• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Persönliches Budget

Status
Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Behinderte Menschen können statt einer Sachleistung gemäß § 17 Neuntes Sozialgesetzbuch (SGB IX) einen Geldbetrag als frei verfügbares persönliches Budget beantragen, mit dem sie ihren Bedarf an Teilhabeleistungen in eigener Verantwortung und Gestaltung decken und selbst bestimmen können, welche Hilfen wann, wie und durch wen sie in Anspruch nehmen wollen.

Das Persönliche Budget wird trägerübergreifend als Komplexleistung erbracht, das heißt durch mehrere Leistungsträger wie zum Beispiel die Sozialhilfe, die Integrationsämter und die Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung gemeinsam.

Das Geld bekommt man für die Hilfe und Unterstützung,
die man braucht und sich wünscht.
Zum Beispiel:
Wenn man jemanden braucht, der bei der Wäsche hilft.


Wenn man eine Freundin oder einen Freund besuchen
möchte und jemanden braucht, der einen dort hinfährt.

Mit dem Persönlichen Budget kann man die
Personen, die einem helfen, selber bezahlen!

http://www.vdk.de/perl/CMS_Page.cgi?ID=de8218&SID=o4pxdU3oZVacXIR1gYLcbZyyD/ja8C

Wer kennt sich mit dieser Regelung aus?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#2
Diese Vorschrift befindet sich noch in Erprobung (siehe § 17 Abs. 6 SGB IX).
Inwiefern sich für wen daraus Rechtsansprüche herleiten lassen, ist daher noch fraglich, zumal es sich auch hier mal wieder um eine Kann-Bestimmung handelt.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
bschlimme, mir ist da leider nichts weiter bekannt. Zuständig dürfte der Träger sein, der im Einzelfall auch für Reha-Maßnahmen zuständig ist. Das können die Rentenversicherungsamstalten, die Bundesanstalt für Arbeit oder auch Berufsgenossenschaften sein.
Ich werde aber versuchen, näheres zu erfahren umd dieses dann in diesem Unterforum posten.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#6
Habe mich mal schlau gelesen, was man so über das Thema Trägerübergreifendes Persönliches Budget im Netz findet.

Was ist ein Budget?
Dies ist eine Geldleistung, über deren Verwendung Sie im Rahmen der Zweckbestimmung
frei verfügen können.
„Zweckbestimmung“ bedeutet, dass Sie das Budget nicht für Ihren normalen
Lebensunterhalt verwenden dürfen, sondern nur für Hilfen, die Sie wegen Ihrer Behinderung
dauerhaft brauchen. Einmalige Hilfen fallen nicht darunter.
Das persönliche an diesem Budget bedeutet, dass Sie mit dem Geld, das Sie bekommen,
selbstverantwortlich bestimmen können, welche Leistungen Sie dafür „einkaufen“.

Wer kann daran teilnehmen?
Behinderte oder von Behinderung Bedrohte, die Anspruch auf Leistungen der
Eingliederungshilfe oder auf Hilfe zur Pflege haben.
Wie hoch ist das Budget?
Das Budget als Gesamtleistung darf nicht höher sein als Ihre bisherigen ( oder auch zukünftigen)
Einzelleistungen zusammen.
„Trägerübergreifend“ bedeutet, dass Sie alle Leistungen in einer Summe aus einer Hand
bekommen.
Die Höhe des Budgets bestimmen Sie selbst zusammen mit den Leistungsträgern in einem
gemeinsamen Gespräch.

Woher bekomme ich das Budget?
Der Geldbetrag wird Ihnen von einem der beteiligten Leistungsträger überwiesen. Das ist in
der Regel der, bei dem Sie den Antrag auf das Persönliche Budget gestellt haben. Dies
kann sein das örtlich zuständige Sozialamt, die zuständige Pflegekasse oder die
Servicestelle.

1. Anspruchsberechtigte Person stellt Antrag bei Beauftragten.
Der Beauftragte ist beispielsweise das Sozialamt, die Agentur für Arbeit, die Krankenkasse
und andere (Rehaträger nach dem 9. Buch des Sozialgesetzbuches (SGB IX) sowie
Integrationsamt und Pflegekasse).


http://www.marburg-biedenkopf.de/upload/pdf/info_tpb.pdf

Antrag auf ein „Trägerübergreifendes Persönliches Budget“
http://www.marburg-biedenkopf.de/upload/pdf/antrag_persoenliches_budget.pdf

Leitfaden
http://www.vdk.de/cms/mime/756D1114069237.pdf
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#7
Prima, da steht ja alles wissenswerte drin, werde den Thread mal pinnen
 

jane doe

Elo-User/in
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
626
Gefällt mir
13
#9
ist das nicht schon wieder ein papiertiger?

der quatsch von alles aus einer hand und so, warum wird bei alg2-antragstellung dies nicht gleich berücksichtigt? warum werden die beträge nicht gleich mit dem alg2-bescheid beschieden? und warum habe ich wieder den dummen verdacht, das ein großteil der behinderten auf der strecke bleibt?
 

tamiflu

Elo-User/in

Mitglied seit
24 Okt 2005
Beiträge
11
Gefällt mir
0
#10
ich bin doof

heisst das abgekürzt auf deusch: ich bekomme zusätzlich zu hartz 4 geld?

p.s. ich bin 90% schwerbehindert und renne mit einer sauerstoffflasche durch die gegend weil ich eine kaputte lunge und herz habe! im pc vom jobcenter stand heute:" voll arbeitsfähig" diese vollidioten.....

wenns kohle gibt, wo muss ich die beantragen?

danke für euren raschen geldsegen!!!!
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#12
Sag mal Beschlimme, ist das das Gleiche wie Hilfe zur Teilhabe am Arbeitsleben? Kann man es auch beantragen, wenn ein Rentenantrag läuft?Ich könnte es gut gebrauchen, benötige speziellen Stuhl, andere Tastatur wegen des Rheumas.Ich habe D. Artikel gelesen.
 

narssner

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Nov 2005
Beiträge
150
Gefällt mir
1
#17
einer muß vorläufig zahlen

zu Anfrage tamiflu, da läuft ein böses Spiel mit Ihnen. beantragen Sie vorsichtshalber Sozialhilfe nach Sozialgesetzbuch zwölf bei der Gemeinde im Sozialamt und Arbeitslosengeld zwei beim Arbeitsamt.
Die Behörde, die zuer4st um Sozialleistung angegangen wird, muß vorleisten. Und sich dann mit anderen Leistern (Krankenkasse, Landesversicherungsanstalt, Gemeinde usw.) selber streiten, wr zuständig ist. Das leitet sich aus dem dreiundvierzig des Sozialgesetzbuches eins bab.
Damit soll an sich verhindert werden, daß Schiebereien auf dem Rücken von Leuten ausgetragen werden und diese ewig ohne Geld dastehen.
Der Weg wäre Anträge, dann Antrag auf Vortschuß und dann sofort Antrag auf Erlaß einer Einstweiligen Anordnung.
Wenn Sie angeblich voll arbeitsfähig sind, muß es dafür wenigstens ein ärztliches Gutachten "nach Aktenlage" geben. Und das würde ich mit als nächstes anfordern.
Einen freundlichen Gruß
narssner
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#18
Hi bschlimme, kann das Persönliche Budget nicht herunterladen, erscheint immer Grafik Konvertierungsfilter kann nicht geladen werden, was bedeutet das?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#19
hast du es auch deiner Festplatte gespeichert? Dann kannst du es öffnen. wenn nicht klappt schicke ich dir eine EMail mit den Dateien
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#20
Stell mir doch nicht solche schwierigen Fragen, keine Ahnung, kann von den 3 Downlouds nur 1 öffnen, komischer Weise.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#22
Danke.Übrigens seit meiner Abgabe des Antrages auf ein Persönliches Budget habe ich nie wieder etwas gehört, habe den Antrag bei der Arge abgegeben, schriftl. Bestätigung kanm 2 Tage später, sie haben es weiter gereicht zur LVA. Dauert das immer so lange?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#23
So speichern und dann öffnen um zu lesen, dass steht in beiden E-Mails sonst gar nichts?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#24
oben in der Mail sind die blauen Word Dateien mach klick und sie öffnen sich.

Wenn die deinen Antrag zur LVA geschickt haben bekommen sie ihn zurück. Die LVA ist nicht zuständig sondern die Arge. Dieses Affentheater hat die Arge auch mit mir gespielt und meinen Antrag erst zur LVA und dann zur KKgeschickt. Mein Antrag ist 6 Monate unterwegs gewesen. Dann habe ich aus Wut das ganze an das Ministerium für Soziales geschickt und die eingeschaltet und nun tut sich endlich was.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#25
Ach du glaubst es nicht, das ist ja zum Kotzen, aber gut das du mir es gesagt hast.
Habe dir ne Mail geschickt, ich kann gar nichts öffnen, müßte wirklich mal ein Computerkurs besuchen, bin ne Niete in Sachen Computer.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#26
Jetzt hat alles geklappt, vielen Dank für deine Hilfe! :!:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#27
Bschlimme, Du sagst, dass die Arge für den Antrag zuständig ist, nach welcher rechtl. Grundlage, kannst du helfen, denn möchte nicht 6 Monate warten, bis mal eine Entscheidung getroffen wird, mein Antrag hat die Arge an die LVA geschickt. :uebel:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#28
die LVA schreibt:
anliegend senden wir ihnen den Antrag auf *Trägerübergreifendes Budget gem.§ 17 SGB IX von Frau XXXXXXXXXX zurück mit der Bitte, den Vorgang in eigner Zuständigkeit zu bearbeiten.
Der im Juni 2005 von der Versicherten gestellte Antrag ist im Aug.2005 an den Rentenversicherungsträger weitergeleitet worden. Die Weiterleitung erfolgte daher außerhalb der 14 Tage-Frist des § 14 SGB IX

Es ist nicht erkennbar, dass Leistungen aus dem Leistungskatalog der Rentenversicherung begehrt werden.

**********

erstmal hat die Arge, wie üblich geschlampt und den Antrag nicht schnell genug bearbeitet.Der § 14 SGB IX sagt hurtig hurtig ( schau ihn dir an)

den Rest sagt der § 17 SGB IX aus.
Die Arge hat nun den schwarzen Peter :twisted: :twisted:

4) Enthält das Persönliche Budget Leistungen mehrerer Leistungsträger, erlässt der nach § 14 erstangegangene und beteiligte Leistungsträger im Auftrag und im Namen der anderen beteiligten Leistungsträger den Verwaltungsakt und führt das weitere Verfahren durch.


Dabei kommt es wohl auch darauf an, welche Leistungen man beantragt hat. Das persönliche Budget ist sehr umfangreich.

Wann wurde dein Antrag bei der Arge abgegeben? Sicherlich haben die die 14 Tage-Frist auch bei deinem Antrag längst überschritten?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#29
Mein Antrag habe ich am 27.10. abgegeben bei der Arge, weitergeleitet wurde er zur LVA am 04.11.05.Seitdem habe ich nichts mehr gehört. Die Arge schien mir mit dem Antrag auch völlig überfordert gewesen zu sein. Habe alle Leistungen beantragt, außer hilfe im Arbeitsleben, da mein Rentenantrag immer noch laüft, übel was. :motz:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#30
Lusjena sagte :
Mein Antrag habe ich am 27.10. abgegeben bei der Arge, weitergeleitet wurde er zur LVA am 04.11.05.Seitdem habe ich nichts mehr gehört. Die Arge schien mir mit dem Antrag auch völlig überfordert gewesen zu sein. Habe alle Leistungen beantragt, außer hilfe im Arbeitsleben, da mein Rentenantrag immer noch laüft, übel was. :motz:

Die Arge ist nicht überfordert damit, sie bearbeitent nur nicht gerne Anträge. Die sind schlichtweg zu faul sich mit Neuland zubefassen. Als ich meinen Antrag in Juni abgegeben habe hat mich die SB gefragt, was sie damit soll. Habe ihr aber das nötige Infomaterial ausgedruckt und an dem Antrag geheftet. Und trotz der zahlreichen Hinweise bekommen die eine Bearbeitung nicht bebacken.

Ich mahne ständig meinen Antrag an. :motz: :motz:


Hier noch was interessantes dazu:

Persönliches Budget, Vorrang ambulanter Leistungen
Kranke und behinderte und pflegebedürftige Menschen werden stärker als bisher dabei unterstützt, ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Dazu dient insbesondere die Schaffung eines trägerübergreifenden Persönlichen Budgets als Gesamtbudget aller in Betracht kommenden Leistungen, das im SGB IX verankert ist. Dadurch werden den behinderten und pflegebedürftigen Menschen regelmäßige Geldzahlungen zur Verfügung gestellt, mit denen sie bestimmte Betreuungsleistungen selbst organisieren und bezahlen können. Vom 1. Juli 2004 bis zum 31. Dezember 2007 wird das Persönliche Budget erprobt, ab 1. Januar 2008 besteht ein Rechtsanspruch darauf.

Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) - Sozialhilfe -

Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

§57 Trägerübergreifendes Persönliches Budget
Leistungsberechtigte nach § 53 können auf Antrag Leistungen der Eingliederungshilfe auch als Teil eines trägerübergreifenden Persönlichen Budgets erhalten. § 17 Abs. 2 bis 4 des Neunten Buches in Verbindung mit der Budgetverordnung und § 159 des Neunten Buches sind insoweit anzuwenden.]

http://www.sozialhilfe24.de/sozialhilfe_4.html
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#31
Ich werde der Arge jetzt schriftlich einen Termin zur Bearbeitung meines Antrages setzen und auch mal paar Informationsblätter ranheften, denn das Wort Persönliches Budget ist für diese Dumpfbacken ein Fremdwort. :twisted:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#32
Eigentlich sollten sich die Argen ihre Infos selber besorgen. Das müssen wir auch tun und wir werden nichtmal dafür bezahlt.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#33
Korrekt, doch wie lange wollen wir noch auf die Bearbeitung des Antrags warten?
Ein bißchen Nachhilfeunterricht kann nicht schaden. :twisted: :twisted:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#34
Die Budgetverordnung gibt es seid 2004, somit sollte diese auch mittlerweile zur Arge vorgedrungen sein.

schick sie mit deiner Post

http://www.vdk.de/cms/mime/755D1114069167.pdf

Aber schreib bei, dass sie die Verordnung gut aufheben sollen!!! :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#35
Danke. Vielleicht noch Frohe Weihnachten wünschen? :mrgreen:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#37
Das sollten mal die SB lesen,denn bis heute sind sie mit meiner Antragstellung auf ein Persönliches Budget überfordert.

Ich habe darauf hin bei der LVA angerufen,Rehaabteilung,die kennen es auch nicht.

Jetzt müssen HARTZ IV Empfänger schon Aufklärungsunterricht erteilen. :x
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#38
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#39
Da hilft dein Schimpfen auch nicht,denn ich habe am Telefon auf den § des SGBIX hingewiesen,ich meine § 17.

Man hätte von nichts ne Ahnung,nuja Ahnungslose gibt es in Deutschland jede Menge. :hihi:

Man müßte sie alle zur Verantwortung ziehen :dampf: :motz: :motz:
 

evahb

Elo-User/in

Mitglied seit
29 Sep 2005
Beiträge
242
Gefällt mir
0
#40
Hallo,ich habe meinen Antrag auf persönliches Budget beim VdK abgegeben,das das SA mir immer wieder erzählte "in Bremen gibt es das noch nicht".Anfang 2008 soll das Budget eine Kannbestimmung mehr sein,sondern nach der momentanen Erprobungsphase ins Gesetz aufgenommen werden.Ich warte diesbezüglich auf einen Bescheid.Haushaltshilfe wird mir bereits schon längere Zeit bezahlt.
Was kann man denn so alles angeben?Wer hat bereits Erfahrung damit?

Gruß evahb
 

Hugi

Elo-User/in

Mitglied seit
10 Jul 2006
Beiträge
3
Gefällt mir
1
#41
Persönliches Budget ist bis 2008 eine kann Regelung, danach soll es eine muss Regelung werden. Sprich wenn dir Hilfen (betreutes Wohnen, Hilfe bei Ämtergängen usw usw) zustehen dann kannst du ab 2008 auch sagen du willst statt dessen das Geld und organisierst dir deine Hilfen selber.
Informationen dazu erhält man am besten bei caritavien Verbänden die auch betreutes Wohnen und dergleichen durchführen und bei den Landschaftsverbänden. Wie genau der Antrag im Einzelfall aussehen muss am besten in einem Beratungsgespräch klären. Wichtig ist auch die Angabe warum und wofür man Geld braucht. Das kann von der Hilfe beim einkaufen, putzen, Wäsche machen bis hin zum Wunsch einmal im Monat ein Fussballspiel live zu sehen gehen.
Ob und wieviel Geld man bekommt hängt von der Art und Schwere der Behinderung ab.

Die sinnvollsten Ansprechpartner meiner Meinung nach:
- Landschaftsverbände
- Caritative Einrichtungen
- Sozialämter

Wo ich es nicht versuchen würde:
- Arge
- Krankenkassen
- Rententräger

Ein paar Infos gibt es auch in diesem PDF (ab seite 4)
http://www.infothek.paritaet.org/pi...ILE/Sozialpolitische_Informationen_1-2007.pdf
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Gefällt mir
1.347
#42
Das Ärztebudget u. die Regressforderungen der Krankenkassen bei Behindertenbehandlung

Kürzlich strahlte der MDR in seiner abendlichen Nachrichtensendung einen Bericht aus, daß ein niedergelassener Landarzt Regreßforderungen in Höhe von mehr als 70.000 Euro an die AOK Sachsen zurückzahlen sollte, weil er sein monatlichen und jährliches Behandlungsbudget überzogen hätte. Er dürfte für die Behandlung des spastisch gelähmten Kindes max. nur 28.000 Euro/Jahr verbrauchen.

Mit dieser Behandlungsbudgetierung gehen Krankenkassen völlig an den realen Verhältnissen der Menschen vorbei. In dem besagten Beitrag wurde noch angemerkt, daß dieser Arzt noch behinderte Patienten und ältere Bürger aus einem Alters-, Pflege- und Behindertenheim regelmäßig behandelt und es nicht einsieht, daß bei diesen Personenkreisen, wenn sie fachärztlich untersucht und behandelt werden regelmäßig mit Mehraufwendungen zu rechnen sind, die nicht mit der Haushaltbudgetierung des Bundesgesundheitsministeriums konform gehen können. Es liegt eben in der unterschiedlichen Gesundheitsbeschaffenheit, Leistungseinschränkungen, Häüfung komplexer Krankheitsbilder begründet, die sich nicht nach bürokratischen Sparorientierungen richten können.

Die AOK gab auf Nachfrage der Sachsenspiegelredaktion dann in diesem speziellen Einzelfall nach.

Damit ist aber das generelle Kosten- und Behandlungsproblem bei allen behinderten patienten nicht gelöst.
 

jockel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
26 Nov 2006
Beiträge
6.044
Gefällt mir
1.347
#43
Hi bschlimme, kann das Persönliche Budget nicht herunterladen, erscheint immer Grafik Konvertierungsfilter kann nicht geladen werden, was bedeutet das?
Bei Budgetverordnung (65,0 KB), Handlungsempfehlungen Persönliches Budget (294,8 KB) und Was ist ein persönliches Budget? (271,3 KB) auf der Seite des VdK handelt es sich nicht um Bildgrafikdateien, sondern um die universelle Dokumentierungsform aller möglichen Printmediendokumente im PDF-Format - Portable Document Format. Näheres im Online-Lexikon Wikipedia in diesem Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Portable_Document_Format

Wer PDF-Dateien lesen möchte, braucht dazu vom Hersteller Adobe den kostenlosen Adobe Reader, derzeit in der Version 8: http://www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html
 

Satriale

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Jan 2008
Beiträge
286
Gefällt mir
0
#44
Mein Antrag auf Persönliches trägerübergreifendes Budget von Ende Januar hat 6 Wochen nach Berlin gebraucht zur DRVB. Anfang Juli schreibt mich die Sozialbehörde an, droht mit Gummiparagraph 60 SGB I und verlangt:

Kontoauszüge lückenlos der letzten 3 Monate.
Bescheinigung der ARGE, Leistungsbescheid über ALG II.
Sämtliche vorhandene Unterlagen über Vermögen
Sämtliche medizinische Unterlagen

um angeblich den Anspruch zu prüfen.Anschliessend will man mir diesbezüglich auch noch ein Hausbesuch verpassen. :rolleyes:

Wenn das als Umsetzung des Verfahrens zum Persönlcihen Budget so üblich ist... auf jedem Fall verweigerte mir die Sozialbehörde Aachen ohne rechtskräftige Begründung, wegen fehlender Mitwirkung laut Paragraph 60 SGB I die Leistungen.

Hier handelt es sich um einen klaren Fall von Diskriminierung. Die Sozielbehörde schickt mir eine Einladung am Freitag für ein Gespräch am Dienstag, die erst Dienstag Mittag im BK liegt. Desweiteren soll mir die Sozialbehörde die Nummer mit der Vorlage der Kontoauszüge Mal rechtskräftig erklären, insbesonders wenn ich anstatt Erwerbsminderungsrente ALG II als Ersatzleistung beziehe, weil die DRVB nicht zahlen will. Trotz Gutachtens, dass mich für die nächsten 3 Jahren sozusagen "abschreibt". Mein Gesundheitszustand wird sich voraussichtlich nicht verbessern. das Gutachten stammt vom Kardiologen/Amtsarzt.

Dies ist einfach nur BEHÖRDENWILLKÜR, der Hausbesuch wird mit einen angeblichen Urteil des LSG Hessen begründet, dabei ohne AZ und ich wohne in NRW.

Denke Mal, mich die nächste Woche zum SG zu bewegen.
Desweiteren werde ich das BMAS über die Umsetzung des Persönlichen Budgets benachrichtigen, von wegen 14 Tage...

Die lassen sich Zeit, schieben den Antrag einfach weiter und kümmern sich um NICHTS.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#45
Also ... ich habe vor einem Jahr einen Antrag auf "persönliches Budget" gestellt und bis heute keinen einzigen Cent erhalten.

Das liegt daran, dass ein Gesetz geschrieben wurde, welches eine "Zielvereinbarung" vorschreibt und das ausführende Amt die Auszahlung damit beliebig verzögern kann.

Das "persönliche Budget" soll "Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben" ermöglichen, also ein Grundrecht verwirklichen.
Die Verwirklichung dieses Grundrechtes wird aber von einer Bedingung abhängig gemacht, und zwar von dieser ominösen "Zielvereinbarung".

Dieses Gesetz ist also höchstwahrscheinlich grundgesetzwidrig, aber das Amt kann mich inzwischen ein Jahr lang hinhalten und ich kann mit "normalen" Rechtsmitteln NICHTS dagegen machen.
Praktisch habe ich keinen Anspruch auf ein Grundrecht, so lange nicht das Amt gnädigerweise einer "Zielvereinbarung" zustimmt, in der drin steht, was dem Amt gefällt, was insbesondere betrifft, ab wann die "Zielvereinbarung" gilt.

Wer "persönliches Budget" beantragt, der sollte m.E. spätestens einen Monat nach Antragstellung einen "Antrag auf einstweilige Anordnung" stellen.
Der wird zwar abgelehnt, aber spätestens dann muss das Amt (i.d.R. Sozialamt) eine "Zielvereinbarung" vorlegen, die man dann erstmal unterschreiben und hinterher ggf. dagegen klagen kann.

MfG
 

hartaber4

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
8 Sep 2011
Beiträge
11.619
Gefällt mir
2.632
#46
PB ist in der Realität noch nicht angekommen (Kerngedanke: Selbstbestimmung - nicht Behördendünkel).

Zu der "Zielvereinbarung":

Wo steht, dass man diese unterschreiben muss?

Betreffender § (im SGB XII) dürfte der sein:

Die Erstellung dürfte in den Aufgabenbereich des LT fallen... sind ja auch alles Fachrkräfte (§6 SGB XII)....

das höchste der Gefühle wäre: Kenntnisnahme/Unterschrift

§ 58 SGB XII Gesamtplan

(1) Der Träger der Sozialhilfe stellt so frühzeitig wie möglich einen Gesamtplan zur Durchführung der einzelnen Leistungen auf.
(2) Bei der Aufstellung des Gesamtplans und der Durchführung der Leistungen wirkt der Träger der Sozialhilfe mit dem behinderten Menschen und den sonst im Einzelfall Beteiligten, insbesondere mit dem behandelnden Arzt, dem Gesundheitsamt, dem Landesarzt, dem Jugendamt und den Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit, zusammen.
 

hartaber4

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
8 Sep 2011
Beiträge
11.619
Gefällt mir
2.632
#47
Erklärt so einiges........



Die gesamte Branche lebt von der Exklusion

Geldgierige Wohlfahrt

Kommentar von Rainer Kreuzer

Die Inklusion geht um in diesem Land. Inklusion, das Fremdwort der UNO: Es soll Menschen, die dauerhaft an körperlichen, geistigen oder psychischen Handicaps leiden, ein selbstverständliches Miteinander mit anderen Menschen garantieren: gleiche Chancen, gleiche Rechte, gleiche Teilhabe.
Eine plurale Gesellschaft der menschlichen Vielfalt. Sozialministerin Ursula von der Leyen hat dafür einen nationalen Aktionsplan ins Leben gerufen, um diesem Ziel vordergründig ein Stück näher zu kommen. Tatsächlich aber geht der Trend in Deutschland hin zu immer mehr Exklusion.

Eigentlich sollte man meinen, dass gemeinnützige Einrichtungen und Träger im Dienste des Gemeinwohls arbeiten. Doch weit gefehlt! In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Anbieter pädagogischer Hilfen auf staatliche Vorgaben hin in kapitalistische Musterbetriebe umgewandelt. Auch wenn die "gemeinnützigen GmbHs" formal keine Gewinne ausweisen dürfen, unterscheiden sie sich kaum von den echten Shareholder-Value-Größen an der Börse.

Link:

Die gesamte Branche lebt von der Exklusion: Geldgierige Wohlfahrt - taz.de
 

hartaber4

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
8 Sep 2011
Beiträge
11.619
Gefällt mir
2.632
#48
Diakonie, Caritas und andere Anbieter betreiben diverse psychiatrischen Kliniken, Sozialstationen, Wohnheimen und Behindertenwerkstätten. Häufig werden dort nicht nur Menschen gegen ihren Willen mit schädlichen, psychiatrischen Drogen behandelt, sondern zusätzlich noch unter menschenverachtenden Verhältnissen wirtschaftlich ausgebeutet. Wie dies in der Praxis aussieht, zeigte die RDL-Radiosendung Koo Koo in der Sendung vom 17.6.2012 am Beispiel des Rehavereins Freiburg auf. Betroffene berichten von Zuständen in diesen Einrichtungen, die an Sklaverei erinnern. So wurde ein Mitarbeiter in dieser Einrichtung mit 100 Euro Hungerlohn abgespeißt. In anderen Einrichtungen dieser Art ist dies nicht anders.

Psychiater, wie Prof. Dr. Tilman Steinert vom ZfP Südwürttemberg nennen dieses Vegetieren zwischen Wohnheim und Behindertenwerkstatt im dauersedierten Zustand zynisch “soziale Integration”. Dafür möchte Steinert auch weiterhin psychiatrische Zwangsbehandlungen durchführen dürfen, denn freiwillig werden dies die wenigsten mitmachen wollen.

Link:

Meinungsverbrechen.de » Blog Archive » Die Selbstversorgung der Versorger
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#49
@wohnHaft

Was genau möchtest du denn mit deinem PB anfangen?
Du bist damit doch nicht auf die Wohlfahrtsverbände angewiesen - es steht dir (zumindest theoretisch) frei - einen Plan zu machen, wo auch andere Personen involviert sind.


• Du bestimmst selbst,
welche Hilfen du haben willst.
• Du bestimmen selbst,
wer dir helfen soll.
• Du bist der Chef.
• Du bestimmst selbst,
wann du die Hilfen haben willst.

Lass dir doch mal die Broschüre schicken und halt sie den Leuten unter die Nase - was die liebe Ulla da erzählt müssen die doch einfach glauben, oder?

Broschüre kannst du kostenlos hier bestellen:

BMAS - Publikationen - Broschüre: Persönliches Budget


Hier kannst du vielleicht auch ne Frage stellen, ohne Mitglied zu werden:

Kontakt - BSK e.V.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#50
Zu der "Zielvereinbarung":

Wo steht, dass man diese unterschreiben muss?
Mit der Suchmaschine habe ich da auch noch nichts eindeutiges gefunden.
Im Sitzungsprotokoll (vom abgelehnten Antrag auf einstweilige Anordung) steht:
"Die Vorsitzende weist den Antragsteller darauf hin, dass hier, damit eine Leistung des persönlichen Budget gewährt werden kann, zwingend Voraussetzung ist, dass eine Zielvereinbarung unterschrieben wird."
Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass die Richterin in der "Erörterung" einen Paragraphen genannt hatte, im Sitzungsprotokoll steht keiner.

Dass das Abhängig-Machen von einer "Zielvereinbarung" höchstwahrscheinlich grundgesetzwidrig ist, nutzt einem Betroffenen (wie mir jetzt) im Einzelfall erstmal gar nichts, denn Richterinnen am Amtsgericht wiegeln das ab.
(Der 4. Leitsatz des Urteiles des BVerfG vom 9.2.2010 würde nicht analog für Grundsicherung und persönliches Budget gelten, weil dieses Urteil ein anderes SGB betraf. Dass es der gleiche Regelsatz ist, sei dafür egal; so die Richterin.)

Irgendwer muss wohl immer der sein, der herausfindet, wie man es falsch macht - aber nachdem einer diese Erfahrung gemacht hat, müssen die anderen ja nicht die gleichen Fehler nochmal machen.

Also:
- "persönliches Budget" beantragen, darin schriftlich Dringlichkeit mitteilen, Bearbeitungsfrist von zwei Wochen setzen
- bei Überschreitung der Frist zur Zahlung auffordern
- entweder wird dann schnell eine "Zielvereinbarung" vorgelegt
- oder wenn nicht, Antrag auf einstweilige Anordnung stellen, denn dann lehnt die Richterin zwar wahrscheinlich den Antrag ab, ordnet aber dem (Sozial)Amt an, schnellstmöglich eine "Zielvereinbarung" vorzulegen


Mit dieser Vorgehensweise dürfte es dem (Sozial)Amt nicht möglich sein, länger als zwei Monate die Auszahlung zu verhindern.

Danach kann man ggf. gegen den Inhalt der "Zielvereinbarung" - und damit gegen die eigene Unterschrift - klagen.
Und wie das dann weitergeht, weiß ich wahrscheinlich demnächst auch.

MfG
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#51
So; ich hab's gefunden. Die ominöse "Zielvereinbarung" steht in keinem Gesetz, sondern in einer Durchführungsverordnung:
Das Persönliche Budget im Wortlaut § 17 SGB IX und Budgetverordnung -Hauptschwerbehindertenvertretung des Landes Berlin - Berlin.de

Da steht aber auch
"§ 3 Verfahren
1. Der nach § 17 Abs. 4 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch zuständige Leistungsträger (Beauftragter) unterrichtet unverzüglich ... "
und "Die beteiligten Leistungsträger sollen ihre Stellungnahmen innerhalb von zwei Wochen abgeben."

Also bleibts dabei: gleich bei Antragstellung zwei Wochen Frist setzen.

MfG
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten