rente um ca. 5 Eckpunkte (rechnen wir mal mit 100% Durchschnittsverdienst je Eckpunkt) um satte 5 * ca. 32,-€/mtl. also ganze 160,-€/mtl. verbessert gegenüber einem EMR der noch kurz vor 2014 seine EMR erhielt bzw. diese sogar schon Jahrelang bezieht - ist das nicht toll.

Meine Rente ist nicht schwindend hoch. Ich habe keinen Anspruch auf Grundsicherung, dafür ist sie zu hoch. Zum Leben reicht es gerade so, wenn Kosten für Unterkunft abgezogen sind dann bleibt mir im Schnitt der Hartz IV Satz zum Leben. Ich habe aber ein Haus, für ein Haus braucht es Rücklagen, von meiner Rente bleibt nix übrig um etwas zu sparen. Bekäme ich Grundsicherung, dann würden Instandhaltungs- / Wartungskosten übernommen, so muss ich selbst dafür aufkommen.
Nun siehst du, wie toll es doch wäre wenn auch du in den Genuß der letzten Rentenreformen gekommen wärst, oder. Man stelle sich einmal vor man muß von einer Rente leben die gerade oberhalb der Grundsicherung liegt, da stellen genau diese Verbesserungen mit ca. 160,-€/mtl. mehr an Rente ein Vermögen da.

Mir geht es da nicht viel anders als den wohl meisten hier und bin auch darauf angewiesen mir den einen oder anderen Cent dazu zu verdienen, will ich nicht ein Leben nur in meiner Wohnung führen. Ich möchte mir auch mal dies und das leisten können und sei es nur mal ein schönes Essen oder ein Kaffee im Sommer draussen unter Menschen. Für dich mit einem eigenen Haus dürfte sowas alleine für den Unterhalt noch viel wichtiger werden, denn je älter das Haus je mehr Krankheiten treten auch da auf - was ich in der Familie häufig sehen durfte. Wie schwadronieren unsere Politiker doch immer so schön - Wohneigentum ist die beste Altersvorsorge. Na klar wenn man 8.000,-€ und mehr mtl. Pension erhält alle male, aber nicht wenn man das in jungen Jahren gebaute, dann nach 30 oder 40 Jahren plötzlich nur noch mit einer Rente auf Grundsicherungsniveau unterhalten muß. Nun ja, man könnte es verkaufen, ja wenn man in einem tollen Einzugsgebiet wohnt wo der Verkauf etwas abwirft, aber wer konnte sich damals schon die hohen Grundstückspreise leisten - wer denn. Dazu braucht man sich doch nur die Marktsituation dazu anschauen, da werden Immobilien für wenige zehntausend € feilgeboten - nur am Ar.... der Welt, wo eben kein junger wirklich hin will.

Ich hoffe mal ich hab die die Sache etwas näher bringen können, weshalb eine solche Petition für uns EMR schon sehr wichtig wäre.

Dazu solltest du vielleicht noch etwas verstehen. Wie sagte Nahles doch so schön, für die Altfälle wäre kein Geld da, na toll sag ich dazu denn die ca. 1,8 Millionen Altfälle würden dem Staat respektive der Rentenversicherung ca. 3,5 Milliarden im Jahr kosten. Laß dir die Summe mal auf der Zunge zergehen und bedenke dabei bitte, daß die von der CSU im Wahlkampf 2013 eingeforderte und danach eingeführte Mütterrente welche ausschließlich aus der Rentenkasse bezahlt wird (und zwar als Versicherungsfremde Leistung) uns Arbeiter/Angestellte über 7 Milliarden jährlich kostet. Dazu erhalten natürlich auch die Mütter eine solche Rente die überhaupt nichts mit dem Arbeitnehmern zu tun haben, nämlich weil sie mit einem Akademiker, Rechtsanwalt, Prof., Beamten verheiratet sind. So plündert man inzwischen ständig unsere Sozialkassen die wir als Arbeiter und Angestellte mit unseren Beiträgen zwangs Gesetz auffüllen müssen. Wo nur bleiben da bitte die Leistungen der ZWANGS Kassenmitglieder.


Grüße saurbier
 

saurbier

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Ich muß mich hier allerdings auch fragen, warum seitens der Admins diese Petition nicht besonders hervor gehoben wird, wie es z.B. ja aktuell mit der Sanltionsabschaffung im ALG-II geschieht.

An Prominenter Stelle, so das User sofort darauf hingewiesen werden, würde sicherlich mehr Menschen dazu anregen sich zu beteiligen, denn wenn man sieht das erst etwas über 3.500 Menschen unterzeichnet haben und ja mindestens mal 50.000 benötigt werden, scheint mir das doch eher zum Scheitern verurteilt zu sein - leider.


Grüße saurbier
 

Larsson

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Danke Saubier, jetzt ist es etwas klarer für mich. 160€ mehr zu haben, ja das klingt toll. Aber da kommt dann gleich die Angst, die Rente versteuern zu müssen. Ich habe mal versucht das zu verstehen, ich scheitere da kläglich. Ich weiss noch nicht mal, ob ich meine derzeitge Rente versteuern muss. Habe mir aber fest vorgenommen jetzt im Januar noch mal einen Steuerberater aufzusuchen in der Hoffnung, dass er mir das erklären kann. Lohnsteuerjahresausgleich habe ich seit 20 Jahren nicht gemacht. Ich bin da einfach überfordert.
 

RobbiRob

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Damit gab es dann 2 Eckpunkte mehr in der Rentenberechnung, welche als Standartwert inzwischen ca. 32,-€/mtl. Rente ausmachen. Also man erhielt mit dieser Gesetzesänderung ca. 64,-€/mtl. mehr an Rente.
Nein. Das habe ich aber schon einmal versucht zu erklären.

160€ mehr zu haben, ja das klingt toll.
Man bekommt 2 Jahre mehr Zurechnungszeit 2014/2018.

Diese 2 Jahre sind dann individuell, je nach Schnitt der Vergangenheit.
Das wird dann mit den 32,03€ (West) multipliziert.

Einer der 2 Punkte im Schnitt hat, bekommt also 4 Punkte für die 2 Jahre mehr.
Einer der nur 0,7 Punkte hat, entsprechend nur 1,4 Punkte.

Der Step 2019 / 2018 ist dann nochmal ein großer Schritt auf 65+

Von der Zurechnungszeit werden auch die 10,8% Abschlag und KK, PV abgezogen.
Evtl. Steuern, je nach Einkommen / Familienstand.
 
Zuletzt bearbeitet:

Larsson

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@RobbiRob
Dass das reel wohl nicht zwangsläufig 160€ sind ist mir schon klar, aber es klingt halt toll.
Und das Punktesystem verstehe ich nicht, habe dass ja alles bekommen beim ersten Bescheid, für mich böhmische Dörfer. Das waren alle paar Monate irgendwelche verschiedenen Punkte, nee ich kapier das nicht.

Danke trotzdem, dass nicht jeder die gleichen Punkte bekommt verstehe ich jetzt
 

Doppeloma

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Hallo Larsson,

Habe mir aber fest vorgenommen jetzt im Januar noch mal einen Steuerberater aufzusuchen in der Hoffnung, dass er mir das erklären kann. Lohnsteuerjahresausgleich habe ich seit 20 Jahren nicht gemacht. Ich bin da einfach überfordert.
Dann wird es aber dringend Zeit das nachzuholen, denn als Rentner (auch als EM-Rentner) ist man (seit 2005) zunächst verpflichtet eine Einkommen-Steuererklärung abzugeben, das ist auch keineswegs zu deinem Schaden ... und führt auch nicht "automatisch" dazu, dass du schon Steuern zahlen müsstest ...

Denn vorerst (bis 2024) wird noch für JEDEN Neurentner dabei ein fester (lebenslang steuerfreier) Betrag errechnet, der sich aus der anfänglichen (persönlichen) Rente in seinem Renten-Beginn-Jahr ergibt ...
Du brauchst keinen (teuren) Steuerberater, du solltest einen "Lohnsteuer-Hilfe-Verein" aufsuchen, die machen das auch (sehr preisgünstig) für Rentner.

Für weitere (durchaus erwünschte und wichtige) Fragen dazu solltest du unbedingt ein eigenes Thema im passenden Bereich ("Schwerbehinderung / Rente ...") aufmachen, damit das hier nicht zur unpassenden Nebendiskussion wird ...

MfG Doppeloma
 

RobbiRob

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Auf jeden Fall ist gerade die letzte Verbesserung ein großer Schritt.
Deswegen ja auch der berechtigte Unmut.

Bin ja selber betroffen mit EMR Leistungsfall 2017.

Leider sieht man aber auch, wie wenig Leute da abstimmen.
Meiner Meinung nach wird das nur was, wenn die Verbände, Gewerkschaften etc. mehr öffentlichwirksamen Druck ausüben.

Beim anderen Thema Direktversicherung sieht man aber auch, wie lange sowas trotz großer Proteste und Aktionen dauern kann, bis Politik reagiert.
 

ABSW

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Hallo RobbiRob,

die Gewerkschaften waren Teil des Problems und sind an einer Lösung
nicht interessiert.
Zu den Sozialverbänden wie VdK und Sovd dazu werde ich meine Meinung
nicht mehr äußern.
Fest steht auf jeden Fall die Gewerkschaften in Österreich haben das 3-Säulenmodell
verhindert.

Zu den Direktversicherungen: eine Lösung wurde wieder verschoben. (Stand: 10.1.19)

Ich denke aber, dass für die Altverträge bestimmt keine Lösung
gefunden wird. Die Kosten wären zu hoch.

Der Verein Direktversicherungsgeschädigte ist sehr mit der Problematik
beschäftigt. Auch weil der Staat einfach in Altverträge eingegriffen hat.
 

Larsson

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Ich möchte das nicht zwangsläufig torpedieren.
Gesetzt den Fall, der Wunsch ginge in Erfüllung, gebe ich zu Bedenken:
Wer Rechte hat, hat auch Pflichten, mit der Umsetzung des Wunsches könnte sich für den Ein - oder Anderen eine Steuerpflicht ergeben.
 

ABSW

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Hallo Larsson,

die durchschnittlichen Erwerbsminderungsrenten liegen zwischen 700-800,-- €
Bei diesen durchschnittlichen mickrigen Erwerbsminderungsrenten müssen keine Steuern bezahlt werden.

Und ob überhaupt Steuern bezahlt werden müssen hängt nicht nur vom Grundfreibetrag ab, sondern von vielen weiteren Faktoren ..Rentner können wie Arbeitnehmer das versteuernde Einkommen senken. Behindertenpauschbetrag, Altersentlastungsbetrag, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Beiträge zur Kranken-u.Pflegeversicherung, Vorsorgebeiträge.

Unfall-u.Haftpflichtversicherung steuerlich geltend machen. Nur was nach all den Abzügen übrig bleibt muss versteuert werden. Aber nur, wenn er über dem Grundfreibetrag liegt.

Seit 2005 gilt die „nachgelagerte Besteuerung“

Die Regelung des § 22 EStG ab 01.01.2005 über die Besteuerung von Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist verfassungswidrig.
Die Gier nach Steuereinnahmen lässt den Gesetzgeber verfassungsblind werden.

Gruß
 

Larsson

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@ABSW
Da ist schon klar. Habe mich gestern nämlich mal beraten lassen, weil kein Plan von Steuern. Aber Durchschnitt sind nicht alle.
Wer sagt, dass die Regelung von 2005 Verfassungswidrig ist?
 

Doppeloma

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Hallo Larsson,

Gesetzt den Fall, der Wunsch ginge in Erfüllung, gebe ich zu Bedenken:
Wer Rechte hat, hat auch Pflichten, mit der Umsetzung des Wunsches könnte sich für den Ein - oder Anderen eine Steuerpflicht ergeben.
Da haben wohl die meisten EM-Rentner eher keine "Bedenken", man könnte doch endlich mal "die Dritten" (beim Zahnarzt) wirklich "von der Steuer absetzen" ... wenn man sich mal mehr leisten möchte (für sein schönes Lächeln) als die Kasse bezahlen wird. :icon_idee:

Bisher müssen wir versuchen das aus 10 € "Jahres-Überschuss" (über dem Existenz-Minimum von SGB XII) mit unseren Renten langfristig zusammen zu sparen, unsere Behinderten-Pauschbeträge (fast 2000 € zusammen) sind "Makulatur", wir haben (bisher ) keine steuerpflichtigen Renten ... und der Verzicht auf die Abschläge wären 10,8 % (der jeweils aktuellen persönlichen Rentenbeträge).

Die "Anpassungen" an die aktuellen Zurechnungszeiten, werden ja ebenfalls auf diese Minirenten dann vorgenommen, ich glaube nicht, dass wir dadurch 1,8 Millionen steuerzahlende EM-Rentner bekommen würden, Einige wird es natürlich immer treffen, das sind dann welche, die jetzt schon "auf höherem EM-Renten-Niveau jammern" ....
Aber wie schon erwähnt wurde gibt es ja dann noch viele weitere Steuer-Spar-Möglichkeiten, von Krankheitskosten bis KfZ-Versicherung und "haushaltsnahe Dienstleistungen" ... was man aktuell ALLES auch bezahlen muss, aber nur aus der vorhandenen Rente ...
Mindestens mein Männe bliebe immer noch unter Grundsicherungsbereich und ich "profitiere" dann wenigstens (nach vielen Jahren mal wieder) von der "gemeinsamen Veranlagung" beim Finanzamt. :icon_klatsch:

Die persönlichen (festen) Steuerfreibeträge haben wir auch noch (aus dem Jahr des Rentenbeginns) und darüber beginnt erst die Rechnung mit dem gesetzlichen Grundfreibetrag ... ich glaube nicht ernsthaft, dass wir noch je im Leben Steuern auf unsere Renten zahlen werden (wir hätten wohl genug zum "Absetzen" / Steuerlast mindern für den Fall) ... was uns ja leider nicht erspart, trotzdem gelegentlich eine Steuererklärung machen und abgeben zu MÜSSEN ... damit das FA das selber "überprüfen" kann ... :doh:
Nicht mal diese Befreiung vom FA bekommt man "unbefristet", es würde ja (eigentlich) genügen wenn man sich melden muss, falls man mal zu steuerpflichtigem Reichtum kommen sollte ... aber NEIN, der Amtsschimmel will bedient werden ... bis dass der Tod uns scheidet ...

MfG Doppeloma
 

saurbier

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Also ich möchte mal so sagen, der Personenkreis der hier dann in Frage käme dürfte eher kaum in den Genuß einer großartigen Steuerzahlung kommen, denn da wird noch ein erheblicher Teil frei sein.

Ja die jetzt so langsam in Rente gehenden (gleich ob EMR oder Altersrenten) sind leider durch die progressive Anrechnung die dummen.

Man mag sich doch gar nicht vorstellen, um wieviel man uns eh für das gute Mitwirken am Wohlstand dieser Gesellschaft für die Frühverrentung jetzt bestraft. Rechnet man die 10,8% Strafabzug mal zu all den Leistungsverbesserungen hinzu, tja dann könnte man bei einem aktuellen Leistungsbezug von 1.000,-€/mtl. Netto Rente mal so eben mit ca. 260,-€/mtl. mehr (alles zusammen) rechnen (basierend auf einen Eckpunkt von 1). Man überlege sich mal was das für unsereins dann bedeutet.

Aber wie sagte Frau Nahles ja so schön, dafür ist kein Geld vorhanden. Tja ca. 3,5 Milliarden mehr an Staatszuschuss für die Rentenkasse sind uns unsere ca. 1,8 Mio. Frührentner einfach nicht wert, nicht das wir das Geld ja dafür nicht hätten.

Mir zeigt dies bereits wie wenig unsere Politiker früher mal in der Schule gelernt haben, bzw. wie weit ihr Horizont reicht.

Denn das man damit viele Menschen aus dem unwürdigen Sozialsystem raus holen könnte (was ja leider nicht mal alle Bedürftigen wegen der Scham annehmen) läßt unsere Volksvertreter kalt.

Das die nict rechnen können zeigt sich dann doch auch wenn man sich überlegt ob der Staat es nun in großen Teilen noch über ALG-II bezuschussen muß oder später dann über das SGB XII, oder direkt über den staatlichen Rentenzuschuss, die Ausgaben fallen eh an.

Aber unsere Rentner lassen es ja geduldig über sich ergehen, was solls also.

Der beste Witz ist ja aktuell, daß die CDU/CSU jetzt wegen der anstehenden Ostwahlen ins Auge fassen will, dort etwas mehr bei den Anrechnungszeiten zu verbessern, weil ja soviele Menschen dort durch die Zerstörung der Betriebe über zu lange Zeiten in der Arbeitslosigkeit verblieben - also will man eine Zweiklassengesellschaft bei den Rentner schaffen, als wenn dies nicht im Westen seit 1990 genauso viele Betriebe durch Verlagerung geschlossen wurden und man die Menschen in Arbeitslosigkeit schickte. Ich frag mich da wie man das Verfassungsmäßig hin kriegen will.

Meine Hoffnung stirbt vielleicht ja zuletzt, daß unser Volk es den "großen" Parteien mit einem weiteren Schwund der Wählerstimmen irgendwann doch mal danken wird.

Schau ich mir A. Nahles zerknirschtes Erscheinungsbild in der gestrigen Bundestagssitzung so an, dann vermute ich mal (mit leisem lächeln meinerseits) das es ihr irgendwie doch schon erhebliche Kopfschmerzen bereitet wie sich die Parteikasse merklich verkleinert weil ihr die Wählerstimmen spürbar abhanden gehen. Tja über den Geldbeutel scheint man denen am besten beikommen zu können, wie sonst mag man sich jetzt das Gerede vom bedingten Umschwenken beim ALG-II erklären. Auch wenn es aktuell erst mal nur Gerede ist und wir ja wissen wie die Herrschaften es damit halten, der rapide Wählerverlust in den letzten 8 Jahren scheint doch was in Bewegung zu setzen und bei der CDU/CSU sieht es nun mal nicht viel besser aus, denn die zittern jetzt schon vor den nächsten Landtagswahlen im Osten.

Tja es ist eben so wie die Politik es mit den ALG-II Beziehern hält - wer nicht spurt dem entziehen wir über Sanktion sein Geld - hier ist es eben der Parteienzuschuß für jede Wählerstimme bei einer Wahl.


Grüße saurbier
 

Larsson

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Das die nict rechnen können zeigt sich dann doch auch wenn man sich überlegt ob der Staat es nun in großen Teilen noch über ALG-II bezuschussen muß oder später dann über das SGB XII, oder direkt über den staatlichen Rentenzuschuss, die Ausgaben fallen eh an.
Das ist das, was ich auch so garnicht verstehe.
 
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