Peter Brings rechnet mit Wahlplakaten ab

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wolliohne

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[FONT=&quot]Sänger fordert klare Botschaft[/FONT]
[FONT=&quot]Von PETER BRINGS[/FONT]

[FONT=&quot]Peter Brings
Foto: Klaus Michels EXPRESS Koeln[/FONT]
[FONT=&quot]
Köln – [/FONT]
[FONT=&quot]Wahlen sind das Salz in der Suppe unserer Demokratie. Ein Grundrecht des mündigen Bürgers und Ausdruck seiner politischen Selbstbestimmung. Ich habe bei jedem Urnengang ein nicht zu unterdrückendes Gefühl der Erhabenheit.[/FONT]
[FONT=&quot]Einmal in vier Jahren hat der Bürger, in dem Fall also ich, die ultimative Gelegenheit, dem abgenudelten Satz „Die da oben, wir da unten!“ ein Schnippchen zu schlagen. Einmal selber gehört werden und nicht ohnmächtiger Passagier von Merkel & Co. sein. Das hat was![/FONT]
[FONT=&quot]Also muss ich mich informieren: Ich schau mir unter Qualen das Kanzlerduell an (selten war ich so müde!) und lese ausnahmsweise auch mal die zweite Seite im EXPRESS. Auch die Plakate der Parteien, die um meine so wichtige Stimme werben, schaue ich mir an. [/FONT]

[FONT=&quot]Die Qual der Wahl: Zufällig ausgesuchte Plakate, mit denen Politiker die Bürger überzeugen wollen.
Foto: dpa[/FONT]
[FONT=&quot]
Und da krieg’ ich Doppelmumps: Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem Verdacht, von den Parteistrategen für komplett unterbelichtet gehalten zu werden. Oder ich bin vielleicht tatsächlich zu doof, den tieferliegenden Sinn dieser Deppenverarsche zu erkennen.[/FONT]
[FONT=&quot]CDU: „Gemeinsam erfolgreich!“ (Hab ich genial modifiziert als „einsam reich“ gesehen, Kommentar überflüssig.)[/FONT]
[FONT=&quot]SPD: „Das Wir entscheidet!“ (Granatenslogan, leider von einer Werbung für Zeitarbeitsfirmen abgekupfert, Sozialdemokraten opjepass!)[/FONT]
[FONT=&quot]FDP: „Gut gemacht, Deutschland“. Bild von Brüderle, Daumen hoch. (Was genau, Rainer? Dass man dich nicht zum Teufel gejagt hat, nachdem du als Lustgreis geoutet wurdest?)[/FONT]
[FONT=&quot]Grüne: Aus dem letzten Wahlkampf, aber unvergessen: Bild des Hinterns einer dunkelhäutigen Frau, Slogan: „Der einzige Grund, schwarz zu wählen“. (Ganz großes Tennis!)[/FONT]
[FONT=&quot]Ich würde mir wünschen, dass die Parteien konkret bewerben, was sie beabsichtigen, in der kommenden Legislaturperiode zu veranstalten. Ich möchte schon auf den Wahl-Plakaten erkennen können, wie die jeweiligen Parteien über soziale Themen denken. Was sie zu Kriegseinsätzen der Bundeswehr zu sagen haben, wie man mit den unsäglichen und ungesetzlichen Bespitzelungen unbescholtener Bundesbürger durch die NSA zu verfahren gedenkt.[/FONT]
[FONT=&quot]Was ist mit der Energiewende, was mit Steuergerechtigkeit? Stattdessen: Egal-Banal-Fatal-Werbeagenturen-Dünnschiss![/FONT]
[FONT=&quot]Nicht jeder hat die Möglichkeit, die Zeit oder auch nur die Lust, sich erst durch einen Wald von dumpfen Plattitüden zu kämpfen, bevor er ein wohlüberlegtes Urteil abgeben kann. Ich würde mich jedenfalls über ehrliche, konkrete, unzweideutige Plakate freuen![/FONT]
[FONT=&quot]Wir dürfen uns dennoch nicht entmutigen lassen und müssen unser verbrieftes Recht auf Einflussnahme am 22. September unbedingt wahrnehmen. Es ist die einzige Möglichkeit, wenigstens einmal in vier Jahren dafür zu sorgen, dass die dümmsten Phrasendrescher für ihre Respektlosigkeit gegenüber dem Wähler bestraft werden.[/FONT]
[FONT=&quot]Leute, geht wählen![/FONT]
[FONT=&quot]Alles ist besser, als sich vier Jahre eine Regierung ansehen zu müssen, die man nicht wollte, gegen deren Wahl man aus Faulheit, Desinteresse oder vermeintlicher Ohnmacht aber nichts unternommen hat.[/FONT]
[FONT=&quot]Das sind wir uns und unserer Zukunft schuldig.[/FONT]
[FONT=&quot]Euer Pitter[/FONT]
Sänger fordert klare Botschaft: Peter Brings rechnet mit Wahlplakaten ab | Köln*| EXPRESS
 

jockel

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[FONT=&quot]Sänger fordert klare Botschaft[/FONT]
[FONT=&quot]Von PETER BRINGS[/FONT]

[FONT=&quot]Peter Brings
Foto: Klaus Michels EXPRESS Koeln[/FONT]
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Köln – [/FONT]
[FONT=&quot]Wahlen sind das Salz in der Suppe unserer Demokratie. Ein Grundrecht des mündigen Bürgers und Ausdruck seiner politischen Selbstbestimmung. Ich habe bei jedem Urnengang ein nicht zu unterdrückendes Gefühl der Erhabenheit.[/FONT]
[FONT=&quot]Einmal in vier Jahren hat der Bürger, in dem Fall also ich, die ultimative Gelegenheit, dem abgenudelten Satz „Die da oben, wir da unten!“ ein Schnippchen zu schlagen. Einmal selber gehört werden und nicht ohnmächtiger Passagier von Merkel & Co. sein. Das hat was![/FONT]
[FONT=&quot]Also muss ich mich informieren: Ich schau mir unter Qualen das Kanzlerduell an (selten war ich so müde!) und lese ausnahmsweise auch mal die zweite Seite im EXPRESS. Auch die Plakate der Parteien, die um meine so wichtige Stimme werben, schaue ich mir an. [/FONT]

[FONT=&quot]Die Qual der Wahl: Zufällig ausgesuchte Plakate, mit denen Politiker die Bürger überzeugen wollen.
Foto: dpa[/FONT]
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Und da krieg’ ich Doppelmumps: Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem Verdacht, von den Parteistrategen für komplett unterbelichtet gehalten zu werden. Oder ich bin vielleicht tatsächlich zu doof, den tieferliegenden Sinn dieser Deppenverarsche zu erkennen.[/FONT]
[FONT=&quot]CDU: „Gemeinsam erfolgreich!“ (Hab ich genial modifiziert als „einsam reich“ gesehen, Kommentar überflüssig.)[/FONT]
[FONT=&quot]SPD: „Das Wir entscheidet!“ (Granatenslogan, leider von einer Werbung für Zeitarbeitsfirmen abgekupfert, Sozialdemokraten opjepass!)[/FONT]
[FONT=&quot]FDP: „Gut gemacht, Deutschland“. Bild von Brüderle, Daumen hoch. (Was genau, Rainer? Dass man dich nicht zum Teufel gejagt hat, nachdem du als Lustgreis geoutet wurdest?)[/FONT]
[FONT=&quot]Grüne: Aus dem letzten Wahlkampf, aber unvergessen: Bild des Hinterns einer dunkelhäutigen Frau, Slogan: „Der einzige Grund, schwarz zu wählen“. (Ganz großes Tennis!)[/FONT]
[FONT=&quot]Ich würde mir wünschen, dass die Parteien konkret bewerben, was sie beabsichtigen, in der kommenden Legislaturperiode zu veranstalten. Ich möchte schon auf den Wahl-Plakaten erkennen können, wie die jeweiligen Parteien über soziale Themen denken. Was sie zu Kriegseinsätzen der Bundeswehr zu sagen haben, wie man mit den unsäglichen und ungesetzlichen Bespitzelungen unbescholtener Bundesbürger durch die NSA zu verfahren gedenkt.[/FONT]
[FONT=&quot]Was ist mit der Energiewende, was mit Steuergerechtigkeit? Stattdessen: Egal-Banal-Fatal-Werbeagenturen-Dünnschiss![/FONT]
[FONT=&quot]Nicht jeder hat die Möglichkeit, die Zeit oder auch nur die Lust, sich erst durch einen Wald von dumpfen Plattitüden zu kämpfen, bevor er ein wohlüberlegtes Urteil abgeben kann. Ich würde mich jedenfalls über ehrliche, konkrete, unzweideutige Plakate freuen![/FONT]
[FONT=&quot]Wir dürfen uns dennoch nicht entmutigen lassen und müssen unser verbrieftes Recht auf Einflussnahme am 22. September unbedingt wahrnehmen. Es ist die einzige Möglichkeit, wenigstens einmal in vier Jahren dafür zu sorgen, dass die dümmsten Phrasendrescher für ihre Respektlosigkeit gegenüber dem Wähler bestraft werden.[/FONT]
[FONT=&quot]Leute, geht wählen![/FONT]
[FONT=&quot]Alles ist besser, als sich vier Jahre eine Regierung ansehen zu müssen, die man nicht wollte, gegen deren Wahl man aus Faulheit, Desinteresse oder vermeintlicher Ohnmacht aber nichts unternommen hat.[/FONT]
[FONT=&quot]Das sind wir uns und unserer Zukunft schuldig.[/FONT]
[FONT=&quot]Euer Pitter[/FONT]
Sänger fordert klare Botschaft: Peter Brings rechnet mit Wahlplakaten ab | Köln*| EXPRESS

Wenn Wahlen in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung was für die Lebenslage der Menschen verbessernd bewirken könnten, wären sie längst verboten.

Wahlen sind unnützes Affentheater, um den Menschen Demokratie vorzugauckeln.

Solange es Privateigentum an Produktionsmitteln in den Betrieben und Banken gibt, kann man die Demokratie sich einsargen lassen, ebenso solange die Ausbeuterklasse Bourgeoisie als zahlenmäßige Minderheit in den Parlamenten den Ton angibt.

Solange herrscht im Kapitalismus eine Diktatur von Kapital und Profit gegen das Volk.

------------------------------------------

Erst wenn wir Volks- und Genossenschaftseigentum in Wirtschaft und Banken haben und damit die arbeitenden Menschen gleichzeitig Eigentümer, Produzenten und Verbraucher in einer Person sind, beginnt Demokratie.

In den Parlamenten gehören die Vertreter der arbeitenden Menschen von den größten sozialen Klassen und Schichten (Arbeiter und Angestellte, Bauern, Handwerker, Händler, arbeitende Intelligenz) und nicht die Boden- und Immobilienspekulanten, die Fabrikanten, die aus der Bourgeoisie stammenden Berufspolitiker, Berufsbeamten, Berufsjuristen und das Volk schinden.

Auch wenn die Linke in einem kapitalistischen Land auf gewählte demokratische Weise die Regierungsgewalt erlangen sollte, werden wir während dieser Übergangsphase bei Weiterexistenz der kapitalistischen Wirtschaft und Finanzwesen - politisch gewollte soziale Gerechtigkeit beim gleichzeitig weiterwirkenden kapitalistischem Wirtschaftsfundament - keine Demokratie bekommen. Die Wirtschaft wird putschen, weil ihr nicht die Macht entzogen wurde.

Man braucht sich nur erinnern wie die chilenische Privatwirtschaft, gemeinsam mit den USA, darunter der CIA, für die Ermordung von Salvator Allende sorgten und danach den chilenischen Faschistengeneral Pinochet ins Amt hievten.

Wenn die Linke über Volkswahlen politisch siegt, dann braucht sie auch zwingend gleichzeitig die wirtschaftliche Macht in den Betrieben, im Bankenwesen, in der öffentlichen Verwaltung, in der Armee.

Sonst geht's aus wie in Chile und auf den lateinamerikanischen Hinterhöfen der USA!!!

Vorher hatten wir die Reinfälle mit der der Badischen Revoltion, der Novemberrevolution in Deutschland und 1871 in Frankreich mit dem Aufstand der Pariser Kommune - drei Beispiele von Vielen, wo halbherzig um die Einführung von Demokratie gekämpft wurde.

Die Revolution von 1848 - darunter die Badische R. aus der 1. Staffel der Fernsehdokumentarreihe "Die Deutschen" zusammengeschnitten.

Das Thema der 48er Revolution wird in der Reihe "Die Deutschen" im Teil "Robert Blum und die Revolution" behandelt.

Die Losung des Königs - "Gegen Demokraten helfen nur Soldaten!"

Da war nichts mit freien Bürgern.

Studentenlieder - Die Gedanken Sind Frei!

Victor Jara - Manifiesto

Venceremos!

Zupfgeigenhansel - Lied der Pariser Kommune

Das Thema hat schon Lenin in seiner Schrift "Staat und Revolution" durchgekaut.
 

Ziviler Ungehorsam

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Wenn die Linke über Volkswahlen politisch siegt, dann braucht sie auch zwingend gleichzeitig die wirtschaftliche Macht in den Betrieben, im Bankenwesen, in der öffentlichen Verwaltung, in der Armee.

Wenn DIE LINKE über Volkswahlen politisch siegt (was nach weiteren 8-12 Jahren Agenda-Politik denkbar ist), darf sie die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und muss das Souverän der Bevölkerung unmittelbar übertragen. Wirtschaft und Verwaltung gehören nicht in die Hände eines autoritären Staates, sondern müssen dezentralisiert und selbstorganisiert sein. Die Linkspartei hat in ihrem Grundsatzprogramm einen guten Ansatz über selbstverwaltete Kommunen - daran muss angeknüpft und alle Staatsgläubigkeit über Bord geworfen werden.

Erst wenn das kapitalistische Herrschaftsinstrument - der Parlamentarismus und der bürgerliche Staat überwunden ist, beginnt echte Demokratie.

Für den libertären Kommunismus - denn wir sind das Souverän!
 
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