Perspektive 50 plus u. ä.

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ExitUser

Gast
Hallo,

habe eine noch gültige EGV laufen.

Nun habe ich vom örtlichen > Job-Club Best Ager < eine Vorladung mit RFB erhalten.
Grund: Ich möchte mit Ihnen Ihre aktuelle berufliche Situation besprechen.

Meine bisherige SB beim Jobcenter erwähnte in einem früheren Gespräch schon einmal, dass es diesen Job-Club zwar gibt, aber sie mich zu einer Teilnahme nicht zwingen könne.
Nun aber erhalte ich direkt von einer Job-Club-Mitarbeiterin die o. e. Vorladung.

Den Termin muß ich ja wegen der RFB wahrnehmen.
Doch was wird dort auf mich zukommen???


Ich habe mich auf der entsprechenden Webseite eingelesen. Aber ich habe nicht erkennen können, was mir persönlich das bringen soll.
Hinter diesem Club sitzt eine Firma, welche "Fortbildungen" anbietet und darüber hinaus als Zeitarbeitsfirma tätig ist.



Ist so ein Job-Club überhaupt berechtigt, sanktionsfähige Vorladungen auszusprechen?
Kann so eine Vorladung nicht einzig durch die Person ausgesprochen werden, die mit einem auch EGV abschließt, d. h. anderherum, kann denn jeder beim Jobcenter Beschäftigte eine sanktionsfähige Vorladung aussprechen?


Aber viel wichtiger für mich ist derzeit jedoch:

Inwieweit ist das Ganze freiwillig / verpflichtend?

Kann mir dieser Club eine andere EGV aufzwingen oder kann das nur die bisher für mich zuständige SB?

.
 

ZynHH

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Hallo,

habe eine noch gültige EGV laufen.



Kann mir dieser Club eine andere EGV aufzwingen oder kann das nur die bisher für mich zuständige SB?

.
Weder noch. Keiner kann dir eine neue EGV aufzwingen.
Zum einen hast du eine gültige zum anderen kann dich niemand zwingen eine neue zu unterzeichnen. Das Unterschreiben ist freiwillig. Man muss dir die EGV anbieten, erklären . dann steckst du sie ein und sagst, du willst sie dir in Ruhe daheim durchlesen und wenn du etwas nicht verstehst, dann fragst du jemanden der sich damit auskennst.


Bei diesem Job Ager... hingehen und alles in die Tasche stecken was man dir gibt. Nichts unterschreiben

Lass dir auf einer Kopie deiner Vorladung bestätigen das du da warst.

Es melden sich sicherlich noch andere .
 

gelibeh

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Mit RFB kann Dich nur ein Mitarbeiter des Jobcenters einladen. Ist das denn eine Einladung nach §59 SGBII in Verbindung mit §309 SGBIII? Müsste auf der Einladung drauf stehen.
 
N

Nustel

Gast
Ich habe mich auf der entsprechenden Webseite eingelesen. Aber ich habe nicht erkennen können, was mir persönlich das bringen soll.
Hinter diesem Club sitzt eine Firma, welche "Fortbildungen" anbietet und darüber hinaus als Zeitarbeitsfirma tätig ist.





.
Und genau darauf kannst Du Dich beziehen, das Dir das Gegebene nicht liegt und Du beruflich andere Vorstellungen hast.
Zum Punkt Zeitarbeit wird so oder so demnächst die Sau durchs Dorf getrieben.
12 Euro die Stunde ist nicht zu viel verlangt für einen arbeitenden Menschen. Und das zahlt kaum eine ZAF. Dazu kein Urlaubsgel etc. etc.
 
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ExitUser

Gast
Hallo gelibeh,

ja, Vorladung erfolgt mit den entsprechenden §§!

Danke ZynHH, habe bisher immer alle EGV erst mitnehmen können und später unterschrieben (da die EGV aus meiner Sicht bisher immer okay gewesen sind).
Danke Nustel, aber interessiert es Jobcenter "welche beruflichen Vorstellungen man hat"?! Ich denke, eher Nein; darum ja auch der Zumutbarkeitszwang bei evtl. Jobangeboten.
Aber als Argument kann ich es ja trotzdem anbringen.

Hier der Link dazu:

Die Job-Clubs - Das Konzept für unsere Kunden...
 
E

ExitUser

Gast
Weiss keiner näheren Rat???

Besonders zu:

Aber viel wichtiger für mich ist derzeit jedoch:

Inwieweit ist das Ganze freiwillig / verpflichtend?

Kann mir dieser Club eine andere EGV aufzwingen oder kann das nur die bisher für mich zuständige SB?
 

HimbeerTony

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Weiss keiner näheren Rat???

Besonders zu:

Aber viel wichtiger für mich ist derzeit jedoch:

Inwieweit ist das Ganze freiwillig / verpflichtend?

Kann mir dieser Club eine andere EGV aufzwingen oder kann das nur die bisher für mich zuständige SB?

Dieser Laden hat überhaupt nicht vorzuladen, das ist ein ganz "normaler"(sinnloser) Bildungsträger, eine gGmbH.
EGV dürfen die auch nicht abschliessen, das geht nur mit dem JobCenter.

Nun kann es aber sein, das ein JC-Mitarbeiter dort anwesend ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, könnte man zu dieser "Informationsveranstalltung" hingehen und sich die Anwesenheit bestätigen lassen.

Aber auf keinen Fall sonstige Verträge dort unterschreiben!!

"Best Ager" !! wenn ich sowas schon höre, wird mir schlecht !
Ich würde da nicht mitmachen, klingt alles nach typischer Sinnlosmaßnahme!

Grüße !
 

gelibeh

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Kann mir dieser Club eine andere EGV aufzwingen oder kann das nur die bisher für mich zuständige SB?
Eine EGV kann man niemals aufzwingen, denn Du hast immer die Möglichkeit die nicht zu unterschreiben und einem EGV-VA zu widersprechen. Wenn Du noch eine gültige EGV hast, musst Du sowieso keine neue EGV unterschreiben und auch ein EGV-VA wäre nicht rechtmäßig. Geh da hin, nimm jemanden als Beistand mit. Das darfst Du nämlich bei solchen Einladungen. Und dann unterschreibst Du dort überhaupt nichts.
Und ganz wichtig, wenn dort mit den Paragrafen eingeladen wird, dann muss jemand vom JC anwesend sein.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo gelibeh,

okay, werde dort mit Begleitung -wie bei meinen sonstigen Jobcenter-Vorladungen- hin müssen.
Werde dort nichts unterschreiben und ggf. um Mitgabe zwecks Prüfung bitten -wie bei meinen bisherigen EGV auch schon immer geschehen-.

Welche Fragen müssen von mir beantwortet werden?
Ich denke z. B. daran, dass man dort mit mir ein neues Profiling durchführen will.
In wie weit sind Fragen zur Gesundheit zu beantworten?



Du schreibst "Wenn Du noch eine gültige EGV hast, musst Du sowieso keine neue EGV unterschreiben und auch ein EGV-VA wäre nicht rechtmäßig."
In meinen EGV steht immer, dass die so lange gültig ist, bis eine neue EGV abgeschlossen worden ist.
Wenn die mir ggf. neu vorgelegte EGV von mir nicht unterschrieben wird (weil, die laufende EGV ja noch gültig ist), die neue EGV dann sofort als VA mitgegeben wird, wo ist zu entnehmen, dass diese EGV per VA dann nicht rechtmäßig ist?

Danke für deine Hilfe!
 
E

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Gast
Hallo wolliohne,

das mit dem > nichts unterschreiben < habe ich ja verstanden und habe mich bisher auch immer daran gehalten.
Aber inwieweit muß ich Fragen, z. B. zu meinem Gesundheitszustand beantworten?
Sage ich nichts, wird man mich -mal wieder- zum ärztlichen Dienst zwingen, oder!?

gelibeh hatte zuletzt geschrieben, dass eine EGV per VA nicht rechtmäßig sei, so lange noch eine gültige EGV läuft. Leider hat gelibeh dazu keine Begründung geschrieben.
Stimmt das, was gelibeh dazu geschrieben hat? In meinen EGV steht immer drin, dass diese nur so lange gültig ist, bis eine neue EGV abgeschlossen wird.
Verhält es sich denn dann nicht so, dass durch die EGV per VA die noch gültige EGV aufgehoben ist?
 

gelibeh

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Aber inwieweit muß ich Fragen, z. B. zu meinem Gesundheitszustand beantworten?
Sage ich nichts, wird man mich -mal wieder- zum ärztlichen Dienst zwingen, oder!?
Du musst nichts von Deinem Gesundheitszustand preisgeben. Und ja, der Ärztliche Dienst ist dafür da, die gesundheitlichen Einschränkungen festzustellen.
Stimmt denn das nicht, was der ÄD festgestellt hat? Du hast Anspruch auf das Gutachten und zwar Teil A und Teil B.
Stimmt das, was gelibeh dazu geschrieben hat? In meinen EGV steht immer drin, dass diese nur so lange gültig ist, bis eine neue EGV abgeschlossen wird.
DAs steht drin, dass sich beide Parteien einig sind oder so ähnlich. Einig können nur mindestens zwei Parteien sein und das ginge alsonur, wenn man eine neue EGV unterschreibt. Einen EGV-VA bekommst Du aufgezwungen, da ist wohl nicht von einigen zu reden. Es gibt auch Gerichtsurteile, die genau meine Aussagen bekräftigen.

Edit: Kommen die also mit einem EGV-VA, dann helfen wir Dir dabei, Widerspruch einzulegen und auch die aufschiebende Wirkung des Widerspruches beim Sozialgericht zu beantragen.
 
E

ExitUser

Gast
Du musst nichts von Deinem Gesundheitszustand preisgeben. Okay!
Und ja, der Ärztliche Dienst ist dafür da, die gesundheitlichen Einschränkungen festzustellen. Ist bei mir schon vor einigen Jahren durchgeführt worden. Das Gutachten habe ich. (Teil A?, Teil B?)
Stimmt denn das nicht, was der ÄD festgestellt hat? Das Gutachten ist aus meiner Sicht, okay.
Du hast Anspruch auf das Gutachten und zwar Teil A und Teil B.

DAs steht drin, dass sich beide Parteien einig sind oder so ähnlich. Einig können nur mindestens zwei Parteien sein und das ginge alsonur, wenn man eine neue EGV unterschreibt. Einen EGV-VA bekommst Du aufgezwungen, da ist wohl nicht von einigen zu reden. Es gibt auch Gerichtsurteile, die genau meine Aussagen bekräftigen. Wäre toll, wenn du schon im Vorfeld diese Gerichtsurteile heraussuchen würdest. Je eher ich treffsichere Infos habe, um so sicherer fühle ich mich bei der Vorladung.


Edit: Kommen die also mit einem EGV-VA, dann helfen wir Dir dabei, Widerspruch einzulegen und auch die aufschiebende Wirkung des Widerspruches beim Sozialgericht zu beantragen.
Das finde ich super, dass mir hier geholfen wird!
Danke sehr!!!
 

Roter Bock

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Hallo Kurbel,

was die "Freiwilligkeit" betrifft wirst Du keine konkrete Aussage finden. Hier wurde auch schon danach gesucht und das Thema stand bereits im Raum.

Auch aus diesen Grund bekommst Du das als EGV - dann ist es verpflichtend, wenn Du diese unterschreibst.

Lass das alles als VA kommen, denn das kann besser vor dem SG angegriffen werden. Achte bitte mal auf die Rechtsfolgen in der EGV, falls Du den Kurs abbrechen willst. Du stehst Dich mit dem VA in dem Fall besser.

Versuch die EGV zu verhandeln! Nicht sagen das man grundsätzlich keine EGV unterschreibt. Schriftliche Gegenvorschläge machen.

Lass keinen Datenzugriff des Trägers zu - Du wirst zu den miesesten AG's geschickt.

Roter Bock
 
E

ExitUser

Gast
@ Gelibeh, dein Hinweis auf das Urteil gab mir schon etwas Erleicherung. :)

@ Cosima, und du hast mir nach der Erleichterung eine Art Erlösung verschafft. :)

Werde nach dem Vorladungstermin Bericht erstatten, so fern von Interesse?!
 
E

ExitUser

Gast
Nun war der Vorladungstermin.
Es war eine Massenveranstaltung. In dieser wurde Persketive50plus erläutert. Gleich zu Anfang fragte jemand, ob an der Teilnahme ein Zwang besteht. Der AfA-Mitarbeiter eierte bei seiner Antwort stark herum. Ein anderer Teilnehmer verlautbarte, dass auch er gerne erst einmal wissen will, ob es einen Zwang zur Teilnahme gäbe. Auch hier wieder bei der Antwort nur ein Eiern. Eine etwas verspätet erschienene Teilnehmerin sagte, dass sie jetzt schon zum dritten mal dort hin vorgeladen worden ist und ihr die beiden vorherigen Maßnahmen noch nicht einmal einen Hauch Hilfe waren, um eine neue Arbeitsstelle zu finden. Sie fühlte sich bei diesen Maßnahmen stets wie in einem Kindergarten, sagte sie weiter.
Der AfA-Mitarbeiter hielt weiter seinen Vortrag, sichtlich unmotivierter. Bei erneuter Nachfrage aus dem Teilnehmerkreis, ob ein Teilnahmezwang besteht sagte er dann, dass nach den angebotenen Einzelgesprächen (nur wer wollte!) jeder allein entscheiden kann, ob er eine neue EGV unterschreibt oder nicht.

Das Fazit ist also:
Teilnahmezwang ja, hinsichtlich Erscheinen zum Vorladungstermin.
Alles Folgende nur auf freiwilliger Basis. Wobei offenkundig diese Freiwilligkeitsmöglichkeit mit besonderer Wortwahl verschwiegen werden sollte.

*Und das alles geschehen, nur 1 Tag nach meinem 51. Geburtstag! *
 
E

ExitUser

Gast
Nach den persönlichen Gesprächen löste sich die Gruppe nach und nach auf.

Einer aus der Gruppe sagte dann noch, dass es für einige Teilnehmer vielleicht doch eine sehr interessante Sache sein kann, er wolle das für Andere auch nicht in Abrede stellen; ihm sei halt nur wichtig gewesen zu erfahren, ob Zwang besteht.
Aber vermutlich wird die Ausbeute schon allein aufgrund der Ansage durch die zu spät gekommene Teilnehmerin, dass das alles nur wie in einem Kindergarten abläuft und sie dadurch keine echte Unterstützung oder Hilfe hat erfahren dürfen, gering gewesen sein.
Ich will dieses unschöne Erlebnis nur ganz schnell wieder vergessen.
Danke an alle Ratgebenden hier!
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
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