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»Personaldebatte in unserer Partei«

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Martin Behrsing

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#1
»Personaldebatte in unserer Partei«

Brief des baden-württembergischen Landessprechers von Die Linke, Bernd Riexinger, an den Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, betreff »Personaldebatte in unserer Partei«:

Lieber Gregor, Die Linke hat sich bei den Bundestagswahlen von 8,7 Prozent auf 11,9 Prozent gesteigert. Wir waren erfolgreich, weil wir uns auf unser Kerngeschäft, Mindeslöhne, Ausstieg aus Hartz IV und Rente mit 67 sowie den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan, konzentriert haben. Dieser Erfolg wäre ohne Dich und Oskar Lafontaine undenkbar.

08.01.2010: »Personaldebatte in unserer Partei« (Tageszeitung junge Welt)
 
E

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Gast
#2
Wo er recht hat, hat er recht der Bernd Riexinger

:icon_daumen:

Kann ich sofort unterschreiben

:icon_party:
 
E

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Gast
#3
Hier einmal ein Artikel für den Parteivorstand der Linken ins Ohr geflüstert

08.01.2010: Gelebte Konsensdemokratie (Tageszeitung junge Welt)

Transformiert auf unsere parlamentarische Demokratie heißt das: Basisdemokratie in den Parteien. Und da darf die Linke mal mit gutem Beispiel voran gehen. Aber zackig, es wird Zeit.

Derweil überlege ich mir aber sicherheitshalber schon mal eine mögliche Petition für den Bundestag:
Es dürfen sich nur noch Parteien zur Wahl aufstellen, die das Prinzip Basisdemokratie umsetzen. Andernfalls ist unsere Demokratie nämlich in Gefahr unter zu gehen.
Siehe Parteiverdrossenheit, siehe PolitikerInnenverdrossenheit, siehe das was sie aus den Parteien machen und zu was sie es nutzen. Sie schalten und walten nach feudaler Manier und hoffen auf ihre einfachen Mitglieder und das geängstigte Wahlvolk.

Also, mal Butter bei die Fische!

Wenn die Linke nicht auch dahin will, wo gRÜNE und sPD heute fest verankert stehen
(von cDU/cSU und fDP brauchen wir ja hoffentlich nicht reden :icon_kinn:)
 

druide65

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#4
Eine Parteispitze muss als letze Instanz und letze Möglichkeit auch regelend eingreifen können.

Sonst ist es bald keine Partei mehr sondern ein Kindergarten....
 

druide65

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#6

Nun ja....:icon_wink:

Das Privatleben von Politkern war schon immer für viele interessanter als die eigentliche Politik.
Und viele Kokettieren da auch mit.Siehe Münte oder Horstle Seehofer.
That´s Life.....

Bei den Linken muss man aber immer befürchten das das bei so etwas der Staatsschutz alarmiert wird.
 
E

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#9
Eine Parteispitze muss als letze Instanz und letze Möglichkeit auch regelend eingreifen können.

Sonst ist es bald keine Partei mehr sondern ein Kindergarten....
Die Partei sind die Mitglieder

Die Parteispitze wird von Deligierten der Mitglieder gewählt

Aufgabe der Parteispitze ist es, dass was die Partei ist, sprich will, umzusetzen.
Aufgaben u.a. sind: sie moderiert, gibt Impulse, betreibt Öffentlichkeitsarbeit, und vor allem ganz wichtig, wirkt sie auf die Strömungen innerhalb der Partei integrierend.
Selbstverständlich hat die Parteispitze nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, ihre persönliche Meinung zu allem zu äußern

Ob dies nun einer Parteispitze passen sollte oder nicht - so ist das.

Es ist nun die Frage wie gehen die Mitglieder mit Sätzen um wie: "Das geht so nicht."

Denn letzte Instanz sind und bleiben eben immer die Mitglieder, nicht die Parteispitze.

Es sei denn, so eine Entwicklung von sPD und gRÜNE wäre gewünscht, d.h. mit der Voraussetzung die Mehrheit der Mitglieder wünscht das auch so, und trägt das mit.

Hielte ich für fatal.
Denn solche Parteien, wo oben gesagt wird wo und wie es lang geht, haben wir leider zu genügend.
Ich hoffe sehr, dass dies sich nicht bei den Linken durchsetzt.
Wenn doch, bin ich schneller aus diesem Verein wieder draussen, als drin.

Gruß
 

Arania

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#10
das ist der normale Weg in jeder Partei und in jeder Gesellschaft oder Firma, es können nicht hunderte bestimmen, irgendwann muss jemand sagen: so wird es jetzt gemacht

Ist hier im Forum übrigens auch nicht anders, der Foreninhaber bestimmt was hier stehen darf und in welcher Form, ist sein gutes Recht
 

Mario Nette

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#11
Wieso können nicht hunderte bestimmen? Was ist mit genosschenschaftsähnlichen Strukturen?

Mario Nette
 

Arania

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#12
keine Ahnung, hat das funktioniert? Ist das mit dem Parteiengesetz konform, und noch wichtiger: ist das überhaupt gewollt?
 
E

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Gast
#13
das ist der normale Weg in jeder Partei und in jeder Gesellschaft oder Firma, es können nicht hunderte bestimmen, irgendwann muss jemand sagen: so wird es jetzt gemacht

Ist hier im Forum übrigens auch nicht anders, der Foreninhaber bestimmt was hier stehen darf und in welcher Form, ist sein gutes Recht
Arania, mit deinen Beispielen vergleichst du Obst mit Fleisch.
Deine Beispiele zeigen auch genau, dass es eben dort anders ist, wegen der Besitzverhältnisse.

Z.B. ForenINHABER. Die INHABER einer Partei sind deren Mitglieder.
Und als - wenn ich das richtig in Erinnerung habe - ehemaliges sPD Mitglied müsstest du doch wissen aus was sich die Finanzierung einer Partei speist:

a - Mitgliedsbeiträge

b - Steuergelder in Form von Wahlkampferstattungskosten und Geld für Parteienstiftungen (Anspruch darauf beides nach Prozentzahlen gesetzlich geregelt; was zu solchen "schönen" Ergebnissen führt, dass die NPD nun auch allen Ernstes - in ein oder zwei Bundesländer -eine Stiftung in Leben rufen kann)

c - Spendengelder - mit klarer gesetzlicher Regelung

d - und wenn das nicht reicht, wird auch das Geld herbei gelogen, siehe jüdische Vermächnisse

Nochmal, wo siehst du hier einen oder ein paar wenige Inhaber?


Dies wurde in unserem Land ganz bewusst so geregelt; von wegen "Unabhängigkeit", was, wenn man sich mal anschaut, welche Parteien wieviel von wem gespendet bekommen, auch hier und da in Frage gestellt werden darf.

Gruß
 

druide65

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#14
Die Parteispitze wird von Deligierten der Mitglieder gewählt
Genau!Und du sprichst ihnen das Vertrauen aus.


Aufgabe der Parteispitze ist es, dass was die Partei ist, sprich will, umzusetzen.
Deswegen sprichst du ihnen das VERTRAUEN aus!

Aufgaben u.a. sind: sie moderiert, gibt Impulse, betreibt Öffentlichkeitsarbeit, und vor allem ganz wichtig, wirkt sie auf die Strömungen innerhalb der Partei integrierend.
Selbstverständlich hat die Parteispitze nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, ihre persönliche Meinung zu allem zu äußern
GENAU!

Hier muss die Parteispitze bei Provinzpossen auch mal regulierend eingreifen.Das erwarte ich als Parteimitglied....wir sind doch kein Kindergarten hier...

Denn letzte Instanz sind und bleiben eben immer die Mitglieder, nicht die Parteispitze.
Ich korrgiere mich....die LETZE Instanz ist das Schiedsgericht


Ob dies nun einer Parteispitze passen sollte oder nicht - so ist das.

Es ist nun die Frage wie gehen die Mitglieder mit Sätzen um wie: "Das geht so nicht."
Meinungen sind gefragt.
Aber du musst immer sehen....das ist eine Partei und kein Salonsesselfurzerclub....entweder erreicht man was oder nicht....wenn dir etwas nicht passt liegt es an dir in dem "Verein" etwas zu ändern....ich tue das ja auch
 
E

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#15
Genau!Und du sprichst ihnen das Vertrauen aus.


Deswegen sprichst du ihnen das VERTRAUEN aus!

GENAU!

Hier muss die Parteispitze bei Provinzpossen auch mal regulierend eingreifen.Das erwarte ich als Parteimitglied....wir sind doch kein Kindergarten hier...

Ich korrgiere mich....die LETZE Instanz ist das Schiedsgericht


Meinungen sind gefragt.
Aber du musst immer sehen....das ist eine Partei und kein Salonsesselfurzerclub....entweder erreicht man was oder nicht....wenn dir etwas nicht passt liegt es an dir in dem "Verein" etwas zu ändern....ich tue das ja auch
Was willst du mit deinen Aussagen:"Du sprichst ihnen das Vertrauen aus" sagen? Verstehe nicht was du mir damit sagen willst Druide65.

Schiedsgericht? Nein Druide, das Schiedsgericht spielt bei der Frage wer ist die Partei und welche Aufgaben haben Parteispitze und Mitglieder; wer sagt wo es lang geht, eben keine Rolle.

Kindergarten? Kindergarten ist für mich, wenn "Tante Trude" den Kindern sagt was sie zu tun und zu lassen haben.
In einer vitalen Partei werden inhaltliche Differenzen geklärt. Sprich es wird darüber diskutiert, produktiv gestritten und anschließend wird darüber abgestimmt. Und das muß selbstverständlich auch für Funktionärsverhalten gelten.
Ich bin übrigens nicht der Ansicht, dass solche Debatten einer Partei schaden, ganz im Gegenteil, es dient der Transparenz, Bürger und Wähler_innen können da m.e. sehr wohl unterscheiden. Die die so was missbrauchen, sind halt leider die Gegnerischen Parteien und die Medien. Doch wenn solche Debatten produktiv geführt und inhaltlich ausgerichtet stattfinden, kann Mensch aus der Partei ganz souverän m.e. nach außen hin mit umgehen.
Ich bekomme das große :icon_kotz2: wenn ich mir da diesbezüglich sPD und gRÜNE anschaue; und ich finde es bezeichnend was aus diesen beiden Parteien geworden ist.

Wie kann ich als einfaches Mitglied etwas verändern?
Klar, bis zu einem bestimmten Punkt ja.
Unter den bestehenden Strukturen behalte ich mir aber immer vor, wie weit ich etwas mittrage - wie weit ich mitgehe. Ich werde mich da keiner Illussion und Frustration hingeben. Ganz! sicher nicht.
Wie gesagt, schau dir die sPD und schau dir die gRÜNEN an, was aus denen geworden ist.
Rede mal mit einfachen Mitgliedern von denen ...

Wenn Diskussionen mit anschliessenden Entscheidungen aus Strategiegründen der Parteispitze überlassen werden, dann ist das später nur schwer zu korregieren.
Denn es kommen doch immer von oben die bekannten Appelle an die Mitglieder. Warum? Das ist natürlich viel angenehmer und leichter für die, wenns Fußvolk schweigt.

Gruß

P.S.: Übrigens stehen derzeit Audiobeiträge von der Klausurtagung online
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag - Fr eine neue soziale Idee
Und ich stimme Gysi in einem Punkt ausdrücklich nicht zu ... - hat er aber wieder geschickt hinbekommen, dumm is er ja nun wirklich nicht :biggrin:

Aber hörs dir vielleicht an, und du wirst sicherlich erkennen in welchem Punkt ich anderer Meinung bin
 

Arania

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#16
Gerade weil ich SPD-Funktionärin war , weiss ich wie es in Parteien zugeht, unter anderem deshalb bin ich ausgetreten

Und dieses gilt für ALLE Parteien, auch für die Linke, wer das abstreitet lügt schlicht

Vertrauen aussprechen, wenn ich das schon höre

Da wird eine kleine Clique gewählt die dann der Parteispitze das Vertrauen aussprechen darf/muss, darauf hat das einzelne Mitglied überhaupt keinen Einfluss

Es kann nur eins, die Partei verlassen oder versuchen sich für seine Meinung eine Mehrheit zu verschaffen
 

druide65

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#17
Was willst du mit deinen Aussagen:"Du sprichst ihnen das Vertrauen aus" sagen? Verstehe nicht was du mir damit sagen willst Druide65.
Eine Partei braucht immer eine Führung die diese auch nach außen vertreten muß.

Und das hat nichts mit:
Da wird eine kleine Clique gewählt die dann der Parteispitze das Vertrauen aussprechen darf/muss, darauf hat das einzelne Mitglied überhaupt keinen Einfluss
zu tun.

Wenn z.b 77.000 Mitglieder der Linken in sämtlichen Talkshows und Interviews ihre Stimme erheben wird das ziemlich eng .

Und die Posse die sich derzeit abspielt ist ein Kindergarten.
Erwachsene Menschem lassen einem Menschen der sich von einer Erkrankung erholt erst mal Zeit sich neu zu finden.
Lese dir die Aufgaben des Schiedsgericht durch.Hier wäre nämlich eine.

Die Linken haben seit 100 Jahren ein erhebliches Problem:
Ständige Spaltung durch Kindergarten Verhalten.

So wird das nix....
 
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#21
hallole ihr lieben,

irgendwie erinnert mich dieses ganze unsägliche gezerre an das was im landesverband von Rheinland-pfalz schon seit dem zusammenschluss von WASG und Linke (PDS) seit 2007 abgeht. da ich persönlich DILI für durchaus zukunftsfähig halte bin ich im moment mehr als enttäuscht was die führung da so loslässt. wie wollen sie den damit noch mehr stimmen oder gar mitglieder gewinnen? mir gefällt es nicht wie hier eventuell stimmen für dieNRW wahl im mai verspielt werden. eine starke opposition ist im moment wichtiger den je.

liebe grüße von barbara (undercover:cool:)

liebe grüße von barbara
 
E

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#22
Hier ein Interview mit André Brie und ein Artikel der taz zum Thema.

Wohl bekomms. :icon_wink:
:icon_kotz: Na klar, dessen Senf hat natürlich auch noch gefehlt.
Der ominöse Andre Brie, allzeit geschätztes Schätzchen von den Medien, dafür nicht wirklich von vielen Mitgliedern

Wer sich ein Bild von ihm machen will braucht eigentlich nur diesen Absatz aus dem Interview vom dradio zu lesen
in vielen Landesverbänden auch sehr stark. Für mich ist es zum einen die von Dietmar Bartsch auch in Ihrem Beitrag angesprochene Kultur. Das ist eine unsägliche Kultur, die aus der kommunistischen Bewegung kommt, mit Diffamierungen, mit Denunziationen, aber auch mit einer sektiererischen, kulturell sektiererischen Grundhaltung, sich nur auf sich selbst besinnen, nicht in die Gesellschaft hören, anders denkende, andere politische Parteien geringzuschätzen oder sie nur als Feinde, nicht als Herausforderung, nicht als Anregung, nicht als Wettbewerber zu sehen. Das Zweite, was ich ihnen vorwerfe, ist, dass sie statt über politische, programmatische Auseinandersetzungen diese Auseinandersetzung auf dem persönlichen Niveau führen und das in einer ziemlich makabren Weise.
Ja so isser halt wie er leibt und lebt der gute Andre Brie - Mensch reiche mir schnell einen großen Eimer :icon_kotz2:

und dieser gute Andre Brie, versteht sich doch bestimmt ganz prima mit Halina Wawzyniak ( ... und wie se alle noch so heißen )

14.01.2010: Linke-Vizechefin stellt sich gegen Gysi (Tageszeitung junge Welt)

Das was die gute Frau hier tut ist ja mal wieder das allerletzte ... und wie gut das die gerade nicht meinen Namen weiß, denn ich hab mal erlebt wie die mit politischen Gegner in der Partei umgeht: unterste Schublade, tiefer gehts kaum noch ... grauenvoll ... aber im Recht kennt se sich aus :icon_party: und sie war immer eine gute Sprecherin der Antragskommission ... ja ja die Frau mit dem ***** in der Hose ...

Hier noch zwei, diesmal aber w.i.f. lesenswerte Artikel:

13.01.2010: Aufgabe nicht erfüllt (Tageszeitung junge Welt)

14.01.2010: »Er wollte uns zur besseren SPD stilisieren« (Tageszeitung junge Welt)
 

Rounddancer

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#23
Wieso können nicht hunderte bestimmen? Was ist mit genosschenschaftsähnlichen Strukturen?
Wenn alles dauernd durchdiskutiert werden muß,- dauert alles und die Beschlußfindung viel zu lange.
Guckt mal: Die Grünen hätten schon viel länger und mehr politisch bewegen können, wenn sie nicht viel zu lange diese Basisdemokratie und die Amt-/Mandattrennung praktiziert hätten. Dadurch stritten sie jahrelang nur intern, verfleischten sich zudem sinnlos,- und währenddessen machten die politischen Gegner weiter, was sie wollten.

Auh die Genossenschaft braucht eine Geschäftsleitung, und eine Geschäftsordnung, und sie muß die Alltagsgeschäfte machen können, ohne Diskussion, ohne Rückfrage bei der genossenschafterversammlung. Und die Geschäftsführung muß stimmig sein,- und konsequent, da muß die Chemie zwischen den Beteiligten stimmen.
 

Mario Nette

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#24
"Wenn alles dauernd durchdiskutiert werden muß,- dauert alles und die Beschlußfindung viel zu lange." - na und? Dann dauert es eben. Dein Argument ist doch eigentlich nur: Es muss schnell gehen, weil sonst ein anderes (noch viel schlimmeres) Egoschwein die Macht an sich reißen wird.

Mario Nette
 

Arania

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#25
Wie lange möchtest Du denn diskutieren wenn eine schnelle Entscheidung gefragt ist, z.B. zum Thema Atomausstieg, oder noch aktueller zu einem Militäreinsatz?
Zwei Monate, acht Monate? In der Zeit haben andere längst entschieden und die Partei wird nicht mehr ernst genommen
 
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#26
hallole ihr lieben,

aus meiner erfahrung im DILI verband kann ich es schon bestätigen, das vieles zu lange diskutiert wird. was ich in der zeit aber auch festgestellt hatte war, viele sind firm in sozialthemen, aber es fehlt der gesamtüberblick. im grunde genommen ist eine parteiwerdung auch eine spannende sache, weil sich bei einer neugründung oft menschen enagieren die vorher nie im politischen geschehen eingebunden waren, das will auch erst mal erlernt werden. ich hab hier z.B. den kommunalbrevier und ihn immer noch nicht ganz verstanden, oft fehlt mir auch der "erklärbär".
es geht nun mal nicht anders, man muß sich innerhalb kurzer zeit viele themen aneignen, auch wenn sie einen persönlich null intressieren, das macht manche prozesse innerhalb einer partei schon schwer.

liebe grüße von barbara
 
E

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#27
hallole ihr lieben,

aus meiner erfahrung im DILI verband kann ich es schon bestätigen, das vieles zu lange diskutiert wird. was ich in der zeit aber auch festgestellt hatte war, viele sind firm in sozialthemen, aber es fehlt der gesamtüberblick. im grunde genommen ist eine parteiwerdung auch eine spannende sache, weil sich bei einer neugründung oft menschen enagieren die vorher nie im politischen geschehen eingebunden waren, das will auch erst mal erlernt werden. ich hab hier z.B. den kommunalbrevier und ihn immer noch nicht ganz verstanden, oft fehlt mir auch der "erklärbär".
es geht nun mal nicht anders, man muß sich innerhalb kurzer zeit viele themen aneignen, auch wenn sie einen persönlich null intressieren, das macht manche prozesse innerhalb einer partei schon schwer.

liebe grüße von barbara
Wenn etwas so geschrieben wurde, das es "ein einfacher Mensch" nicht versteht, dann steckt Absicht dahinter, denn wenn es einfach geschrieben wurde damit es jeder versteht, würden viele merken, das die Schreiber nicht sehr viel Ahnung haben von dem, was sie schreiben.

:biggrin: :icon_wink:
 

Arania

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#28
das kann man so pauschal auch nicht sagen, denn der Bildungsgrad der Menschen ist ja verschieden, also kann nicht jeder alles verstehen
 

Mario Nette

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#29
Wie lange möchtest Du denn diskutieren wenn eine schnelle Entscheidung gefragt ist, z.B. zum Thema Atomausstieg, oder noch aktueller zu einem Militäreinsatz?
Zwei Monate, acht Monate? In der Zeit haben andere längst entschieden und die Partei wird nicht mehr ernst genommen
Das ist ja fatal! Eine Partei, die sich diskursiv mit Problemen auseinandersetzt, wird nicht ernst genommen? Ich sag ja, es geht nur um Macht und nichts weiter.

Mario Nette
 
E

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#31
hallole ihr lieben,

weil ich heut den kommunalbrevier angesprochen hatte. dabei handelt es sich um ein buch indem sich nur mit dem ganzen prozedre der vorgaben und vorraussetzungen von kommunalpolitik bis landesebene handelt. vom aufbau und struktur innerhalb von verbänden bis partei, von stadtrat bis landrat, schriftführer, schatzmeisterei, etc. ähnlich wie ein überdimensionales vereins-statuten-buch, einfach schrecklich.

hierbei ist es schon schwierig dieses werk in seinen grundzügen umzusetzen, was jedoch unbedingt notwendig ist, weil ein verband schlicht keine stammtischrunde ist. entsprechend schwer ist es dann auch nach aussen hin eine geschlossene mannschaft zu präsentieren.

ariana hat es schon gesagt, es hängt auch oft vom bildungsgrad ab, aber es ist das erste mal das sich so viele untere "stände" überhaupt zu einer partei zusammenfinden, in dieser art gab es das eigentlich noch nie. wer sich selbst mal in seinen eigenen stadtverbänden und kommunalen räten umsieht wird feststellen kaum ein handwerksmeister oder geselle, dafür lehrer RAs beamtete zuhauf.

liebe grüße von barbara
 

Rounddancer

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#32
Freilich, denn kandidierende Beamte und andere im öffentl. Dienst Beschäftigte kriegen ja sechs Wochen bezahlte Freistellung für jeden Wahlkampf,- das macht sie zu billigen Wahlhelfern ihrer Parteien und überrepräsentiert sie in jedem Parlament.

Wie gesagt, Politik ist die Kunst des Machbaren.
Und Entscheidungen müssen im Alltag schnell getroffenen werden,- wer da alles "basisdemokratisch" ausdiskutiert, kommt an jedem Bahnhof an, wenn der Zug schon lange draußen ist.
Geschäfts-, und auch Parteileitungen brauchen das Vertrauen derer, die sie wählten. Und müssen dann entscheiden. Ob das so recht war, das entscheiden danach turnusgemäß die erweiteren Gremien
 
E

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#33
das kann man so pauschal auch nicht sagen, denn der Bildungsgrad der Menschen ist ja verschieden, also kann nicht jeder alles verstehen
Also werden durch die "Sprache" dieser Dokumente auch schon einige ausgegrenzt.

Besonders behilflich ist es dann, wenn man dem Volk neue Gesetze vorlegen will.

Es gibt auch sehr viele Leute, die dieses Beamtendeutsch nicht verstehen, aber trotzdem gute Politiker sein könnten.
 

Arania

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#34
sicher, dann müssen sie aber nach und nach die Sprache lernen, denn die ganze Welt wird keine Rücksicht nehmen wenn da ein Politiker unterwegs ist mit dem sie sich nicht unterhalten können
 
E

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#35
sicher, dann müssen sie aber nach und nach die Sprache lernen, denn die ganze Welt wird keine Rücksicht nehmen wenn da ein Politiker unterwegs ist mit dem sie sich nicht unterhalten können
Müssen wir ja auch, gerade bei solchen Gesetzen wie das SGB und andere.

Die Gesetze sollen ja für das Volk gemacht werden, wenn sie aber viele nicht verstehen, ist es auch nicht mehr für sondern gegen das Volk.
 

Arania

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#36
Eben weil wir das auch müssen, müssen Politiker das auch, oder die die welche werden wollen, man muss ja in jedem Beruf das lernen was dazu gehört und das ist bei Politikern nicht anders

Erinnere Dich wie Herr Westerwelle hier wegen seiner Englischkenntnisse belächelt wurde
Also muss man auch lernen die Politikersprache zu verstehen, für die Gesetze sind die Ministerialbeamten zuständig und die normalen Bürger können sich den Rat eines RA nehmen
 
E

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#37
Eben weil wir das auch müssen, müssen Politiker das auch, oder die die welche werden wollen, man muss ja in jedem Beruf das lernen was dazu gehört und das ist bei Politikern nicht anders

Erinnere Dich wie Herr Westerwelle hier wegen seiner Englischkenntnisse belächelt wurde
Also muss man auch lernen die Politikersprache zu verstehen, für die Gesetze sind die Ministerialbeamten zuständig und die normalen Bürger können sich den Rat eines RA nehmen

Daher der Spruch

Warum einfach, wenns auch umständlich geht. :icon_party:

Trotzdem ist Politikerdeutsch kein richtiges Deutsch mehr und wird meistens gegen das eigene Volk verwendet. Auch weil so viele Menschen dieses "Deutsch" nicht mehr verstehen, wenden sich viele davon ab und gehen z. B. auch nicht mehr wählen.
 

Arania

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#38
und das halte ich für falsch, wenn ich etwas verstehen möchte, dann versuch ich es zu lernen, ist wie eine Fremdsprache, ich würde deswegen nicht kapitulieren und ein Grundrecht aufgeben, ausserdem gibt es sicher jemanden der es erklären kann wenn man es selber nicht versteht
 
E

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#39
und das halte ich für falsch, wenn ich etwas verstehen möchte, dann versuch ich es zu lernen, ist wie eine Fremdsprache, ich würde deswegen nicht kapitulieren und ein Grundrecht aufgeben, ausserdem gibt es sicher jemanden der es erklären kann wenn man es selber nicht versteht

Ist es nicht eher die Angst der Politiker, das man deren wahren Absichten dann leichter erkennen kann, wenn sie es in einfachem Deutsch schreiben?

Es reicht, wenn man allerlei mögliche Fremdsprachen lernen muss, dann braucht man nicht auch noch Extra einen "Politik-Deutsch-Kurs".

Es würde die Wahlbeteiligungen wieder heben und mehr Menschen würden sich wieder für Politik interessieren.

Mittlerweile ist es schon viel schwerer, einiges mit einfachen Worten zu erklären, aber selbst da kommen schon einige nicht mehr mit.
 

Arania

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#40
[QUOTEIst es nicht eher die Angst der Politiker, das man deren wahren Absichten dann leichter erkennen kann, wenn sie es in einfachem Deutsch schreiben?][/QUOTE]

glaube ich eigentlich nicht, die merken es gar nicht mehr, wie sie sprechen weil sie es gewohnt sind. Mediziner und Juristen sprechen auch meistens kein einfaches Deutsch mehr
 

Arania

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#42
Was soll ein Politiker wohl anderes verfolgen als politische Ziele?:icon_kinn: Brötchenback-Kunst lernen?
 
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#44
Machtkampf in der Linkspartei
Bartsch tritt zurück

Linken-Politiker Dietmar Bartsch hat nach Vorwürfen, er habe sich illoyal gegenüber dem Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine verhalten, seinen Rückzug vom Amt des Bundesgeschäftsführers angekündigt.
Quelle: taz
 
E

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#45
Eben, gerade deswegen hinkt Dein Vergleich.

Was soll ein Politiker wohl anderes verfolgen als politische Ziele?:icon_kinn: Brötchenback-Kunst lernen?
Nur verfolgen die idR keine politischen Ziele, wenn sie die Angelegenheiten ihrer Patienten bzw. Klienten mit selbigen besprechen.
Ist es nicht eher die Angst der Politiker, das man deren wahren Absichten dann leichter erkennen kann, wenn sie es in einfachem Deutsch schreiben?
glaube ich eigentlich nicht, die merken es gar nicht mehr, wie sie sprechen weil sie es gewohnt sind. Mediziner und Juristen sprechen auch meistens kein einfaches Deutsch mehr
 

Arania

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#46
Was soll mir Deine Zitate-Sammlung sagen? Das Politiker keine politischen Ziele verfolgen sollen? Das steht da nirgendwo, wäre auch Blödsinn, wozu sind sie dann Politiker

Und eine Partei ohne Macht kann sich auch gleich verabschieden, natürlich braucht man Macht sonst passiert nichts, sieht man doch gerade.
 
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