Persönliches Erscheinen durch Mittellosigkeit nicht möglich (1 Betrachter)

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Baumfreund

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Hallo, ich habe eine speziellere Frage.

Ich habe im 11 Mai 2016 einen formlosen Antrag auf ALG2 eingereicht, vorher bezog ich ALG1. Ich bekam dann erst zwei Monate später die Aufforderung, persönlich zu erscheinen. Da ich zu dem Zeitpunkt bereits mittellos und nicht mehr krankenversichert war, was durch die Verschleppung des Amtes selber kam, konnte ich den Termin nicht mehr wahrnehmen bzw. einen Brief schreiben, denn ich kann weder den Bus bezahlen, noch Briefmarken kaufen. Zudem möchte ich das Risiko eines Wegeunfalls nicht eingehen.

Ich kann bis heute aus Geldmangel dort nicht persönlich vorsprechen. Das Amt, mit dem ich nun per Mail Kontakt habe, weigert sich jedoch, den Antrag zu bearbeiten und schiebt es mir in die Schuhe, da ich nicht persönlich erschienen bin.

Wie verhalte ich mich nun am Besten, da sich die finanziellen Umstände nicht geändert haben?
 

Maximus Decimus

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Du willst was vom Amt, also bewege dich dahin. Von was kaufst du denn Essen und bezahlst deine Miete? Das ist doch mit Sicherheit teurer als eine Fahrkarte zum JC. Wieviel Kilometer sind es bis zum JC?
Klingt nach wasch mich, aber mach mich nicht nass!
 
E

ExitUser

Gast
Die Situation nachweislich schildern.

Auf §§ 17 und 42 SGB I aufmerksam machen.
Auch in den Weisungen steht was dazu. außerdem ist das Existenzminimum zu sichern.
Auch https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai417224.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI417229

Also neben der Zahlung des Vorschusses auch zusätzlich den Vorschuss für die Fahrtkosten beantragen und signalisieren, dass du dann den Termin gerne wahrnimmst.

Eigentlich müsste in der "Einladung" auch drin stehen, dass Fahrtkosten auf Antrag erstattet werden können. M. W. müssen für Meldezwecke die Kosten immer erstattet werden. Da gibt es Urteile dazu.
 

arbeitsloskr

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Eigentlich müsste in der "Einladung" auch drin stehen, dass Fahrtkosten auf Antrag erstattet werden können. M. W. müssen für Meldezwecke die Kosten immer erstattet werden. Da gibt es Urteile dazu.
Damit TE das nicht falsch versteht, erstattet heißt nicht automatisch, dass das JC die Fahrtkosten in Vorkasse an TE überweisen muss.
 

Hyena

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Auf das ich mich ein wenig zu weit aus dem Fenster lehne . . . aber

Baumfreund: konnte ich den Termin nicht mehr wahrnehmen bzw. einen Brief schreiben, denn ich kann weder den Bus bezahlen, noch Briefmarken kaufen.
und

Das Amt, mit dem ich nun per Mail Kontakt habe . . .
finde den Fehler . . .

Zumal du hier erwähnst:
Ich habe im 11 Mai 2016 einen formlosen Antrag auf ALG2 eingereicht . . .
wir schreiben März 2017 du hattest also 10 Monate um dort zu Fuß hinzugehen. In dieser Zeit pilgern andere um die halbe Welt . . .
 

Baumfreund

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Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.

vielleicht mal etwas zur Vorgeschichte: Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen, habe mich beworben, Probearbeiten angenommen etc., doch die Arge hatte mir in der Übergangszeit von Alg1 zu Alg2 unrechtens eine Sperre auferlegt, die später wieder zurückgenommen werden musste.

Daraufhin wurde der Antrag zum ALG2 nicht bearbeitet, da ich als nicht arbeitslos galt. Fakt ist also, dass die Arge Schuld an meiner Mittellosigkeit hat, wobei ich Arge und Jobcenter (sitzen in einem Haus) als den selben Verein einstufe.

Und da die Arge und das Jobcenter immer sehr viel Wert auf Korrektness legen, kann ich ohne Krankenversicherung auch keine Risiken eingehen. Schon gar nicht, in dem ich zu Fuß die 20 Kilometer laufe.

Ich habe zwar Emailkontakt, doch leider muss man bei diesen Ämtern hier, sobald es um die Grundsicherung geht, ALLES mindestens per Einschreiben schicken, was ich zu dem Zeitpunkt des formlosen Antrags auch noch konnte.

Also ist mir auch da ein vernünftiger Kontakt verwehrt. Man möchte zusätzlich, dass ich persönlich erscheine, ansonsten bekomme ich den Status "nicht arbeitslos und nicht arbeitssuchend". Würde ich ja gerne machen, doch was kann ich dafür, wenn die mir jegliche Möglichkeiten (siehe oben), durch die lange Sperre verbaut haben?
 

yukiko

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Baumfreund meinte:
was kann ich dafür, wenn die mir jegliche Möglichkeiten (siehe oben), durch die lange Sperre verbaut haben?
erstmal damit aufhören, mit denen per Mail oder Telefon zu kommunizieren. Du musst nur postalisch erreichbar sein. Allein dadurch wäre dir wohl schon einiges erspart geblieben :icon_wink:

Lade mal alle relevanten Papiere anonymisiert hoch.

~> übrigens, willkommen im Forum, Baumfreund :welcome:
 

Helga40

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Und da die Arge und das Jobcenter immer sehr viel Wert auf Korrektness legen, kann ich ohne Krankenversicherung auch keine Risiken eingehen. Schon gar nicht, in dem ich zu Fuß die 20 Kilometer laufe.
Oh, du bist krankenversichert. Es zahlt nur niemand die Beiträge, so dass du in den ganzen 10 Monaten wohl einen Schuldenberg bei deiner Krankenkasse angehäuft hast.

Aber ein nettes Spielchen, das du da treibst. Da du es seit 10 Monaten spielen kannst,scheinst du es dir ja leisten zu können.
 
A

ALGler

Gast
Hallo Baumfreund,

lade, wie yukiko schon geschrieben hat, die Unterlagen anonymisiert hoch. Insbesondere den Bescheid über die damalige Sperre beim ALG 1 und den später erfolgte Rücknahme der Sperre.

Gruß vom ALGler
 
E

ExitUser

Gast
Hast Du in der ganzen Zeit kein Schreiben von der Krankenversicherung bekommen?

Nachtrag
Also von meiner Krankenkasse und der meiner Lebensgefährtin weiß ich, dass sie sehr schnell mit dem Schreiben sind, wenn Zahlungen aus welchen Gründen auch immer ausbleiben.
 

swamp89

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Kann ich bestätigen, ExitUser. Vor meinem ALG II - Bezug kamen monatliche Mahnungen bis hin zu Vollstreckungsankündigungen seitens des Hauptzollamtes, da ich über 1000 Euro Schulden hatte bei der Krankenkasse. Kann mir daher auch nicht vorstellen, dass er nie etwas von der Krankenkasse bekommen hat, denn: da sind die sehr, sehr schnell was Mahunngen angeht.

Den Weg zum Jobcenter hätte er sich in all der Zeit auch leisten können. Wenn er z.B. am Ende der Woche Pfandflaschengeld zusammengelegt hätte. Vier Flaschen sind schon 1 Euro und das auch Wochen angsammelt reicht für eine Fahrt zum Jobcenter...
 

Baumfreund

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Das mit der Krankenkasse ist natürlich richtig. Bisher ist es so, dass ein Verwandter für mich im Monat den H4 Satz von um die 90€ überweist, was denen aber nicht reicht, denn die möchten das Doppelte.

Jetzt kommen Androhungen über Pfändung und Karte einziehen.

Da dieser Streit schon länger geht, weiß ich nicht, ob mir der Versicherungsschutz nicht schon längst versagt ist und es wäre interessant zu wissen, wie das Jobcenter nun reagiert.

Zu der Sperre:

Leider habe ich derzeit keinen Scanner, doch ich kann sagen, dass meinem Widerspruch recht gegeben und die Sperre aufgehoben wurde. Mehr stand da auch nicht drin. Dass der Antrag auf ALG2 in der Zeit nicht bearbeitet werden konnte, hatten die mir telefonisch mitgeteilt.
 

arbeitsloskr

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Bisher ist es so, dass ein Verwandter für mich im Monat den H4 Satz von um die 90€ überweist, was denen aber nicht reicht, denn die möchten das Doppelte.
Moment mal, hast du nicht im Eingangsposting geschrieben, dass du über keine finanziellen Mittel verfügst, um der Meldeaufforderung Folge zu leisten? Wieso konntest du nicht diesen Verwandten fragen, ob er dir die Fahrtkosten auslegt, damit du zum JC fahren kannst?
 

Helga40

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Ich hab doch schon geschrieben, dass das ein nettes Spielchen ist, was er da treibt. Fragt sich nur, welcher Verwandte so blöd ist und ihn seit 10 Monaten durchfüttert, obwohl er ihm einfach nur 10 Euro für die Fahrt zum JC spendieren müsste... :doh:
 

Hyena

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@Helga40

Da ist was dran :biggrin:

Zumal der Bekannte ja die letzten 10 Monate jeweils 90€ an die KK überwiesen haben soll.
10 x 90€ = 900€ bei einem NRW Tagesticket wären das so an die 30 Tickets.

Da ich kaum glaube, dass das JC am anderen Ende von NRW liegt und dazu auch kein Tagesausflug nötig wäre, denke ich das man hier uns mal wieder den Troll spielt.

Immer wieder besser als Kino :popcorn:

Nur traurig für jene, die richtige Hilfe benötigen
 
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